Ökomodell - News / 2020-03-30T18:40:39+02:00 http://example.comnews-365.atom Geschäftsstelle vorübergehend geschlossen - 2020-03-23T13:38:03+01:00 2020-03-23T13:38:45+01:00 Unsere Mitarbeiter sind weiterhin per Mail für Sie erreichbar

Ab sofort gilt nach einem Beschluss von Bund und Ländern ein Kontaktverbot. Mehr als zwei Menschen dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr zusammenkommen.

Die Geschäftsstelle des Ökomodell Achental e.V. ist deshalb für den Parteienverkehr geschlossen. Unsere Mitarbeiter sind weiterhin per Mail für Sie erreichbar:

Allgemein            info(at)oekomodell.de

Naturschutz        gebietsbetreuer(at)oekomodell.de

Klimaschutz        klimaschutz(at)oekomodell.de

Tourismus           tourismus(at)oekomodell.de

Archivpflege       archiv(at)oekomodell.de

http://example.comnews-364.atom Förderstiftung Ökomodell Achental erweitert Stiftungszweck Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2020-03-23T09:02:43+01:00 2020-03-23T09:52:50+01:00 Der Stiftungszweck der Förderstiftung Ökomodell Achental wird neben den bereits bestehenden Zielen wie Natur- und Umweltschutz, die Unterstützung der Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler – um zwei neue erweitert. Neu hinzu kommen die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie die Förderung mildtätiger Zwecke. Somit ist die Förderstiftung breiter aufgestellt und kann zukünftig ein breiteres Spektrum an Projekten fördern.

Grassau – In der Beiratssitzung der Förderstiftung Ökomodell Achental beschloss der Stiftungsbeirat einstimmig, dass dem Förderzweck zwei neue Ziele hinzukommen sollen. Durch die Aufnahme der Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie die Förderung mildtätiger Zwecke in die Satzung können mehr Projekte aus dem Achental umgesetzt werden. In den letzten Jahren gab es Anfragen, die nicht Satzungskonform waren und leider abgewiesen werden mussten. Eine weitere Änderung in der Satzung ergibt sich dadurch, dass der Sitz der Stiftung von Schleching nach Grassau verlegt wird. Mit dem Umzug des Ökomodell Achental zieht auch die Förderstiftung nach Grassau/Eichelreuth in die neuen Räume der Geschäftsstelle um. Im weiteren Verlauf der Beiratssitzung stellte die Beiratsvorsitzende Stephanie Hennes die Projekte aus 2019 vor. So wurde die bereits bestehende Kinderbroschüre vom Ökomodell Achental überarbeitet und ein Almführer von Kindern für Kindern integriert. Die Kinderbroschüre fand dabei einen reißenden Absatz und ist derzeit vergriffen. Ein Nachdruck ist bereits in Planung.

Ein weiteres großes Projekt ist die Kartierung der problematischen Kreuzkräuter im Achental. Das Projekt wurde von der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee mit einer 5.000 Euro Spende, die der Förderstiftung zugutekommen, zusätzlich unterstützt. Mittlerweile konnte das Projekt ausgeweitet werden und auch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern beteiligt sich mit einer Förderung von 75 % an dem Vorhaben. Nun steht der Umsetzung und Finanzierung der wichtigen Maßnahme nichts mehr im Wege. Die Kartierung soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ebenso plant die Förderstiftung mehrere große Projekte zu unterstützen. Anfragen für weitere Ideen werden jederzeit gerne entgegengenommen und auf dessen Realisierbarkeit hin geprüft.

Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es seit 2009. Sie ist aus der 2001 gegründeten Förderstiftung „Initiativkreis Ökomodell Schleching“ hervorgegangen. Mit Hilfe von Preisgeldern und Spenden fördert die Stiftung Umwelt- und Sozialprojekte im Achental.

 

 

http://example.comnews-363.atom Mit den Gebietsbetreuern unterwegs in Oberbayern - 2020-03-04T16:26:41+01:00 2020-03-04T16:44:41+01:00 Veranstaltungskalender 2020

Von den Allgäuer Hochalpen bis zur Langen Rhön, vom Frankenwald über den Unteren Inn bis zum Achental. Die Gebietsbetreuer in Bayern sind in den bedeutendsten Lebensräumen unserer Heimat aktiv. Gefördert werden sie vom Bayerischen Naturschutzfonds und von lokalen Trägern wie Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden, Naturparken, Stiftungen sowie Landkreisen und Kommunen. Neben Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung wirken die Gebietsbetreuer und Gebietsbetreuerinnen auch bei Artenschutzprojekten mit.

Um auf die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt vor unserer Haustür aufmerksam zu machen, bieten die Gebietsbetreuer zahlreiche Veranstaltungen an. Die gemeinsame Führungsreihe „Mit den Gebietsbetreuern unterwegs in Oberbayern“ lädt dazu ein, auch andere nahegelegene, aber bisher unbekannte Gebiete kennenzulernen. Im Jahr 2020 geht es unter anderem zu den Wiesenbrütern im Irschinger Moos und im Aiterbacher Winkel, zu den Fledermäusen im Ampertal, den Vogelstimmen am Ammersee und Starnberger See und zum Trockenlebensraum Rißbach. Außerdem gibt es Führungen zu den Moorlandschaften rund um Staffelsee und Seeoner Seen, zu den Schafweiden im Obermorsbacher Tal, zur Litzauer Schleife und den Quellen der Weißach.

Hier geht's zum Programm, das auch als Druckversion verfügbar ist.

Mehr Infos über das Projekt "Gebietsbetreuer in Bayern" finden Sie auf der Homepage (www.gebietsbetreuer.bayern) und in der gleichnamigen Broschüre.

 

 

Gestaltung: Kathrin Kopschinski, Gebietsbetreuung Achental
Titelbild: Florian Bossert, Gebietsbetreuung Mangfallgebirge

http://example.comnews-362.atom Neue Archivarin für das Achental - 2020-02-27T17:24:00+01:00 2020-02-27T08:46:58+01:00 Martina Höhne ist seit 01.02. für die Archivpflege zuständig

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit der neun Achental-Gemeinden hat sich das Ökomodell Achental dem Thema der kommunalen Archivpflege angenommen. Nach Recherchen zu möglichen Umsetzungsmodellen, einem Besuch im Traunsteiner Stadtarchiv und einer umfassenden Bedarfsermittlung in den Gemeinden wurde nun eine Personalstelle geschaffen.

Seit dem 01. Februar 2020 ist die Chiemingerin Martina Höhne für die Archivpflege in den Achental-Gemeinden zuständig. Nach der organisatorischen Vorarbeit des Ökomodells wurde die Personalstelle federführend in der Gemeinde Bergen angesiedelt. Alle weiteren Gemeinden sind über eine Zweckvereinbarung eingebunden, die die Organisation und Finanzierung der interkommunalen Kooperation regelt.

In den Archiven, welche sich überwiegend in den jeweiligen Rathäusern befinden, werden wichtige Gemeindeunterlagen, Ortsgeschichtliches, Postkarten, Bilder und Presseartikel gesammelt; diese müssen nach übergeordneten Kriterien verzeichnet und fachgerecht aufbewahrt werden. Das alles erfordert einen großen Aufwand, weshalb sich Martina Höhne bereits mit viel Freude und Energie an die Arbeit gemacht hat. „Seit Februar habe ich die interessante, vielfältige und verantwortliche Aufgabe als Archivarin das historische Gedächtnis der Gemeinden zu bewahren, auszuwerten und zugänglich zu machen“, so Martina Höhne. Über die Neuordnung der Archive hinaus sind später historische Bildungsarbeit, Ausstellungen und Intensivierung der ortsgeschichtlichen Sammlungstätigkeit geplant.

Wir freuen uns, Ihnen Archivarin Martina Höhne aus Chieming vorstellen zu dürfen und wünschen unserer neuen Kollegin auf diesem Wege viel Erfolg und einen guten Start in die neue Tätigkeit.

 

Kontaktdaten:

Martina Höhne, Archivarin
Telefon: +49 (0) 8641 692909-34
Mail: archiv(at)oekomodell.de

 

http://example.comnews-361.atom Gästekontrolleur (m/w/d) in Teilzeit gesucht - 2020-02-18T17:10:20+01:00 2020-02-18T17:23:42+01:00

Die Gemeinde Reit im Winkl sucht in Zusammenarbeit mit dem Ökomodell Achental e.V.
(für gesamt 11 Gemeinden) zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine/n
Gästekontrolleur (m/w/d) in Teilzeit

Das Aufgabengebiet beinhaltet den Vollzug und die aktive Kontrolle der Kurbeitragssatzung in den Ökomodell Achental Gemeinden (Bergen, Grabenstätt, Grassau, Marquartstein, Schleching, Reit im Winkl, Unterwössen, Übersee) mit Bernau, Siegsdorf und Seeon-Seebruck

insbesondere

  • Vorbereitende Kontrolle, interne Auswertung Gästeanmeldungen
  • Aktive Überwachung der Gästeanmeldung/ Meldepflicht in den Achental Gemeinden
  • Meldung gemäß Vorgabe der Tourist-Informationen bei Unregelmäßigkeiten an selbige
  • Tel. bzw. persönliche Zusammenarbeit täglich oder nach Bedarf mit den zuständigen Tourist-Informationen
  • Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Kontrolle der Meldepflichten“ in den Gemeinden (Gemeindeblätter, Bürgerversammlungen)
  • Beratung der Gäste und Vermieter
  • Verfolgung der Verfahren, Bußgeld

Ihr Anforderungsprofil:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Fahrerlaubnis Klasse B
  • Sicherer Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln, EDV-Kenntnisse (Office)
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Überzeugungskraft, Konfliktfähigkeit, Gelassenheit, sicheres und freundliches Auftreten
  • Bereitschaft zur Arbeitseinteilung auch am Wochenende

Wir bieten:

  • Einen abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Arbeitsplatz
  • Einen Dienst-PKW
  • Leistungsorientierte Bezahlung nach TVöD
  • Flexible Arbeitszeit

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte bis spätestens 13.03.2020 an die Gemeinde Reit im Winkl, Rathausplatz 1 in 83242 Reit im Winkl, gemeinde(at)reitimwinkl.bayern.de senden. Für Auskünfte stehe Ihnen Geschäftsleiterin Christine Zaiser zur Verfügung.

 

Ausschreibung Gästekontrolleur

http://example.comnews-360.atom Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2020-02-03T13:39:47+01:00 2020-02-26T09:35:20+01:00 Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets bis zum 02.03.2020

Auf Grundlage des Bescheids des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern vom 29.01.2020 und den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) steht dem ILE-Zusammenschluss Achental für das Jahr 2020 ein Regionalbudget in Höhe von 90.000 EUR zur Verfügung. Die Förderung erfolgt nach den Bestimmungen der Maßnahme 10.0 Regionalbudget im Förderbereich 1 „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in der jeweils geltenden Fassung.

 

Der ILE-Zusammenschluss Achental ruft zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf.

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

 

Voraussetzungen: Gefördert werden nur Kleinprojekte in Ortschaften mit bis zu 10.000 Einwohnern (Erstwohnsitze), mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.

 

Fördergegenstand: Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

a) Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,

b) Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,

c) Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,

d) Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,

e) Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,

f) Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

 

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 01.10.2020 vorgelegt werden kann (Stand: Dezember 2019).

Zuwendungs- und Antragsberechtigte:

a) Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,

b) natürliche Personen und Personengesellschaften.

 

Art und Umfang der Förderung: Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 % bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

Antrags- und Auswahlverfahren: Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.

Kriterien zur Projektauswahl: Kriterium

Bewertungsinhalt

Punkte

Zielerreichungsgrad ILEK

 

1

Bürgerbeteiligung

 

1

Verortung

Lokal, regional, grenzüberschreitend

3

Interkommunaler Ansatz

 

2

Innovativ für die Region

 

2

Wirkung

Lokal, regional, überregional

3

Nachhaltigkeit

Ökologisch, ökonomisch, sozial

3

Vernetzung

Vernetzt Aktivitäten und Akteure

2

Sicherung der Daseinsvorsorge

 

1

Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz

 

1

Innenentwicklung

 

1

Maximal Punktzahl 20. Eine Mindestpunktzahl von 11 Punkten muss erreicht werden, damit das Projekt eine Förderzusage bekommt.

Bitte reichen Sie Ihren Antrag bis spätestens 02. März 2020 beim Ökomodell Achental, Eichelreuth 17, 83224 Grassau ein.

 

Gerne können Sie uns auch persönlich kontaktieren:

Ansprechpartnerin: Stephanie Hennes, Projektleitung ILE-Achental

Tel. 08641/692909-32

E-Mail: tourismus(at)oekomodell.de 

 

Zum Downlaod:

Alle Informationen zum Regionalbudget finden Sie hier: www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/234566/

http://example.comnews-359.atom Zustimmung für Heizwerkanschluss Sybilla Wunderlich 2020-01-21T07:49:39+01:00 2020-01-21T07:56:48+01:00 Erste Gemeinderatssitzung der Gemeinde Schleching in diesem Jahr

Schleching – Der Anschluss der kommunalen Liegenschaften an das geplante Heizwerk der Scheck GbR war Gegenstand der Erörterung auf der Gemeinderatssitzung.

Seit etwa neunzehn Jahren werden die Schule, der Kindergarten, das Rathaus und das Bürgerhaus über eine zentrale Heizung (Pellets und Heizöl als Redundanz),  welche sich im Keller des Schulgebäudes befindet, versorgt. Nachdem nun an diesem  Pelletkessel (Baujahr 2003) durch schlechten Zustand eine größere Sanierung ansteht und auch beim Brandschutz eine gesonderte Prüfung stattfinden müsste, wurden vor einem Jahr Überlegungen zum Anschluss der Gemeindeobjekte an eine externe Heizversorgung auf Hackschnitzelbasis angestellt. Eine grundsätzlich positive Entscheidung über den Anschluss an die Nahwärmeversorgung wurde damals getroffen, nur die vertraglichen Angelegenheiten sollten noch ausgearbeitet werden, die nun dem Rat vorlagen.

Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell und Biomassehof Achental zeigte in seinem Vortrag auf der jüngsten Sitzung  den aktuellen Zustand und drei mögliche Varianten zu dieser Situation:  

Der Heizkessel aus dem Jahr 2003 im Schulhaus  ist in einem schlechten Zustand, auch durch die beengten Platzverhältnisse wird eine mögliche Erneuerung erschwert.  Zusätzlich steht einen Ölbrenner als Redundanz- und Spitzenlastkessel zur Verfügung. Der Brennstoff-Bunker zur Lagerung der Pellets ist über die Jahre instabil geworden. Einzig die Übergabestation und der Pufferspeicher sind gut in Takt. Berücksichtigt werden muss der Brandschutz, der einer gesonderten Prüfung unterzogen werden müsste, so Wimmer weiter.

 Michael Scheck Senior und Junior  möchten eine Trägerorganisation in Form einer GbR gründen, um die Energie-Versorgung der eigenen Immobilien, der gemeindlichen Liegenschaften und eventuell weiterer Interessenten im Umkreis mittels Hackgutheizung zu gewährleisten. Geplant sind zwei Hackgutkessel mit einer Nennwärmeleistung von 150 kW. Ein Kessel fungiert als Hauptkessel und ein zweiter als Reserve- oder Notfallkessel. Die Abrechnung erfolgt mittels Wärmemengenzähler, die hierfür notwendige Übergabestation existiert schon im Schulgebäude.

Wolfgang Wimmer zählte die Vorteile auf, so wäre der anstehende Umbau der bestehenden Heizanlage nicht mehr notwendig, die Brandschutzprüfung entfällt durch die externe Heizquelle, es wird kein Personaleinsatz zur Kesselbetreuung (Hausmeister/Bauhof) und für den Brennstoffeinkauf (Verwaltung) benötigt, der frei werdende Kesselraum steht für andere Nutzungen zur Verfügung. Es handelt sich bei der Scheck GbR um einen verlässlichen und  örtlichen Versorger, der außerdem eine starke persönliche Bindung an den Ort hat. Auch der monetäre Aspekt ist positiv, es ist eine Kosteneinsparung von zirka fünfzehn Prozent  bei der Energieversorgung pro Jahr zu erwarten.

Die Kosten für die neue Nahwärmeleitung zwischen dem geplanten Heizwerk und der Übergabestation in der Schule betragen rund 8.000 Euro (52 Trassenlaufmeter je 220 Euro, minus 60 Euro Förderung je TLM).

Bürgermeister Josef Loferer betonte auch den Wert der  ökologischen Seite bei der Umstellung von Pellets –oder im Notfall Heizöl- auf komplett Hackschnitzel. Das Prädikat nachwachsender Rohstoff gilt für Pellets wie für Hackschnitzel, jedoch sind Pellets ein verarbeiteter Brennstoff, während Hackschnitzel direkt von der Waldstraße aus der Region verwendet werden können. Das Fazit des Bürgermeisters war „es kommt der Umwelt zugute und wir sparen Geld“.

Die zweite Variante „der Neubau eines Heizkessels“  hätte einen hohen Kostenaufwand  und die Prüfung, ob es im jetzigen Heizraum überhaupt  möglich ist sowie die Brandschutzüberprüfung. Vorteile  wären  eine „eigene“ Wärmebereitstellung und keine Zeitbindung an einen Liefervertrag.

Die dritte Variante „es bleibt wie es ist“ birgt das Risiko eines Ausfalls durch den kritischen Kesselzustand. Es wäre dann der Solo-Betrieb des Ölbrenners nötig, was ganz sicher nicht ökologisch vertretbar wäre in einer Ökomodellgemeinde und einem Bergsteigerdorf.

Nach diesen Ausführungen von Wolfgang Wimmer beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen den Abschluss des Wärmeliefervorvertrages mit der Scheck GbR.

http://example.comnews-358.atom Infoabend zur Regulierung der Kreuzkrautarten Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2019-12-16T12:04:22+01:00 2019-12-16T12:05:09+01:00 Einsatz der Raupe des Blutbären im Achental geplant

Im vollbesetzen Saal des Wirtshaus d´Feldwies in Übersee gab es aktuelle Informationen zum Thema Kreuzkräuter, Methoden zu Bekämpfung und Eindämmung, Erfahrungen, Hinweise und Infos zum Stand der Wissenschaft. Schwerpunkt des Abends war der Vortrag von Andreas Frahm, der seit sieben Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz der Raupe des Blutbären gemacht hat und deutschlandweit Landwirte, Gemeinden und Straßenbauämter zum Einsatz der Blutbärraupe berät.

Übersee/ Der Maschinenring Traunstein, das Amt für Landwirtschaft, das LfL, das LKP und das Ökomodell Achental organisierten einen gemeinsamen Infoabend. Thema war die Regulierung der Kreuzkrautarten mit verschiedenen Methoden, u.a. mit dem Einsatz der Raupe des Blutbären.

Im ersten Vortag referierte Michael Laumer, Pflanzenbauberater bei der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), über die Grundlagen und Pflanzensoziologie der Kreuzkräuter und gab einen Einblick über Aktuelles aus der Forschung. Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Auf Grund von Bitterstoffen werden die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen. Nur durch die Futterkonservierung in Heu oder Silage gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Erfahrungen aus der Beratungspraxis lieferte Johann Staltmayr, Pflanzenberater beim Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung in Bayern (LKP). „Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden“, so Staltmayr. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe entsorgt werden. Bereits im letzten Jahr organisierte das Ökomodell Achental Informationsveranstaltungen zur „Richtigen Grünlandbewirtschaftung“ mit Johann Staltmayr als Berater vor Ort.

Weiter gab Simon Bauer, AELF Traunstein, einen Überblick über die aktuelle Situation im Grünlandumbruch. Hierbei vor allem zur praktischen Vorgehensweise und zu Fristen, welche in dem Zusammenhang eingehalten werden müssen.

Besonders gespannt waren die Zuhörer über den Vortag von Andreas Frahm, Landwirt aus Schleswig- Holstein, über den Einsatz der Blutbär-Raupe gegen das Jakobskreuzkraut. Frahm aus dem Kreis Segeberg züchtet die Raupen des Blutbären. Das ist ein Schmetterling, der auch Jakobskrautbär genannt wird. Das Besondere daran ist, dass die Raupe des Blutbären ausschließlich das Jakobskreuzkraut frisst. In ihm sind Bitterstoffe enthalten, welche die Tiere vor Fressfeinden schützen. Der Raupe schmeckt das bittere Kraut, aber den Vögeln schmecke die bitteren Raupen nicht mehr. Ein cleverer Trick der Natur. Anfangs siedelte Frahm wenige Raupen auf seinem Feld an. Die Raupen vermehrten sich und fraßen das Unkraut ab. Heute sind seine Flächen sauber.
 

Versuchsprojekt in unserer Region

Im nächsten Frühling sollen die Raupen auch in unserer Region gegen das Kreuzkraut (v.a. Jakobskreuzkraut) eingesetzt werden. Da im Achental aber auch das Wasserkreuzkraut weite Verbreitung findet, gilt es zu prüfen, inwieweit sich diese Bekämpfungsmethode für diese Kreuzkrautart eignet. Den Großteil der Kosten dafür trägt das Ökomodell Achental, so dass auf die Landwirte, die im kommenden Jahr die Raupen einsetzen möchten, nur eine durchaus überschaubare Kostenbeteiligung zukommt.

Seit Jahren ist das Ökomodell Achental im Bereich Kreuzkraut aktiv. Nach zahlreichen Informationsveranstaltungen wurde nun ein Gesamtkonzept über die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) im Achental vom Amt für ländliche Entwicklung bewilligt und wird mit 75% bezuschusst. Das Konzept beinhaltet die Kartierung der problematischen Kreuzkräuter im Achental, sowie Informationsveranstaltungen und Einzelberatungen und Aktionstage.

http://example.comnews-357.atom Umweltbildner zu Gast in der Moorstation Nicklheim - 2019-12-13T08:06:54+01:00 2019-12-13T08:19:39+01:00 17. Netzwerktreffen der Chiemgauer Umweltbildung (CU)

Zum Ende eines erfolgreichen und abwechslungsreichen Jahres kamen die Mitglieder der Chiemgauer Umweltbildung in der Moorstation Nicklheim zu einem Netzwerktreffen zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und über die weitere Vernetzung zu diskutieren. Im Vordergrund stand dabei der interne Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.

Beim alljährlichen Netzwerktreffen der Chiemgauer Umweltbildung gehört es bereits zur Tradition, dass sich ein Mitglied in Form eines Vortrages oder einer Führung vorstellt. In diesem Jahr waren die Umweltbildner in der Moorstation Nicklheim zu Gast. Begrüßt wurden die Umweltbildner vom Raublinger 1. Bürgermeister Olaf Kalsperger und Harry Rosenberger (Leiter der Moorstation Nicklheim), der die Gruppe gemeinsam mit Moorführer und Naturschutzwächter Gerhard van Eyken durch die Nicklheimer Filzen führte. Über den Blaukehlchenweg und einen Abstecher zum Libellen Pavillon ging es zum Grünen Klassenzimmer, das sich direkt am wiedervernässten Moor befindet.

Highlight der Führung war der neue „Weltpfad Nicklheim“, der die Erdentwicklung anhand von 17 Stationen räumlich erlebbar macht. Die 1,4 km lange Strecke steht dabei für 14 Milliarden Jahre vom Urknall bis heute. Die Abstände zwischen den Stationen entsprechen somit dem jeweiligen Zeitraum bis zum nächsten Entwicklungsschritt. Rosenberger erläuterte die Entstehung des Projektes von der Idee bis zur Realisierung.

Im Anschluss an die Führung kamen die Umweltbildner im Grünen Klassenzimmer zum Erfahrungsaustausch zusammen. Unter anderem wurde über mögliche Projekte und Fortbildungen für 2020 beraten. Des Weiteren stellten sich die Gebietsbetreuer der Region vor, nachdem im letzten Jahr mit Patrick Guderitz (Gebietsbetreuung Eggstätt Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen) eine weitere Stelle zu den bereits bestehenden Gebietsbetreuungen am Chiemsee (Dirk Alfermann) und im Achental (Kathrin Kopschinski) hinzugekommen ist.

Martina Mitterer (Leiterin der neuen Umweltstation Wiesmühl mit Außenstelle Übersee) berichtete vom ersten Jahr als staatlich ausgezeichnete Umweltstation. Mit Bildern und Anekdoten blickt sie auf die zahlreichen Aktionen, wie die Eröffnung der Umweltstation, die Geologische Wanderung, die Wanderung zum Breitenstein und die abschließende Pilzausstellung zurück. Neben den vergangenen und zukünftig geplanten Projekten stellte Mitterer auch ihr neues Team vor.

Als Gastredner präsentierte Thomas Gerl (Lehrer am LTG Prien) das Projekt „BISA – Biodiversität im Schulalltag“. Im Rahmen seiner Forschung an der LMU München hat er den zugehörigen BISA-Test entwickelt, mit dessen Hilfe die Artenkenntnis von Schulkindern ermittelt werden kann. Eine seiner Erkenntnisse: „Artenkenntnis? Mangelhaft!“ Um dem entgegenzuwirken zielt das Projekt auf die Steigerung der Artenkenntnis ab. Beispielsweise können Kinder auf der BISA-Website spielend Tiere und Pflanzen kennenlernen, Bestimmungshilfen und Beobachtungstipps entdecken oder gemeinsam mit Anna (aus „Anna und die wilden Tiere“) unsere heimischen Bäume kennenlernen.

Das 2009 gegründete Netzwerk bringt Umweltbildner aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein an einen Tisch. Gerade in der unterschiedlichen Zusammensetzung der Mitglieder sieht das koordinierende Kernteam eine große Stärke des Netzwerkes: „Bei uns ist ein fachübergreifender Austausch möglich – zu unseren Mitgliedern zählen engagierte Einzelpersonen, Vereine, Verbände und Museen.“ Für alle ist es ein erklärtes Ziel, dass das Netzwerk in der Öffentlichkeit als Ansprechpartner für Fragen der Umweltbildung wahrgenommen wird.

http://example.comnews-356.atom Biathlon-Shuttlebus aus dem Achental - 2019-12-04T09:07:01+01:00 2019-12-04T09:14:30+01:00 Mit dem Bus direkt ins Biathlonzentrum nach Ruhpolding

Auch in diesem Jahr fahren unsere Biathlon-Shuttlebusse aus dem Achental zum Biathlon Weltcup in Ruhpolding. Wegen der angespannten Parkplatzsituation in Ruhpolding während den Veranstaltungen empfehlen wir die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Shuttle-Bus ermöglicht eine bequeme Anreise nach Ruhpolding. Die Haltestelle befindet sich direkt an der Chiemgau Arena.

Folgende Linien aus dem Achental werden angeboten:

               Linie 1: Übersee - Grabenstätt - Bergen

               Linie 2: Bernau - Rottau - Grassau - Staudach - Marquartstein

               Linie 3: Schleching - Unterwössen - Oberwössen

Die Fahrkarten für den Shuttle-Bus können nur im Vorverkauf unter www.ticketscharf.de und in den teilnehmenden Tourist-Informationen erworben werden:

Achental Tourismus: Tel.: 08641/ 59791-0
(Marquartstein, Staudach-Egerndach, Schleching, Ober- und Unterwössen)

Bergen: Tel.: 08662/ 8321

Bernau: Tel.: 08051/ 98680

Grabenstätt: Tel.: 08661/ 988731

Grassau: Tel.: 08641/ 697960

Rottau: Tel.: 08641/ 2773

Übersee: Tel.: 08642/ 295

 

Der Preis für die Hin- und Rückfahrt beträgt 9,50 Euro pro Person. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Die Veranstaltungen sowie die genauen Abfahrtszeiten und -orte können Sie den jeweiligen Fahrplänen entnehmen.

http://example.comnews-354.atom „Coole Kids“ im Achental - 2019-11-18T17:07:45+01:00 2019-11-18T17:15:41+01:00 Wanderausstellung zum Klimawandel zu Gast in den Grundschulen

Auf Initiative von Klimaschutzmanager Hans Halsreiter (Ökomodell Achental e.V.) konnten die Grundschulen Reit im Winkl, Bergen und Schleching die Wanderausstellung „Coole Kids für prima Klima“ im eigenen Klassenzimmer erleben. Die Ausstellung stellt den Klimaschutz – eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – anschaulich und leicht verständlich dar und bietet eine gute Unterrichtsergänzung. Jede Klasse wurde von Hans Haslreiter durch die verschiedenen Stationen geführt und die Schülerinnen und Schüler konnten bei den zugehörigen Spielen selbst aktiv werden.

