Ökomodell - News / 2021-09-23T16:44:06+02:00 http://example.comnews-402.atom Kernthema Innenentwicklung Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-09-23T13:45:11+02:00 2021-09-23T13:50:50+02:00 Sommerinterview zu den Ergebnissen des Innenentwicklungskonzeptes der neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V.

Seit Herbst 2019 haben sich die Planungsbüros michellerundschalk landschaftsarchitektur und urbanismus sowie Salm & Stegen Geographen und Stadtplaner aus München mit der Erhebung und Bewertung sogenannter Innenentwicklungspotenziale in den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. beschäftigt. Die identifizierten un- und untergenutzten Flächen und Gebäude mit einem potenziellen Baurecht im Innenbereich der Gemeinden sollen zukünftig genutzt werden („Aktivierung“), um Bebauungen im Außenbereich (auf der „grüne Wiese“) zu reduzieren und somit den Flächenverbrauch zu senken. Die Ergebnisse der Erhebungen, der bislang geführten Diskussionen sowie die bauplanungsrechtlichen und landesplanerischen Rahmenbedingungen werden aktuell sukzessive in den einzelnen Gremien der Mitgliedsgemeinden vorgestellt. Wir haben die Sommerpause genutzt, ein Interview mit Herrn Dr. Stegen vom Büro Salm & Stegen und Herrn Schalk vom Büro michellerundschalk zu führen.

Herr Stegen, Sie haben jetzt in eineinhalb Jahren in den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. Flächen erhoben, für die aktuell ein Baurecht besteht, die aber bislang unbebaut bzw. untergenutzt sind. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Nun, wir können insgesamt bilanzieren, dass in allen neun Gemeinden zusammen aktuell ausreichend Flächen mit einem Baurecht versehen sind, um theoretisch die bestehenden und in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu erwartenden Nachfragen zu befriedigen. Das Problem besteht vielmehr darin, dass viele dieser Flächen aufgrund des Privatbesitzes nicht zur Verfügung stehen, nicht geeignet sind, den lokalen Nachfragen nicht genügen, bzw. wir oft nichts über die Vorstellungen der Eigentümer über den Umgang mit ihrer Fläche wissen.

Was meinen Sie genau damit?

Es gibt Orte wie bspw. Reit im Winkl, wo eine starke Nachfrage nach bezahlbarem und zum Teil auch eher kleinerem Wohnraum vorhanden ist. Um jedoch einen kompakteren Geschosswohnungsbau umsetzen zu können, benötigt man ein Mindestmaß an Fläche und Erschließung. Dies ist in Reit im Winkl u.a. auch aufgrund der Topographie und der Hochwassergefahren nur sehr eingeschränkt vorhanden.

Können Sie noch ein weiteres Beispiel nennen?

In Bergen und Grabenstätt bestehen Nachfragen von Einheimischen nach einem Baugrund, der jedoch aufgrund der Bodenpreisentwicklung auch in diesen Gemeinden für Einheimische kaum noch erschwinglich ist. Die eigentlich aktuell mit einem Baurecht versehenen freien Grundstücke stehen aufgrund des überwiegenden Privatbesitzes dem ohnehin bereits überhitzten Markt oft nicht zur Verfügung, sodass sich das Gut Baugrund nochmals verknappt.

Die Bilanz, dass eigentlich genug vorhanden wäre, geht also faktisch nicht auf. Woran liegt das?

Wie bereits zuvor erwähnt, befinden sich viele Flächen in Privatbesitz und dort herrscht die Auffassung, dass das Grundbuch eben mehr Wert sei als das Sparbuch. Diese so genannten “Enkelgrundstücke” sollen im Familienbesitz verbleiben, in der Hoffnung, dass doch noch ein Enkel das vor vielen Jahren (mit-) erworbene Grundstück bebauen wird. So werden schließlich freie Grundstücke von einem Namen auf den anderen Namen im Grundbuch übertragen, ohne dass je eine bauliche Entwicklung stattfindet.

Welche Möglichkeiten haben die Gemeinden des Ökomodells mit dieser Situation umzugehen?

Zunächst empfehlen wir den Gemeinden ganz offen mit dieser Thematik umzugehen und sie öffentlich anzusprechen. Es besteht nämlich häufig die Erwartungshaltung, dass die Gemeinde einfach neues Bauland für die Einheimischen ausweisen soll. Dies können sie aber aufgrund mangelnden Flächenbesitzes und bauplanungsrechtlicher wie auch zunehmend landesplanerischer Beschränkungen nur noch sehr eingeschränkt tun. Außerdem geht es ja genau darum, nicht genauso weiter zu machen wie in der Vergangenheit. Das müssen wir alle lernen, dass der Traum vom Haus im Grünen nicht beliebig multiplizierbar ist. Fläche ist wertvoll und vor allem auch endlich – so bitter das für den ein oder anderen sein mag.

Sie raten den Gemeinden also zur Sensibilisierung ihrer Bevölkerung?

Genau! Dazu gehört aber noch mehr als ein paar Artikel in der Zeitung und ein paar Sonntagsreden am Stammtisch. Wir empfehlen den Gemeinden aktiv auf die Grundbesitzer zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören für uns im Übrigen auch die Bauherren der 1970er und 1980er Jahre. Hier können wir in vielen Häusern feststellen, dass die Zufriedenheit mit der eigenen Behausung und dem inzwischen viel zu großen Garten sinkt. Wenn die Kinder ausgezogen sind und man nur noch alleine oder zu zweit in dem ehemaligen Familiendomizil lebt, dann macht das viel Arbeit und stellt den ein oder anderen vor große Herausforderung – auch was den Punkt der Vereinsamung anbelangt. Im Grunde haben wir mit diesem gebauten Bestand noch den lebenden Traum des Einfamilienhauses, der für die ursprünglichen Besitzer oftmals aber nicht mehr dem eigenen Lebensabschnitt und
-entwurf entspricht. Es ist halt schon ein gebautes Haus, welches von einer neuen Generation junger Familien ggf. nachgenutzt werden will, aber häufig eben nicht der eigenen Familie.

