‚Richtige‘ Grünlandbewirtschaftung?

Ökomodell Achental organisierte fünf Informationsveranstaltungen zum angepassten Umgang mit Kreuzkräutern

Eine gute Bewirtschaftungspraxis ist die optimale Basis für einen richtigen Umgang mit Kreuzkraut. Doch auf welchen Flächen kann mit welcher Methode gegen die problematischen Arten vorgegangen werden – und in welchem Umfang?Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, organisierte das Ökomodell Achental, auf Anregung von Landwirt Hans Maier aus Übersee, der auch Beirat im Gesamtvorstand des Ökomodells ist, fünf Informationsveranstaltungen für alle Betroffenen und Interessierten. Als Referent konnte mit Hans Staltmayr vom Landeskuratorium für Pflanzenbau (LKP) ein absoluter Fachmann gewonnen werden, der seine große Expertise an die zahlreichen Besucher weitergeben konnte.

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Der Referent führte aus, dass auf Grund von Bitterstoffen die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen werden. Nur durch die Futterkonservierung in Heu oder Silage gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden, so Staltmayr. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe entsorgt werden.

Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental, betonte die Wichtigkeit des Themas und verweis auf die zunehmende Ausbreitung im Achental. Er kündigte weitere Aktivitäten an.

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Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental (rechts) und Hans Maier, Beirat Ökomodell Achental (links) überreichen Hans Staltmayr einen Korb mit Produkten aus dem Achental
Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental (rechts) und Hans Maier, Beirat Ökomodell Achental (links) überreichen Hans Staltmayr einen Korb mit Produkten aus dem Achental