Gleich zu Beginn der Ausstellung standen die Schüler/innen vor ihrer ersten Aufgabe: einer großen Weltkarte, die Klimazonen darauf farbig dargestellt. Die Kinder durften nun die Himmelsrichtungen und den Äquator markieren, die Klimazonen benennen und 20 Tiere aus Holz ihrer Heimat zuordnen. So wurden Eisbär, Elefant und Co. mit viel Sorgfalt auf den verschiedenen Klimazonen platziert.

Als nächstes ging es – ganz zur Begeisterung der Kinder – in ein großes Zelt, genauer gesagt in das „Treibhauszelt“. Mit dabei ein CO2-Messgerät und ein Thermometer. Nachkurzer Zeit bemerkten die Kinder, dass es langsam warm und stickig wird, was auch die Messgeräte bestätigten: CO2-Gehalt und Temperatur waren stark angestiegen. Hans Haslreiter konnte den Kindern damit den Treibhauseffekt erklären und veranschaulichen.

Die nächste Station war ein Zeitstrahl, der die enorme Zeitspanne darstellt, in der die fossilen Energiequellen entstehen. Klimaschutzmanager Haslreiter wies darauf hin, dass erneuerbare Energien klimaschonender seien als fossile Energieträger. Den Kindern fielen sofort viele Möglichkeiten zur Energiegewinnung ein, doch viel wichtiger sei das Energiesparen, da waren sich die Grundschüler einig. Mit Hilfe eines Kurzfilmes sammelten die Kinder die verschiedenen Möglichkeiten des Energiesparens.

Den Abschluss bildete das Themenfeld „Mobilität“. Anhand von Perlenketten konnten die Kinder auswählen, welche Verkehrsmittel klimaschädlich und welche besonders klimafreundlich sind. Auf Nachfrage stellte Hans Halsreiter freudig fest, dass die meisten Kinder ihren Schulweg sehr klimafreundlich bestreiten, nämlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.

In Bergen begleitete der 1. Bürgermeister Stefan Schneider seine Grundschüler mit großem Interesse durch die Ausstellung. „Es ist wichtig die Kinder bereits in diesem Alter an solch wichtige Themen wie Energieerzeugung und -verbrauch heranzuführen“, so Schneider. Seiner Ansicht nach kann man nicht früh genug damit anfangen. Er hofft, dass das Thema dadurch auch bei den Eltern stärker ins Bewusstsein gerückt wird.

Auch in Schleching wurden die Grundschüler von ihrem 1. Bürgermeister Sepp Loferer durch die Ausstellung begleitet. Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler, gut aufzupassen, denn es sei sehr wichtig sich mit dem Klimaschutz auseinander zu setzen. „Der aktive Klimaschutz wird die Lebensgrundlage der Menschen zum positiven beeinflussen“ so Bürgermeister Loferer. Konrektorin Bärbel Schmalfuß betonte, dass beim Klimaschutz immer von „wir müssen etwas tun“ die Rede sei, doch eigentlich sollte sich jeder selbst an der Nase nehmen und sagen „ich muss meinen Beitrag zum Klimaschutz leisten“.

Die Wanderausstellung „Coole Kids für prima Klima“ ist ein EuRegio-Kleinprojekt und wurde mit finanziellen Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 gefördert.

Die Personalstelle des Klimaschutzmanagers wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

http://example.comnews-353.atom Infoabend zur Regulierung der Kreuzkrautarten - 2019-11-11T11:40:36+01:00 2019-11-11T11:44:52+01:00 am 21. November 2019 um 19:30 Uhr im Wirtshaus d‘Feldwies

Der Maschinenring Traunstein, das Amt für Landwirtschaft, das LfL, das LKP und das Ökomodell Achental laden herzlich ein zum gemeinsamen Infoabend. Thema ist die Regulierung der Kreuzkrautarten mit verschiedenen Methoden, u.a. mit dem Einsatz der Raupe des Blutbären.

Termin:                              Donnerstag, den 21. November 2019 um 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:         Wirtshaus D‘ Feldwies, Übersee

Es gibt aktuelle Informationen zum Thema Kreuzkräuter, Methoden zu Bekämpfung und Eindämmung, Erfahrungen, Hinweise und Infos zum Stand der Wissenschaft. Schwerpunkt des Abends ist der Vortrag von Andreas Frahm, der seit sieben Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz der Raupe des Blutbären gemacht hat und deutschlandweit Landwirte, Gemeinden und Straßenbauämter zum Einsatz der Blutbärraupe berät.

Kreuzkräuter: Grundlagen, Pflanzensoziologie und Aktuelles aus der Forschung
Referent: Michael Laumer, LfL-Pflanzenbauberater

Erfahrungen aus der Beratungspraxis
Referent: Johann Staltmayr, LKP-Pflanzenbauberater

Aktuelle Situation Grünlandumbruch
Referent: Stefan Weiß, AELF Traunstein

Einsatz der Blutbär-Raupe gegen das Jakobskreuzkraut
Referent: Andreas Frahm, Landwirt, Kreuzkrautprofi und Blutbärraupen-Züchter aus Schleswig-Holstein – bekannt aus top agrar

 

Versuchsprojekt in unserer Region

Wir wollen im nächsten Frühling die Raupen auch in unserer Region gegen das Kreuzkraut (v.a. Jakobskreuzkraut) einsetzen und prüfen, inwieweit sich diese Bekämpfungsmethode bei uns eignet. An diesem Abend werden die verbindlichen Bestellungen für die Raupen erfasst. Den Großteil der Kosten dafür trägt das Ökomodell Achental, so dass auf die Landwirte, die im kommenden Jahr die Raupen einsetzen möchten, nur eine durchaus überschaubare Kostenbeteiligung zukommt.

http://example.comnews-352.atom Ökomodell beschließt interkommunales Innenentwicklungskonzept - info@oekomodell.de 2019-11-04T12:17:00+01:00 2019-11-11T07:56:50+01:00

Die neun Gemeinden des Ökomodell Achental möchten zukünftig gemeinsam und abgestimmt die bestehenden Potenziale für eine Innenentwicklung nutzen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der interkommunalen Zusammenarbeit bestehen gute Voraussetzungen, auch für die Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen zu entwickeln. Das Konzept wird mit bis zu 75 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern gefördert.

 

Nicht nur in den großen Verdichtungsräumen des Freistaates besteht inzwischen ein hoher Siedlungsdruck. Auch die Mitgliedsgemeinden im Achental, in gut erschlossener und attraktiver Lage, verzeichnen einen Anstieg ihrer Bodenpreise. Die Herausforderung besteht darin, auch weiterhin bezahlbaren Wohnraum und passende Gewerbeflächen anbieten zu können. Auf der anderen Seite besteht das große Ziel, mit Grund und Boden sparsam umzugehen, so dass eine Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen und eine Nachverdichtung bereits bebauter Gebiete auch im Achental zu einer Aufgabe werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden hat der Gesamtvorstand des Ökomodell Achental in seiner letzten Sitzung im Rathaus in Bergen sich einstimmig für eine Umsetzung entschieden. Durch den interkommunalen Ansatz wird das Konzept bis zu 75 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung im Achental (ILE) gefördert. Mit der Bürogemeinschaft Salm & Stegen und Micheller & Schalk aus München wurden erfahrene Büros beauftragt, den Prozess zu begleiten.

Bei der Herangehensweise sind die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Gemeinden zu berücksichtigen. Es gibt Mitgliedsgemeinden des Ökomodells, die sowohl bei der politischen und gesellschaftlichen Diskussion über den Nutzen von Innenentwicklungspotenzialen als auch bei der planerischen Bestandsaufnahme und Konzeptentwicklung weiter vorangeschritten sind als andere. Für eine spätere Akzeptanz im Hinblick auf gemeinsame Strategien und Maßnahmen wird es wichtig sein, die unterschiedlichen Wissensstände so gut wie möglich anzugleichen. Erst eine vergleichbare Ausgangsbasis für alle neun Gemeinden ermöglicht es, Konzepte und Strategien zu entwickeln, die von allen Mitgliedskommunen gleichermaßen getragen und verfolgt werden. Die Bestandsaufnahme soll pragmatisch erfolgen und nicht wiederholen, was in der ein oder anderen Gemeinde bereits vorhanden ist. Auf bestehende Untersuchungen, Analysen und Planungen soll aufgebaut werden.

Grundsätzlich geht es um eine belastbare Arbeitsgrundlage, die die wesentlichen funktionalen Aufgaben und Innenentwicklungspotenziale der neun Gemeinden einander gegenüberstellt. Bis zum Frühjahr 2020 wird eine Datengrundlage (Flächenkataster) für die Mitgliedsgemeinden des Ökomodell aufgebaut, welche eine Differenzierung und Priorisierung etwaiger Flächen und Gebäude u.a. nach Lage, Baurecht, Verfügbarkeit, Erschließung, Nutzung u.ä. ermöglicht. Diese Datengrundlage ist Ausgangspunkt für das Entwickeln von Strategien und Instrumenten zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen.

Die Strategien und Instrumente benötigen einen breiten politischen und gesellschaftlichen Rückhalt in den jeweiligen Mitgliedskommunen.  Im Rahmen einer Klausurtagung im Sommer/Herbst 2020, verbunden mit einer Exkursion in einen Gemeindeverbund, der bereits seit Jahren interkommunal Innenentwicklungspotenziale aktiviert, werden die Möglichkeiten und Grenzen einer abgestimmten Vorgehensweise und gemeinsamer Strategien und Instrumente ausgelotet.

http://example.comnews-351.atom Direktvermarkter gesucht! - 2019-10-21T15:34:00+02:00 2019-11-11T07:56:07+01:00 Neuauflage der Broschüre „Lebensqualität aus Bauernhand“

Der Einkauf auf den Höfen und Bauernmärkten unserer Region unterstützt den Erhalt unserer kleinbäuerlichen Landwirtschaft und trägt damit entscheidend zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei. Es entsteht eine Partnerschaft zwischen Erzeuger und Verbraucher, von der beide profitieren. Als Wegweiser zu regionalen Einkaufsquellen haben das Ökomodell Achental e.V. und die Interessensgemeinschaft Direktvermarktung in Traunstein e.V. deshalb die Direktvermarkterbroschüre „Lebensqualität aus Bauernhand“ unter dem Motto „regional ist optimal“ entwickelt. Die Broschüre präsentiert die regionalen Anbieter mit ihren Produkten und gibt Informationen über Öffnungszeiten, Verbandszugehörigkeit und Anfahrt.

Nach der Erstauflage im Jahr 2011 und mehreren Neuauflagen, soll das Direktvermarkter-Verzeichnis erneut auf den aktuellen Stand gebracht werden. Im Rahmen der Überarbeitung und Neuauflage besteht nun für alle regionalen Direktvermarkter die Möglichkeit in die Broschüre aufgenommen zu werden. Für Mitglieder des Ökomodells Achental e.V. oder der Interessensgemeinschaft Direktvermarktung in Traunstein e.V. ist die Listung kostenfrei. Für Nicht-Mitglieder kostet der Eintrag einmalig 50,- Euro.

Bei Interesse oder weiteren Fragen melden Sie sich bitte unter der E-Mail info@oekomodell.de oder der Telefonnummer 08641/692909-30.

http://example.comnews-350.atom Mitgliederversammlung 2019 - 2019-10-07T11:15:01+02:00 2019-11-11T07:49:58+01:00 Mittwoch, den 23. Oktober 2019 um 19.00 Uhr im Gasthof Weßner Hof in Pettendorf/Marquartstein

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Ökomodell Achental e.V. und
Gesellschafterversammlung der Achental Betriebs- und Entwicklungs- GmbH

am Mittwoch, den 23. Oktober 2019 um 19.00 Uhr

im Gasthof Weßner Hof in Pettendorf/Marquartstein

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Jahreshauptversammlung 2019 nach Marquartstein ein.

Tagesordnung:

Top   1 – Begrüßung

Top   2 – Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden

Top   3 – Bericht des Schatzmeisters und des Geschäftsführers

Top   4 – Bericht der Rechnungsprüfer

Top   5 – Entlastung des Gesamtvorstandes und der Geschäftsführung
Top   6 – Änderung der Vereinssatzung wegen Verlegung des Vereinssitzes
Top   7 – Änderung des Gesellschaftsvertrages der GmbH wegen Verlegung des Sitzes
Top   8 – Holz als Energieträger und Bioökonomie; Vortrag von
Dr.-Ing. Werner Ortinger;

Leiter des Referats Nachwachsende Rohstoffe,  Bioökonomie, Energiewende im ländlichen Raum am Staatsministerium f. Ernährung, Landw. u. Forsten    

Top   9 – Sonstiges/Aussprache
 

Unter Bioökonomie versteht man das Umsteuern von einer Wirtschaft, die derzeit auf fossilen Rohstoffen fußt, auf eine Biomasse basierte Form. Dazu gehört neben der energetischen Nutzung Nachwachsender Rohstoffe wie z. B. Holz auch die stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe, aber auch eine nachhaltige Agrarproduktion im Allgemeinen und eine gesunde Ernährung.

 

Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und Ihr Kommen!

 

Mit freundlichem Gruß

Stefan Schneider

1. Vorsitzender

http://example.comnews-349.atom Unterstützung der Almbauern - 2019-09-09T10:24:01+02:00 2019-09-09T10:27:19+02:00 Ökomodell will sich mehr für die Wertschätzung der Almwirtschaft einsetzen

In diesem Jahr feiert das Ökomodell Achental sein 20-jähriges Bestehen. Dass sich der Verein aber keinesfalls auf den Erfolgen der letzten zwei Jahrzehnte ausruht, zeigen die aktuellen Projekte. Mit dem „Almenprojekt“ zur Unterstützung der Almbauern und der Kreuzkraut-Problematik hat sich das Ökomodell zwei überaus dringlichen Themen angenommen. Diese und weitere Anliegen wurden in der letzten Gesamtvorstandssitzung des Vereins im Unterwössener Rathaus erörtert.

Unterwössen - Zur Unterstützung der Almbauern in der Region hat das Ökomodell Achental eine Studie in Auftrag gegeben, um die aktuelle Situation sowie die Perspektiven der Almwirtschaft in Erfahrung zu bringen. Anhand dieser Zielsetzung haben Studenten der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien (Abteilung für Raum, Landschaft und Infrastruktur) die wichtigsten Themenschwerpunkte in der Almwirtschaft zusammen mit den Almbauern erfasst und aufgearbeitet.