Sie wollen also Hausbesitzer aus ihren Häusern vertreiben, um jungen Familien das Haus mit Garten zu ermöglichen?

Nein -  absolut nicht! Das ist mir ganz wichtig, dass es nicht um Vertreibung oder Enteignung geht, sondern um eine ausgestreckte Hand mit einem Hilfsangebot für diejenigen, die für sich selbst feststellen, meine Situation ist unbefriedigend für mich. Alle, die sich mit Ihrer Situation wohl fühlen, sollen dies auch weiterhin. Wir können in unseren Projekten feststellen, dass überall dort, wo dieses Tabuthema behutsam, offen und ehrlich angesprochen und Wohnalternativen angeboten werden können, eine wachsende Bereitschaft – um nicht Begeisterung zu sagen - zur Veränderung festzustellen ist.

Herr Schalk, nun haben wir schon gehört, dass Fläche wertvoll und endlich und der Traum vom neu gebauten Einfamilienhaus nicht beliebig multiplizierbar ist. Sie sind Landschaftsarchitekt und haben vor allem auch die Qualitäten des Freiraums – also der noch freien Flächen – in dem Projekt mit bewertet. Zu welchem Ergebnis kommen Sie?

Das Achental als Landschaftsraum lebt von seiner hohen landschaftlichen und naturräumlichen Qualität. Die Orte des Achentals leben zudem von ihrer dörflichen Maßstäblichkeit und der zumindest teilweise noch erkennbaren Idylle ihrer historischen Entwicklung. Mit Blick auf die Zersiedelung gewachsener Dorfstrukturen und den enormen Flächen- & Ressourcenverbrauch vieler reiner Einfamilienhaussiedlungen gehen diese Strukturen zunehmend verloren. Ein echtes dorfgemeinschaftliches Zusammenleben, wie es die historischen Strukturen unterstützt haben, ist aufgrund der offensichtlichen Schwächen vieler reiner Einfamilienhausgebiete mit ihren ausgedehnten und weitestgehend privatisierten Flächenaufteilungen nur noch sehr eingeschränkt möglich. Unser Bild von Dorf und die Idee des Landlebens hängen nicht nur für uns ganz eng mit dem Vorhandensein von ausreichend umgebender (Kultur-) Landschaft (also Wiesen, Wälder und Feldern!) als Ausdruck von menschlichem Handeln und naturräumlichen Gegebenheiten zusammen.

Hierbei hat natürlich gerade das Achental und seine Umgebung ganz besondere Wertigkeit und Attraktivität, was ja nicht zuletzt die große Anzahl an Besuchern und Urlaubern aus anderen Regionen zeigt.

Ist das ein Plädoyer für den Erhalt der Kulturlandschaft und eine Rückbesinnung auf dörfliche Qualitäten?

Im Grunde ja. Wir sehen Lösungsansätze genau darin, sich immer auch auf die Vergangenheit zu besinnen. Dörfer waren in ihren Ortskernen immer hoch verdichtet, funktionsgemischt und eng bebaut. Die zum Teil vergessenen oder zumindest verlorengegangenen Erkenntnisse und Traditionen im ländlichen Bauen und dörflichen Leben sollten wiedererkannt und -den heutigen Anforderungen angepasst- reaktiviert werden. Den Ortsmitten und dem gebauten Siedlungsbestand mit den vielen erhobenen Innenentwicklungspotenzialen müssen endlich wieder zukunftsfähige, soziale und dorfkulturelle Bausteine eingehaucht werden, die – je zentraler desto besser – den historisch-gewachsenen Dorfmitten wieder Funktion und Gesicht geben. Gerade aus dem Grundprinzip der Nutzungsmischung und Strukturvielfalt entstanden nämlich seit jeher sehr variable und robuste
(Dorf-) Strukturen, die – wo sinnvoll und notwendig – auch nie die Großform (z.B. die des großen Stadels) gescheut haben.

Dann sind die noch vorhandenen Innenentwicklungspotenziale also kein Problem, sondern eine Chance?

Wir denken, dass mit den Flächen und intelligenten Lösungen sowohl für Grundeigentümer als auch für öffentliche Interessen und Ziele, die eine Gemeinde verfolgt, sehr gute und zufriedenstellende Lösungen gefunden werden können. Auch hier ist sicherlich wieder die bereits erwähnte offene und ehrliche Kommunikation von ganz zentraler Bedeutung, um möglichst viele Interessen im Sinne des Einzelnen und des Gemeinwohls zu integrieren. Ganz wichtig erscheint uns aber hierbei der Punkt, diese Dinge mit Blick auf den nach wie vor viel zu großen Flächenverbrauch im ländlichen Raum jetzt wirklich anzugehen und nicht wieder und wieder die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Wie können solche Lösungen aussehen?

