Ökomodell - News / 2019-07-17T20:30:35+02:00 http://example.comnews-344.atom Stellenausschreibung im Fachbereich Archivpflege - 2019-07-03T15:18:39+02:00 2019-07-03T15:38:14+02:00

Die Gemeinde Bergen sucht in Zusammenarbeit mit dem Ökomodell Achental e.V. (für gesamt 10 Gemeinden)
zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet für zwei Jahre eine/n

 

Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste

- Fachrichtung Archiv (m/w/d)

in Vollzeit (39 Wochenstunden)

 

Aufgabenschwerpunkte:

  • Erschließung (Ordnung und Verzeichnung) von Archivgut (19. – 21 Jh.)
  • Nichtamtliche Überlieferungsbildung durch ergänzende Sammlungstätigkeit
  • Digitalisierung von Archivgut
  • Bestandserhaltung
  • Magazindienst
  • Benutzerbetreuung, Bearbeitung von Anfragen, Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung der Altregistratur
  • Allgemeine Verwaltungstätigkeiten

 

Voraussetzungen:

  • Eine abgeschlossene Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv oder eine vergleichbare Qualifikation sowie einschlägige, mehrjährige Berufserfahrung in einem Archiv in den vergangenen fünf Jahren
  • Gute Kenntnisse und praktische Erfahrungen in allgemeinen und archivspezifischen EDV-Anwendungen
  • Gute und praktische Kenntnisse im Sinne der zuvor beschriebenen Aufgabenschwerpunkte
  • Einschlägige Berufserfahrung ist von Vorteil. Wir schätzen zudem Ihre Motivation, Leitungs- und Verantwortungsbereitschaft, gute Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft sowie die Bereitschaft, innerhalb vorhandener Strukturen selbstständig zu arbeiten.

 

Wir bieten:

  • Einen abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Arbeitsplatz
  • Die Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung und Qualifizierung
  • Leistungsorientierte Bezahlung nach TVöD
  • Betriebliche Altersvorsorge (Zusatzversorgung)

 

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte bis spätestens 31.07.2019 an die Gemeinde Bergen, Hochfellnstr. 14, 83346 Bergen, oder info(at)bergen-chiemgau.de senden. Für Auskünfte steht Ihnen unser Geschäftsleiter, Herr Andreas Schultes, unter der Rufnummer 08662 4885-33 zur Verfügung.

 

http://example.comnews-343.atom Ökomodell bietet Betrieben Einzelberatung an - 2019-06-13T15:25:19+02:00 2019-06-13T15:27:23+02:00 Christian Maier berät zum angepassten Umgang mit Kreuzkräutern

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt.

Eine gute Bewirtschaftungspraxis ist die optimale Basis für einen richtigen Umgang mit Kreuzkraut. Doch auf welchen Flächen kann mit welcher Methode gegen die problematischen Arten vorgegangen werden – und in welchem Umfang? Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, bietet das Ökomodell Achental ab sofort eine betriebliche Einzelberatung von landwirtschaftlichen Betrieben in den Mitgliedsgemeinden an. Mit Christian Maier aus Übersee steht uns hierzu ein Praktiker zur Verfügung, welcher am eigenen Betrieb und durch Versammlungen bereits viel Erfahrung aufgebaut hat.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen vor der Abreife entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe kostenlos entsorgt werden.

In den Gemeinden des Ökomodell Achental entfällt für die Erstberatung eine Pauschale von 40,-€. Für Ökomodell Mitgliedsbetriebe ist die Erstberatung kostenlos.

Für Terminvereinbarungen bitte bei Christian Maier unter der Telefonnummer 0151/42533953 melden.

http://example.comnews-342.atom Spende für die Erfassung der Kreuzkräuter im Achental - 2019-06-07T08:55:00+02:00 2019-06-13T15:32:54+02:00 Mit einer großzügigen Spende von 5.000 Euro wurde die Förderstiftung Ökomodell Achental für die Kartierung des Kreuzkrauts im Achental bedacht. Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG überreichte den Scheck am Festabend des 20 jährigen Jubiläums des Ökomodell Achental im Heftersaal in Grassau.

Grassau – Im festlichen Rahmen der 20 Jahr Feier des Ökomodell Achental durfte die Förderstiftung Ökomodell Achental, vertreten durch die Beiratsvorsitzende Stephanie Hennes, einen Scheck über 5.000 Euro von der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG entgegennehmen. Die Spende dient der Kartierung problematischer Kreuzkräuter im Achental, welche sich in den letzten Jahren im Achental zunehmend ausgebreitet haben. „Wir freuen uns zusammen mit dem Ökomodell Achental die Erfassung der problematischen Kreuzkräuter in die Umsetzung zu bringen. Durch die detaillierte Erfassung der Arten und der Standorte kann eine Grundlage erstellt werden, auf die in den nächsten Jahren immer wieder zugegriffen werden kann, “ so Stephanie Hennes, die Beiratsvorsitzende der Förderstiftung.

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Auf Grund von Bitterstoffen werden die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen. Durch die Futterkonservierung in Heu oder Silage gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe entsorgt werden.

 

Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es bereits seit 2009. Mit Hilfe der Zinserträge von erhaltenen Preisgeldern und Spenden fördert sie Umwelt- und Sozialprojekte im Achental und verfolgt rein gemeinnützige Zwecke. Ihre Ziele sind die Förderung von Natur- und Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler.

http://example.comnews-341.atom „Das Ökomodell zeigt, wie es geht“ Karin Detzel (kad) 2019-06-03T09:08:00+02:00 2019-06-13T15:29:46+02:00 Jubiläumsveranstaltung zum 20. jährigen Bestehen

Grassau – Wenn der frühere Bundespräsident zur Geburtstagsfeier kommt, muss der Jubilar Besonderes geleistet haben. Und das, so befand Festredner Horst Köhler, hat das Ökomodell Achental in den 20 Jahren seines Bestehens in der Tat. „Wenn es das Ökomodell nicht schon längst gäbe, spätestens jetzt müsste man es erfinden“, stellte Festredner Horst Köhler klar. Anlass zur Feier war der 20. Geburtstag des Ökomodells Achental. „Ein spannendes Alter. Es ist schon viel geschafft, aber das Beste kommt noch“, merkte der frühere Bundespräsident an, der mit seiner Frau Eva Luise nach Grassau gekommen war.

Vor der Feier im Heftersaal hatte er sich ins Goldene Buch der Gemeinde Grassau eingetragen, in dem sich nach Frank-Walter Steinmeier nun zwei Bundespräsidenten binnen einer Woche verewigt haben.

Kernpunkt von Köhlers Rede: Die Krisen weltweit – von Klima- über Migrations- und Finanz- bis zur Demokratiekrise – hingen zusammen, machten nicht vor Ländergrenzen Halt. Um dennoch in eine gute Zukunft gehen zu können, bedürfe es einer großen Transformation, einer globalen Veränderung, bei der nicht jeder nur auf das eigene Wohl schaut. „Europa kann keine gute Zukunft haben, ohne dass Afrika eine hat“, so Köhler. „Unsere Biosphäre ist nicht wie eine Zimmerpflanze, wo man sich eine neue kauft, wenn sie eingeht“, betonte er. Auch Donald Trump werde es nicht schaffen, „eine Mauer gegen den Klimawandel zu bauen“.

Diese große Veränderung in der Erkenntnis, dass alles zusammenhängt, sei für ihn die „Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts“, so der 76-Jährige, der von 2004 bis 2010 deutscher Bundespräsident gewesen war. Beim Ökomodell Achental hätten die globalen Zusammenhänge schon vor 20 Jahren eine Rolle gespielt. Die Erkenntnis, dass die Kernthemen Natur- und Landschaftsschutz, Energie, Landwirtschaft und naturverträglicher Tourismus nur voranzubringen sind, indem in der Region interkommunal zusammengearbeitet wird, führte 1999 zu dessen Gründung.

„Am Anfang war der Irlacher“ kam der Ex-Bundespräsident auf den Mann zu sprechen, „ohne dessen Mut und Überzeugungskraft es das Ökomodell nicht gäbe“: Fritz Irlacher, damaliger Schlechinger Bürgermeister. Für ihn, so weiß Köhler, „ist die Natur nicht einfach eine Ressource“. Er habe vor 20 Jahren in den Nachbargemeinden Mitstreiter gefunden, die gemeinsame Idee für das Achental und ein Konzept entwickelt, das „Heimatliebe mit Zukunft verbindet“. Heute stehe der Verein auf festen Beinen, und es habe sich gezeigt, dass das Konzept richtig war. „Es freut mich sehr, dass sein Enthusiasmus noch immer da ist“, bemerkte Köhler mit einem Schmunzeln in Irlachers Richtung.

Die Sympathie, die aus seinen Worten herauszuhören ist, beruht auf Gegenseitigkeit. Später, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, berichtete Irlacher von der ersten Begegnung der beiden bei einem Pfingstgottesdienst in der Streichenkirche. Die Köhlers hätten sich damals im gesamten bayerischen Alpenraum nach einem neuen Wohnsitz umgesehen. „Die Art der Menschen bei uns im Achental hat er auf Anhieb gemocht“, weiß Irlacher. Und so sei es gekommen, dass der frühere Bundespräsident 2012 den Bichlhof in Unterwössen kaufte.

„Lernen Sie weiter, packen Sie an, lassen Sie sich nicht irritieren. Sie sind auf dem richtigen Weg“, rief Köhler allen zu, die sich beim Ökomodell engagieren. Aus den Lektionen, die man hier in den vergangenen 20 Jahren gelernt hat, lasse sich viel für die weltweit nötige große Transformation ableiten: Zum Beispiel, dass Ausprobieren, Verwerfen, Scheitern und Weitermachen dazugehören. „Es liegen keine fertigen Rezepte in der Schublade. Es muss vor Ort herausgefunden werden, welcher Weg der stimmige ist.“ Auch könne das Beispiel aus dem Achental Mut machen für funktionierende Demokratie. „Erst, wenn die Menschen das Gefühl haben, sie sind Teil des Veränderungsprozesses, entsteht Nachhaltigkeit“, weiß Köhler. Auch darin, Grenzen zu überwinden, sei das Ökomodell durch die Kooperation mit Tirol Vorreiter und damit „ein gutes Stück Europa“.

Und schließlich sei es „keine Selbsthilfegruppe, wo man Klagelieder auf den Niedergang singt“, sondern geprägt von Hoffnung. „Man darf aber nicht nur still hoffen, sondern muss auch anpacken. Das Ökomodell zeigt, wie das geht“, so Köhler. Darin sehe er einen Weg, „unseren Wohlstand zu erhalten und zugleich auf andere Rücksicht zu nehmen“.

Einen Rückblick auf 20 Jahren Ökomodell hielt Moderatorin Claudia Siemers im anschließenden Gespräch mit den drei bisherigen Vorsitzenden in der Geschichte des Vereins: dem „Vater des Ökomodells“ Fritz Irlacher, seinem Nachfolger und heutigen Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer, und dem amtierenden Bergener Bürgermeister Stefan Schneider. Gemeinsam erinnerten sie an umgesetzte Projekte (Landschaftspflege, Urlaub auf dem Bauernhof, die Wochenmärkte) und gescheiterte Projekte, zum Beispiel die Gewinnung von Wasserkraft an der Weißache. Vor allem aber bekräftigen alle drei, dass es „Leute braucht, die mitmachen“. Nur dank einer guten Mannschaft, der Einbeziehung der Bürger, Zusammenhalt und Respekt füreinander stehe das Ökomodell heute so erfolgreich da.

