Ökomodell Achental
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News Article

Kreuzkraut

Jakobs-Kreuzkraut

Die ansprechende Optik von im Sommer gelb blühenden Wiesen und Weiden darf nicht über das vorhandene hohe Vergiftungsrisiko hinwegtäuschen, wenn es sich bei der gelben Blütenpracht um giftige Kreuzkraut-Arten (Senecio spp.) handelt. Da sich dies weiterhin rasant verbreitet, findet für alle Interessierten eine Flurbegehung statt. Hierfür konnte als Fachreferent Hans Staltmayr vom Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung in Bayern (LKP) gewonnen werden.

Treffpunkt zur Begehung am Montag den 17.07.2017 um 19.00 Uhr ist die Fahrsiloanlage von Hans und Christian Maier (Häuslschuster), Konradweg 3 in 83236 Übersee.

Das Jakobs-Kreuzkraut und seine ebenfalls im Grünland vorkommenden Verwandten Wasser-Kreuzkraut und Alpen-Kreuzkraut enthalten höhere Konzentrationen an hoch giftigen Pyrrolizidin-Alkaloiden. Diese Stoffe sind besonders für Rinder und Pferde sehr giftig. Die Aufnahme von stark verseuchtem Futter führt nach wenigen Tagen zu akuten tödlichen Leberschäden. Niedrigere Toxinkonzentrationen im Futter haben chronische Leberschäden zur Folge. Eine Behandlung akuter und auch chronischer Vergiftungen ist im Regelfall hoffnungslos.

Die Kreuzkräuter sind in allen Entwicklungsstadien und besonders in der Blüte giftig. Die Toxine werden bei der Heutrocknung oder in der Grassilage kaum abgebaut. Während Weidetiere die Pflanzen aufgrund ihres Geruchs oftmals verschmähen, ist die Aufnahme als Heu oder Silage wenig eingeschränkt.

Große Bandbreite an Grünlandstandorten
Die verschiedenen Kreuzkräuter decken eine große Bandbreite an Grünlandstandorten ab. Das Jakobs-Kreuzkraut ist besonders auf nährstoffärmeren und trockeneren Wiesen und Weiden zu finden. Wasser-Kreuzkraut tritt dagegen auf frischem und feuchtem Grünland auf. Alpen-Kreuzkraut ist an nährstoffreiche Hochlagen bis über 2.000 Meter Meereshöhe angepasst. Die Pflanzen bilden eine große Anzahl an flugfähigen und ausdauernden Samen. Damit werden offene Böden und lückiges Grünland besiedelt. Beim Jakobs-Kreuzkraut wurde daher in den letzten, teilweise trockenen Jahren eine Verseuchung in ganz Bayern beobachtet. Die Pflanzen sind zwei- bis mehrjährig und müssen sich über Samen vermehren. Typische Befallsflächen sind extensive und wenig gepflegte Weideflächen sowie lückige und konkurrenzschwache Wiesen. Außerdem ist es auf Stilllegungsflächen, Böschungen, Straßenrändern und Ödland zu finden. Wasser-Kreuzkraut ist eine typische Pflanze auf frischen bis feuchten Wiesen.

Alle interessierten sind zur Begehung herzlich eingeladen – nutzen Sie die Möglichkeit zur Information!

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