Eine zukunftsfähige Entwicklung dörflicher Strukturen verlangt neben der Orientierung an traditionellen Werten und Stärken ganz klar auch den Blick nach vorne; es braucht zeitgemäße Wohn- und Lebensformen in der Dorfentwicklung sowie eine zunehmende Offenheit und Durchlässigkeit im Dorfleben. Hervorzuheben ist hier wie bereits erwähnt ganz klar die stetig wachsende soziale und ökologische Notwendigkeit eines wirklich sparsamen und nachhaltigen Umgangs mit Boden und Ressourcen. Wir müssen uns von den – bitte entschuldigen Sie mir dieses Bild – reinen Bausparkassen-Einfamilienhäusern im Pseudo-Alpen- oder Toskana-Stil verabschieden.

Wohnraum und Dienstleistungsinfrastruktur gehören der zielgruppenspezifischen Nachfrage einer demographisch und sozial diversifizierten Gesellschaft angepasst. Und die Nachfrage ist bei den heutigen Lebensentwürfen, der demographischen Veränderung und den gesellschaftlichen Anpassungen sehr heterogen. Die freien Flächen im Siedlungsbestand können gerade auch über ihre Verteilung im Ortsgebiet hierzu ihren Beitrag leisten.

Schauen wir nach vorne. Herr Dr. Stegen, wie wird es nun für die neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. in diesem Projekt weitergehen?

Zunächst werden die Ergebnisse den Gremien vorgestellt, die von sich aus eine Vorstellung wünschen. Individuell wird dabei abgestimmt, ob die Vorstellung und Diskussion im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung, einer nicht öffentlichen Sondersitzung oder sogar im Rahmen einer Klausurtagung erfolgt. Dann obliegt es den Gemeinden proaktiv den Prozess weiter zu verfolgen und bspw. auf die Grundeigentümer von Innenentwicklungspotenzialen per Fragebogen oder persönlichem Gespräch zuzugehen. Auch bauplanungsrechtlich gibt es einen großen Instrumentenkasten, den die Gemeinden ebenfalls proaktiv auf die erhobenen Innenentwicklungspotenziale anwenden können. Das ist aber im Einzelfall abzuwägen und obliegt natürlich jeder Kommune im Rahmen der kommunalen Planungshoheit selbst.

Wir werden die Entwicklungen in den Gemeinden weiterverfolgen und bedanken uns sehr herzlich für das Gespräch. 

Anmerkung: Das Interview wurde im Rahmen des Innenentwicklungskonzept "Innen statt Außen" erstellt. 

http://example.comnews-401.atom Aktuelles aus dem Achental Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-09-23T13:35:27+02:00 2021-09-23T13:43:33+02:00 Der Gesamtvorstand des Ökomodell Achental e.V. führte auf seiner letzten Sitzung im kleinen Heftersaal in Grassau wichtige Diskussionen zu einer Vielfalt an Themen. Dabei ging es unter anderem um die Angelegenheiten: Trail-Abfahrt-Problematik, Neophyten-Bekämpfung und Sachstand Archivpflege.

Biker-Ansturm im Achental

Zu Beginn wurde über die Besucherlenkung in der Alpenregion speziell die Trail-Abfahrt-Problematik diskutiert. Es geht bei dem Thema neben den teils querfeldein fahrenden Biker auch um Nachtbergsteiger und um Skitourengeher. Der Ruhpoldinger Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller erwähnt dabei, dass dieser Sporttourismus eine Massenbewegung sei: „Pro Forstrevier gibt es mindestens fünf bis sechs Trails. Insgesamt hätten Wildtiere überhaupt keine Möglichkeit mehr, nachts und am Tage zur Ruhe zu kommen.“ Eine Beobachtung, die Staudach-Egerndachs Bürgermeisterin Martina Gaukler an den Staudachern Hängen macht: „Es gebe Fälle, in denen Flächen, die mit jungen Setzlingen bepflanzt waren, durch „Shortcuts“ und tiefe Bremspuren zerstört wurden.“ Laut Gaukler soll dafür eine Aufklärungskampagne das richtige Mittel sein, um aufzuzeigen wie diese Aktivitäten die Natur schädigen können und wie man sich richtig verhält. Paul Höglmüller teilt die Meinung von Martina Gaukler und fügt hinzu, dass Sperrungen und Verbote nicht zielführend seien. Er sieht die Lösung ebenso in einer umfangreichen Aufklärungsarbeit, um Sensibilität zu schaffen. Vor allem die Zunahme des Social-Media Tourismus und dass ins Netz gestellte Trail-Abfahrten genutzt werden ohne sich vorher über die Vorschriften und Wege zu informieren sind hier die größten Probleme. Grundsätzlich sei es positiv, wenn die Menschen die Natur erleben möchten, findet der Gesamtvorstand sowie Paul Höglmüller. Letzterer beklagt aber, dass gerade die sportlichen Fahrer verstärkt abseits der Wege oder auf solchen Steigen unterwegs seien, die nur bedingt dafür geeignet seien. Er glaube, dass die Auswirkungen vielen jungen Leuten nicht bewusst sei und sie nicht absichtlich die Waldwege zerstören. Umso wichtiger sei jetzt die Aufklärungsarbeit seitens der Staatsforsten, der Gemeinden, dem Ökomodell Achental und der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt.