Dass es auf ein „Miteinander“ statt ein „Gegeneinander“ ankommt, stellte auch Landrat Siegfried Walch in den Fokus seines Grußwortes. Es stelle sich nicht die Frage „Wohlstand oder Naturschutz?“. Man müsse alles tun, um „das Gesicht der Heimat zu bewahren“. Und daran, dass das Ökomodell dies seit 20 Jahren so erfolgreich macht, dürfe jeder Bürger im Achental stolz sein. „Ihr seid alle Pioniere“, rief er den Gästen im Heftersaal zu. Er Weg habe sich bewährt und die Region zusammengeschweißt. „Es geht um unser Dahoam“, forderte Walch auf, in diesem Sinne weiterzumachen. Weil zu einem Geburtstag neben vielen Gästen und Glückwünschen auch Geschenke gehören, hatte die VR Bank Rosenheim-Chiemsee einen Scheck über 5000 Euro mitgebracht. Damit kann sich das Ökomodell den Wunsch erfüllen, die Ausbreitung des Kreuzkrautes kartieren zu lassen. kad

http://example.comnews-340.atom Lernen in der Großen Transformation: 20 Jahre Ökomodell Achental Bundespräsident a.D. Horst Köhler 2019-05-30T14:47:00+02:00 2019-06-13T15:28:38+02:00 Rede von Bundespräsident a.D. Horst Köhler

Rede von Bundespräsident a.D. Horst Köhler, in Grassau, 29. Mai 2019

Ich freue mich sehr, dass ich heute Abend mit Ihnen allen den Geburtstag des Ökomodells Achental feiern darf. 20 Jahre sind ein spannendes Alter, denn man hat das Gefühl: wir haben schon viel geschafft, aber das Beste kommt noch. Die Vergangenheit ist gleichzeitig jung genug, um sich noch gut zu erinnern. Viele von Ihnen waren von Anfang an dabei. Ihnen allen ist, neben dem Blick zurück und dem nach vorne, danke zu sagen: Danke, weil es ohne den hohen Einsatz von vielen von Ihnen nicht zu diesem 20jährigen Jubiläum gekommen wäre. Und Ihr Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Darauf komme ich noch zurück.
Das Ökomodell Achental ist in diesem Jubiläumsjahr 2019 in guter Gesellschaft. Vor 500 Jahren starb Leonardo da Vinci, einer der berühmtesten Universalgelehrten, der seiner Zeit weit voraus war und die Gesetze sowohl von Natur als auch Gemeinschaft verstehen wollte. Vor 500 Jahren machte sich Magellan auf den Weg, zum ersten Mal die Welt zu umsegeln und fand sie zugleich endlich als auch unendlich. Vor 250 Jahren wurde Alexander von Humboldt geboren, ein bedeutender Naturforscher, der schon damals die globale Kraft der Natur erkannte und uns lehrte, dass die Erde ein Organismus ist. Es jähren sich auch die Geburtsstunden wichtiger politischer Errungenschaften, die heute die Grundpfeiler unserer Demokratie sind. Wir feiern in diesem Jahr unter anderem 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Grundgesetz.
Spannenderweise kreisen all diese Jubiläen – inklusive das unsere – um zwei zentrale Fragen: Wie ist unser Verhältnis zur Natur? Und wie ist unser Verhältnis zueinander, zur Gesellschaft? Die Beziehung zwischen dem Ökologischen und dem Sozialen, oder sagen wir: die Spannung zwischen der Welt, wie der Mensch sie vorfindet und der Welt, wie der Mensch sie gestaltet, sie hat die Menschheitsgeschichte schon immer geprägt. Diese Spannung hat aber heute ein Ausmaß erreicht, das die Natur und auch unser Zusammenleben radikal verändert. Geologen sprechen seit einigen Jahren von einer neuen geochronologischen Epoche, in der sich der Planet Erde befindet: dem Anthropozän, also ein Zeitalter, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Das wiederum, so dämmert uns erst langsam, hat auch enorme politische und gesellschaftliche Auswirkungen.
Wenn wir auf die Vielzahl der globalen Krisen sehen, mit der wir in diesen Jahren zu kämpfen hatten und haben – der Klimakrise, der Migrationskrise, der Finanzkrise, der, ja, Demokratiekrise, die sich etwa in der Wahl von Donald Trump ausdrückt – dann ahnen wir, dass dies keine voneinander unabhängigen Ereignisse sind, sondern dass sich viele grundlegende Dinge gerade in einem weltumspannenden Zusammenhang verändern.

Jetzt mag sich der ein oder andere denken: „Das Ökomodell Achental feiert Jubiläum, und der Köhler kommt uns mit weltumspannenden Zusammenhängen!“. Ich glaube tatsächlich, dass das eine viel mit dem anderen zu tun hat. Wie mir berichtet wurde, haben globale Zusammenhänge schon bei der Gründung des Ökomodells eine Rolle gespielt. Nur wenige Jahre zuvor, im Jahr 1992, hatte die internationale Staatengemeinschaft auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro Umweltschutz erstmalig im globalen Rahmen diskutiert, und darüber hinaus auch ökologische mit sozialen Fragen verknüpft. Das Ökomodell Achental steht in der Linie dieser Zielsetzung.
Die globalen Zusammenhänge sind heute, im 21. Jahrhundert, noch viel drängender geworden. Wenn es das Ökomodell Achental also nicht schon längst gäbe – spätestens jetzt müsste man es erfinden. Und ich will sogar das sagen: ich glaube, dass die Erfahrungen hier aus dem Achental wertvoll sind auch für den Lernprozess der Großen Transformation, wie er der ganzen Welt unweigerlich bevorsteht.
Aber eins nach dem anderen. Fangen wir an: mit dem Anfang.

Am Anfang war der Irlacher. Ich glaube, ich tue niemandem Unrecht, wenn ich sage, dass es ohne den Mut und die Überzeugungskraft von Fritz Irlacher das Ökomodell Achental nicht gäbe. Für den damaligen Bürgermeister von Schleching war die Natur nicht einfach eine Ressource, die wir nutzen und verbrauchen. Er hatte, wie ich es sehe, die in der Präambel unseres Grundgesetzes postulierte „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ verinnerlicht und verstand die Natur als ein wahres Wunder; unseren Lebensraum, den es zu respektieren und zu schützen gilt. Und an Warnzeichen für die Gefährdung dieses Lebensraums mangelte es schon in den 90er Jahren nicht: Die Gemeinden in der Region bekamen die globalen Fliehkräfte deutlich zu spüren. Die schleichende Klimaerwärmung hatte damals schon begonnen, den Schnee zu verdrängen und der Ski-Tourismus musste eingeschränkt werden. Die Globalisierung führte auch hier zu einem Strukturwandel, der zum Beispiel gekennzeichnet war durch das Höfesterben.
Da fügte es sich glücklich, dass Fritz Irlacher in den Bürgermeistern der Nachbargemeinden Mitstreiter fand. Und sie stellten sich, klugerweise, alle zusammen zunächst Fragen: wie können wir, wie wollen wir hier in Zukunft leben? Wie können wir gleichzeitig unseren lokalen Wohlstand und unsere Natur schützen? Lassen sich Landwirtschaft und Tourismus besser verbinden? Und jedes kluge Projekt in der Politik beginnt mit Fragen.
Auf der Suche nach Antworten entwickelten die acht Bürgermeister eine Idee für das Achental. Sie tauften diese Idee interessanterweise „Ökomodell Achental“. Ich bin mir nicht sicher, welcher Teil dieses Namens mehr Selbstbewusstsein verriet: der Anspruch, ein „Modell“ zu sein, oder der mutige Gebrauch des Wortes „Öko“, was ja damals, wenn ich das so sagen darf, in Bayern fast ein Schimpfwort war. Und ich kann mir gut vorstellen, dass die Idee dieses Ökomodells am Anfang durchaus auch belächelt wurde: „Was bringt denn das?“, mögen sich einige gefragt haben.

Heute steht der Verein „Ökomodell Achental“ auf festen Beinen. Ihm haben sich mittlerweile weitere Gemeinden angeschlossen und es hat sich gezeigt, dass auch das Konzept richtig war, die österreichischen Gemeinden Kössen, Schwendt und Kirchdorf von Anfang an einzubeziehen. Die Arbeitsschwerpunkte Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und Energie sind weiterhin richtig gewählt. Heute können wir feststellen, dass das Achental viele der Herausforderungen gut gemeistert hat – und vor allem gut aufgestellt ist, die neuen Fragen der Zukunft anzugehen. Belächelt wird hier nix mehr. Ganz im Gegenteil: Im Jahr 2014 wurde das Ökomodell Achental im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Land der Ideen“ ausgezeichnet – das freut mich nicht zuletzt deshalb, weil ich diesen Wettbewerb als Bundespräsident angeregt hatte.
Ich möchte noch einmal meinen Respekt und meinen Dank zum Ausdruck bringen all denen, die in den vergangenen 20 Jahren an der Erfolgsgeschichte des Ökomodells Achental mitgearbeitet haben. Und erlauben Sie mir, stellvertretend für alle, den ersten geschäftsführenden Vorstand von 1999 auch namentlich zu nennen: Danke, Fritz Irlacher. Danke, Raimund Schupfner. Danke, Hans Haslreiter.
Im letzten Sommer habe ich übrigens den Irlacher Fritz zufällig bei einer Radtour im Achental wieder getroffen. Anders als ich es gewohnt bin, übersprang er höfliche Floskeln und Geplauder, um mir geradeheraus und voller Begeisterung davon zu berichten, dass er nach so vielen Jahren in einer Sumpfwiese eine seltene Orchideenart wiederentdeckt hat, die er schon ausgestorben geglaubt hatte. Ich habe mich gefreut zu sehen, dass seine Ehrfurcht vor der Natur des Achentals ungebrochen ist – und sein Enthusiasmus auch nicht. Dieser Enthusiasmus, dieser Geist, der seit der Gründung des Ökomodells wehte, er ist auch heute noch da. Davon konnte ich mich erst vor wenigen Wochen in einem Gespräch mit dem neuen ersten Vorsitzenden des Vereins, Herrn Bürgermeister Schneider, und dem Geschäftsführer, Herrn Wimmer, selbst überzeugen. Vor allem habe ich da gemerkt: die Bereitschaft, sich mit den großen Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen und damit, wie ganz konkret im Achental darauf reagiert werden kann, sie ist immer noch frisch.
Schauen wir sie uns also einmal an, die großen Fragen der Gegenwart. Lenken wir unseren Blick vom schönen Achental auf die große weite Welt.

Meine Damen und Herren,
Im Jahr der Gründung des Ökomodells, am 12. Oktober 1999, wurde im Kosovo der kleine Adnan Nevic geboren. Er war der 6 Milliardste Mensch auf der Erde. Heute, nur 20 Jahre später, leben auf unserem Planeten schon über sieben Milliarden Menschen. Im Jahr 2050 werden es zehn Milliarden sein. Ich werde das nicht mehr erleben, aber unsere Kinder und Enkel schon. Während Europa mit heute etwa einer halben Milliarde Einwohner eher schrumpfen wird, werden allein auf unserem Nachbarkontinent Afrika dann über zweieinhalb Milliarden Menschen leben – doppelt so viel wie heute, und damit doppelt so viele, eine Milliarde mehr, die Nahrung, Ausbildung, Arbeit, Perspektiven brauchen. Aber schon heute haben 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser; schon heute sterben fast

30.000 Kinder unter 5 Jahren täglich, die allermeisten an vermeidbaren Krankheiten. Gleichzeitig klafft die globale Schere zwischen den extrem Armen und den extrem Reichen immer weiter auseinander. Die reichsten 26 (26!) Menschen dieser Erde, so hat es zumindest die Entwicklungsorganisation Oxfam berechnet, besaßen 2018 genauso viel Vermögen wie die ärmste Hälfte (50%!) der gesamten Weltbevölkerung. Kann irgendjemand glauben, dass eine solche Entwicklung Bestand haben kann? Wenn wir es heute schon nicht schaffen, trotz nie zuvor dagewesenen Reichtums, allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, wie sollen da 10 Milliarden Menschen versorgt werden?
Die Aufgabe liegt auf der Hand: die armen Länder brauchen massives Wirtschaftswachstum, sodass dort mehr Straßen, mehr Schulen, mehr Krankenhäuser, mehr Kraftwerke gebaut werden, sodass moderne Wirtschaftsstrukturen und Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze entstehen, die den Menschen ein Einkommen ermöglichen.
Diese Antwort hat aber einen Haken, einen gewaltigen Haken.
Denn von welchen natürlichen Grundlagen soll sich dieses massiv benötigte Wachstum eigentlich nähren? Das Wirtschaftsmodell bei uns, in den reichen Ländern, das uns ein historisch nie da gewesenes Niveau an Wohlstand beschert hat, geht zurzeit damit einher, dass es sich mehr nimmt, als ihm zusteht. 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen. Ein Zahlenbeispiel hierzu: Momentan verursacht jeder Deutsche durchschnittlich 9 Tonnen CO2-Emissionen, im Jahr, jeder Inder 1,5 Tonnen, jeder Afrikaner 0,3. Übrigens trägt allein der globale Fleischkonsum zu mehr Treibhausgasen bei als der weltweite Verkehr mit Autos, Eisenbahnen, Schiffen und Flugzeugen zusammen. Wenn aber die Inder unseren Verbrauch an Schnitzeln und an Flugreisen hätten, dann stünde die Erde vor dem Kollaps. Wenn alle Menschen so konsumieren und produzieren würden wie wir in den Industrieländern, dann bräuchten wir mehrere Planeten in Reserve. Die haben wir aber nicht. Die bittere Wahrheit ist, dass wir unseren Wohlstand auf Pump aufgebaut haben – und wir sind eben nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ökologischer Sicht hochverschuldet.
In vielen Ökosystemen nähern wir uns gefährlichen Kipppunkten, die, einmal erreicht, unumkehrbare und kaum mehr kontrollierbare Folgen haben werden. Unsere Biosphäre ist eben nicht wie die Zimmerpflanze im Wohnzimmer, von der man sich einfach eine neue kaufen kann, wenn sie eingeht. Die UN hat Modellrechnungen erstellt, nach denen es in den nächsten 3 Jahrzehnten bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben könnte, die wegen Dürren und Überschwemmungen ihre Heimat verlassen müssen, wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Wohlgemerkt, das wäre keine biblische Plage, sondern das Ergebnis des menschengemachten Klimawandels!
Ich wiederhole also die Frage: Von welchen natürlichen Grundlagen soll sich das in den armen Ländern benötigte massive Wachstum eigentlich nähren? Wie soll angesichts der ökologischen Grenzen unseres Planeten und einer wachsenden Weltbevölkerung die extreme Armut bekämpft werden? Ist das nicht eine Quadratur des Kreises?
Die Antwort ist: wir brauchen eine neue Große Transformation des Lebens und des Wirtschaftens auf unserem Planeten Erde, deren Ausgangspunkt die Tatsache ist, dass die

Menschheit in einer gemeinsamen Biosphäre lebt, und dass die natürlichen Ressourcen des Planeten begrenzt sind. Eine grundlegende Transformation, wie es der Wandel von der Agrar- zu der Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert gewesen ist. Dazu gehört zwingend, dass wir unsere Wirtschaft von der Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, vor allem vom Öl, lösen, und einen Weg finden, die Emission von Treibhausgasen weitgehend zu beenden. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen viel effizienter einsetzen. Unsere Produktions- und Konsummuster müssen sich ändern, wie wir Energie produzieren, wie wir unser Land bewirtschaften, uns ernähren, uns fortbewegen. Das alles zu schaffen braucht dabei mehr – und nicht weniger – internationale Zusammenarbeit. Die Große Transformation, das ist die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhundert, und von ihrem Gelingen wird abhängen, ob unsere Enkelkinder eine gute Zukunft haben werden.
Im Jahr 2015 hat die internationale Staatengemeinschaft zwei große Beschlüsse gefasst, die den Rahmen für eine solche Transformation beschreiben: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und das Klimaabkommen von Paris. Kernstück der Agenda 2030 sind 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung: da geht es um die Bekämpfung der extremen Armut in der Welt ebenso wie um den Schutz der Ozeane, um Bildung und lebenslanges Lernen, um die Nachhaltigkeit von Produktion und Konsum im Wirtschaftsprozess. Alles hängt miteinander zusammen, und die Marschrichtung ist klar! Beide Beschlüsse, die Agenda 2030 und der Klimavertrag, geben Orientierung in dieser von Angst und Besitzstandsdenken bestimmten Zeit. Sie benennen Veränderungsbedarf in den Entwicklungsländern wie in den Industrieländern. Also auch bei uns.