In der letzten Gesamtvorstandssitzung des Ökomodells präsentierte die Leiterin der Studienarbeit, Frau Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider (BOKU Wien), eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Derzeit sehen sich die Almbauern vor allem mit Problemen aus den Themenbereichen Wasser (Verfügbarkeit, Abwasserentsorgung) und Tourismus (Müll, Offenlassen von Gattern, Hunde) konfrontiert. Ein besonders Problem sei zudem zunehmende Respektlosigkeit gegenüber den Almbauern, dem Weidevieh und der Natur.

Um die Almbauern bei der Lösung dieser Probleme unterstützen zu können, stellt die Professorin abschließend verschiedene Lösungsansätze vor, die das Ökomodell bearbeiten und umsetzen könnte. Laut den Vorständen des Ökomodells sei es wichtig, dass die Almbauern vom Ökomodell profitieren können.

Neben dem Almenprojekt hat sich das Ökomodell mit der Kreuzkraut-Problematik einem weiteren wichtigen Thema angenommen. Mit einer umfassenden Kartierung der Kreuzkräuter wurde bereits begonnen und auch Einzelberatungen für interessierte Landwirte werden bereits angeboten. Ergänzend sind Informationsveranstaltungen, Aktionstage und Sensibilisierungsmaßnahmen geplant. Das Ökomodell wird dabei vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern, im Zuge der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) im Achental unterstützt.

Kreuzkräuter zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führen.

Als letzten Punkt auf der Tagesordnung berichtet Marc Nitschke (1. Bürgermeister der Gemeinde Übersee und 1. Vorsitzender des Gemeindenetzwerkes „Allianz in den Alpen“) vom „Alpweek Intermezzo“, der Alpenkonferenz und laufenden Projekten des Gemeindenetzwerkes AidA. Die internationalen Veranstaltungen beschäftigen sich mit nachhaltiger Entwicklung und damit verbundenen Themen, wie beispielsweise Landnutzung, Klimawandel, Biodiversität und Mobilität im alpinen Raum. Im Rahmen der Veranstaltungen wurden wichtige Themen angesprochen und gleich an die jeweiligen Umweltminister der beteiligten Länder weitergegeben. Abschließend weist Bürgermeister Nitschke auf die AidA-Fachtagung hin, die am 20. und 21. September 2019 in Lichtenstein stattfindet.

http://example.comnews-348.atom Ökomodell Achental sagt "Servus" in Schleching Sybilla Wunderlich 2019-09-02T14:58:58+02:00 2019-09-02T15:16:50+02:00 Seit es vor 20 Jahren gegründet wurde, hat das Ökomodell in Schleching Wurzeln geschlagen. Dennoch war jetzt Zeit, sich zu verabschieden. Neuer Vereinssitz ist in Grassau.

Leer sind die Räume im Schlechinger Bürgerhaus. Nur außen an der Fassade steht noch der Schriftzug „Ökomodell Achental“.

Fritz Irlacher, von 1999 bis 2011 Vorsitzender, besichtigt ein letztes Mal die Räume. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung erinnert er sich an die Anfangszeiten und erzählt Anekdoten aus der Vereinsgeschichte. Als Schlechinger Bürgermeister hatte er damals die Vereinsgründung initiiert; heute ist er engagierter Ehrenvorsitzender. Damals hatte sich die Gemeinde entschlossen, einen neuen Weg der Nachhaltigkeit zu gehen. Mit intensiver Bürgerbeteiligung wurde 1997 das „Ökomodell Schlechinger Tal“ gegründet, um gemeinsam über die Zukunft des bäuerlich geprägten Talortes zu diskutieren.

Schnell war klar, dass eine einzelne Gemeinde nur eingeschränkt wirken kann. Es wurden Kontakte zu den österreichischen Nachbarn und den Nachbargemeinden im Achental geknüpft, um für ein gemeinsames Vorgehen und eine gemeinsame Vision zu werben. Zwei Jahre später, 1999, ist aus der gemeinsamen Vision der Verein „Ökomodell Achental“ entstanden, indem das Schlechinger Initiativprojekt auf die anderen Gemeinden im Achental ausgeweitet wurde.

Mit der Gründung ging die Einrichtung einer Geschäftsstelle einher, das Ökomodell war demnach von Beginn an in Schleching zu Hause. Auch der heutige Bürgermeister Josef Loferer – er war bis 2017 Vorsitzender – bedankte sich beim letzten Rundgang bei den Vertretern des Ökomodells für die enge Zusammenarbeit und die Unterstützung bei den Projekten, die das Ökomodell in den vergangenen 20 Jahren initiiert und bearbeitet hat. Den Mitarbeitern und dem Verein wünschte er viele weitere erfolgreiche Jahre in der neuen Geschäftsstelle in Grassau.

Auch die Vertreter des Ökomodells bedankten sich bei der Gemeinde für ihre Gastfreundschaft und die stets gute Zusammenarbeit. Geschäftsführer Wolfgang Wimmer verwies auf die vielschichtigen Aufgaben und die organisatorischen Entwicklungsschritte, welche sich auch in der Modernisierung der Geschäftsstelle widerspiegeln müssen. „So hat eben alles seine Zeit und es bleiben sicherlich viele schöne Momente in Erinnerung“ sagte Wimmer abschließend.

Zu finden ist der Vereinssitz des Ökomodell Achental jetzt in Grassau, Eichelreuth 17.
Auch die Telefonnummer ist neu: Das Ökomodell ist unter 0 86 41/69 29 09 30 zu erreichen.

http://example.comnews-347.atom Region-on-tour - 2019-08-22T16:54:32+02:00 2019-08-22T16:59:13+02:00 Am 14. September 2019 startet die 3. Region-on-tour unter dem Motto Regionalität erleben, erschmecken, erfahren – regionale Produkte bei uns dahoam am Chiemsee.

Am 14. September 2019 startet die 3. Region-on-tour unter dem Motto Regionalität erleben, erschmecken, erfahren – regionale Produkte bei uns dahoam am Chiemsee.

An diesem Aktionstag möchte das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderungs GmbH Landkreis Traunstein in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Landkreis Rosenheim zeigen, welche Vielfalt an Aktivitäten und Vernetzungsangeboten es am Chiemsee bereits gibt.

Gerade im Zuge der Globalisierung wird für viele Menschen die regionale Identität immer wichtiger und gewinnt an Bedeutung.

Dieses Jahr startet die Region-on-tour am 14. September in Grassau auf dem Bauernmarkt am Heftersaal von 09.00 bis 11.00 Uhr. Neben dem klassischen Bauermarkt wird Stockbrot für Kinder angeboten und für Erwachsene frische Weißwürste mit hausg´machten Senf von Irmi. Außerdem gibt’s von der „Baderin“ Naturkosmetik und der Dorfladen Summerer aus Rottau stellt sich vor.
Die 2. Station ist in Bernau, Ortsteil Felden beim Chiemseefischer Lackerschmid von 11.30 bis 13.30 Uhr. Hier kann man die Öffnung der Räucherkammer miterleben und es werden alle Fragen vom Fischfang bis zum Steckerlfisch beantwortet. Zudem wird der Rosenheimer Landstrom, die Bürgerenergie Chiemgau und die App „Frisch vom Hof“ vorgestellt.
Zum Abschluss kommt die Region-on-tour ab 14.00 Uhr auf den Wastlhof nach Prien am Chiemsee in den Ortsteil Atzing. Hier gibt’s Eier von glücklichen Hühnern, Nudeln, Käse, frisches Schmalzgebäck und Bauernhofeis. „Nimm`s RegRonal“ stellt seine Produktpalette vor und verköstigt die Teilnehmer mit Dinzler Kaffee Spezialitäten.
Begleitet wird die Tour vom Radio Buh-Feuerwehrauto und der Guten A-Band.
Der Besuch von Einzelstationen ist natürlich möglich. Die Stationen können per Rad, E-Bike, E-Auto oder Auto angefahren werden.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.wirtschaftsregion-chiemgau.de oder Telefon 0861 / 58 7049.

Hier erhalten Sie den Flyer zur diesjährigen Region-on-tour.

http://example.comnews-346.atom Das Ökomodell Achental zieht um! - 2019-08-12T17:12:38+02:00 2019-08-12T17:13:50+02:00 Neue Geschäftsstelle in Grassau/Eichelreuth

Nach über 20 Jahren in Schleching wechselt der Vereinssitz des Ökomodells nach Grassau/Eichelreuth.

 

Die neuen Kontaktdaten der Geschäftsstelle lauten:

 

             Ökomodell Achental e.V.
            Eichelreuth 17

            83224 Grassau
            Tel. 08641/692909-30

 

Unsere Ansprechpartner:

Wolfgang Wimmer

Geschäftsführer

Tel. 08641/694143-0

info(at)oekomodell.de

 

Hans Haslreiter

Klimaschutzmanager Achental

Tel. 08641/692909-31

klimaschutz(at)oekomodell.de

 

Kathrin Schwarz

Gebietsbetreuerin Achental

Stellv. Projektleiterin ILE Achental

Tel. 08641/692909-30

gebietsbetreuer(at)oekomodell.de

 

Stephanie Hennes

Projektleiterin ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung)

Beiratsvorsitzende Förderstiftung Ökomodell Achental

Tel. 08641/692909-32

tourismus(at)oekomodell.de

 

http://example.comnews-345.atom „Coole Kids“ in Reit im Winkl - 2019-08-06T08:45:54+02:00 2019-08-06T09:19:04+02:00 Wanderausstellung zum Klimawandel zu Gast in der Grundschule Reit im Winkl

Auf Initiative von Klimaschutzmanager Hans Halsreiter konnte die Grundschule Reit im Winkl die Wanderausstellung „Coole Kids für prima Klima“ im eigenen Klassenzimmer erleben. Die Ausstellung stellt den Klimaschutz – eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – anschaulich und leicht verständlich dar und bietet eine gute Unterrichtsergänzung. Jede Klasse wurde von Hans Haslreiter durch die verschiedenen Stationen geführt und die Schülerinnen und Schüler konnten bei den zugehörigen Spielen selbst aktiv werden.

Gleich zu Beginn der Ausstellung standen die Schüler/innen vor ihrer ersten Aufgabe: einer großen Weltkarte, die Klimazonen darauf farbig dargestellt. Die Kinder durften nun die Himmelsrichtungen und den Äquator markieren, die Klimazonen benennen und 20 Tiere aus Holz ihrer Heimat zuordnen. So wurden Eisbär, Elefant und Co. mit viel Sorgfalt auf den verschiedenen Klimazonen platziert. Auch Deutschland und Österreich konnten die Kinder auf der Weltkarte verorten.

Als nächstes ging es – ganz zur Begeisterung der Kinder – in ein großes Zelt, genauer gesagt in das „Treibhauszelt“. Mit dabei ein CO2-Messgerät und ein Thermometer. Nachkurzer Zeit bemerkten die Kinder, dass es langsam warm und stickig wird, was auch die Messgeräte bestätigten: CO2-Gehalt und Temperatur waren stark angestiegen. Hans Haslreiter konnte den Kindern damit den Treibhauseffekt erklären und veranschaulichen.

Die nächste Station war ein Zeitstrahl, der die enorme Zeitspanne darstellt, in der die fossilen Energiequellen entstehen. Klimaschutzmanager Haslreiter wies darauf hin, dass erneuerbare Energien klimaschonender seien als fossile Energieträger. Den Kindern fielen sofort viele Möglichkeiten zur Energiegewinnung ein, doch viel wichtiger sei das Energiesparen, da waren sich die Grundschüler einig. Passend dazu war im Anschluss eine Magnettafel mit Suchbild an der Reihe, um Möglichkeiten des Energiesparens zu finden.

Den Abschluss bildete das Themenfeld „Mobilität“. Anhand von Perlenketten konnten die Kinder auswählen, welche Verkehrsmittel klimaschädlich und welche besonders klimafreundlich sind. Auf Nachfrage stellte Hans Halsreiter freudig fest, dass die meisten Kinder ihren Schulweg sehr klimafreundlich bestreiten, nämlich zu Fuß oder mit dem Rad.

Rektorin Elfie Bachmann bedankte sich ganz herzlich bei Klimaschutzmanager Hans Haslreiter für sein Engagement. „Die Kinder waren begeistert und auch die Lehrkräfte waren sehr angetan“, so Elfie Bachmann. Anfangs seien die Lehrkräfte skeptisch gewesen, ob die Ausstellung auch für die 1. und 2. Klasse geeignet sei, doch die Kinder haben die Themen und Aufgaben mit großem Interesse aufgenommen und bearbeitet.

Im Oktober steht die Wanderausstellung den Grundschulen Bergen und Schleching zur Verfügung. Klimaschutzmanager Hans Haslreiter, der sich auch dort um den Aufbau, den Transport und die Betreuung der Ausstellung kümmert, freut sich schon sehr auf die Aktionstage. "Die Ausstellung vermittelt den Klimawandel sehr praxisnah und kindgerecht. Es freut mich sehr, dass die Aktion in Reit im Winkl so gut angekommen ist und ich hoffe, dass die Kinder aus Schleching und Bergen ebenso großen Gefallen daran finden.“

Die Wanderausstellung „Coole Kids für prima Klima“ ist ein EuRegio-Kleinprojekt und wurde mit finanziellen Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 gefördert.

Die Personalstelle des Klimaschutzmanagers wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

http://example.comnews-344.atom Stellenausschreibung im Fachbereich Archivpflege - 2019-07-03T15:18:39+02:00 2019-07-03T15:38:14+02:00

Die Gemeinde Bergen sucht in Zusammenarbeit mit dem Ökomodell Achental e.V. (für gesamt 10 Gemeinden)
zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet für zwei Jahre eine/n

 

Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste

- Fachrichtung Archiv (m/w/d)

in Vollzeit (39 Wochenstunden)

 

Aufgabenschwerpunkte:

  • Erschließung (Ordnung und Verzeichnung) von Archivgut (19. – 21 Jh.)
  • Nichtamtliche Überlieferungsbildung durch ergänzende Sammlungstätigkeit
  • Digitalisierung von Archivgut
  • Bestandserhaltung
  • Magazindienst
  • Benutzerbetreuung, Bearbeitung von Anfragen, Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung der Altregistratur
  • Allgemeine Verwaltungstätigkeiten

 

Voraussetzungen:

  • Eine abgeschlossene Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv oder eine vergleichbare Qualifikation sowie einschlägige, mehrjährige Berufserfahrung in einem Archiv in den vergangenen fünf Jahren
  • Gute Kenntnisse und praktische Erfahrungen in allgemeinen und archivspezifischen EDV-Anwendungen
  • Gute und praktische Kenntnisse im Sinne der zuvor beschriebenen Aufgabenschwerpunkte
  • Einschlägige Berufserfahrung ist von Vorteil. Wir schätzen zudem Ihre Motivation, Leitungs- und Verantwortungsbereitschaft, gute Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft sowie die Bereitschaft, innerhalb vorhandener Strukturen selbstständig zu arbeiten.