 

Neophyten-Projekt

Im Anschluss berichtet Geschäftsführer Wolfgang Wimmer über das grenzüberschreitende Neophyten-Projekt und über die bereits stattgefundene Vorbesprechung zum Thema Neophytenbekämpfung in Kössen. Vorort waren neben den Gebietsbetreuern Magdalena Bahr und Dirk Alfermann, Umweltbeauftragte Susanne Mühlbacher-Kreuzer vom AUV Chiemsee, Fritz Irlacher und Christian Fechter sowie Geschäftsführer Thomas Kirchmaier und Obmann Adam Aigner der Großachengenossenschaft in der Geschäftstelle in Kössen, Stefan Niedermoser und Birgit Danzl vom Regionalmanagement regio3, Melanie Steinbacher und Andrea Silberberger vom Regionalmanagement der Leaderregion „Kuusk“ und Konrad Pagitz von der Universität Innsbruck mit dabei. In der Sitzung wurde die Idee einer gemeinsamen Neophytenbekämpfung von Oberndorf i.T. (AT) bis zum Chiemsee (DE) entlang der Tiroler Ache besprochen. Ausgehend von den Tiroler Kollegen und begleitet vom Ökomodell Achental sollen nun in einem Projekt im Gebiet von Tirol bis zum Chiemsee gemeinsame Maßnahmen zur Neophytenbekämpfung entwickelt werden. Anders als beim Jakobskreuzkraut, handelt es sich bei Neophyten um invasive nicht-heimische Pflanzen. Besonders schwer zu entfernen ist dabei der Japanische Staudenknöterich, der sich vor allem über lang reichende Wurzelsprosse an Flussufern entlang, aber auch durch kleine Teile der Stängel, die überall anwachsen können, verbreitet. Durch seine Höhe von bis zu vier Metern und das dichte Blätterdach behindert er den Aufwuchs anderer Pflanzen und hat sich gegen die einheimische Flora durchgesetzt. Die bis zu zwei Meter tief reichenden Wurzeln verursachen dabei einen immensen Aufwand, die verwucherten Flächen wieder für den Anbau anderer Pflanzen nutzbar zu machen, so de Ökomodell-Ehrenvorsitzende Fritz Irlacher. Wolfgang Wimmer ergänzte abschließend, dass die Intention vor allem in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt.

 

Archivpflege: Vortrag zum Thema Anforderung an einen Archivmagazinraum

Ein anderes wichtiges Thema, das während der Gesamtvorstandssitzung besprochen wurde, war der aktuelle Sachstand der gemeinsamen Pflege der Gemeindearchive im Achental. Um die Notwendigkeit der räumlichen Trennung zwischen Registraturgut und Archivgut zu verdeutlichen, ging die hierfür verantwortliche Archivarin Martina Höhne in ihrem Vortrag zunächst auf die Begriffsklärung und den Lebenszyklus einer Akte ein.

Eine Akte durchlebt dabei 3 Phasen:

  1. Der Sachbearbeiter ist mit dem Vorgang befasst, die Akten entstehen und befinden sich meist im Büro des Sachbearbeiters. (Sachbearbeiterablage)
  2. Der Vorgang wird abgeschlossen, die Aufbewahrungsfrist beginnt (10- 30 Jahre). Die Akte wird in der Altregistratur aufbewahrt. (Registraturgut)
  3. Am Ende der Aufbewahrungsfrist steht die Aussonderung durch die Sachbearbeiter. Die Bewertung erfolgt durch das Archiv. Wird eine Akte (oder Teile daraus) als archivwürdig bewertet, wird sie ins Archiv übernommen (Archivgut) andernfalls wird sie vernichtet. Die Übernahme ins Archiv ist einer gesetzlich vorgeschriebenen Vernichtung gleichgestellt. Die Aussonderung muss ein kontinuierlicher, jährlicher Prozess sein, um die datenschutzrechtlichen Belange zu erfüllen.

Übergeordnetes Ziel ist das Archivgut auf Dauer zu verwahren, zu sichern zu erhalten und zugänglich zu machen, dazu müssen die Magazinräume gewisse Standards erfüllen. Dabei sind vor allem das Raumklima, konstante Luftfeuchte, wenig Lichteinfall und die Vermeidung von Schimmelbildung sowie die Sicherung des Archivguts vor Verlust und der Schutz vor Bränden und Überschwemmungen wichtig. Auch hinsichtlich des Datenschutzes ist es unerlässlich die Zugangsrechte klar zu regeln. Am Ende ihres Vortrages schlug Martina Höhne den Bürgermeistern vor auch die Option eines gemeinsamen Achentalarchivs in Erwägung zu ziehen, um den Verwaltungsaufwand und die Lagerkapazitäten je Gemeinde zu minimieren. Dieser Vorschlag wurde vom Gesamtvorstand begrüßt.

http://example.comnews-400.atom Almwirtschaft ist gelebter Naturschutz Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-08-25T09:17:44+02:00 2021-08-25T09:25:00+02:00 Nach dem Auftakt des „Bergmähder-Projektes“ im September letzten Jahres werden nun in der Machbarkeitsstudie vier weitere Almen erfasst und Maßnahmen zur Reaktivierung der ehemaligen Bergmähder beantragt, welche bis 2022 umgesetzt werden.

Grassau – In der letzten Gesamtvorstandssitzung des Ökomodell Achental kam es zur Vorstellung des aktuellen Sachstands im BayernNetzNatur-Projekt „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“. Dabei informierte Markus Höper, Diplom-Biologe und vom Ökomodell Achental beauftragter Projektmanager über die Vegetationsaufnahmen der im Projektantrag beschriebenen Almen und Kartierung der Dauerbeobachtungsflächen.

Um die vergessene Nutzungsform „Bergmähder“ wieder zu reaktivieren und die Artenvielfalt auf Almen zu erhalten und verlorengegangene Arten wieder zurückzugewinnen, wurde vom Ökomodell Achental, zusammen mit Christian Tegethoff (Almfachberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Rosenheim/ seit 13 Jahren ehrenamtlich auf der Weitalm am Hochgern engagiert) das Projekt „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ ins Leben gerufen.