Meine Damen und Herren,
Ich glaube, dass es eine politische, wirtschaftliche und ökologische Realität gibt, der wir nicht mehr entkommen können, nämlich die unwiderrufliche Interdependenz allen Geschehens auf diesem Planeten. Diese Interdependenz, also gegenseitige Abhängigkeit, bekommen wir zu spüren bei den Umweltkatastrophen, die sich durch die globale Erwärmung mehren, bei Ebola, bei Finanzkrisen, beim Terrorismus, und in fast überwältigender Konkretheit bei der Flüchtlingskrise. All das sind Dinge, die an Ländergrenzen nicht Halt machen; Herausforderungen, die sich national nicht lösen lassen. Damit ist auch die Bekämpfung der extremen Armut in der Welt oder die Frage, welchen Entwicklungspfad die Inder oder die Chinesen oder die Afrikaner nehmen in unserem ureigenen, direkten Interesse. Jürgen Habermas hat die Welt in diesem Sinne einmal als „unfreiwillige Risikogemeinschaft“ bezeichnet. Ich sage, etwas platter: Wir sitzen alle in einem Boot. Ob es den Herren passt oder nicht: Auch Donald Trump wird keine Mauer gegen den Klimawandel bauen können und auch Vladimir Putin oder Recip Erdogan werden mit dem autoritärsten Staat keine Pandemien verhindern können, und auch wir Europäer brauchen doch nicht zu glauben, dass wir eine gute Zukunft Europas haben können, ohne auch an die Zukunft unseres Nachbarn Afrikas zu denken, auf dem, ich wiederhole mich, in 30 Jahren zweieinhalb Milliarden Menschen leben werden, zwei Drittel davon junge Menschen unter 25.
Genau so, wie unser Handeln Auswirkungen auf die anderen hat, hat das Handeln der anderen Auswirkungen auf uns. Eine Banalität, vielleicht – klar hängt irgendwie alles mit allem zusammen –, aber können wir von unserer Politik wirklich behaupten, sie hätte diese Realität der globalen Interdependenz schon in ausreichendem Maß zum Ausgangspunkt, zur rahmengebenden Qualität ihrer Zielsetzungen und Entscheidungsprozesse gemacht?
Was daraus folgt, ist doch: Kein Land der Welt, so reich und mächtig es auch sein mag, kann seinen Wohlstand auf Dauer erhalten, ohne die Perspektiven der anderen Länder zu berücksichtigen. Ein Wohlstandsmodell, das von vornherein darauf angelegt ist, nur einem kleinen privilegierten Teil der Weltbevölkerung Wohlstand zu bringen, ist also nicht nur moralisch untragbar, sondern auch ökonomisch, ökologisch und politisch langfristig zum Scheitern verurteilt.
Und damit sind wir eigentlich auch schon wieder hier im Achental. Denn die Tatsache, dass unser Handeln globale Auswirkungen hat, die gilt natürlich nicht nur für ganze Länder, sondern auch für jeden einzelnen von uns, für jede Kommune und für jede Region. Und die Tatsache, dass unser westliches Wohlstandsmodell nach dem derzeitigen Strickmuster auf Dauer nicht tragbar ist, zeigt eben, dass auch der Wohlstand hier in der Region in der langen Frist auf andere Füße gestellt werden muss. Schon beim Aufbau des Ökomodells haben die Gründungsväter verstanden, vielleicht früher als viele andere: wir sind hier keine Parallelwelt im Chiemgau, kein vom Rest des Globus abgesondertes Paradies, sondern wir sind Teil dieser Welt, im Guten wie im Schlechten, wir bekommen die Folgen zu spüren, und unsere Entscheidungen beeinflussen das große Ganze. Deshalb müssen wir mit Kreativität und Zukunftslust dazu beitragen, diese Welt zu verändern, beitragen eben zu der unumgänglichen Großen Transformation.

Das Ökomodell Achental weist für unsere Region einen Weg dahin. Und gerade weil die Probleme des Achentals verschränkt sind mit denen der Welt, können auch seine Lösungen gute Anschauung für andere sein. Ich bin ja nun kein Experte für die Geschichte des Ökomodells Achental, und ich brauche gerade Ihnen allen nicht zu erzählen, was Sie alles geleistet haben. Aber beim Lesen über Ihre Arbeit und den Gesprächen mit einigen von Ihnen sind mir doch manche Dinge aufgefallen – nennen wir sie ruhig „Lektionen“, die man aus der Erfahrung vom Achental für die Große Transformation ziehen kann. Ich sehe vier an der Zahl.
1. Die Große Transformation ist ein Lernprozess.
„Große Transformation“, „Agenda 2030“, „Nachhaltige Entwicklungsziele“ – das kann sich manchmal ein bisschen danach anhören, als gäbe es einen großen globalen Masterplan, dem nur alle folgen müssen, und alles wird gut. Die Wahrheit ist aber: Wir kennen zwar die Richtung, wir haben einen Kompass, einen Rahmen, aber wir haben noch längst nicht alle Antworten. Wir müssen ausprobieren und verwerfen, experimentieren und scheitern, weitermachen und neu beginnen. Kurz eben: Lernen. Wie funktioniert die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum? Wie kann eine nachhaltige regionale Energieversorgung aufgebaut werden, die gleichzeitig ökonomisch, ökologisch und landschaftsbildlich sinnvoll

ist? Da liegen keine fertigen Konzepte in der Schublade. Ein Einheitsrezept für alles und alle wäre allemal falsch. Letztlich muss immer vor Ort herausgefunden werden, welcher Weg der stimmigste ist. In diesem Sinne ist das Ökomodell Achental eben auch ein Labor der Transformation. Auch hier hat nicht alles auf Anhieb funktioniert. Die Idee von Fließwasserkraftwerken entlang der Ache beispielsweise musste wieder begraben werden. Dafür liefert jetzt der Biomassehof wertvolle Erfahrungen.
Die Transformation also, sie ist kein Ergebnis, sondern ein Prozess, und von der Veränderungs- und Lernbereitschaft der Achentaler könnte sich auch in der großen Politik manch einer eine Scheibe abschneiden. Ich sehe darin jedenfalls auch ein Beispiel dafür, dass wir in der Politik noch viel mehr als bisher der Kreativität der kleinen Einheiten Raum geben sollten. Gute Antworten der Zukunft kommen vielleicht eher von unten als von oben. Wer jedenfalls danach sucht, die Demokratie zu stärken, der sollte dem Subsidiaritätsprinzip wieder mehr Geltung verschaffen. Und damit bin ich bei meinem nächsten Punkt:
2. Die Große Transformation funktioniert am besten in der Demokratie.
Ich habe es vorhin schon einmal angedeutet: Ich glaube, unsere Demokratie befindet sich in einer echten Krise. Uns dämmert langsam, wie voraussetzungsreich eine funktionierende Demokratie ist, von welchen Bildungsprozessen, Institutionen, Personen ihr Erfolg abhängig ist. Dass jetzt allerorten Parteien an Stimmen gewinnen, die für unser Staatswesen nichts mehr als Verachtung übrig haben, das ist besorgniserregend. Und gleichzeitig fragen einige zu Recht, inwiefern die Demokratie mit Ihren kurzfristigen Wahlzyklen überhaupt noch fähig ist zu den langfristig notwendigen Weichenstellungen, etwa in der Klimapolitik.
Da können Beispiele wie das Ökomodell Achental Mut machen. Spannend ist nämlich nicht nur, was Sie gemacht haben, sondern auch wie sie es gemacht haben. Mit der Gründung des Vereins Ökomodell Achental haben Sie nicht nur die Gemeinden als politische Einheiten, vertreten durch ihre Bürgermeister, einbezogen. Als Mitglieder des Vereins können sich Landwirte, Naturschützer, Hoteliers, lokale Betriebe – also alle Bürgerinnen und Bürger der Achentaler Gemeinden – an der Gestaltung ihrer Zukunft beteiligen. Das ist der Kern von lokaler Demokratie. Die Gründung des Vereins Ökomodell Achental verbindet Nachhaltigkeit mit Demokratie.
Denn nur im demokratischen Prozess, also im fairen Widerstreit der Interessen, in der gemeinsamen Suche nach Ausgleich und Kompromiss können Gesellschaften eine wirklich tragfähige Vision einer gemeinsamen Zukunft entwickeln. Erst wenn die Menschen wirklich das Gefühl haben, sie sind Teil des Veränderungsprozesses, sie können sich beteiligen, kommen die notwendigen Veränderungen richtig zum Tragen. Übrigens halte ich das Volksbegehren für die Artenvielfalt in Bayern, das unter dem griffigen und sinnbildlichen Namen Bienen-Begehren deutschlandweit Aufmerksamkeit erfahren hat, als ein weiteres gutes Beispiel hierfür. Mit großem Interesse habe ich verfolgt, wie immer mehr Vereinigungen, Parteien und Gruppen sich eingebracht, immer mehr Menschen Argumente für und wider das Begehren formuliert haben. Und was mich wirklich erstaunt hat, ist, dass in dieser Zeit der angeblichen lokalpolitischen Ermüdung mehr Menschen als jemals zuvor in der bayrischen Geschichte an der Abstimmung teilgenommen haben. Wenn Transformation vor Ort konkret wird, dann macht sie Lust auf Mitmachen, und belebt so unsere Demokratie. Und auch das gestiegene Engagement und Interesse der jungen Menschen, wie es etwa mit der hohen Wahlbeteiligung bei den Europawahlen und nicht zuletzt auch mit der Fridays for Future-Bewegung zum Ausdruck kommt, ist etwas grundsätzlich Ermutigendes. Ich hoffe sehr, dass die Parteien dieses Signal deutlich hören.

3. Die Große Transformation muss Grenzen überwinden.
Ich habe vorhin von den Herausforderungen gesprochen, die an Ländergrenzen nicht Halt machen. Das macht die Lösungsfindung so schwierig: denn unsere Entscheidungssysteme sind ja größtenteils immer noch nationalstaatlich organisiert.
Das Ökomodell Achental ist ein konkretes Beispiel, wie Lösungen auch über die Nationalstaaten hinaus gefunden werden können – und zwar nicht über die Auflösung nationalstaatlicher Grenzen, sondern durch ihre Ergänzung mit regionalen und europäischen Bezügen. Dass heute hier die Kolleginnen und Kollegen der österreichischen Gemeinden sitzen und Sie alle gemeinsam dieses Jubiläum feiern, das zeigt, dass das Ökomodell auch ein Stück Europa ist. Europa bedeutet eben nicht, wie manche uns weiszumachen versuchen, nur Regulierung oder Bevormundung; Europa öffnet neue Handlungsräume. Europa steht so auch für Freiheit, aus der Gemeinschaft erwächst. Das Achental hat übrigens schon konkret von Europa profitiert. Der Verein hat bereits mehrfach erfolgreich an europäischen Ausschreibungen teilgenommen und sich dabei auch als Musterregion für die Verwendung von erneuerbaren Energien im ländlichen Raum zeigen können.
Das Ökomodell Achental beweist, dass Menschen vor Ort in den europäischen Regionen politisch handeln können. Und damit ist es ein lebendiges Beispiel, wie Transformation angesichts grenzüberschreitender Herausforderungen gelingen kann.