 

Wir bieten:

  • Einen abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Arbeitsplatz
  • Die Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung und Qualifizierung
  • Leistungsorientierte Bezahlung nach TVöD
  • Betriebliche Altersvorsorge (Zusatzversorgung)

 

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte bis spätestens 31.07.2019 an die Gemeinde Bergen, Hochfellnstr. 14, 83346 Bergen, oder info(at)bergen-chiemgau.de senden. Für Auskünfte steht Ihnen unser Geschäftsleiter, Herr Andreas Schultes, unter der Rufnummer 08662 4885-33 zur Verfügung.

 

http://example.comnews-343.atom Ökomodell bietet Betrieben Einzelberatung an - 2019-06-13T15:25:19+02:00 2019-06-13T15:27:23+02:00 Christian Maier berät zum angepassten Umgang mit Kreuzkräutern

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt.

Eine gute Bewirtschaftungspraxis ist die optimale Basis für einen richtigen Umgang mit Kreuzkraut. Doch auf welchen Flächen kann mit welcher Methode gegen die problematischen Arten vorgegangen werden – und in welchem Umfang? Da sich die Kreuzkräuter immer weiter verbreiten, bietet das Ökomodell Achental ab sofort eine betriebliche Einzelberatung von landwirtschaftlichen Betrieben in den Mitgliedsgemeinden an. Mit Christian Maier aus Übersee steht uns hierzu ein Praktiker zur Verfügung, welcher am eigenen Betrieb und durch Versammlungen bereits viel Erfahrung aufgebaut hat.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen vor der Abreife entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe kostenlos entsorgt werden.

In den Gemeinden des Ökomodell Achental entfällt für die Erstberatung eine Pauschale von 40,-€. Für Ökomodell Mitgliedsbetriebe ist die Erstberatung kostenlos.

Für Terminvereinbarungen bitte bei Christian Maier unter der Telefonnummer 0151/42533953 melden.

http://example.comnews-342.atom Spende für die Erfassung der Kreuzkräuter im Achental - 2019-06-07T08:55:00+02:00 2019-06-13T15:32:54+02:00 Mit einer großzügigen Spende von 5.000 Euro wurde die Förderstiftung Ökomodell Achental für die Kartierung des Kreuzkrauts im Achental bedacht. Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG überreichte den Scheck am Festabend des 20 jährigen Jubiläums des Ökomodell Achental im Heftersaal in Grassau.

Grassau – Im festlichen Rahmen der 20 Jahr Feier des Ökomodell Achental durfte die Förderstiftung Ökomodell Achental, vertreten durch die Beiratsvorsitzende Stephanie Hennes, einen Scheck über 5.000 Euro von der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG entgegennehmen. Die Spende dient der Kartierung problematischer Kreuzkräuter im Achental, welche sich in den letzten Jahren im Achental zunehmend ausgebreitet haben. „Wir freuen uns zusammen mit dem Ökomodell Achental die Erfassung der problematischen Kreuzkräuter in die Umsetzung zu bringen. Durch die detaillierte Erfassung der Arten und der Standorte kann eine Grundlage erstellt werden, auf die in den nächsten Jahren immer wieder zugegriffen werden kann, “ so Stephanie Hennes, die Beiratsvorsitzende der Förderstiftung.

Kreuzkräuter (auch Greiskräuter) zählen zu den Konfliktarten. Sie enthalten Pyrrolizidin-Alkaloide, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind, da sich das Gift mit der Zeit in der Leber anreichert und dort zu irreversiblen Leberschäden führt. Auf Grund von Bitterstoffen werden die Pflanzen vom Weidevieh nicht gefressen. Durch die Futterkonservierung in Heu oder Silage gehen diese Bitterstoffe allerdings verloren, während die Giftstoffe erhalten bleiben. Dadurch besteht eine erhöhte Vergiftungsgefahr, vor allem bei Pferden und Rindern.

Um Massenaufkommen zu verhindern und bei den kritischen Arten eine Etablierung zu unterbinden, sollten auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen, aber auch sonstigen Haus- und Grünflächen, bereits erstmals auftretende Individuen entfernt werden. Dies kann beispielsweise manuell durch Ausstechen erfolgen. Dazu müssen die Kreuzkräuter erkannt und von anderen Pflanzen unterschieden werden. Die Pflanzenrückstände können über die gemeindlichen Wertstoffhöfe entsorgt werden.

 

Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es bereits seit 2009. Mit Hilfe der Zinserträge von erhaltenen Preisgeldern und Spenden fördert sie Umwelt- und Sozialprojekte im Achental und verfolgt rein gemeinnützige Zwecke. Ihre Ziele sind die Förderung von Natur- und Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler.

http://example.comnews-341.atom „Das Ökomodell zeigt, wie es geht“ Karin Detzel (kad) 2019-06-03T09:08:00+02:00 2019-11-11T10:05:32+01:00 Jubiläumsveranstaltung zum 20. jährigen Bestehen

Grassau – Wenn der frühere Bundespräsident zur Geburtstagsfeier kommt, muss der Jubilar Besonderes geleistet haben. Und das, so befand Festredner Horst Köhler, hat das Ökomodell Achental in den 20 Jahren seines Bestehens in der Tat. „Wenn es das Ökomodell nicht schon längst gäbe, spätestens jetzt müsste man es erfinden“, stellte Festredner Horst Köhler klar. Anlass zur Feier war der 20. Geburtstag des Ökomodells Achental. „Ein spannendes Alter. Es ist schon viel geschafft, aber das Beste kommt noch“, merkte der frühere Bundespräsident an, der mit seiner Frau Eva Luise nach Grassau gekommen war.

Vor der Feier im Heftersaal hatte er sich ins Goldene Buch der Gemeinde Grassau eingetragen, in dem sich nach Frank-Walter Steinmeier nun zwei Bundespräsidenten binnen einer Woche verewigt haben.

Kernpunkt von Köhlers Rede: Die Krisen weltweit – von Klima- über Migrations- und Finanz- bis zur Demokratiekrise – hingen zusammen, machten nicht vor Ländergrenzen Halt. Um dennoch in eine gute Zukunft gehen zu können, bedürfe es einer großen Transformation, einer globalen Veränderung, bei der nicht jeder nur auf das eigene Wohl schaut. „Europa kann keine gute Zukunft haben, ohne dass Afrika eine hat“, so Köhler. „Unsere Biosphäre ist nicht wie eine Zimmerpflanze, wo man sich eine neue kauft, wenn sie eingeht“, betonte er. Auch Donald Trump werde es nicht schaffen, „eine Mauer gegen den Klimawandel zu bauen“.

Diese große Veränderung in der Erkenntnis, dass alles zusammenhängt, sei für ihn die „Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts“, so der 76-Jährige, der von 2004 bis 2010 deutscher Bundespräsident gewesen war. Beim Ökomodell Achental hätten die globalen Zusammenhänge schon vor 20 Jahren eine Rolle gespielt. Die Erkenntnis, dass die Kernthemen Natur- und Landschaftsschutz, Energie, Landwirtschaft und naturverträglicher Tourismus nur voranzubringen sind, indem in der Region interkommunal zusammengearbeitet wird, führte 1999 zu dessen Gründung.

„Am Anfang war der Irlacher“ kam der Ex-Bundespräsident auf den Mann zu sprechen, „ohne dessen Mut und Überzeugungskraft es das Ökomodell nicht gäbe“: Fritz Irlacher, damaliger Schlechinger Bürgermeister. Für ihn, so weiß Köhler, „ist die Natur nicht einfach eine Ressource“. Er habe vor 20 Jahren in den Nachbargemeinden Mitstreiter gefunden, die gemeinsame Idee für das Achental und ein Konzept entwickelt, das „Heimatliebe mit Zukunft verbindet“. Heute stehe der Verein auf festen Beinen, und es habe sich gezeigt, dass das Konzept richtig war. „Es freut mich sehr, dass sein Enthusiasmus noch immer da ist“, bemerkte Köhler mit einem Schmunzeln in Irlachers Richtung.

Die Sympathie, die aus seinen Worten herauszuhören ist, beruht auf Gegenseitigkeit. Später, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, berichtete Irlacher von der ersten Begegnung der beiden bei einem Pfingstgottesdienst in der Streichenkirche. Die Köhlers hätten sich damals im gesamten bayerischen Alpenraum nach einem neuen Wohnsitz umgesehen. „Die Art der Menschen bei uns im Achental hat er auf Anhieb gemocht“, weiß Irlacher. Und so sei es gekommen, dass der frühere Bundespräsident 2012 den Bichlhof in Unterwössen kaufte.

„Lernen Sie weiter, packen Sie an, lassen Sie sich nicht irritieren. Sie sind auf dem richtigen Weg“, rief Köhler allen zu, die sich beim Ökomodell engagieren. Aus den Lektionen, die man hier in den vergangenen 20 Jahren gelernt hat, lasse sich viel für die weltweit nötige große Transformation ableiten: Zum Beispiel, dass Ausprobieren, Verwerfen, Scheitern und Weitermachen dazugehören. „Es liegen keine fertigen Rezepte in der Schublade. Es muss vor Ort herausgefunden werden, welcher Weg der stimmige ist.“ Auch könne das Beispiel aus dem Achental Mut machen für funktionierende Demokratie. „Erst, wenn die Menschen das Gefühl haben, sie sind Teil des Veränderungsprozesses, entsteht Nachhaltigkeit“, weiß Köhler. Auch darin, Grenzen zu überwinden, sei das Ökomodell durch die Kooperation mit Tirol Vorreiter und damit „ein gutes Stück Europa“.

Und schließlich sei es „keine Selbsthilfegruppe, wo man Klagelieder auf den Niedergang singt“, sondern geprägt von Hoffnung. „Man darf aber nicht nur still hoffen, sondern muss auch anpacken. Das Ökomodell zeigt, wie das geht“, so Köhler. Darin sehe er einen Weg, „unseren Wohlstand zu erhalten und zugleich auf andere Rücksicht zu nehmen“.

Einen Rückblick auf 20 Jahren Ökomodell hielt Moderatorin Claudia Siemers im anschließenden Gespräch mit den drei bisherigen Vorsitzenden in der Geschichte des Vereins: dem „Vater des Ökomodells“ Fritz Irlacher, seinem Nachfolger und heutigen Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer, und dem amtierenden Bergener Bürgermeister Stefan Schneider. Gemeinsam erinnerten sie an umgesetzte Projekte (Landschaftspflege, Urlaub auf dem Bauernhof, die Wochenmärkte) und gescheiterte Projekte, zum Beispiel die Gewinnung von Wasserkraft an der Weißache. Vor allem aber bekräftigen alle drei, dass es „Leute braucht, die mitmachen“. Nur dank einer guten Mannschaft, der Einbeziehung der Bürger, Zusammenhalt und Respekt füreinander stehe das Ökomodell heute so erfolgreich da.

Dass es auf ein „Miteinander“ statt ein „Gegeneinander“ ankommt, stellte auch Landrat Siegfried Walch in den Fokus seines Grußwortes. Es stelle sich nicht die Frage „Wohlstand oder Naturschutz?“. Man müsse alles tun, um „das Gesicht der Heimat zu bewahren“. Und daran, dass das Ökomodell dies seit 20 Jahren so erfolgreich macht, dürfe jeder Bürger im Achental stolz sein. „Ihr seid alle Pioniere“, rief er den Gästen im Heftersaal zu. Er Weg habe sich bewährt und die Region zusammengeschweißt. „Es geht um unser Dahoam“, forderte Walch auf, in diesem Sinne weiterzumachen. Weil zu einem Geburtstag neben vielen Gästen und Glückwünschen auch Geschenke gehören, hatte die VR Bank Rosenheim-Chiemsee einen Scheck über 5000 Euro mitgebracht. Damit kann sich das Ökomodell den Wunsch erfüllen, die Ausbreitung des Kreuzkrautes kartieren zu lassen. kad

http://example.comnews-340.atom Lernen in der Großen Transformation: 20 Jahre Ökomodell Achental Bundespräsident a.D. Horst Köhler 2019-05-30T14:47:00+02:00 2019-06-13T15:28:38+02:00 Rede von Bundespräsident a.D. Horst Köhler

Rede von Bundespräsident a.D. Horst Köhler, in Grassau, 29. Mai 2019

Ich freue mich sehr, dass ich heute Abend mit Ihnen allen den Geburtstag des Ökomodells Achental feiern darf. 20 Jahre sind ein spannendes Alter, denn man hat das Gefühl: wir haben schon viel geschafft, aber das Beste kommt noch. Die Vergangenheit ist gleichzeitig jung genug, um sich noch gut zu erinnern. Viele von Ihnen waren von Anfang an dabei. Ihnen allen ist, neben dem Blick zurück und dem nach vorne, danke zu sagen: Danke, weil es ohne den hohen Einsatz von vielen von Ihnen nicht zu diesem 20jährigen Jubiläum gekommen wäre. Und Ihr Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Darauf komme ich noch zurück.
Das Ökomodell Achental ist in diesem Jubiläumsjahr 2019 in guter Gesellschaft. Vor 500 Jahren starb Leonardo da Vinci, einer der berühmtesten Universalgelehrten, der seiner Zeit weit voraus war und die Gesetze sowohl von Natur als auch Gemeinschaft verstehen wollte. Vor 500 Jahren machte sich Magellan auf den Weg, zum ersten Mal die Welt zu umsegeln und fand sie zugleich endlich als auch unendlich. Vor 250 Jahren wurde Alexander von Humboldt geboren, ein bedeutender Naturforscher, der schon damals die globale Kraft der Natur erkannte und uns lehrte, dass die Erde ein Organismus ist. Es jähren sich auch die Geburtsstunden wichtiger politischer Errungenschaften, die heute die Grundpfeiler unserer Demokratie sind. Wir feiern in diesem Jahr unter anderem 100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Grundgesetz.
Spannenderweise kreisen all diese Jubiläen – inklusive das unsere – um zwei zentrale Fragen: Wie ist unser Verhältnis zur Natur? Und wie ist unser Verhältnis zueinander, zur Gesellschaft? Die Beziehung zwischen dem Ökologischen und dem Sozialen, oder sagen wir: die Spannung zwischen der Welt, wie der Mensch sie vorfindet und der Welt, wie der Mensch sie gestaltet, sie hat die Menschheitsgeschichte schon immer geprägt. Diese Spannung hat aber heute ein Ausmaß erreicht, das die Natur und auch unser Zusammenleben radikal verändert. Geologen sprechen seit einigen Jahren von einer neuen geochronologischen Epoche, in der sich der Planet Erde befindet: dem Anthropozän, also ein Zeitalter, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Das wiederum, so dämmert uns erst langsam, hat auch enorme politische und gesellschaftliche Auswirkungen.
Wenn wir auf die Vielzahl der globalen Krisen sehen, mit der wir in diesen Jahren zu kämpfen hatten und haben – der Klimakrise, der Migrationskrise, der Finanzkrise, der, ja, Demokratiekrise, die sich etwa in der Wahl von Donald Trump ausdrückt – dann ahnen wir, dass dies keine voneinander unabhängigen Ereignisse sind, sondern dass sich viele grundlegende Dinge gerade in einem weltumspannenden Zusammenhang verändern.