Als Auftakt für das Projekt wurde im September 2020 die verbrachte Fläche am Hochgerngipfel gemulcht. Die Umsetzung wurde dabei von Christian Tegethoff koordiniert und geleitet. Zusammen mit dem Landschaftspfleger Stadler wurde mit einem ferngesteuerten Mulchgerät und einem Freischneider die Fläche bearbeitet. Das war notwendig, um den über Jahrzehnte aufgebauten Grasfilz zu beseitigen, damit es möglich ist, die Fläche in Zukunft mit einem Messerbalken zu mähen. Um die vorhandenen Insekten bestmöglich zu schonen, wurde der Mulchtermin so gelegt, dass die Pflanzen bereits verblüht und kaum Insekten vorzufinden waren. Der Zweitaufwuchs soll im Spätsommer 2021 durch eine Nachbeweidung im bestockten Bergwald mit Rindern der Weitalm genutzt werden. Durch die Kombination dieser beiden Nutzungen sollen der Fläche, die über die letzten Jahrzehnte aufgebauten Nährstoffe entzogen werden, sodass sich konkurrenzschwächere Kräuter und Gräser wieder etablieren können.

Durch den Verbiss und den Tritt der Rinder wird die Bestockung angeregt, so kann sich wieder eine dichte Grasnarbe mit diversen blühenden Kräutern und Gräsern entwickeln. Welche Pflanzen- und Tierarten sich wieder ansiedeln, wird von einem Fachbüro begleitend untersucht, um den Erfolg der Maßnahme zu dokumentieren. Zum aktuellen Stand ist eine positive Entwicklung der Biodiversität bereits zu erkennen. Dabei muss jedoch in den Folgejahren die Fläche im Frühsommer weiterhin mindestens einmal pro Jahr gemäht und das Mähgut entfernt werden. Weiterhin geplant ist die zweite Mahd im Spätsommer 2021 und die Entbuschung am Langen Stein.

Seit Anfang Juli ist Markus Höper führender Projektmanager im „Bergmähder-Projekt“ und leitet die Bestandsaufnahme, die Kartierungen und Vegetationsgutachten sowie die Beratung von Gemeinden. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie soll am Beispiel von vier Almflächen und den ehemaligen Bergmähdern am Hochgerngipfel ein übertragbares Modell zur naturschutzorientierten Beweidung und Mahd entwickelt und erprobt werden. In der Machtbarkeitsstudie geht es um die Revitalisierung der Bergmähder im Gipfelgebiet des Hochgern und typischer Almen im Achental. Dabei sollen die vergrasten, verfilzten und verbuschten Flächen durch zielgerichtete Pflegemaßnahmen wiederhergestellt werden, um auch den Verlust von vielen seltenen Pflanzen und Tieren entgegenzuwirken. Aktuell sind die Almen Weitalm (GM Unterwössen), Neugrabenalm (GM Unterwössen), Huber Weitwies Alm (GM Schleching) und die Steinbergalm (GM Schleching) im Antrag aufgeführt. Dabei geht es vor allem um die Bekämpfung der Farnausbreitung, die Entbuschung und Auflichtung bestehender dichter Gehölzstrukturen und kleinteiligere Koppelung des Viehs, sowie der Optimierung der Weideintensität und Weidenführung. Zur Dokumentation werden die Flächen dabei in Dauerbeobachtungsflächen eingeteilt und nach dem sogenannten Braun-Blanquet Verfahren rechteckig in Parzellen angelegt, um den Artenbestand vor und nach den Maßnahmen zu erfassen.

Insgesamt können so zum heutigen Stand auf vier Almen umgehend Maßnahmen beantragt werden und bis Herbst 2021/Frühjahr-Sommer 2022 umgesetzt werden. Im Anschluss an die Machbarkeitsstudie sollen danach weitere Almen und Bergmähder in ein umfassendes Projekt aufgenommen werden. Bei der Umsetzung spielen die Landwirte im Achental als Landschafts- und Naturschutzpfleger eine zentrale Rolle. Ohne sie würde die Kulturlandschaft nicht so aussehen, wie wir sie jetzt kennen und schätzen. Auch während der Hauptalmbegehung am Hochgern wurde deutlich, dass die Almwirtschaft die Schnittstelle für Ökologie und Wirtschaften ist. Wesentlich ist, die charakteristischen Arten und Lebensräume der Region zu erhalten und als Biodiversitätsschwerpunkt im Landkreis Traunstein naturschutzfachlich weiterzuentwickeln.

Für das Projekt „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ tritt das Ökomodell Achental e.V. als Zusammenschluss der neun Achental-Gemeinden als Projektträger auf. Gefördert und fachlich begleitet wird die Maßnahme durch die Regierung von Oberbayern im Rahmen des „Biodiversitätsprogramms Bayern 2030“ und das Landratsamt Traunstein. Ab nächstem Jahr sollen zahlreiche weitere Projekte auf den Almen und im Tal umgesetzt werden, um die schöne Kulturlandschaft weiterhin zu erhalten und zu fördern.

http://example.comnews-399.atom Energieberatung und Fördermöglichkeiten für private Haushalte Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-08-25T08:46:40+02:00 2021-08-25T09:15:58+02:00 Klimaschutz fängt schon zu Hause an: bei der Heizung, den Fenstern oder dem Dach. Das eigene Gebäude birgt viele Möglichkeiten die eigene Energiebilanz zu verbessern. Das gilt für Privatleute wie für Unternehmen und Kommunen. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude – kurz BEG – des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden die bestehenden Programme zur energetischen Gebäudesanierung in einem vereinfachten Förderangebot zusammengefasst.