4. Die Große Transformation ist eine Geschichte der Hoffnung.
Das Ökomodell Achental ist keine Selbsthilfegruppe, in der man sich gegenseitig Klagelieder über den Niedergang des ländlichen Raums vorsingt. Es ist eine Vereinigung von Leuten, die gerne anpacken. Leute, die Lust auf Zukunft haben. Diese Lust ist ansteckend. Vielleicht ist sie der wichtigste Treibstoff für die dauerhaften Veränderungen, die das Ökomodell hier geschaffen hat.
Das würde ich mir auch für die Große Transformation wünschen: Dass wir sie nicht miesepetrig als apokalyptische Gruselgeschichte erzählen, sondern als Geschichte der Hoffnung für ein neues gutes Leben unter veränderten Voraussetzungen. Es ist möglich, unseren Wohlstand zu erhalten, und gleichzeitig allen Menschen auf diesem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Es ist möglich, die Natur zu schützen, ohne die Menschen dabei zu vergessen. Es ist möglich, lokal Verantwortung zu übernehmen für das große Ganze.
Natürlich genügt es nicht, nur darauf zu hoffen. Was wir brauchen, ist hoffendes Anpacken. Von jedem einzelnen von uns. Und von unseren Gemeinden und Regionen. Das Ökomodell Achental zeigt, wie das funktionieren kann.
Vielleicht ist das auch ein Anstoß für ganz Bayern: Öko, das ist kein Schimpfwort mehr, sondern ein Konzept, das Heimatliebe mit Zukunftsfähigkeit verbindet. Was einst Laptop und Lederhose war, das ist heute Laptop, Lederhose und Ökomodell!
In diesem Sinne, liebe Achentaler aus Deutschland und aus Österreich: Machen Sie weiter, lernen Sie weiter, packen Sie weiter an! Lassen Sie sich von den Irrungen und Wirrungen unserer Zeit nicht irritieren. Sie sind auf dem richtigen Weg. Mit dem, was Sie hier tun, bauen Sie nicht nur an einer guten Zukunft für das Achental, sondern setzen auch Zeichen für die politische Gestaltung einer besseren Welt.


Herzlichen Glückwunsch, liebes Ökomodell Achental, freuen wir uns auf die nächsten 20 Jahre!

 

http://example.comnews-339.atom Die Almen im Ökomodell Achental und deren künftige Entwicklung - Studie in Auftrag gegeben - info@oekomodell.de 2019-05-08T13:13:27+02:00 2019-06-13T15:33:19+02:00 Vorstellung der Ergebnisse am Freitag den 10. Mai 2019 um 10:30 Uhr, großen Saal im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach

Um die Almen im Achental zu unterstützen hat das Ökomodell Achental eine Studie in Auftrag gegeben. Zusammen mit der Universität für Bodenkultur in Wien, Abteilung für Raum, Landschaft und Infrastruktur, sollen die wichtigsten Themenschwerpunkte in der Almwirtschaft zusammen mit den Almbauern erfasst und aufgearbeitet werden.

 

Schleching - Dem Ökomodell Achental und seinen Mitgliedsgemeinden sind die Almen im Gebiet besonders wichtig. Almen stellen eine wichtige Grundlage für die naturnahe Bewirtschaftung der Landschaft, die kulturelle Tradition und die Erhaltung einer artenreichen Kulturlandschaft dar. Die Almen im Achental sind darüber hinaus häufig auch wichtige Ausflugsziele für Erholungssuchende, Einheimische und Touristen. Im Mittelpunkt stehen dabei Almen in den neun Mitgliedsgemeinden.

Eine Studie in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien soll die Datengrundlagen zusammenstellen, die für eine Unterstützung erforderlich sind und auch die Sorgen und Problemstellungen in der Region detailliert erfassen.

Vom Ökomodell Achental ausgewählte Almen werden dazu im Rahmen des Projektes besucht und ein ausführliches Gespräch mit den Betreibern der Alm geführt. Diese Befragungen finden vom 06.-08. Mai 2019 statt. Aus den Ergebnissen der Befragung leiten die Studierenden dann Empfehlungen ab.

Am Freitag den 10. Mai 2019 um 10:30 Uhr werden im großen Saal im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach die Ergebnisse aller Befragungen präsentiert und Vorschläge für eine Unterstützung der Almen durch das Ökomodell Achental vorgetragen. Interessierte sind herzlich eingeladen an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen.

http://example.comnews-338.atom Blumenwiesen für das Achental - 2019-05-06T08:43:53+02:00 2019-05-06T08:58:37+02:00 BeeAware! – Alpengemeinden für den Bienenschutz

Artenreiche Blumenwiesen waren einmal typisch für das Achental. Um die noch vorhandenen artenreichen und mageren Wiesen wieder besser miteinander zu vernetzen, wurde im Achental bereits 2012 (Gemeinde Schleching) und 2013 (Markt Grassau) ein Konzept in Angriff genommen, das die ökologische Aufwertung öffentlicher Flächen mit einheimischen Wiesenblumen vorsieht. Oft sind die Abstände zwischen den blütenreichen Wiesen zu groß geworden. Da können kleinere Flächen als sogenannte Trittstein-Biotope Tieren und Pflanzen helfen, von einer Wiese zur nächsten zu gelangen. Stets geht es darum, Flächen so zu gestalten oder zu pflegen, dass die einheimische Artenvielfalt an Pflanzen wie an Tieren gestärkt wird. Der Flächendruck, dem die Landwirtschaft unterliegt, soll nicht zusätzlich erhöht werden, weshalb in erster Linie Verkehrsbegleitflächen, der Umgriff von Trafohäuschen oder Bushaltestellen und ähnliche Flächen in die nähere Auswahl kommen.

Blumenreiche Wiesen stellen aktuell das Landschaftselement dar, das am stärksten an Tier- und Pflanzenarten verliert. Während generell Gehölzstrukturen in der Landschaft zunehmen, gehen immer noch artenreiche Wiesen verloren oder werden artenärmer. Aus diesem Grund wird im Achental ein besonderer Schwerpunkt auf Wiesen gelegt.

 

Blumenwiese contra Blühfläche

Nicht jede Fläche mit bunten Blumen ist eine Blumenwiese. Im Handel sind vielfach Saatgutmischungen erhältlich, die einjährige Ackerkräuter wie Kornblume, Klatschmohn oder Kamille, aber auch typische Sommerblumen wie Ringelblume, Sonnenblume oder Schmuckkörbchen enthalten. Was noch im gleichen Jahr bunt blüht, verschwindet aber ebenso rasch wieder. Einheimische Blumenwiesen enthalten im Gegensatz zu den kurzlebigen Blühflächen ganz andere Arten wie Margerite, Flockenblume, Hornklee oder Glockenblume und sind damit auch bunt, aber dauerhaft und darüber hinaus an unsere Landschaft angepasst.

Blühflächen mit einjährigen Arten eignen sich als Übergangslösung für einen kurzen Zeitraum (1-2 Jahre), darüber hinaus sind sie nicht empfehlenswert: Sie müssen in kurzen Zeitabständen neu angelegt werden und verunkrauten nach wenigen Jahren so stark, dass sich die Blüten nicht mehr durchsetzen. Einheimische Blumenwiesen werden dagegen einmal angelegt und halten bei richtiger Pflege viele Jahrzehnte lang ohne jeden Zusatzaufwand. Blumenwiesen sollten nicht gedüngt und zweimal im Jahr gemäht werden. Weit verbreitet ist die Ansicht, Wiesen möglichst spät zu mähen, um den Pflanzen das Ausreifen der Samen zu ermöglichen. Eine zu späte Mahd führt allerdings in der Regel zu blütenärmeren Wiesen. Die Empfehlung lautet daher, Wiesen Ende Juni das erste Mal zu mähen, wie es bei der traditionellen Heumahd üblich war. Der zweite Schnitt kann dann im Herbst erfolgen.

Blumenwiesen eignen sich auch als bereicherndes Element für Privatgärten. Wie auf öffentlichen Flächen auch sollte nicht die Neuanlage mit Umgraben des Bodens und Neuansaat im Vordergrund stehen, sondern zunächst geprüft werden, ob ein bestehender Rasen nicht bereits artenreich ist. In vielen Fällen ist das so – durch das beständige Mähen sind Blumen dann bislang nicht in Erscheinung getreten. Erst, wenn klar ist, dass eine Fläche tatsächlich blütenarm ist, kommen Ansaat oder andere Techniken in Betracht.

 

Praxistage 2019

Im Achental wird Diplom-Biologe Stefan Kattari in Theorie und Praxis unterschiedliche Techniken zeigen, um zu vielfältigen Blumenwiesen zu kommen. Ziel ist es, möglichst vielen Personen das Wissen darüber zu vermitteln und zur Nachahmung anzuregen. Die Teilnehmer dürfen dabei gerne selbst Hand anlegen und die Techniken üben. Die Veranstaltungen sind mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein, dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege und der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Das Achental nimmt damit eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Maßnahmen zur Artenvielfalt im Landkreis Traunstein ein.

Mittwoch, 8. Mai, 10-12 Uhr in Schleching
Treffpunkt im Kurpark gegenüber der Kirche. Vorgestellt werden verschiedene Methoden und deren konkrete Anwendung, dazu gibt Kattari Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Blumenwiesen. Zur Anwendung kommen die Techniken „Artenanreicherung“ und „Neuansaat“. Zum Abschluss wird die Fläche am Schulparkplatz begutachtet, die vor mehreren Jahren angesät worden ist.

Freitag, 28. Juni, 19-21 Uhr in Grassau
Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Vorgestellt wird die Technik „Mähgutübertragung“, die richtig angewendet die ökologisch hochwertigsten Ergebnisse bringt.

Sommer 2019 in Schleching
Termin wird noch bekannt gegeben
Begutachtung der Maßnahmen im Kurpark: Wie entwickelt sich die Fläche? Kommen Kräuter auf, die man besser entfernt? Wie erkennt man die gewünschten Arten, vor allem aber die unerwünschten?

http://example.comnews-337.atom Almenführer für Kids - info@oekomodell.de 2019-04-24T10:04:39+02:00 2019-06-13T15:33:35+02:00 Förderstiftung legt Naturerlebnis- und Freizeitführer neu auf

Der neue Naturerlebnis- und Freizeitführer bietet in seiner neusten Auflage eine Auswahl an familientauglichen Wanderungen im Achental an. Die Touren wurden von Kindern für Kinder entwickelt und lassen in den Ferien keine Langeweile aufkommen.

 

Schleching/ Achental – Die Neuauflage des Naturerlebnis und Freizeitführers im Achental wurde um einen Almführer für Kinder erweitert. Die Idee entstammt dem Projekt „Schülerpreis“ vom Ökomodell Achental aus dem Jahr 2015. Die damals 4. Klasse der Grundschule Marquartstein hat zum Thema Berge einen „Almführer für Kids“ entwickelt. Die Schüler haben die Almen selbst ausgewählt und zusammen mit ihren Eltern erwandert. Die Tourenbeschreibungen und die Tipps wurden von den Schülern selbst verfasst. In einer ersten kleinen Auflage wurde der Almführer für Kids bereits erfolgreich in Umlauf gebracht. Um die Arbeit der Schüler zu unterstützen, hat die Förderstiftung Ökomodell Achental die Rechte an dem Almenführer erworben.

Des Weiteren bietet die Kinderbroschüre eine Vielzahl an Freizeittipps in den Rubriken Wasser, Tiere, Wald & Natur, Sport & Freizeit, Kultur & Bildung sowie ein Regenprogramm. Das Eichhörnchen Felix führt durch das Heft, gibt Tipps und Vorschläge. Aufgepeppt wird die Broschüre mit Spielen, Rätzeln, Sudoku oder Bilder zum Ausmalen. Spannung bieten auch die lustigen Hörgeschichten über das Achental, die per QR-Code über das Smartphone abgerufen und jederzeit angehört werden können. Der Naturerlebnis- und Freizeitführer ist kostenlos in allen Achentaler Tourist Informationen erhältlich.

Gefördert wurde das Projekt über die Förderstiftung Ökomodell Achental, die sich für die Förderung von Natur- und Umweltschutz, die Unterstützung der Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler im Achental einsetzt. Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es seit 2009. Sie ist aus der 2001 gegründeten Förderstiftung „Initiativkreis Ökomodell Schleching“ hervorgegangen. Mit Hilfe von Preisgeldern und Spenden fördert die Stiftung Umwelt- und Sozialprojekte im Achental.

http://example.comnews-336.atom Achentaler Bauernmarkt - 2019-03-29T11:52:50+01:00 2019-03-29T11:53:46+01:00 Saisoneröffnung am Palmsamstag, den 13. April 2019
http://example.comnews-335.atom Klimaschutzmanagement im Achental - 2019-02-20T14:08:37+01:00 2019-02-20T14:12:22+01:00 VG Marquartstein übernimmt die Stelle des Klimaschutzmanagers

von Ute Fembacher

Bereits seit 2015 gibt es für den Bereich der neun Gemeinden des Ökomodell Achental eine vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Stelle „Klimaschutzmanager“.

Der Klimaschutzmanager im Achental ist seit der Genehmigung durch die Förderstelle mit Hans Haslreiter aus Unterwössen besetzt. Die Stelle wurde für die erste Förderperiode von dreieinhalb Jahren von der Gemeinde Schleching verwaltet und läuft nun zu Ende März 2019 aus.

Um die vielen wichtigen Aufgaben und Initiativen fortführen und auch neue Bemühungen für den Schutz unseres Klimas erarbeiten zu können, wurde eine Verlängerung um weitere zwei Jahre beantragt. Aufgrund einer besseren Verteilung solcher gemeinsamen Aufgaben auf die Mitgliedsgemeinden des Ökomodells wird die VG Marquartstein im Falle einer weiteren Förderung durch den Bund die Stelle übernehmen. Zuvor hatten bereits die Gemeinden Reit im Winkl und Bergen die Stellen des Gästekontrolleurs und des Archivars übernommen.