Jetzt mag sich der ein oder andere denken: „Das Ökomodell Achental feiert Jubiläum, und der Köhler kommt uns mit weltumspannenden Zusammenhängen!“. Ich glaube tatsächlich, dass das eine viel mit dem anderen zu tun hat. Wie mir berichtet wurde, haben globale Zusammenhänge schon bei der Gründung des Ökomodells eine Rolle gespielt. Nur wenige Jahre zuvor, im Jahr 1992, hatte die internationale Staatengemeinschaft auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro Umweltschutz erstmalig im globalen Rahmen diskutiert, und darüber hinaus auch ökologische mit sozialen Fragen verknüpft. Das Ökomodell Achental steht in der Linie dieser Zielsetzung.
Die globalen Zusammenhänge sind heute, im 21. Jahrhundert, noch viel drängender geworden. Wenn es das Ökomodell Achental also nicht schon längst gäbe – spätestens jetzt müsste man es erfinden. Und ich will sogar das sagen: ich glaube, dass die Erfahrungen hier aus dem Achental wertvoll sind auch für den Lernprozess der Großen Transformation, wie er der ganzen Welt unweigerlich bevorsteht.
Aber eins nach dem anderen. Fangen wir an: mit dem Anfang.

Am Anfang war der Irlacher. Ich glaube, ich tue niemandem Unrecht, wenn ich sage, dass es ohne den Mut und die Überzeugungskraft von Fritz Irlacher das Ökomodell Achental nicht gäbe. Für den damaligen Bürgermeister von Schleching war die Natur nicht einfach eine Ressource, die wir nutzen und verbrauchen. Er hatte, wie ich es sehe, die in der Präambel unseres Grundgesetzes postulierte „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ verinnerlicht und verstand die Natur als ein wahres Wunder; unseren Lebensraum, den es zu respektieren und zu schützen gilt. Und an Warnzeichen für die Gefährdung dieses Lebensraums mangelte es schon in den 90er Jahren nicht: Die Gemeinden in der Region bekamen die globalen Fliehkräfte deutlich zu spüren. Die schleichende Klimaerwärmung hatte damals schon begonnen, den Schnee zu verdrängen und der Ski-Tourismus musste eingeschränkt werden. Die Globalisierung führte auch hier zu einem Strukturwandel, der zum Beispiel gekennzeichnet war durch das Höfesterben.
Da fügte es sich glücklich, dass Fritz Irlacher in den Bürgermeistern der Nachbargemeinden Mitstreiter fand. Und sie stellten sich, klugerweise, alle zusammen zunächst Fragen: wie können wir, wie wollen wir hier in Zukunft leben? Wie können wir gleichzeitig unseren lokalen Wohlstand und unsere Natur schützen? Lassen sich Landwirtschaft und Tourismus besser verbinden? Und jedes kluge Projekt in der Politik beginnt mit Fragen.
Auf der Suche nach Antworten entwickelten die acht Bürgermeister eine Idee für das Achental. Sie tauften diese Idee interessanterweise „Ökomodell Achental“. Ich bin mir nicht sicher, welcher Teil dieses Namens mehr Selbstbewusstsein verriet: der Anspruch, ein „Modell“ zu sein, oder der mutige Gebrauch des Wortes „Öko“, was ja damals, wenn ich das so sagen darf, in Bayern fast ein Schimpfwort war. Und ich kann mir gut vorstellen, dass die Idee dieses Ökomodells am Anfang durchaus auch belächelt wurde: „Was bringt denn das?“, mögen sich einige gefragt haben.

Heute steht der Verein „Ökomodell Achental“ auf festen Beinen. Ihm haben sich mittlerweile weitere Gemeinden angeschlossen und es hat sich gezeigt, dass auch das Konzept richtig war, die österreichischen Gemeinden Kössen, Schwendt und Kirchdorf von Anfang an einzubeziehen. Die Arbeitsschwerpunkte Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und Energie sind weiterhin richtig gewählt. Heute können wir feststellen, dass das Achental viele der Herausforderungen gut gemeistert hat – und vor allem gut aufgestellt ist, die neuen Fragen der Zukunft anzugehen. Belächelt wird hier nix mehr. Ganz im Gegenteil: Im Jahr 2014 wurde das Ökomodell Achental im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Land der Ideen“ ausgezeichnet – das freut mich nicht zuletzt deshalb, weil ich diesen Wettbewerb als Bundespräsident angeregt hatte.
Ich möchte noch einmal meinen Respekt und meinen Dank zum Ausdruck bringen all denen, die in den vergangenen 20 Jahren an der Erfolgsgeschichte des Ökomodells Achental mitgearbeitet haben. Und erlauben Sie mir, stellvertretend für alle, den ersten geschäftsführenden Vorstand von 1999 auch namentlich zu nennen: Danke, Fritz Irlacher. Danke, Raimund Schupfner. Danke, Hans Haslreiter.
Im letzten Sommer habe ich übrigens den Irlacher Fritz zufällig bei einer Radtour im Achental wieder getroffen. Anders als ich es gewohnt bin, übersprang er höfliche Floskeln und Geplauder, um mir geradeheraus und voller Begeisterung davon zu berichten, dass er nach so vielen Jahren in einer Sumpfwiese eine seltene Orchideenart wiederentdeckt hat, die er schon ausgestorben geglaubt hatte. Ich habe mich gefreut zu sehen, dass seine Ehrfurcht vor der Natur des Achentals ungebrochen ist – und sein Enthusiasmus auch nicht. Dieser Enthusiasmus, dieser Geist, der seit der Gründung des Ökomodells wehte, er ist auch heute noch da. Davon konnte ich mich erst vor wenigen Wochen in einem Gespräch mit dem neuen ersten Vorsitzenden des Vereins, Herrn Bürgermeister Schneider, und dem Geschäftsführer, Herrn Wimmer, selbst überzeugen. Vor allem habe ich da gemerkt: die Bereitschaft, sich mit den großen Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen und damit, wie ganz konkret im Achental darauf reagiert werden kann, sie ist immer noch frisch.
Schauen wir sie uns also einmal an, die großen Fragen der Gegenwart. Lenken wir unseren Blick vom schönen Achental auf die große weite Welt.

Meine Damen und Herren,
Im Jahr der Gründung des Ökomodells, am 12. Oktober 1999, wurde im Kosovo der kleine Adnan Nevic geboren. Er war der 6 Milliardste Mensch auf der Erde. Heute, nur 20 Jahre später, leben auf unserem Planeten schon über sieben Milliarden Menschen. Im Jahr 2050 werden es zehn Milliarden sein. Ich werde das nicht mehr erleben, aber unsere Kinder und Enkel schon. Während Europa mit heute etwa einer halben Milliarde Einwohner eher schrumpfen wird, werden allein auf unserem Nachbarkontinent Afrika dann über zweieinhalb Milliarden Menschen leben – doppelt so viel wie heute, und damit doppelt so viele, eine Milliarde mehr, die Nahrung, Ausbildung, Arbeit, Perspektiven brauchen. Aber schon heute haben 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser; schon heute sterben fast

30.000 Kinder unter 5 Jahren täglich, die allermeisten an vermeidbaren Krankheiten. Gleichzeitig klafft die globale Schere zwischen den extrem Armen und den extrem Reichen immer weiter auseinander. Die reichsten 26 (26!) Menschen dieser Erde, so hat es zumindest die Entwicklungsorganisation Oxfam berechnet, besaßen 2018 genauso viel Vermögen wie die ärmste Hälfte (50%!) der gesamten Weltbevölkerung. Kann irgendjemand glauben, dass eine solche Entwicklung Bestand haben kann? Wenn wir es heute schon nicht schaffen, trotz nie zuvor dagewesenen Reichtums, allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, wie sollen da 10 Milliarden Menschen versorgt werden?
Die Aufgabe liegt auf der Hand: die armen Länder brauchen massives Wirtschaftswachstum, sodass dort mehr Straßen, mehr Schulen, mehr Krankenhäuser, mehr Kraftwerke gebaut werden, sodass moderne Wirtschaftsstrukturen und Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze entstehen, die den Menschen ein Einkommen ermöglichen.
Diese Antwort hat aber einen Haken, einen gewaltigen Haken.
Denn von welchen natürlichen Grundlagen soll sich dieses massiv benötigte Wachstum eigentlich nähren? Das Wirtschaftsmodell bei uns, in den reichen Ländern, das uns ein historisch nie da gewesenes Niveau an Wohlstand beschert hat, geht zurzeit damit einher, dass es sich mehr nimmt, als ihm zusteht. 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen. Ein Zahlenbeispiel hierzu: Momentan verursacht jeder Deutsche durchschnittlich 9 Tonnen CO2-Emissionen, im Jahr, jeder Inder 1,5 Tonnen, jeder Afrikaner 0,3. Übrigens trägt allein der globale Fleischkonsum zu mehr Treibhausgasen bei als der weltweite Verkehr mit Autos, Eisenbahnen, Schiffen und Flugzeugen zusammen. Wenn aber die Inder unseren Verbrauch an Schnitzeln und an Flugreisen hätten, dann stünde die Erde vor dem Kollaps. Wenn alle Menschen so konsumieren und produzieren würden wie wir in den Industrieländern, dann bräuchten wir mehrere Planeten in Reserve. Die haben wir aber nicht. Die bittere Wahrheit ist, dass wir unseren Wohlstand auf Pump aufgebaut haben – und wir sind eben nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ökologischer Sicht hochverschuldet.
In vielen Ökosystemen nähern wir uns gefährlichen Kipppunkten, die, einmal erreicht, unumkehrbare und kaum mehr kontrollierbare Folgen haben werden. Unsere Biosphäre ist eben nicht wie die Zimmerpflanze im Wohnzimmer, von der man sich einfach eine neue kaufen kann, wenn sie eingeht. Die UN hat Modellrechnungen erstellt, nach denen es in den nächsten 3 Jahrzehnten bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben könnte, die wegen Dürren und Überschwemmungen ihre Heimat verlassen müssen, wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Wohlgemerkt, das wäre keine biblische Plage, sondern das Ergebnis des menschengemachten Klimawandels!
Ich wiederhole also die Frage: Von welchen natürlichen Grundlagen soll sich das in den armen Ländern benötigte massive Wachstum eigentlich nähren? Wie soll angesichts der ökologischen Grenzen unseres Planeten und einer wachsenden Weltbevölkerung die extreme Armut bekämpft werden? Ist das nicht eine Quadratur des Kreises?
Die Antwort ist: wir brauchen eine neue Große Transformation des Lebens und des Wirtschaftens auf unserem Planeten Erde, deren Ausgangspunkt die Tatsache ist, dass die

Menschheit in einer gemeinsamen Biosphäre lebt, und dass die natürlichen Ressourcen des Planeten begrenzt sind. Eine grundlegende Transformation, wie es der Wandel von der Agrar- zu der Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert gewesen ist. Dazu gehört zwingend, dass wir unsere Wirtschaft von der Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, vor allem vom Öl, lösen, und einen Weg finden, die Emission von Treibhausgasen weitgehend zu beenden. Wir müssen die vorhandenen Ressourcen viel effizienter einsetzen. Unsere Produktions- und Konsummuster müssen sich ändern, wie wir Energie produzieren, wie wir unser Land bewirtschaften, uns ernähren, uns fortbewegen. Das alles zu schaffen braucht dabei mehr – und nicht weniger – internationale Zusammenarbeit. Die Große Transformation, das ist die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhundert, und von ihrem Gelingen wird abhängen, ob unsere Enkelkinder eine gute Zukunft haben werden.
Im Jahr 2015 hat die internationale Staatengemeinschaft zwei große Beschlüsse gefasst, die den Rahmen für eine solche Transformation beschreiben: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und das Klimaabkommen von Paris. Kernstück der Agenda 2030 sind 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung: da geht es um die Bekämpfung der extremen Armut in der Welt ebenso wie um den Schutz der Ozeane, um Bildung und lebenslanges Lernen, um die Nachhaltigkeit von Produktion und Konsum im Wirtschaftsprozess. Alles hängt miteinander zusammen, und die Marschrichtung ist klar! Beide Beschlüsse, die Agenda 2030 und der Klimavertrag, geben Orientierung in dieser von Angst und Besitzstandsdenken bestimmten Zeit. Sie benennen Veränderungsbedarf in den Entwicklungsländern wie in den Industrieländern. Also auch bei uns.