Eigentlich ist es ganz einfach: Die Bundesregierung hat die Programme zur energetischen Gebäudesanierung zum Anfang dieses Jahres zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gebündelt. Das Ergebnis ist ein modernisiertes, vereinfachtes und optimiertes Förderangebot; es umfasst unter anderem das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“) und fördert das Heizen mit Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im Gebäudebereich. Das BAFA hat mit der Umsetzung der BEG Einzelmaßnahmen bereits zum Jahresbeginn 2021 begonnen. Zum 21. Mai 2021 ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der 100.000ste Antrag für die BEG eingegangen. Um das richtige Programm zu finden und zu wissen wie alles funktioniert hilft der Förderwegweiser Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die passgenaue Förderung für Energieeffizienz-Projekte zu finden. Hier kann nachgelesen werden, welche Bau- und Sanierungsvorhaben förderberechtigt sind, wie die staatliche Unterstützung abgewickelt wird und welche Dokumente zur Antragstellung gebraucht werden. Wichtig dabei ist, dass der Antrag immer vor dem Abschluss von Verträgen beim BAFA gestellt wird.

Die möglichen Maßnahmen zur Gebäudesanierung sind dabei vielfältig, vom Fenstertausch über die Dämmung von Dach und Fassade oder dem Heizungstausch bis hin zur Komplettsanierung – viele Hebel sorgen für die dringend nötige Energieeinsparung, damit aber auch für entsprechende Kostenersparnis. Für energetische Modernisierungsmaßnahmen vergibt der Staat außerdem großzügige Förderungen - als reine Zuschussvariante oder über ein Zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kann sich der Eigentümer bei Maßnahmen an der Gebäudehülle, wie Fenstertausch oder Dämmung des Dachs mit 20 % Zuschuss auf die Investitionskosten finanziell unterstützen lassen. Wer seine alte Ölheizung beispielsweise mit einer Pelletheizung tauscht oder sich an einem Wärmenetz anschließt, kann sich 45 % Förderung sichern. Wer seinen Altbau komplett zu einem KfW-Effizienzhaus saniert kann sich, je nach Standard und mit der Einführung des KfW-Effizienzhauses 40 seit dem 01.07.2021 bis zu 45 % Zuschuss von maximal 120.000 Euro Investitionsbetrag sichern. Wenn die neue Heizanlage auf Basis Erneuerbarer Energien über 55 % des Energiebedarfs abdeckt, steigt der Fördersatz daraufhin von 45 % auf 50 % und die max. förderfähigen Kosten für ein Effizienzhaus steigen auf 150.000 Euro je Wohneinheit. Das bedeutet konkret, dass ein Sanierungszuschuss bis zu 75.000 Euro möglich ist.

Nicht nur die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus wird gefördert. Wer ein neues KfW-Effizienzhaus baut oder kauft, hat ebenfalls Anspruch auf Bauzuschüsse oder zinsgünstige Kredite von der KfW. Dabei gibt es mit den Verbesserungen der Konditionen fürs Effizienzhaus 40 Plus bis zu 37.500 € Förderung. Bei den Kreditvarianten sind die Zuschusshöhen gleich hoch. Die Einbindung von Energieeffizienz-Experten und -Expertinnen ist bei der Gebäudesanierung Pflicht. Diese helfen dabei Planungsfehler zu vermeiden und eine technische Projektbeschreibung aufzusetzen, die zur Antragstellung benötigt werden. Eine Liste mit Beratern zur Energieeffizienz ist auf der Website www.energie-effizienz-experten.de zu finden. Die Kosten für die Baubegleitung (sowohl bei Neubau/Erwerb als auch bei einzelnen energetischen Maßnahmen) werden zu 50 Prozent bezuschusst.

Da sowohl Einzelmaßnahmen als auch eine Komplettsanierung sehr komplex sein können, werden als ersten Schritt Einstiegsberatungen empfohlen. So bietet die Energieagentur Südostbayern GmbH seit 1. Juli wieder ergänzend zur Telefonberatung ihre persönlichen Gesprächstermine für die kostenlose und neutrale Energieberatung an und beantwortet alle Fragen rund um die Themen Bauen, Sanieren, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Info und Anmeldung unter Telefon 0861/58-70 39. Weitere Informationen gibt es auch unter www.energieagentur-suedost.bayern. Zudem unterstützt das Ökomodell Achental ebenso Privatleute und Kommunen zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien durch individuelle Beratung. Das Ökomodell Achental organisiert dabei die Energieberatung oder ein Sanierungsgespräch. Nehmen Sie also gerne die Erstberatungen wahr und nehmen Sie mit uns unter der 08641/692909-31 Kontakt auf, wir beraten Sie bei einem Termin ganz unverbindlich. 

http://example.comnews-398.atom Innenentwicklung in den Achental-Gemeinden schreitet weiter voran Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-07-01T10:04:11+02:00 2021-07-01T10:34:53+02:00 Im Rahmen der Sondersitzung der Bürgermeister und der Geschäftsleitung der neun Ökomodell Achental Gemeinden gab es neue Impulse zur Weiterentwicklung des Innenentwicklungskonzepts „Innen satt Außen“.