Vielleicht hat der eine oder andere von Ihnen bereits die Dienste unseres Klimaschutzmanagers im Zuge einer kostenlosen Energieberatung in Anspruch genommen. Einige von Ihnen werden sich aber vermutlich nicht ganz vorstellen können, was ein Klimaschutzmanager macht. Deshalb haben wir unseren Klimaschutzmanager Hans Haslreiter in einem Interview gebeten, seine Arbeit ein wenig vorzustellen:

 

Herr Haslreiter, was macht eigentlich ein Klimaschutzmanager?

Die offizielle Stellenbeschreibung lautet ungefähr so: „Zu den Aufgaben des Klimaschutzmanagers gehört die Initiierung, Koordination und begleitende Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem gemeinsamen Energiekonzept der Ökomodell-Mitgliedsgemeinden.“ Das klingt sehr theoretisch. In der Praxis unterstütze ich überall da, wo eine Kommune, ein Betrieb oder ein Privathaushalt die Energieeffizienz steigern und zum Klimaschutz beitragen möchte.

Ein paar konkrete Beispiele: Wenn eine Kommune ihre Straßenlampen auf LED umstellt, begleite ich diesen Prozess. Wenn eine Kommune, wie aktuell die Gemeinde Marquartstein, eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz durchführt, nehme ich die Daten der Heizungen möglicher Teilnehmer auf und unterstütze den Wärmeverkauf.

Wenn ein Betrieb über die Anschaffung von Elektrofahrzeugen nachdenkt, berate ich ihn unabhängig. In den Ökomodell-Mitgliedsgemeinden haben wir in diesem Zusammenhang einen Flottentest für elektrische Kommunalfahrzeuge gemacht.

Andere Beispiele: In Grassau und Unterwössen haben wir Aktionen für rund 500 Schüler ab der 5. Klasse durchgeführt, um ihr Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Energie zu schärfen. Bei der Bergstation der Hochfellnbahn haben wir auf Photovoltaik umgestellt – zuvor wurde der Energieverbrauch über ein Notstromaggregat im Dauerbetrieb gedeckt, was nicht sehr energieeffizient war. Für das Blockheizkraftwerk aus dem Alten Bad in Unterwössen haben wir eine Möglichkeit zur Weiternutzung an anderer Stelle gefunden und damit unter anderem Entsorgungskosten gespart.

Und wie können Sie mir als Privatperson helfen?

In den letzten drei Jahren habe ich sehr viele Energie- und Förderberatungen für Privathaushalte gemacht. Diese Erstberatungen sind kostenlos. Gängige Fragen waren: „Welche Heizung ist für mein Haus die richtige?“ „Warum ist mein Stromverbrauch so hoch und was kann ich dagegen tun?“, „Kommt für mich eine PV-Anlage in Frage, ist sie wirtschaftlich?“ Und natürlich berate ich auch Privatpersonen zum Thema Elektromobilität.

Wie kann ich Sie erreichen?

Aktuell noch in der Ökomodell-Geschäftsstelle in Schleching unter der Telefonnummer 08649/986657. Ab 1. Juli dann in Grassau.

Und an dieser Stelle ist vielleicht noch wichtig: Ich sehe mich als Anlauf- und Unterstützungsstelle. Ich helfe gerne weiter, komme aber nicht ungefragt, um meine Konzepte aufzudrängen.

Wie wird man Klimaschutzmanager – welches „Handwerkszeug“ bringen Sie mit?

Ich bin Elektro-Meister für Gebäude und Energietechnik, Meister für das Installateurs- und Heizungsbauer-Handwerk und hatte früher in Unterwössen mein eigenes Unternehmen. Zusätzlich bin ich Gutachter für Photovoltaik (TÜV) und Energieberater (HWK). Privat interessiere ich mich schon seit Langem für die Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien, ich fahre auch schon seit 2012 ein Elektroauto, bisher über 130.000 km.

 

So viel zu dem Interview mit Hans Haslreiter. Wir hoffen Sie können sich nun ein ungefähres Bild über seine Aufgaben machen. Wir hoffen Sie können dieses Angebot in Zukunft auch selbst zur Verminderung Ihres Energieverbrauches nutzen um damit auch einen kleinen Beitrag zum Schutz unseres Klimas auf der Erde beitragen zu können.

http://example.comnews-334.atom Biathlon-Shuttlebus nach Ruhpolding - 2019-01-16T11:31:59+01:00 2019-01-16T11:54:52+01:00 Änderungen zum Shuttlebus aus dem Achental

Wegen des Katastrophenfalls im Landkreis Traunstein war die Durchführung des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding unsicher. Glücklicherweise steht nun fest, dass die Wettkämpfe ab Donnerstag stattfinden können. Der für Mittwoch geplante Sprint der Herren wurde auf Donnerstag Vormittag verschoben.

Hier alle wichtigen Infos im Überblick:

Am Donnerstag sind nun zwei Wettkämpfe geplant:

  • Startzeit 1. Wettkampf (Sprint Männer) voraussichtlich (!) 10.45 oder 11.00 Uhr
  • Startzeit 2. Wettkampf (Sprint Frauen) wie geplant 14.30 Uhr

Die Karten für Mittwoch behalten Ihre Gültigkeit

  • Ticketinhaber von Streckentickets können ganz normal an die Strecke
  • Ticketinhaber von Tribünentickets können am Donnerstag beide Wettkämpfe auf der jeweiligen Tribüne anschauen
  • Sitzplatztickets für Mittwoch sind für den 1. Wettkampf gültig, Sitzplatzkarten für Donnerstag für den 2. Wettkampf, der jeweils andere Wettkampf kann an der Strecke oder im Stehplatzbereich des jeweiligen Blocks der Tribüne verfolgt werden

 

Dementsprechend wurde auch der Biathlon-Shuttlebus aus dem Achental verschoben. Der für Mittwoch geplante Bus fährt am Donnerstag in der Früh. Alle anderen Busse verkehren wie geplant.

Hier der aktuelle Fahrplan:

Biathlon Weltcup Ruhpolding 2019 - Achental Shuttle Bus
           
Tag Donnerstag
17.01.2019
Donnerstag
17.01.2019
Freitag
18.01.2019
Samstag
19.01.2019
Sonntag
20.01.2019
Veranstaltung Sprint
Männer
Sprint
Frauen
Staffel
Männer
Staffel
Frauen
Massenstart
M/F
Start ~11:00 14:30 14:30 14:30 12:15 M
14:40 F
           
Bernau Minigolfplatz 08:00 11:15 11:15 11:15 09:00
Farbinger Hof 08:05 11:20 11:20 11:20 09:05
Rottau TI 08:15 11:30 11:30 11:30 09:15
Grassau TI 08:25 11:40 11:40 11:40 09:25
Golfresort Achental 08:30 11:45 11:45 11:45 09:30
Staudach Bäcker 08:35 11:55 11:55 11:55 09:35
Marquartstein TI 08:40 12:00 12:00 12:00 09:40
Schleching TI 08:55 12:15 12:15 12:15 09:55
Ruhpolding Biathlonzentrum 09:40 13:00 13:00 13:00 10:40
           
Rückfahrt 17:15 17:15 17:15 17:15 17:30
http://example.comnews-333.atom Aktuelles aus dem Verein - 2019-01-10T08:26:32+01:00 2019-01-10T08:31:36+01:00 Bienenschutz im Achental, Kreuzkraut-Kartierung und Verlegung der Geschäftsstelle nach Grassau

In der letzten Gesamtvorstandssitzung des Ökomodell Achental verkündete Geschäftsführer Wolfgang Wimmer, dass sich die neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental, als eine von 25 Pilotregionen im Alpenraum, am Bienenschutzprojekt BeeAware beteiligen. Jede teilnehmende Region bekommt ein Bienenschutzpaket zur Verfügung gestellt, das unterschiedliche Maßnahmen zur Sensibilisierungsarbeit sowie Umsetzungsmaterialien umfasst. Das Projekt wird dabei von BetreuerInnen und ExpertInnen aus der Region unterstützt. Neben der Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der Bienen für Natur und Mensch, liegt der Fokus auf der Vermittlung der Projektinhalte und -ergebnisse, auch in Zusammenarbeit mit der regionalen Landwirtschaft. Die im Projekt entwickelten Maßnahmen und Methoden sollen verbreitet werden und so auch andere Gemeinden und Regionen für den Bienenschutz motivieren. Das Ökomodell Achental legt besonders Wert auf die Zusammenarbeit mit den regionalen Imkereiverbänden und den Landwirten um gemeinsam sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Ein weiteres Projekt in diesem Jahr ist die Kartierung der Kreuzkräuter im Achental. Ziel der Kartierung ist es festzustellen, welche Arten, in welchen Größenordnungen im Achental vorkommen. Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, organisierte das Ökomodell Achental bereits im letzten Jahr, auf Anregung von Landwirt Hans Maier aus Übersee, der auch Beirat im Gesamtvorstand des Ökomodells ist, fünf Informationsveranstaltungen für alle Betroffenen und Interessierten. Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führen. Die Kartierung ist wichtig, um ein Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden.

Als letzten Punkt auf der Tagesordnung stelle der 1. Vorstand Stefan Schneider die Verlegung der Geschäftsstelle des Ökomodell Achental von Schleching nach Grassau in Aussicht. Seit Gründung des Vereins befand sich die Geschäftsstelle in Schleching. Nach 20 Jahren bietet sich nun die Gelegenheit gegen Mitte des Jahres die Büroräume nach Grassau zu verlegen, was der Vorstand zustimmend billigt.

http://example.comnews-332.atom Nur was wir kennen, können wir schützen - 2018-12-20T15:46:00+01:00 2019-01-09T15:55:13+01:00 Besucherlenkung zum Schutz der seltenen Raufußhühner

Blauschwarzes Prachtgefieder, auffällige Stoßfedern (Spiel) und nackte, rote Hautstellen (Rosen) über den Augen – das äußere Erscheinungsbild des Birkhahns (auch Spielhahn) ist alles andere als unauffällig. Auch sein einzigartiger Balzruf aus Kullern und Fauchen sticht hervor. Gesehen oder gehört wird der Vogel jedoch kaum. Grund hierfür ist nicht allein die versteckte Lebensweise, sondern vor allem die Tatsache, dass das Birkwild vom Aussterben bedroht ist. Zum Schutz dieses besonderen Vogels findet am Geigelstein deshalb seit Jahren eine Besucherlenkung statt.

Das Birkhuhn gehört wie Auer-, Hasel- und Alpenschneehuhn zu den seltenen Raufußhühnern, die ihren Namen den befiederten Füßen verdanken. Die Bestände der Raufußhuhnarten sind rückläufig. Laut der Roten Liste gefährdeter Brutvögel Bayerns sind Auer- und Birkhuhn vom Aussterben bedroht, das Alpenschneehuhn gilt als stark gefährdet und das Haselhuhn als gefährdet.

Problematisch ist, dass der Lebensraum von Birkhühnern zunehmend eingeengt wird, beispielsweise durch die Auflassung von Almflächen (Verbuschung und Wiederbewaldung). Als eine der bedenklichsten Bedrohungen gilt jedoch die Störung durch menschliche Freizeitaktivitäten wie das Schneeschuh- und Skitourengehen. In den eingeengten Winterlebensräumen haben diese Störungen eine besonders schwerwiegende Wirkung: die Nahrung ist knapp und bei der Flucht wird enorm viel Energie verbraucht. Sinkt die Energiebilanz ins Negative, sind die Vögel geschwächt: sie verhungern oder werden leichte Beute für ihre natürlichen Feinde.

Im Chiemgau stellt das Naturschutz- und Natura 2000 Gebiet Geigelstein eines der letzten Refugien dar: Birkhuhn, Auerhuhn und Haselhuhn haben hier noch eine Heimat. Als Vogelarten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie wird den Raufußhühnern ein besonderer Schutzstatus zuteil. Demnach sind ihre Lebensräume zu schützen und ihr Überleben sicherzustellen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden im Geigelsteingebiet Ruhezonen ausgewiesen, die von Anfang Dezember bis Ende Mai nicht betreten werden dürfen. Abseits der Winterruhezonen sind weiterhin zahlreiche Tourenmöglichkeiten für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer vorhanden.

Damit die seltenen Vögel am Geigelstein weiterhin eine Chance haben, steht die Besucherlenkung an erster Stelle. Bereits an den Parkplätzen werden die Tourengeher über die Schutzzonen aufgeklärt. Hinweistafeln und Flyer, die zusammen mit dem Deutschen Alpenverein entwickelt wurden, informieren über die freigegebenen Bereiche und über die Lebensweise der Raufußhühner. Die Einhaltung der Betretungsregelungen im Naturschutzgebiet wird von Naturschutzwächtern und Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe in Zusammenarbeit mit der Gebietsbetreuung Achental kontrolliert.