Meine Damen und Herren,
Ich glaube, dass es eine politische, wirtschaftliche und ökologische Realität gibt, der wir nicht mehr entkommen können, nämlich die unwiderrufliche Interdependenz allen Geschehens auf diesem Planeten. Diese Interdependenz, also gegenseitige Abhängigkeit, bekommen wir zu spüren bei den Umweltkatastrophen, die sich durch die globale Erwärmung mehren, bei Ebola, bei Finanzkrisen, beim Terrorismus, und in fast überwältigender Konkretheit bei der Flüchtlingskrise. All das sind Dinge, die an Ländergrenzen nicht Halt machen; Herausforderungen, die sich national nicht lösen lassen. Damit ist auch die Bekämpfung der extremen Armut in der Welt oder die Frage, welchen Entwicklungspfad die Inder oder die Chinesen oder die Afrikaner nehmen in unserem ureigenen, direkten Interesse. Jürgen Habermas hat die Welt in diesem Sinne einmal als „unfreiwillige Risikogemeinschaft“ bezeichnet. Ich sage, etwas platter: Wir sitzen alle in einem Boot. Ob es den Herren passt oder nicht: Auch Donald Trump wird keine Mauer gegen den Klimawandel bauen können und auch Vladimir Putin oder Recip Erdogan werden mit dem autoritärsten Staat keine Pandemien verhindern können, und auch wir Europäer brauchen doch nicht zu glauben, dass wir eine gute Zukunft Europas haben können, ohne auch an die Zukunft unseres Nachbarn Afrikas zu denken, auf dem, ich wiederhole mich, in 30 Jahren zweieinhalb Milliarden Menschen leben werden, zwei Drittel davon junge Menschen unter 25.
Genau so, wie unser Handeln Auswirkungen auf die anderen hat, hat das Handeln der anderen Auswirkungen auf uns. Eine Banalität, vielleicht – klar hängt irgendwie alles mit allem zusammen –, aber können wir von unserer Politik wirklich behaupten, sie hätte diese Realität der globalen Interdependenz schon in ausreichendem Maß zum Ausgangspunkt, zur rahmengebenden Qualität ihrer Zielsetzungen und Entscheidungsprozesse gemacht?
Was daraus folgt, ist doch: Kein Land der Welt, so reich und mächtig es auch sein mag, kann seinen Wohlstand auf Dauer erhalten, ohne die Perspektiven der anderen Länder zu berücksichtigen. Ein Wohlstandsmodell, das von vornherein darauf angelegt ist, nur einem kleinen privilegierten Teil der Weltbevölkerung Wohlstand zu bringen, ist also nicht nur moralisch untragbar, sondern auch ökonomisch, ökologisch und politisch langfristig zum Scheitern verurteilt.
Und damit sind wir eigentlich auch schon wieder hier im Achental. Denn die Tatsache, dass unser Handeln globale Auswirkungen hat, die gilt natürlich nicht nur für ganze Länder, sondern auch für jeden einzelnen von uns, für jede Kommune und für jede Region. Und die Tatsache, dass unser westliches Wohlstandsmodell nach dem derzeitigen Strickmuster auf Dauer nicht tragbar ist, zeigt eben, dass auch der Wohlstand hier in der Region in der langen Frist auf andere Füße gestellt werden muss. Schon beim Aufbau des Ökomodells haben die Gründungsväter verstanden, vielleicht früher als viele andere: wir sind hier keine Parallelwelt im Chiemgau, kein vom Rest des Globus abgesondertes Paradies, sondern wir sind Teil dieser Welt, im Guten wie im Schlechten, wir bekommen die Folgen zu spüren, und unsere Entscheidungen beeinflussen das große Ganze. Deshalb müssen wir mit Kreativität und Zukunftslust dazu beitragen, diese Welt zu verändern, beitragen eben zu der unumgänglichen Großen Transformation.

Das Ökomodell Achental weist für unsere Region einen Weg dahin. Und gerade weil die Probleme des Achentals verschränkt sind mit denen der Welt, können auch seine Lösungen gute Anschauung für andere sein. Ich bin ja nun kein Experte für die Geschichte des Ökomodells Achental, und ich brauche gerade Ihnen allen nicht zu erzählen, was Sie alles geleistet haben. Aber beim Lesen über Ihre Arbeit und den Gesprächen mit einigen von Ihnen sind mir doch manche Dinge aufgefallen – nennen wir sie ruhig „Lektionen“, die man aus der Erfahrung vom Achental für die Große Transformation ziehen kann. Ich sehe vier an der Zahl.
1. Die Große Transformation ist ein Lernprozess.
„Große Transformation“, „Agenda 2030“, „Nachhaltige Entwicklungsziele“ – das kann sich manchmal ein bisschen danach anhören, als gäbe es einen großen globalen Masterplan, dem nur alle folgen müssen, und alles wird gut. Die Wahrheit ist aber: Wir kennen zwar die Richtung, wir haben einen Kompass, einen Rahmen, aber wir haben noch längst nicht alle Antworten. Wir müssen ausprobieren und verwerfen, experimentieren und scheitern, weitermachen und neu beginnen. Kurz eben: Lernen. Wie funktioniert die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum? Wie kann eine nachhaltige regionale Energieversorgung aufgebaut werden, die gleichzeitig ökonomisch, ökologisch und landschaftsbildlich sinnvoll

ist? Da liegen keine fertigen Konzepte in der Schublade. Ein Einheitsrezept für alles und alle wäre allemal falsch. Letztlich muss immer vor Ort herausgefunden werden, welcher Weg der stimmigste ist. In diesem Sinne ist das Ökomodell Achental eben auch ein Labor der Transformation. Auch hier hat nicht alles auf Anhieb funktioniert. Die Idee von Fließwasserkraftwerken entlang der Ache beispielsweise musste wieder begraben werden. Dafür liefert jetzt der Biomassehof wertvolle Erfahrungen.
Die Transformation also, sie ist kein Ergebnis, sondern ein Prozess, und von der Veränderungs- und Lernbereitschaft der Achentaler könnte sich auch in der großen Politik manch einer eine Scheibe abschneiden. Ich sehe darin jedenfalls auch ein Beispiel dafür, dass wir in der Politik noch viel mehr als bisher der Kreativität der kleinen Einheiten Raum geben sollten. Gute Antworten der Zukunft kommen vielleicht eher von unten als von oben. Wer jedenfalls danach sucht, die Demokratie zu stärken, der sollte dem Subsidiaritätsprinzip wieder mehr Geltung verschaffen. Und damit bin ich bei meinem nächsten Punkt:
2. Die Große Transformation funktioniert am besten in der Demokratie.
Ich habe es vorhin schon einmal angedeutet: Ich glaube, unsere Demokratie befindet sich in einer echten Krise. Uns dämmert langsam, wie voraussetzungsreich eine funktionierende Demokratie ist, von welchen Bildungsprozessen, Institutionen, Personen ihr Erfolg abhängig ist. Dass jetzt allerorten Parteien an Stimmen gewinnen, die für unser Staatswesen nichts mehr als Verachtung übrig haben, das ist besorgniserregend. Und gleichzeitig fragen einige zu Recht, inwiefern die Demokratie mit Ihren kurzfristigen Wahlzyklen überhaupt noch fähig ist zu den langfristig notwendigen Weichenstellungen, etwa in der Klimapolitik.
Da können Beispiele wie das Ökomodell Achental Mut machen. Spannend ist nämlich nicht nur, was Sie gemacht haben, sondern auch wie sie es gemacht haben. Mit der Gründung des Vereins Ökomodell Achental haben Sie nicht nur die Gemeinden als politische Einheiten, vertreten durch ihre Bürgermeister, einbezogen. Als Mitglieder des Vereins können sich Landwirte, Naturschützer, Hoteliers, lokale Betriebe – also alle Bürgerinnen und Bürger der Achentaler Gemeinden – an der Gestaltung ihrer Zukunft beteiligen. Das ist der Kern von lokaler Demokratie. Die Gründung des Vereins Ökomodell Achental verbindet Nachhaltigkeit mit Demokratie.
Denn nur im demokratischen Prozess, also im fairen Widerstreit der Interessen, in der gemeinsamen Suche nach Ausgleich und Kompromiss können Gesellschaften eine wirklich tragfähige Vision einer gemeinsamen Zukunft entwickeln. Erst wenn die Menschen wirklich das Gefühl haben, sie sind Teil des Veränderungsprozesses, sie können sich beteiligen, kommen die notwendigen Veränderungen richtig zum Tragen. Übrigens halte ich das Volksbegehren für die Artenvielfalt in Bayern, das unter dem griffigen und sinnbildlichen Namen Bienen-Begehren deutschlandweit Aufmerksamkeit erfahren hat, als ein weiteres gutes Beispiel hierfür. Mit großem Interesse habe ich verfolgt, wie immer mehr Vereinigungen, Parteien und Gruppen sich eingebracht, immer mehr Menschen Argumente für und wider das Begehren formuliert haben. Und was mich wirklich erstaunt hat, ist, dass in dieser Zeit der angeblichen lokalpolitischen Ermüdung mehr Menschen als jemals zuvor in der bayrischen Geschichte an der Abstimmung teilgenommen haben. Wenn Transformation vor Ort konkret wird, dann macht sie Lust auf Mitmachen, und belebt so unsere Demokratie. Und auch das gestiegene Engagement und Interesse der jungen Menschen, wie es etwa mit der hohen Wahlbeteiligung bei den Europawahlen und nicht zuletzt auch mit der Fridays for Future-Bewegung zum Ausdruck kommt, ist etwas grundsätzlich Ermutigendes. Ich hoffe sehr, dass die Parteien dieses Signal deutlich hören.

3. Die Große Transformation muss Grenzen überwinden.
Ich habe vorhin von den Herausforderungen gesprochen, die an Ländergrenzen nicht Halt machen. Das macht die Lösungsfindung so schwierig: denn unsere Entscheidungssysteme sind ja größtenteils immer noch nationalstaatlich organisiert.
Das Ökomodell Achental ist ein konkretes Beispiel, wie Lösungen auch über die Nationalstaaten hinaus gefunden werden können – und zwar nicht über die Auflösung nationalstaatlicher Grenzen, sondern durch ihre Ergänzung mit regionalen und europäischen Bezügen. Dass heute hier die Kolleginnen und Kollegen der österreichischen Gemeinden sitzen und Sie alle gemeinsam dieses Jubiläum feiern, das zeigt, dass das Ökomodell auch ein Stück Europa ist. Europa bedeutet eben nicht, wie manche uns weiszumachen versuchen, nur Regulierung oder Bevormundung; Europa öffnet neue Handlungsräume. Europa steht so auch für Freiheit, aus der Gemeinschaft erwächst. Das Achental hat übrigens schon konkret von Europa profitiert. Der Verein hat bereits mehrfach erfolgreich an europäischen Ausschreibungen teilgenommen und sich dabei auch als Musterregion für die Verwendung von erneuerbaren Energien im ländlichen Raum zeigen können.
Das Ökomodell Achental beweist, dass Menschen vor Ort in den europäischen Regionen politisch handeln können. Und damit ist es ein lebendiges Beispiel, wie Transformation angesichts grenzüberschreitender Herausforderungen gelingen kann.

4. Die Große Transformation ist eine Geschichte der Hoffnung.
Das Ökomodell Achental ist keine Selbsthilfegruppe, in der man sich gegenseitig Klagelieder über den Niedergang des ländlichen Raums vorsingt. Es ist eine Vereinigung von Leuten, die gerne anpacken. Leute, die Lust auf Zukunft haben. Diese Lust ist ansteckend. Vielleicht ist sie der wichtigste Treibstoff für die dauerhaften Veränderungen, die das Ökomodell hier geschaffen hat.
Das würde ich mir auch für die Große Transformation wünschen: Dass wir sie nicht miesepetrig als apokalyptische Gruselgeschichte erzählen, sondern als Geschichte der Hoffnung für ein neues gutes Leben unter veränderten Voraussetzungen. Es ist möglich, unseren Wohlstand zu erhalten, und gleichzeitig allen Menschen auf diesem Planeten ein Leben in Würde zu ermöglichen. Es ist möglich, die Natur zu schützen, ohne die Menschen dabei zu vergessen. Es ist möglich, lokal Verantwortung zu übernehmen für das große Ganze.
Natürlich genügt es nicht, nur darauf zu hoffen. Was wir brauchen, ist hoffendes Anpacken. Von jedem einzelnen von uns. Und von unseren Gemeinden und Regionen. Das Ökomodell Achental zeigt, wie das funktionieren kann.
Vielleicht ist das auch ein Anstoß für ganz Bayern: Öko, das ist kein Schimpfwort mehr, sondern ein Konzept, das Heimatliebe mit Zukunftsfähigkeit verbindet. Was einst Laptop und Lederhose war, das ist heute Laptop, Lederhose und Ökomodell!
In diesem Sinne, liebe Achentaler aus Deutschland und aus Österreich: Machen Sie weiter, lernen Sie weiter, packen Sie weiter an! Lassen Sie sich von den Irrungen und Wirrungen unserer Zeit nicht irritieren. Sie sind auf dem richtigen Weg. Mit dem, was Sie hier tun, bauen Sie nicht nur an einer guten Zukunft für das Achental, sondern setzen auch Zeichen für die politische Gestaltung einer besseren Welt.


Herzlichen Glückwunsch, liebes Ökomodell Achental, freuen wir uns auf die nächsten 20 Jahre!

 

http://example.comnews-339.atom Die Almen im Ökomodell Achental und deren künftige Entwicklung - Studie in Auftrag gegeben - info@oekomodell.de 2019-05-08T13:13:27+02:00 2019-06-13T15:33:19+02:00 Vorstellung der Ergebnisse am Freitag den 10. Mai 2019 um 10:30 Uhr, großen Saal im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach

Um die Almen im Achental zu unterstützen hat das Ökomodell Achental eine Studie in Auftrag gegeben. Zusammen mit der Universität für Bodenkultur in Wien, Abteilung für Raum, Landschaft und Infrastruktur, sollen die wichtigsten Themenschwerpunkte in der Almwirtschaft zusammen mit den Almbauern erfasst und aufgearbeitet werden.

 

Schleching - Dem Ökomodell Achental und seinen Mitgliedsgemeinden sind die Almen im Gebiet besonders wichtig. Almen stellen eine wichtige Grundlage für die naturnahe Bewirtschaftung der Landschaft, die kulturelle Tradition und die Erhaltung einer artenreichen Kulturlandschaft dar. Die Almen im Achental sind darüber hinaus häufig auch wichtige Ausflugsziele für Erholungssuchende, Einheimische und Touristen. Im Mittelpunkt stehen dabei Almen in den neun Mitgliedsgemeinden.

Eine Studie in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien soll die Datengrundlagen zusammenstellen, die für eine Unterstützung erforderlich sind und auch die Sorgen und Problemstellungen in der Region detailliert erfassen.