Reit im Winkl/Achental – Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsposition jeder Kommune wurde eine Präsenzveranstaltung einberufen. Dabei wurde durch Workshops und Diskussionen der Status Quo der Achental-Gemeinden aufgezeigt, verdeutlicht und das weitere Vorgehen besprochen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Marquartsteins 1. Bürgermeister Andreas Scheck und 2. Vorsitzender des Ökomodell Achental seine Bürgermeisterkollegen der Ökomodell Mitgliedsgemeinden, die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die Vertreter des beauftragten Planungsbüros Salm&Stegen mit Micheller&Schalk und ebenso Maximilian Zimmermann von der Wirtschaftsförderung Traunstein. In einem Einführungsvortrag gaben Herr Dr. Raphael Stegen und Günter Schalk einen kurzen Überblick über den aktuellen Bearbeitungsstand der Innenentwicklung in den jeweiligen Gemeinden und den Handlungsdrang zum Flächensparen sowie zur Leerstandsermittlung. Ziel dabei ist es, die freistehenden Wohngebäude, Gewerbebranchen sowie klassische Baulücken zu eruieren und mittels eines Geoinformations-basierten (GIS) Systems festzuhalten. Dabei sind im Umfang die vorhandenen Daten mit den erhobenen Flächen und den eingebauten Autoschlüssel zur möglichen GIS Importierung in eine andere GIS-Plattform enthalten.

Aufgrund der unterschiedlichen Demographie und Struktur jeder Kommune ist die Ausgangposition jedoch unterschiedlich und erfordert daher eine vollumfassende Einzelanalyse. In den Workshops im Laufe des Tages wurden die Verantwortlichen der neun Mitgliedsgemeinden und deren Verwaltungsmitarbeiter gebeten sich in drei Gruppen aufzuteilen und die Instrumente zur Innenentwicklung in ihren Gemeinden zu besprechen und zu vergleichen. Dabei war man sich vor allem in der Leerstandsvermeidung und Nutzung von Potenzial abhängig von der Fläche und den Bedarf einig. Gemeinsames Ziel ist eine größtmögliche Nutzung innerörtlichen Flächen und die Vermeidung der ständigen Verlagerung der Ortsgrenze nach außen. Im Anschluss folgte eine weitere Diskussionsrunde zur Weiterentwicklung des Konzepts und ob es eine Basis für einen möglichen Grundsatzbeschluss aller Gemeinde gibt. Zu verzeichnen war, dass die Achental-Gemeinden durchaus Berührungspunkte aber auch unterschiedliche Ansichten haben. Nichtdestotrotz war der Tenor einheitlich, die Gemeinden interkommunal voranzubringen. Abschließend wurde von Dr. Stegen nochmal der Appell an die Sitzungsteilnehmer gerichtet, die Steuereffekte für die Gemeinden zur nachhaltigen Innenentwicklung an einer zentralen und neutralen Stelle wie dem Ökomodell anzusiedeln. Der 1. Ökomodell Vorsitzende Stefan Schneider, 1. Bürgermeister der Gemeinde Bergen, schloss die Sondersitzung und sprach sich für ein weiteres abgestimmtes Vorgehen aus. Das Ziel der umsichtigen Flächennutzung haben alle Gemeinden auf der Agenda und ein gemeinsames Vorgehen biete viele Vorteile.

http://example.comnews-397.atom Die Attraktivität der Region steigern Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-06-17T14:00:16+02:00 2021-06-17T14:02:02+02:00 Ökomodell-Geschäftsführer informierten den Gemeinderat Unterwössen

Unterwössen – Die Attraktivität der Region steigern und gleichzeitig die anstehenden Herausforderungen gemeinsam lösen möchte der Verein Ökomodell Achental e.V.

Geschäftsführer Wolfgang Wimmer informierte in seiner letzten Sitzung den Gemeinderat der Gemeinde Unterwössen mit einem Sachstandsbericht. Neben dem Naturschutz sind dabei der Umbau der derzeitigen Energieversorgung, hin zu erneuerbaren Energieträgern, ein naturverträglicher Tourismus und die Unterstützung der Landwirtschaft mit zusätzlichen Angeboten von Bedeutung.

Um die kleinstrukturierte Landwirtschaft in den Mitgliedsgemeinden zu fördern bemüht sich der Verein schon seit der Gründung 1999, verschiedene Einkommensalternativen zu entwickeln. Dies erfolge beispielsweise im Bereich der regionalen Vermarktung, als Energielieferanten oder für den Urlaub auf dem Bauernhof.
Im Handlungsfeld Landschaftspflege und Naturschutz nannte Wimmer gezielte Pflegemaßnahmen, eine umsichtige Besucherlenkung samt Umweltbildung für Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen. Ebenso gehöre die Fortbildung von Wander- und Naturführern zu den Aufgaben und regelmäßige Bestandskontrollen. Diese Aufgabe übernimmt federführend die Gebietsbetreuerin Magdalena Bahr im Achental. Sie kümmert sich derzeit unter anderem um den Schutz der Kiesbrüter entlang der Tiroler Achen und um den Zustand der Beschilderung in einigen Schutzgebieten.

Der größte Wirtschaftsfaktor der Region ist der Tourismus. Das Ökomodell möchte dabei die naturverträgliche Entwicklung stärken und legt großen Wert auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit möglichst allen Akteuren wie den Touristikern, Gastgebern und den bestehenden Verbänden. Allerdings trete die Initiative nicht im Außenmarketing der Region auf, sondern kümmere sich um das Innenmarketing wie die Beschilderung der Rad- und Wanderwege oder die Herausgabe von gemeinsamen Broschüren und Wanderkarten. So soll nach den Worten von Wolfgang Wimmer der Urlaub im Achental attraktiv bleiben. Weiter nannte er die Förderung der Mobilität, wozu in den vergangenen Jahren auch der Ausbau der Elektromobilität gehörte. Zusätzlich sollen alternative Formen wie der öffentliche Personennahverkehr entwickelt werden, wo in den zurückliegenden Jahren schon viele Konzepte erarbeitet wurden.