„Die Fluchtdistanz der Vögel ist sehr groß: die Birkhühner ziehen sich zurück, ehe ein Tourengeher sie überhaupt zu Gesicht bekommt“, so Gebietsbetreuerin Kathrin Schwarz. „Es ist wichtig, dass die Freizeitsportler das Gebiet erleben dürfen, aber auch verstehen, warum bestimmte Bereiche nicht zugänglich sind. Die Bestände der Raufußhühner sind weiterhin rückläufig. Bitte nehmen Sie Rücksicht!“

http://example.comnews-331.atom Umweltbildner treffen sich zum Erfahrungsaustausch - 2018-11-27T16:30:50+01:00 2018-11-27T16:46:00+01:00 16. Netzwerktreffen der Chiemgauer Umweltbildung

Zum Ende eines erfolgreichen und abwechslungsreichen Jahres kamen die Mitglieder der Chiemgauer Umweltbildung im LKZ Prien zu einem Netzwerktreffen zusammen, um das vergangene Jahr zu reflektieren und über zukünftige Ausrichtungen zu diskutieren. Im Vordergrund stand dabei der interne Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.

Beim alljährlichen Netzwerktreffen der Chiemgauer Umweltbildung gehört es bereits zur Tradition, dass sich ein Mitglied in Form eines Vortrages oder einer Führung vorstellt. Doch in diesem Jahr hat das 5-köpfige Kernteam einen anderen Kurs gewählt und stellte den internen Erfahrungsaustausch ganz in den Fokus der Veranstaltung. Dabei erhielt jedes Mitglied die Möglichkeit seine Arbeit in der Umweltbildung vorzustellen und die persönlichen Erfolge und Erfahrungen des vergangenen Jahres mit den Kollegen zu teilen.

Sylvia Posch und Ulla Fees berichteten von ihren Auslandsreisen nach England und Malta, die im Rahmen des Programmes ERASMUS+ der Chiemsee Naturführer (Verein der Natur und Landschaftsführer-/innen) ermöglicht wurden. Bestandteile der Sprachreisen waren beispielsweise die Vermittlung von Navigationsfähigkeiten mit Karte und Kompass, Risikoeinschätzungen, Gruppenmanagement und Umweltverträglichkeit.

Im Anschluss erzählte Martina Mitterer (LBV Naturpavillon Übersee) von der spannenden und lehrreichen Amphibien- und Reptilienfortbildung mit Gebietsbetreuer Dirk Alfermann. Diese fand auf dem renaturierten Gelände der Kiesgrube Brodaich statt. Für große Überraschung sorgten zwei Ringelnattern, die Unterschlupf unter der Abdeckung eines Holzstapels suchten. Zudem wurden Eidechsen, Kammmolche und Flussregenpfeifer entdeckt.

Des Weiteren blickte Gebietsbetreuerin Kathrin Schwarz auf das „Achenjahr 2018“ zurück. Ein besonderes Highlight war die ganztägige Exkursion nach Kirchdorf und Kössen in Tirol. Unter der Leitung von Martina Mitterer und Vertretern der Wasserwirtschaft (Baubezirksamt Kufstein) besichtigten Bürgermeister, Gemeinderäte und Interessierte die Renaturierungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen an der Großache.

Anschließend stellten sich unter anderem die Bäuerinnen von „Bauernland und Bauersleut“, Absolventen der „Wildnisschule Chiemgau“ sowie Vertreter der „Moorstation Nickelheim“ vor. Die Chiemsee Naturführer präsentierten zudem die Verfilmung des Naturraumes Chiemsee mit all seinen besonderen Führungsangeboten. Auf die Berichte der anwesenden Mitglieder folgte ein reger Austausch von Geschichten und Erfahrungsberichten. Auf Grundlage der anregenden Diskussionen konnten neue Ziele für 2019 definiert werden, die das Kernteam des Netzwerkes im Rahmen der nächsten Zusammenkunft sortieren und priorisieren wird.

Das 2009 gegründete Netzwerk bringt Umweltbildner aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein an einen Tisch. Gerade in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Mitglieder sehen die Gebietsbetreuer Dirk Alfermann (Chiemsee) und Kathrin Schwarz (Achental) eine große Stärke des Netzwerkes: „Bei uns ist ein fachübergreifender Austausch möglich – zu unseren Mitgliedern zählen engagierte Einzelpersonen, Vereine, Verbände und Museen.“ Für alle ist es ein erklärtes Ziel, dass das Netzwerk in der Öffentlichkeit als Ansprechpartner für Fragen der Umweltbildung wahrgenommen wird.

http://example.comnews-330.atom Imkern in der Agrarwüste? - 2018-11-20T10:23:32+01:00 2018-11-20T10:33:30+01:00 Vortrag am Samstag, den 24. November 2018 um 20 Uhr im Wirtshaus d'Feldwies, Übersee

 

„Imkern in der Agrarwüste? Ist eine bienenfreundliche Landwirtschaft möglich?“

Über dieses Thema spricht der Präsident des Europäischen Bienenimkerverbandes, Walter Haefeker, am Samstag, den 24. November 2018, um 20 Uhr im Wirtshaus d´Feldwies in Übersee.

Veranstalter ist der Bienenzuchtverein Übersee. Der Eintritt ist frei.

http://example.comnews-329.atom Einladung zur Mitgliederversammlung des Ökomodell Achental e.V. - 2018-10-12T07:39:53+02:00 2018-10-12T07:43:36+02:00 am Mittwoch, den 24. Oktober 2018 ab 19.00 Uhr im Gasthof „zum Ott“ in Staudach-Egerndach

Tagesordnung:

Top  1 – Begrüßung
Top  2 – Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden

Top  3 – Bericht des Schatzmeisters und des Geschäftsführers
Top  4 – Bericht der Rechnungsprüfer
Top  5 – Entlastung des Gesamtvorstandes und der Geschäftsführung
Top  6 – Sonstiges/Aussprache

Im Anschluss referiert Herr Christian Letalik (CARMEN e.V.) zum Thema „Holzenergie in Bayern – ein Garant für Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum“.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Stefan Schneider
1. Vorsitzender

http://example.comnews-328.atom Integrierte Ländliche Entwicklung im Achental wird weitergeführt - tourismus@oekomodell.de 2018-10-02T09:57:39+02:00 2019-06-13T15:34:00+02:00 Umsetzungsbegleitung wurde um vier Jahre verlängert

Die Umsetzungsbegleitung für das Förderprojekt Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) wird um weitere vier Jahre verlängert. Maßnahmen für die neue Förderperiode wurden in einer Klausur vom Gesamtvorstand des Ökomodell Achental erarbeitet.

 

Schleching/ Achental. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit in den letzten sechs Jahren wurde die Umsetzungsbegleitung der ILE-Achental um weitere vier Jahre verlängert. Die Urkunde wurde am Treffen aller Oberbayerischen ILE Gemeinden in Schleching von Staatsministerin Michaela Kaniber überreicht. „Die ILE ist ein Instrument der ländlichen Entwicklung um dem Strukturwandel und den Herausforderungen im ländlichen Raum zu begegnen und wir freuen uns, dies auch in den nächsten vier Jahren im Achental weiterzuführen“, so Stephanie Hennes, die Umsetzungsbegleiterin für das Achental.

 

In einer Klausur im Juli in Laufen wurde das ILE-Konzept evaluiert, aktualisiert und fortgeschrieben. Mögliche Maßnahmen für die neue Förderperiode wurden vom Vorstand ausgewählt und priorisiert. Als wichtige Zukunftsprojekte wurden folgende Maßnahmen ausgewählt: Almen erlebbar machen, Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, gemeinsames Ausgleichsflächenkonzept und Erstellung eines Ökokontos, Flächenmanagement und das Erstellen eines Flächenkatasters zur Ausbreitung von Kreuzkraut im Achental. Die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden zu verstärken war dem Gesamtvorstand des Ökomodells ein wichtiges Anliegen. Deshalb wurde dieses Thema samt Maßnahmenpaket als neues Handlungsfeld im ILEK definiert.

 

Der ILE-Prozess wurde bereits 2009 mit der gemeinsamen Erarbeitung eines Konzeptes für das Achental gestartet. Die Umsetzungsbegleitung startete dann im Jahr 2012. In den letzten sechs Jahren konnte eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt werden. Vierzehn Projekte wurden dabei über das Amt für ländliche Entwicklung gefördert. Hierzu zählen das Energiekonzept Achental, Tourismusleitbild, Maßnahmenbetrachtungen für den Ausbau der Fernwärme in Schleching, Marquartstein oder Bergen oder das Ausgleichsflächenkonzept.

http://example.comnews-327.atom 2. Netzwerktreffen ILE-Kommunen in Oberbayern fand im Achental statt Sybilla Wunderlich 2018-09-12T12:57:35+02:00 2018-09-12T13:07:59+02:00 Über den Zaun blicken und eine Plattform schaffen

Schleching – Das Amt für  Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) veranstaltete zusammen mit der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Achental das zweite oberbayerische ILE-Netzwerktreffen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Vernetzung und interkommunaler Zusammenarbeit kam auch Staatsministerin Michaele Kaniber zu diesem Treffen. Rund 50 Akteure, größtenteils Bürgermeister aus den acht oberbayerischen ILE Gemeinden  und Angehörige des Amtes kamen im Haus des Gastes in Schleching zum Erfahrungsaustausch zusammen.

 

Behördenleiter Peter Selz forderte auf „über den Zaun zu blicken“, erhofft sich eine Verbesserung der ländlichen Entwicklung und will mit ILE dafür eine Plattform schaffen. Er setzte bei  diesem zweiten Treffen auf einen erneuten Anschub für die vielfältigen Projekte.

Der Bürgermeister aus Bergen Stefan Schneider (1. Vorsitzender Ökomodell Achental) und der Bürgermeister aus Schleching Josef Loferer begrüßten die zahlreich angereisten Gäste und freuten sich besonders über die Anwesenheit der Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber.

Diese entschloss sich spontan ihre vorbereitete Rede nicht zu halten und teilte mit, dass sie lieber den angekündigten Vorträgen zuhören wolle und daraus die Ideen mitnehmen. „Der ländliche Raum ist der Schlüssel jeglicher Entwicklung“ war ihre Meinung und „wir als Landesregierung müssen sehen, dass es in Bayern so bleibt“ und freute sich, dass hier gemeinsame Aktionen starten können. „Für mich ist wichtig, dass der Austausch in der Region gelebt wird“ sprach es und meinte abschließend mit Augenzwinkern „entscheidend ist nicht was eine Ministerin sagt, eher was sie mitbringt“ und das war die schriftliche  Zusage zur Verlängerung der ILE-Umsetzungsbegleitung für die nächsten vier Jahre im Achental unter der Trägerschaft des Ökomodell Achental.

Bei den folgenden sieben interessanten Vorträgen ging es thematisch zunächst um die „Vernetzung durch Zusammenarbeit“ sowie im zweiten Teil um die Innenentwicklung und Bauen im ländlichen Raum.

Alle acht Regionen (Achental, Auerbergland e.V., Limes Gemeinden, Kulturraum Ampertal e.V., Zwischen Lech und Wertach, Erdinger Holzlandgemeinden, Waginger See-Rupertiwinkel, Altöttinger Holzlandgemeinden) treiben die gleichen Probleme um, die nicht von heute auf morgen zu lösen sind. Es braucht jeweils ein ganzes Paket an Maßnahmen, die auf den Status quo und die Zukunft ausgerichtet sind, das wurde in den Vorträgen sehr deutlich.

Die Idee dieses Treffens war, prospektiv die Erfolgsmodelle und gemachten Erfahrungen von anderen Gemeinden zu nutzen, ganz ohne Wettbewerb, eher durch offene Gespräche und Vertrauen. Die Motivation zum Handeln ist der Erhalt unserer lebens- und liebenswerten oberbayerischen Landschaften, ein Raum in dem Menschen gut leben und arbeiten können, war der Konsens in den Pausen-Gesprächen.

 

Stefan Schneider und Stephanie Hennes (Projektleiterin ILE und Beiratsvorsitzende der Förderstiftung Ökomodell Achental) stellten das 1999 gegründete Ökomodell Achental vor.

Im Mittelpunkt des Modells stehen der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft, die Sicherung der kleinstrukturierten Landwirtschaft, die Förderung eines naturverträglichen Tourismus und Gewerbes sowie die Nutzung erneuerbarer Energieträger aus der Region und für die Region. Als Beispiel hierfür wurde der „Biomassehof Achental“ in Grassau angeführt, der als Erfolgsmodell bezeichnet werden kann, er findet bundesweit und international Beachtung.

Stephanie Hennes stellte die Frage: „Wie passen die Themen „Energie“ und „Tourismus“ zusammen?“ Lösungen sah sie bei Elektromobilität,  im Carsharing, Shuttle-Busse zum Biathlon und in Skigebiete, Schulbusse und –wieder ein Erfolgsmodell als Beispiel- bereits an 22 Stellen Ladesäulen für „landmobile“.

Die geplanten ILE Projekte für die nächsten vier Jahre betreffen den Erhalt und die Unterstützung der „Almen“ (Frischwasserversorgung, Abwasser, Schwenden, Besucherlenkung), die Bekämpfung des näher rückenden Kreuzkrautes (Schulungen, Entsorgung), die interkommunale Zusammenarbeit (zum Beispiel Förderung des Klimaschutzes durch Radverkehr) und das Flächenmanagement (Datenbank).

 

In seinem Resümee des Netzwerktreffens bestätigte Guido Romor (Baudirektor am Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern, ALE) den Mehrwert der interkommunalen Zusammenarbeit, besonders wenn alle mit Herzblut und Wertschätzung dabei sind.