Vom Ökomodell Achental ausgewählte Almen werden dazu im Rahmen des Projektes besucht und ein ausführliches Gespräch mit den Betreibern der Alm geführt. Diese Befragungen finden vom 06.-08. Mai 2019 statt. Aus den Ergebnissen der Befragung leiten die Studierenden dann Empfehlungen ab.

Am Freitag den 10. Mai 2019 um 10:30 Uhr werden im großen Saal im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach die Ergebnisse aller Befragungen präsentiert und Vorschläge für eine Unterstützung der Almen durch das Ökomodell Achental vorgetragen. Interessierte sind herzlich eingeladen an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen.

http://example.comnews-338.atom Blumenwiesen für das Achental - 2019-05-06T08:43:53+02:00 2019-05-06T08:58:37+02:00 BeeAware! – Alpengemeinden für den Bienenschutz

Artenreiche Blumenwiesen waren einmal typisch für das Achental. Um die noch vorhandenen artenreichen und mageren Wiesen wieder besser miteinander zu vernetzen, wurde im Achental bereits 2012 (Gemeinde Schleching) und 2013 (Markt Grassau) ein Konzept in Angriff genommen, das die ökologische Aufwertung öffentlicher Flächen mit einheimischen Wiesenblumen vorsieht. Oft sind die Abstände zwischen den blütenreichen Wiesen zu groß geworden. Da können kleinere Flächen als sogenannte Trittstein-Biotope Tieren und Pflanzen helfen, von einer Wiese zur nächsten zu gelangen. Stets geht es darum, Flächen so zu gestalten oder zu pflegen, dass die einheimische Artenvielfalt an Pflanzen wie an Tieren gestärkt wird. Der Flächendruck, dem die Landwirtschaft unterliegt, soll nicht zusätzlich erhöht werden, weshalb in erster Linie Verkehrsbegleitflächen, der Umgriff von Trafohäuschen oder Bushaltestellen und ähnliche Flächen in die nähere Auswahl kommen.

Blumenreiche Wiesen stellen aktuell das Landschaftselement dar, das am stärksten an Tier- und Pflanzenarten verliert. Während generell Gehölzstrukturen in der Landschaft zunehmen, gehen immer noch artenreiche Wiesen verloren oder werden artenärmer. Aus diesem Grund wird im Achental ein besonderer Schwerpunkt auf Wiesen gelegt.

 

Blumenwiese contra Blühfläche

Nicht jede Fläche mit bunten Blumen ist eine Blumenwiese. Im Handel sind vielfach Saatgutmischungen erhältlich, die einjährige Ackerkräuter wie Kornblume, Klatschmohn oder Kamille, aber auch typische Sommerblumen wie Ringelblume, Sonnenblume oder Schmuckkörbchen enthalten. Was noch im gleichen Jahr bunt blüht, verschwindet aber ebenso rasch wieder. Einheimische Blumenwiesen enthalten im Gegensatz zu den kurzlebigen Blühflächen ganz andere Arten wie Margerite, Flockenblume, Hornklee oder Glockenblume und sind damit auch bunt, aber dauerhaft und darüber hinaus an unsere Landschaft angepasst.

Blühflächen mit einjährigen Arten eignen sich als Übergangslösung für einen kurzen Zeitraum (1-2 Jahre), darüber hinaus sind sie nicht empfehlenswert: Sie müssen in kurzen Zeitabständen neu angelegt werden und verunkrauten nach wenigen Jahren so stark, dass sich die Blüten nicht mehr durchsetzen. Einheimische Blumenwiesen werden dagegen einmal angelegt und halten bei richtiger Pflege viele Jahrzehnte lang ohne jeden Zusatzaufwand. Blumenwiesen sollten nicht gedüngt und zweimal im Jahr gemäht werden. Weit verbreitet ist die Ansicht, Wiesen möglichst spät zu mähen, um den Pflanzen das Ausreifen der Samen zu ermöglichen. Eine zu späte Mahd führt allerdings in der Regel zu blütenärmeren Wiesen. Die Empfehlung lautet daher, Wiesen Ende Juni das erste Mal zu mähen, wie es bei der traditionellen Heumahd üblich war. Der zweite Schnitt kann dann im Herbst erfolgen.

Blumenwiesen eignen sich auch als bereicherndes Element für Privatgärten. Wie auf öffentlichen Flächen auch sollte nicht die Neuanlage mit Umgraben des Bodens und Neuansaat im Vordergrund stehen, sondern zunächst geprüft werden, ob ein bestehender Rasen nicht bereits artenreich ist. In vielen Fällen ist das so – durch das beständige Mähen sind Blumen dann bislang nicht in Erscheinung getreten. Erst, wenn klar ist, dass eine Fläche tatsächlich blütenarm ist, kommen Ansaat oder andere Techniken in Betracht.

 

Praxistage 2019

Im Achental wird Diplom-Biologe Stefan Kattari in Theorie und Praxis unterschiedliche Techniken zeigen, um zu vielfältigen Blumenwiesen zu kommen. Ziel ist es, möglichst vielen Personen das Wissen darüber zu vermitteln und zur Nachahmung anzuregen. Die Teilnehmer dürfen dabei gerne selbst Hand anlegen und die Techniken üben. Die Veranstaltungen sind mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein, dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege und der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Das Achental nimmt damit eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Maßnahmen zur Artenvielfalt im Landkreis Traunstein ein.

Mittwoch, 8. Mai, 10-12 Uhr in Schleching
Treffpunkt im Kurpark gegenüber der Kirche. Vorgestellt werden verschiedene Methoden und deren konkrete Anwendung, dazu gibt Kattari Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Blumenwiesen. Zur Anwendung kommen die Techniken „Artenanreicherung“ und „Neuansaat“. Zum Abschluss wird die Fläche am Schulparkplatz begutachtet, die vor mehreren Jahren angesät worden ist.

Freitag, 28. Juni, 19-21 Uhr in Grassau
Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Vorgestellt wird die Technik „Mähgutübertragung“, die richtig angewendet die ökologisch hochwertigsten Ergebnisse bringt.

Sommer 2019 in Schleching
Termin wird noch bekannt gegeben
Begutachtung der Maßnahmen im Kurpark: Wie entwickelt sich die Fläche? Kommen Kräuter auf, die man besser entfernt? Wie erkennt man die gewünschten Arten, vor allem aber die unerwünschten?

http://example.comnews-337.atom Almenführer für Kids - info@oekomodell.de 2019-04-24T10:04:39+02:00 2019-06-13T15:33:35+02:00 Förderstiftung legt Naturerlebnis- und Freizeitführer neu auf

Der neue Naturerlebnis- und Freizeitführer bietet in seiner neusten Auflage eine Auswahl an familientauglichen Wanderungen im Achental an. Die Touren wurden von Kindern für Kinder entwickelt und lassen in den Ferien keine Langeweile aufkommen.

 

Schleching/ Achental – Die Neuauflage des Naturerlebnis und Freizeitführers im Achental wurde um einen Almführer für Kinder erweitert. Die Idee entstammt dem Projekt „Schülerpreis“ vom Ökomodell Achental aus dem Jahr 2015. Die damals 4. Klasse der Grundschule Marquartstein hat zum Thema Berge einen „Almführer für Kids“ entwickelt. Die Schüler haben die Almen selbst ausgewählt und zusammen mit ihren Eltern erwandert. Die Tourenbeschreibungen und die Tipps wurden von den Schülern selbst verfasst. In einer ersten kleinen Auflage wurde der Almführer für Kids bereits erfolgreich in Umlauf gebracht. Um die Arbeit der Schüler zu unterstützen, hat die Förderstiftung Ökomodell Achental die Rechte an dem Almenführer erworben.

Des Weiteren bietet die Kinderbroschüre eine Vielzahl an Freizeittipps in den Rubriken Wasser, Tiere, Wald & Natur, Sport & Freizeit, Kultur & Bildung sowie ein Regenprogramm. Das Eichhörnchen Felix führt durch das Heft, gibt Tipps und Vorschläge. Aufgepeppt wird die Broschüre mit Spielen, Rätzeln, Sudoku oder Bilder zum Ausmalen. Spannung bieten auch die lustigen Hörgeschichten über das Achental, die per QR-Code über das Smartphone abgerufen und jederzeit angehört werden können. Der Naturerlebnis- und Freizeitführer ist kostenlos in allen Achentaler Tourist Informationen erhältlich.

Gefördert wurde das Projekt über die Förderstiftung Ökomodell Achental, die sich für die Förderung von Natur- und Umweltschutz, die Unterstützung der Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler im Achental einsetzt. Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es seit 2009. Sie ist aus der 2001 gegründeten Förderstiftung „Initiativkreis Ökomodell Schleching“ hervorgegangen. Mit Hilfe von Preisgeldern und Spenden fördert die Stiftung Umwelt- und Sozialprojekte im Achental.

http://example.comnews-336.atom Achentaler Bauernmarkt - 2019-03-29T11:52:50+01:00 2019-03-29T11:53:46+01:00 Saisoneröffnung am Palmsamstag, den 13. April 2019
http://example.comnews-335.atom Klimaschutzmanagement im Achental - 2019-02-20T14:08:37+01:00 2019-02-20T14:12:22+01:00 VG Marquartstein übernimmt die Stelle des Klimaschutzmanagers

von Ute Fembacher

Bereits seit 2015 gibt es für den Bereich der neun Gemeinden des Ökomodell Achental eine vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Stelle „Klimaschutzmanager“.

Der Klimaschutzmanager im Achental ist seit der Genehmigung durch die Förderstelle mit Hans Haslreiter aus Unterwössen besetzt. Die Stelle wurde für die erste Förderperiode von dreieinhalb Jahren von der Gemeinde Schleching verwaltet und läuft nun zu Ende März 2019 aus.

Um die vielen wichtigen Aufgaben und Initiativen fortführen und auch neue Bemühungen für den Schutz unseres Klimas erarbeiten zu können, wurde eine Verlängerung um weitere zwei Jahre beantragt. Aufgrund einer besseren Verteilung solcher gemeinsamen Aufgaben auf die Mitgliedsgemeinden des Ökomodells wird die VG Marquartstein im Falle einer weiteren Förderung durch den Bund die Stelle übernehmen. Zuvor hatten bereits die Gemeinden Reit im Winkl und Bergen die Stellen des Gästekontrolleurs und des Archivars übernommen.

Vielleicht hat der eine oder andere von Ihnen bereits die Dienste unseres Klimaschutzmanagers im Zuge einer kostenlosen Energieberatung in Anspruch genommen. Einige von Ihnen werden sich aber vermutlich nicht ganz vorstellen können, was ein Klimaschutzmanager macht. Deshalb haben wir unseren Klimaschutzmanager Hans Haslreiter in einem Interview gebeten, seine Arbeit ein wenig vorzustellen:

 

Herr Haslreiter, was macht eigentlich ein Klimaschutzmanager?

Die offizielle Stellenbeschreibung lautet ungefähr so: „Zu den Aufgaben des Klimaschutzmanagers gehört die Initiierung, Koordination und begleitende Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem gemeinsamen Energiekonzept der Ökomodell-Mitgliedsgemeinden.“ Das klingt sehr theoretisch. In der Praxis unterstütze ich überall da, wo eine Kommune, ein Betrieb oder ein Privathaushalt die Energieeffizienz steigern und zum Klimaschutz beitragen möchte.

Ein paar konkrete Beispiele: Wenn eine Kommune ihre Straßenlampen auf LED umstellt, begleite ich diesen Prozess. Wenn eine Kommune, wie aktuell die Gemeinde Marquartstein, eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz durchführt, nehme ich die Daten der Heizungen möglicher Teilnehmer auf und unterstütze den Wärmeverkauf.

Wenn ein Betrieb über die Anschaffung von Elektrofahrzeugen nachdenkt, berate ich ihn unabhängig. In den Ökomodell-Mitgliedsgemeinden haben wir in diesem Zusammenhang einen Flottentest für elektrische Kommunalfahrzeuge gemacht.

Andere Beispiele: In Grassau und Unterwössen haben wir Aktionen für rund 500 Schüler ab der 5. Klasse durchgeführt, um ihr Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Energie zu schärfen. Bei der Bergstation der Hochfellnbahn haben wir auf Photovoltaik umgestellt – zuvor wurde der Energieverbrauch über ein Notstromaggregat im Dauerbetrieb gedeckt, was nicht sehr energieeffizient war. Für das Blockheizkraftwerk aus dem Alten Bad in Unterwössen haben wir eine Möglichkeit zur Weiternutzung an anderer Stelle gefunden und damit unter anderem Entsorgungskosten gespart.

Und wie können Sie mir als Privatperson helfen?

In den letzten drei Jahren habe ich sehr viele Energie- und Förderberatungen für Privathaushalte gemacht. Diese Erstberatungen sind kostenlos. Gängige Fragen waren: „Welche Heizung ist für mein Haus die richtige?“ „Warum ist mein Stromverbrauch so hoch und was kann ich dagegen tun?“, „Kommt für mich eine PV-Anlage in Frage, ist sie wirtschaftlich?“ Und natürlich berate ich auch Privatpersonen zum Thema Elektromobilität.

Wie kann ich Sie erreichen?

Aktuell noch in der Ökomodell-Geschäftsstelle in Schleching unter der Telefonnummer 08649/986657. Ab 1. Juli dann in Grassau.

Und an dieser Stelle ist vielleicht noch wichtig: Ich sehe mich als Anlauf- und Unterstützungsstelle. Ich helfe gerne weiter, komme aber nicht ungefragt, um meine Konzepte aufzudrängen.

Wie wird man Klimaschutzmanager – welches „Handwerkszeug“ bringen Sie mit?

Ich bin Elektro-Meister für Gebäude und Energietechnik, Meister für das Installateurs- und Heizungsbauer-Handwerk und hatte früher in Unterwössen mein eigenes Unternehmen. Zusätzlich bin ich Gutachter für Photovoltaik (TÜV) und Energieberater (HWK). Privat interessiere ich mich schon seit Langem für die Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien, ich fahre auch schon seit 2012 ein Elektroauto, bisher über 130.000 km.

 

So viel zu dem Interview mit Hans Haslreiter. Wir hoffen Sie können sich nun ein ungefähres Bild über seine Aufgaben machen. Wir hoffen Sie können dieses Angebot in Zukunft auch selbst zur Verminderung Ihres Energieverbrauches nutzen um damit auch einen kleinen Beitrag zum Schutz unseres Klimas auf der Erde beitragen zu können.