Die ILE stellt die Planungsinstrumente zur Verfügung, aber besonders bei der Innenentwicklung der Orte müssen auch individuelle Lösungen gefunden werden. Die Identität eines Ortes kann auch mit neuer Architektursprache erhalten bleiben, wenn gekonnt alte und neue Bausubstanz verbunden werden, damit die Seele erhalten bleibt. Es braucht einen Paradigmenwandel „weg vom Flächenverbrauch – hin zur Innenverdichtung“ war seine Meinung. „ILE ist ein Prozess und ALE ein Amt auf das Sie sich verlassen können“ sprach Guido Romor.      wun

http://example.comnews-326.atom Wildes Wasser - 2018-09-10T07:11:48+02:00 2018-09-10T07:38:10+02:00 Sendebeitrag über eine Entdeckungstour an der Tiroler Ache

Die Tiroler Ache hat es in sich: viel Kies, eine große Artenvielfalt, das Leben - und den Tod. Doch nicht nur bei verheerenden Hochwassern sollte dieser Gebirgsfluss Aufmerksamkeit bekommen, fanden die Gemeinden im bayerischen Achental: Sie haben 2018 zum "Achenjahr" erklärt.

Im Zuge dessen war der Bayerische Rundfunk im Achental zu Gast, um über das "Wilde Wasser" zu berichten. Den Beitrag, der im Rahmen der Sendereihe "Zwischen Spessart und Karwendel" ausgestrahlt wurde, finden Sie unter folgendem Link in der BR Mediathek:

www.br.de/mediathek/video/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58 www.br.de/mediathek/video/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58

 

 

www.br.de/mediathek/video/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58 www.br.de/mediathek/video/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58 www.br.de/mediathek/video/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58 <div style="width:100%;padding-top:56.25%;position:relative;background:#000;"><iframe allowfullscreen style="position:absolute;left:0;right:0;bottom:0;top:0;border:0;height:100%;width:100%;" src="https://www.br.de/mediathek/embed/die-tiroler-ache-wildes-wasser-av:5b89bc124906a5001839dd58"></iframe></div>

http://example.comnews-325.atom Elektrische Kommunal-Fahrzeuge im Test - 2018-09-04T11:00:00+02:00 2018-09-07T11:04:24+02:00 Bauhof-Mitarbeiter treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Auf Initiative von Klimaschutzmanager Hans Haslreiter (Ökomodell Achental) stellt die Firma Eder den Ökomodell-Gemeinden zwei elektrische, kommunale Nutzfahrzeuge für je eine Woche kostenlos zur Verfügung. Im Rahmen dieser Testwochen trafen sich die Leiter und Mitarbeiter der Bauhöfe mit Martin Haringer (Firma Eder), Hans Thullner (Gemeinde Unterwössen) und Klimaschutzmanager Hans Haslreiter zu einem Erfahrungsaustausch.

Die Gemeinden Grassau, Marquartstein, Übersee, Bergen und Unterwössen haben die elektrischen Mehrzweck-Fahrzeuge Goupil G4 und G5 bereits getestet und konnten den Kollegen der Nachbargemeinden von ihren Erfahrungen berichten. Vor allem von der einfachen Bedienung und der hohen Zuladung der Fahrzeuge waren alle begeistert. Schnell entstand ein reger Austausch über die Reichweite, das Aufladen und die Einsatzmöglichkeiten, aber auch mögliche Vorbehalte für den Einsatz im Winter wurden diskutiert. Martin Haringer der Firma Eder konnte das ein oder andere Problem sofort lösen und über Erfahrungen aus anderen Gemeinden, bei denen die Fahrzeuge schon dauerhaft im Einsatz sind, berichten.

Abschließend informierte Hans Haslreiter alle Anwesenden über die Möglichkeiten einer Förderung der elektrischen Kommunal-Fahrzeuge und bedankte sich bei allen für die interessierte Teilnahme. Im Hinblick auf die positiven Rückmeldungen befürworten die Bauhofmitarbeiter die Anschaffung eines elektrischen Mehrzweck-Fahrzeuges – ganz zur Freude von Klimaschutzmanager Haslreiter, der den Ausbau der E-Mobilität im Achental vorantreibt.

In den nächsten Wochen werden die elektrischen Kommunal-Fahrzeuge in den Gemeinden Schleching, Reit im Winkel und Grabenstätt getestet. Die Bauhofmitarbeiter und Klimaschutzmanager Hans Haslreiter sind schon gespannt und freuen sich auf die elektrische „Kostprobe“.

http://example.comnews-324.atom Wassersafari im Achental - 2018-08-14T10:55:00+02:00 2018-09-07T11:07:57+02:00 Ferien-Kinder gehen auf Entdeckungsreise im und am Wasser

Auch in diesem Jahr waren über 40 neugierige, kleine Forscher aus den Achental-Gemeinden mit Gebietsbetreuerin Kathrin Schwarz unterwegs in heimischen Gewässern. Mit Sieben, Keschern und Lupenbechern wurden zahlreiche Wassertiere gefangen, bestimmt und bestaunt – darunter auch kleine Frösche, Molche und Blutegel. Am Ende der Forschungsreise wurden alle Entdeckungen wieder vorsichtig und wohlbehalten zurück ins Wasser entlassen.

Achental – in den Ferien ist endlich Zeit für spannende Entdeckungsreisen. Dazu muss man nicht weit weg fahren, denn auch im Achental gibt es einiges zu erleben. Im Rahmen des Ferienprogrammes waren über 40 interessierte Kinder aus den Gemeinden Schleching, Unter- und Oberwössen, Marquartstein, Grassau und Rottau unterwegs auf „Wassersafari“, begleitet von Gebietsbetreuerin Kathrin Schwarz (Ökomodell Achental).

Ausgestattet mit Keschern, Sieben, Lupenbechern und viel Entdeckergeist gingen die Kinder auf die Suche nach kleinen Wassertieren, die zwischen den Steinen im Bachbett leben. In einer Wanne voll klarem Wasser wurden alle Lebewesen gesammelt, um diese näher betrachten und bestimmen zu können. Das gestaltete sich gar nicht so einfach, denn die Tierchen sind meist nur wenige Millimeter ‚groß‘. Mit Hilfe eines Mikroskops gelang es den Kindern alle gefangenen Lebewesen zu benennen: vom Bachflohkrebs und der Eintagsfliegenlarve über Klauenkäfer- und Köcherfliegenlarve bis hin zur Wasserassel und noch vielen weiteren Tierchen.

Neben den kleinen Wassertieren gingen den Kindern auch ein paar ‚größere‘ Wasserbewohner ins Netz: so konnten ein paar Jungfische, Blutegel sowie Molche und deren Larven bestaunt werden. Ganz zur Freude der Kinder wurden außerdem einige Jungfrösche entdeckt, die sich teilweise noch in der Entwicklung von einer Kaulquappe zum Frosch befinden. Die kleinen Hüpfer sehen bereits aus wie Frösche, manche besitzen aber noch den Ruderschwanz, den sie als Kaulquappe zur Fortbewegung nutzen. Nachdem die Kinder alle Entdeckungen bestaunt und bestimmt hatten, wurden diese wieder vorsichtig und wohlbehalten zurück ins Wasser entlassen.

Die Wassertiere sind nicht nur schön anzuschauen: anhand der gefundenen Lebewesen kann die Gewässergüte bestimmt werden. Jede Art besitzt einen individuellen Saprobien-Index. Dieser wird mit der Anzahl der Tiere jeder gefundenen Art verrechnet, um am Ende die Güteklasse des beprobten Gewässers zu erhalten. Die Tiere im Bach geben somit Auskunft über den Zustand des jeweiligen Gewässers. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle in der Nahrungskette, beispielsweise für Fische oder Vögel wie die Wasseramsel.

http://example.comnews-321.atom Buch über die Ache erschienen - 2018-08-01T10:19:00+02:00 2018-09-07T11:04:33+02:00 Flussbegleitbuch zu den Ausstellungen im Achenjahr 2018

Seit dem Frühjahr steht die Ache im Mittelpunkt des Achenjahrs, jetzt ist ein Begleitbuch dazu erschienen: auf 144 Seiten werden historische Aufnahmen und die Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, besondere Lebensräume entlang des Flusses mit ihren Tieren und Pflanzen vorgestellt, die Herkunft der Achenkiesel erzählt und ein Blick in den Mikrokosmos im Wasser geworfen. Das Buch ist in den Tourist-Informationen des Achentals und im Museum Salz & Moor erhältlich und kostet 7 Euro.

2018 dreht sich im Museum Salz & Moor, im Ökomodell Achental, im Heimat- und Geschichtsverein und im Naturpavillon Übersee alles um die Ache. Seit Mai sind die beiden Ausstellungen „Lebensraum Gebirgsfluss“ im Museum Klaushäusl und „Leben im Wassertropfen“ im Naturpavillon Übersee zu sehen. Mitte Juli ist eine weitere Ausstellung von Ökomodell und Heimat- und Geschichtsverein über den historischen Wandel dazugekommen.

Ganz aktuell ist nun ein Flussbegleitbuch erschienen. Die Ausstellungen der vier Partner bilden darin ein Gerüst, mit dessen Hilfe sich der Fluss ganz trefflich entdecken lässt: zahllose historische Fotografien illustrieren eindrucksvoll den Zustand des Flusses zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Gerade der Vergleich des Entenlochs in der gleichnamigen Klamm vor der Sprengung 1906 und heute könnte eindrücklicher nicht sein. Auch zur „Achenkorrektion“, bei der der Flusslauf begradigt und eingedeicht wurde, gibt es zahlreiche historische Aufnahmen.

Anhand von alten Landkarten lässt sich der Blick sogar noch weiter zurück lenken – in eine Zeit, als die Ache noch durch Übersee und Feldwies floss. Erst mit einem Hochwasser 1664 verlagerte sie endgültig ihr Bett aus dem Siedlungsgebiet heraus.

Am heutigen Flusslauf gibt es zahlreiche Lebensräume mit besonderen Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Mehrere Kapitel widmen sich den Quellen, Kiesbänken, Schluchten, Auwäldern oder der Achenmündung. Darüber hinaus werden erstmals die Achenkiesel mit ihrer geologischen Herkunft vorgestellt. Ein Blick in den Mikrokosmos der kleinsten Wasserlebewesen rundet die Entdeckungsreise ab.

Das Buch mit 144 Seiten Umfang und mehreren hundert Bildern liegt in den Achentaler Tourist Informationen und im Museum Salz & Moor zum Preis von 7 Euro auf. Autoren sind Kathrin Schwarz (Ökomodell Achental), Dr. Hans Jürgen Grabmüller (Heimat- und Geschichtsverein), Stefan Kattari & Annette Grimm (Museum Salz & Moor), Dr. Robert Darga (Naturkunde- und Mammutmuseum Siegsdorf) und Martina Mitterer (Naturpavillon Übersee).

http://example.comnews-323.atom ‚Richtige‘ Grünlandbewirtschaftung? - 2018-07-23T10:51:00+02:00 2018-09-07T11:08:30+02:00 Ökomodell Achental organisierte fünf Informationsveranstaltungen zum angepassten Umgang mit Kreuzkräutern

Eine gute Bewirtschaftungspraxis ist die optimale Basis für einen richtigen Umgang mit Kreuzkraut. Doch auf welchen Flächen kann mit welcher Methode gegen die problematischen Arten vorgegangen werden – und in welchem Umfang? Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, organisierte das Ökomodell Achental, auf Anregung von Landwirt Hans Maier aus Übersee, der auch Beirat im Gesamtvorstand des Ökomodells ist, fünf Informationsveranstaltungen für alle Betroffenen und Interessierten. Als Referent konnte mit Hans Staltmayr vom Landeskuratorium für Pflanzenbau (LKP) ein absoluter Fachmann gewonnen werden, der seine große Expertise an die zahlreichen Besucher weitergeben konnte.

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Der Referent führte aus, dass auf Grund von Bitterstoffen die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen werden. Nur durch die Futterkonservierung in Heu oder Silage gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden, so Staltmayr. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe entsorgt werden.

Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental, betonte die Wichtigkeit des Themas und verweis auf die zunehmende Ausbreitung im Achental. Er kündigte weitere Aktivitäten an.

http://example.comnews-322.atom Schüler und Lehrer von Ausstellung begeistert - 2018-07-16T10:44:00+02:00 2018-09-07T11:04:35+02:00 Klimaschutzmanager Hans Haslreiter präsentiert Leihausstellung des LfU

Über 500 Schüler der Grund- und Mittelschulen Grassau und Unterwössen besuchten die Ausstellung „Energiewende“ des Landesamtes für Umwelt. Initiiert und organisiert von Klimaschutzmanager Hans Haslreiter (Ökomodell Achental) war die Leihausstellung jeweils eine Woche in den beiden Schulen zu Gast. Durch Infotafeln, Ansichtsexemplare und interaktive Bestandteile vermittelt die Ausstellung wie jeder Einzelne durch Verhaltensänderungen und effiziente Techniken sowie den Ausbau erneuerbarer Energien einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten kann.

Nur Energie, die nicht gebraucht wird, ist wirklich umweltfreundlich. Doch wie kann jeder Einzelne seinen Energiebedarf senken? Mit Hilfe der Ausstellung „Energiewende“ des LfU erarbeiten die Schüler gemeinsam mit Klimaschutzmanager Hans Halsreiter Antworten auf diese Frage. Neben einfachen Energiespartipps wie „Licht ausschalten, wenn man es nicht braucht“, „Stand-by-Modus deaktivieren“ und „richtig Lüften“ tragen die Schüler auch Maßnahmen zur Verbesserung des Energiesparpotenzials von Häusern zusammen, wie beispielsweise „Fassadendämmung“ und „Dreischeibenverglasung“.

Durch die interaktiven Bestandteile der Ausstellung gibt es für die Schüler vieles zu entdecken. Besonders interessant sind das CO2-Ampel – ein Messgerät, das die Kohlenstoffdioxid-Konzentration im Raum misst – sowie ein Gefrierschrankmodell, das mit drei verschiedenen Verglasungen die Fenstereffizienz im Winter verdeutlicht.

Anhand von Ansichtsexemplaren erklärt Klimaschutzmanager Hans Haslreiter unter anderem die Unterschiede zwischen einer Heizungs- und einer Hocheffizienzpumpe. Zuhause lasse sich ganz einfach überprüfen, welche Pumpe eingebaut sei, so Haslreiter. Einige Schüler wollen das gleich nach der Schule im eigenen Keller überprüfen, schließlich könne man dadurch sehr viel Geld sparen. Darüber hinaus gibt der Klimaschutzmanager Tipps zur Überprüfung, ob Fenster eine 2-fach-Verglasung oder eine 3-fach-Wärmedämmverglasung aufweisen.

Die Personalstelle des Klimaschutzmanagers wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

http://example.comnews-320.atom Die Großache zwischen Kirchdorf und Kössen - 2018-06-28T08:17:00+02:00 2018-07-11T08:37:40+02:00 Ganztägige Exkursion im Rahmen des Achenjahres 2018

Einen ganzen Tag lang erkundeten Bürgermeister, Gemeinderäte und Interessierte die Großachen bei Kirchdorf und Kössen in Tirol. Unter der Leitung von Martina Mitterer (LBV Naturpavillon Übersee) und Vertretern der Wasserwirtschaft (Baubezirksamt Kufstein) wurden Renaturierungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen besichtigt.

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich 30 interessierte BürgerInnen aus dem Achental, darunter Bürgermeister und Gemeinderäte sowie Mitglieder der Chiemgauer Umweltbildung. Gemeinsam ging es mit dem Bus nach Kirchdorf in Tirol zur ersten Station der ganztägigen Exkursion entlang der Großache. Dort wurde die Gruppe von Vertretern der Wasserwirtschaft des Baubezirksamtes Kufstein in Empfang genommen.

Am Vormittag stand ein etwa drei Kilometer langer Fußmarsch entlang der Renaturierungsstrecke zwischen Kirchdorf und Erpfendorf auf der Tagesordnung. Auf diesem Abschnitt wurde von 1996 bis 2001 ein großzügiger und zeitgemäßer Umbau der Großache durch naturnahen Wasserbau umgesetzt. Die vorgenommenen Gerinneaufweitungen dienen dabei nicht nur der Hochwassersicherheit, sondern bringen auch eine wesentliche Verbesserung der Gewässerökologie mit sich. Während im Zuge der Umbaumaßnahmen lediglich vereinzelte Initialpflanzungen gewässerspezifischer Pflanzenarten vorgenommen wurden, könne heute bereits eine fortgeschrittene Sukzession festgestellt werden, so Hofrat Martin Rottler, Amtssachverständiger der Wasserwirtschaft vom Baubezirksamt Kufstein.

Am Nachmittag fuhr für die Gruppe mit dem Bus weiter nach Kössen. Dort wurden die 2017 abgeschlossenen Hochwasserschutzmaßnahmen begutachtet. Nach der Besichtigung des Retentionsraumes an der Kohlbachmündung mit einem Fassungsvermögen von 128.000 m³ folgte ein weiterer Fußmarsch entlang der vorgenommenen Flussaufweitungen in Kössen. Anhand der zuvor besichtigten Maßnahmen in Kirchdorf konnten sich die Teilnehmer ein gutes Bild davon machen, wie sich die Hochwasserschutzmaßnahmen der Gemeinde Kössen in Zukunft entwickeln werden. Zum Abschluss der Exkursion wurden die Hochwasserschutzpumpwerke besichtigt.

Die diesjährige Exkursion wurde gemeinsam vom LBV Naturpavillon und vom Ökomodell Achental e.V. im Rahmen des Achenjahres 2018 organisiert. Bereits vor 11 Jahren fand eine ähnliche Exkursion zum „Jahr der Tiroler Ache“ statt. Damals waren die Bürgermeister der Achentalgemeinden mit dem Rad entlang der Großache unterwegs, um sich vor Ort ein Bild der zu diesem Zeitpunkt noch recht jungen Maßnahmen in Kirchdorf zu machen.

http://example.comnews-318.atom Grassau und das Ökomodell Achental setzen an zum Energie-3-Sprung: - 2018-06-15T11:26:00+02:00 2018-06-19T08:47:44+02:00 Eröffnung der Ausstellung „Energiewende“ 27.06.2018 um 10:00 im kleinen Heftersaal in Grassau

Nur Energie, die nicht gebraucht wird, ist wirklich umweltfreundlich. Wie jeder Einzelne durch Verhaltensänderungen und effiziente Techniken sowie den Ausbau erneuerbarer Energien einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten kann, zeigt die Ausstellung „Energiewende“ des Landesamtes für Umwelt ab Mittwoch, den 27.06.2018 im kleinen Heftersaal in Grassau.

Rudi Jantke, 1. Bürgermeister der Gemeinde Grassau, Schulleiter Johannes Zeitel (Grund- und Mittelschule Grassau) und Klimaschutzmanager Hans Haslreiter laden zur Eröffnung der Ausstellung „Energiewende“ am Mittwoch, den 27.06.2018 um 10:00 Uhr im kleinen Heftersaal in Grassau ein.

Nach einer kurzen Begrüßung werden die Inhalte der Ausstellung durch Klimaschutzmanager Hans Haslreiter bei einem gemeinsamen Rundgang vorgestellt.

Die Ausstellung gibt zahlreiche Tipps, was jeder Einzelne tun kann, um Energie zu sparen und dabei das Klima und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel zu schonen. Kernthema der modular aufgebauten Ausstellung ist der „Energie-3-Sprung“. Die drei Themenfelder „Energiebedarf senken“, „Energieeffizienz steigern“ und „erneuerbare Energien ausbauen“ werden für Jung und Alt an vielen Beispielen veranschaulicht. So erfahren die Besucher Wissenswertes über energieoptimierte Lösungen zu Bauen und Wohnen, etwa über LED-Lampen, Heizungsumwälzpumpen oder Fensterverglasungen. Ein Computerterminal mit dem Energie-Atlas Bayern bietet Informationen zur Energiewende vor Ort.

Betreut wird die Ausstellung vom Klimaschutzmanager Hans Haslreiter. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Geführte Ausstellungsbesuche für Schulklassen und Gruppen werden am 27.06., 28.06., 02.07. und 03.07.2018 vormittags angeboten. Anmeldung unter Tel. 08649/986657 in der Geschäftsstelle des Ökomodells.

Am 10. und 11.07.2018 vormittags sowie auf dem Schulfest am 12.07.2018 ab 16:00 Uhr ist die Ausstellung „Energiewende“ in der Unterwössner Grund- und Mittelschule zu erleben. Anmeldung unter Tel. 08649/986657 in der Geschäftsstelle des Ökomodells.

http://example.comnews-319.atom Unsere Bäuerinnen backen wieder! - 2018-06-15T09:06:38+02:00 2018-06-15T09:19:44+02:00 Achentaler Bauernmarkt

Ab sofort servieren die Achentaler Bäuerinnen wieder Kaffee und eine Auswahl hausgemachter Kuchen und Torten.

Der Achentaler Bauernmarkt findet immer samstags von 8.30 bis 12 Uhr im Ortszentrum von Grassau im Heftergewölbe statt - neben dem Gasthof zur Post gegenüber der Tourist-Information.

Für den Stand der Achentaler Bäuerinnen suchen wir Unterstützung für die Zulieferung von Kuchen und Backwaren. Interessierte können sich in der Geschäftsstelle des Ökomodells melden (Tel. 08649/986655, Mail info(at)oekomodell.de).

http://example.comnews-317.atom Informationsveranstaltungen zum Thema Kreuzkraut - 2018-06-06T13:53:50+02:00 2018-06-06T14:03:38+02:00 Veranstaltungshinweis

Das Ökomodell Achental organisiert mehrere Informationsveranstaltungen für einen angepassten Umgang mit Kreuzkräutern.
Als Referent konnte Hans Staltmayr vom Landeskuratorium für Pflanzenbau (LKP) gewonnen werden.

Hiermit laden wir alle Betroffenen und Interessierten ganz herzlich dazu ein.

 

Termine

14.06.2018         Maschinenhalle von Hans & Christian Maier, Konradweg 3, 83236 Übersee

18.06.2018         Gasthof Grabenstätter Hof, Marktplatz 5, 83355 Grabenstätt

26.06.2018         Landgasthof zur Post, Kirchplatz 7, 83259 Schleching

04.07.2018         Gasthof zum Ott, Egerndach 4, 83224 Staudach-Egerndach

12.07.2018         Weßner Hof, Pettendorf 11, 83250 Marquartstein

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr.

http://example.comnews-316.atom „Richtige” Grünlandbewirtschaftung? - 2018-05-16T08:19:54+02:00 2018-06-06T13:53:18+02:00 Informationsveranstaltungen für einen angepassten Umgang mit Kreuzkräutern

Eine gute Bewirtschaftungspraxis ist die optimale Basis für einen richtigen Umgang mit Kreuzkraut. Doch auf welchen Flächen kann mit welcher Methode gegen die problematischen Arten vorgegangen werden – und in welchem Umfang? Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, organisiert das Ökomodell Achental mehrere Informationsveranstaltungen für alle Betroffenen und Interessierten. Als Referent konnte mit Hans Staltmayr vom Landeskuratorium für Pflanzenbau (LKP) ein absoluter Fachmann gewonnen werden, der bereits die Flurbegehung 2017 in Übersee durchgeführt hat.

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Auf Grund von Bitterstoffen werden die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen. Bei der Futterkonservierung in Heu oder Silagen gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Folglich ist der Besuch einer Informationsveranstaltung nicht nur für Landwirte von Bedeutung.

 

Termine

14.06.2018         Maschinenhalle von Hans & Christian Maier, Konradweg 3, 83236 Übersee

18.06.2018         Gasthof Grabenstätter Hof, Marktplatz 5, 83355 Grabenstätt

26.06.2018         Landgasthof zur Post, Kirchplatz 7, 83259 Schleching

04.07.2018         Gasthof zum Ott, Egerndach 4, 83224 Staudach-Egerndach

12.07.2018         Weßner Hof, Pettendorf 11, 83250 Marquartstein

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr.

http://example.comnews-315.atom Projektskizze „Klimaschutz durch Radverkehr“ bewilligt - 2018-05-07T15:05:19+02:00 2019-06-13T15:34:44+02:00 Die Projektskizze für das Förderprojekt „Klimaschutz durch Radverkehr“ wurde vom Vorstand genehmigt und wird nun beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eingereicht. Marquartstein/ In der jüngsten Vorstandssitzung beschlossen die Vorstände des Ökomodell Achental die Teilnahme am Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr. Die Projektskizze mit verschiedenen Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs wird nun beim Projektträger eingereicht. Erst nach Bewilligung der Projektskizze kann ein formaler Förderantrag gestellt werden. Außerdem beschloss der Gesamtvorstand ein thematisch ähnliches Projekt zum Thema Radinfrastruktur vom Chiemgau Tourismus Verband als Partner zu unterstützen. Weiter in der Agenda wurde über das weitere Vorgehen des Ausgleichsflächenkonzeptes beraten, welches über die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE-Achental) vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert wurde. Die Vorstände beschlossen die Fortführung bzw. Umsetzung der Maßnahmen weiter zu verfolgen. Als Gast in der Sitzung stellte Sabine Pröls von der LBV Kreisgeschäftsstelle in Traunstein das Interreg Projekt „Besucherlenkung und Monitoring für die Gebirgsflüsse im Programmgebiet Bayern – Österreich“ (2018-2020) vor. Im Rahmen der Vorstellung legte Pröls den Fokus auf die geplanten Maßnahmen an der Tiroler Ache, die Teil des Projektes ist (ab der Landesgrenze, ohne Delta). 2015 fand eine umfassende Kartierung entlang der Ache durch den LBV statt, die nun als Grundlage dient. Ergänzend werden im Laufe des Projektes Kiesbankbrüter und Heuschrecken erfasst. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen soll im Anschluss ein Besucherlenkungskonzept erarbeitet werden. Ziel ist eine situationsabhängige Besucherlenkung, die nicht an einen festen Zeitraum gebunden ist. Am Ende der Sitzung erinnerte Gebietsbetreuerin Kathrin Schwarz noch an das „Achenjahr 2018“. Zusammen mit den Projektpartnern Naturpavillon Übersee, Museum Salz&Moor in Grassau und dem Achentaler Heimat- und Geschichtsverein wurde eine Vielzahl von Veranstaltungen sowie Ausstellungen und Exkursionen rund um die Tiroler Ache organisiert. Die genauen Termine können online auf den Seiten der Projektpartner oder als Heft in den Achentaler Tourist Informationen entnommen werden.