Der Umbau der Energieversorgung von fossilen Energieträgern wie Öl hin zu erneuerbaren liegt dem Verein ebenfalls sehr am Herzen. Ziel sei eine steigende Selbstversorgung mit größtmöglicher regionaler Wertschöpfung. Großer Wert werde auf eine fundierte Energieberatung gelegt und diese erfolge in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Südostbayern. Weiter gehe es auch um den Ausbau von Fernwärmeanlagen und kleineren Quartierskonzepten, welche sehr oft über den Biomassehof Achental in Grassau geplant, betreut und verlässlich beliefert werden.

In dem Zusammenhang sprach Wimmer der Gemeinde Unterwössen ein großes Lob für die energetische Sanierung ihrer Gebäude und gleichzeitigen Umrüstung der Heizungen von Heizöl hin zu modernen Pelletkesseln der Liegenschaften wie unter anderem dem „alten Bad“, dem Rathaus und der Grund- und Mittelschule aus. Seiner Meinung nach sei die Vorbildwirkung der Gemeinde wichtig, um auch die Bürger für Investitionen in den Energiewandel und zugleich Klimaschutz zu motivieren.

Bei seinem Ausblick auf die weiteren Entwicklungen sprach der Geschäftsführer von der großen Wichtigkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit der Mitgliedsgemeinden. Als Beispiele führte er die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im Achental über das Amt für Ländliche Entwicklung in Oberbayern auf oder das Programm „kleinere Städte und Gemeinden“. Dies waren entscheidende Zugangsvoraussetzungen um für Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde entsprechende Fördermittel zu akquirieren. Künftige Schwerpunkte seien eine möglichst abgestimmtes Innenentwicklungskonzept und der Aufbau eines gemeinsamen Flächenmanagements. Dieser Aufgabe widmet sich Florian Maier in der Geschäftsstelle informierte Wolfgang Wimmer abschließend.

http://example.comnews-396.atom Aufruf Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ für kleine und mittlere Unternehmen Ökomodell Achental klimaschutz@oekomodell.de 2021-06-17T13:53:00+02:00 2021-06-17T13:59:10+02:00

Mit dem Förderprogramm "Ladeinfrastruktur vor Ort" beschleunigt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 300 Millionen Euro den Aufbau öffentlicher Ladesäulen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes erhalten durch das Programm die Möglichkeit, einen Ladepunkt kostengünstig aufzustellen und so ihre Kundenakzeptanz zu steigern. Gerade im ländlichen Raum verfügen Unternehmen des Einzelhandels, Supermärkte, Hotels, Restaurants, Schwimmbäder sowie Sportplätze zudem über eine signifikante Anzahl an Stellplätzen, was die Errichtung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur besonders attraktiv macht.

Im Zuge des Förderprogramms können somit kleine und mittlere Unternehmen von einem Zuschuss von 80 Prozent der Investitionskosten profitieren. Förderfähig sind die Ausgaben für die erstmalige Beschaffung und Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur mit mindestens einem fest installierten Ladepunkt, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses. Die Förderung wird dabei als De-minimis-Beihilfe gewährt. Förderfähig sind nur KMU (auch kommunale Unternehmen) nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, welche den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Die Mittel werden dabei im "Windhundverfahren" bewilligt, also nach der zeitlichen Reihenfolge der Antragstellung vergeben.

Gefördert wird:

  • der Kauf von Normalladeinfrastruktur (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW) mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, max. 4.000 Euro pro Ladepunkt,
  • der Kauf von Schnellladeinfrastruktur (DC) von 22 kW bis maximal 50 kW bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, max. 16.000 Euro pro Ladepunkt,
  • der Anschluss an Niederspannung inkl. Installations- und Aufbaukosten in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten, max. 10.000 Euro Förderung pro Standort,
  • der Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten, max. 100.000 Euro Förderung pro Standort.

Außerdem gilt es zu beachten, dass bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mindestens 12/6) eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 Prozent der Förderung erfolgt und die geförderten Ladepunkte vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen müssen.  Darüber hinaus muss die geförderte Ladeinfrastruktur für mindestens sechs Jahre in Betrieb sein. Der Betrieb und die Abrechnung von Ladevorgängen kann dabei durch Dritte erfolgen. Verpflichtend ist auch Strom aus erneuerbaren Energien – über einen Ökostromvertrag oder aus Eigenerzeugung vor Ort. Unter anderem muss die Ladeinfrastruktur bis zum 31. Dezember 2022 umgesetzt werden.

Eine Übersicht förderfähiger sowie nicht förderfähiger Ausgabenpositionen ist im Merkblatt „Förderfähige und nicht förderfähige Ausgaben“ auf der Internetseite der BAV zu finden.

http://example.comnews-395.atom Nasslagerplatz zum Schutz des Waldes Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-06-10T09:22:08+02:00 2021-06-15T13:03:50+02:00 Mögliche Einrichtung eines Nasslagerplatzes zur Zwischenlagerung von Fichten-Rundholz im Achental

In der letzten Gesamtvorstandssitzung des Ökomodell Achental kam es zur Vorstellung der Pläne zur Errichtung eines Nasslagerplatzes durch Sebastian Kurzmeier (stellv. Betriebsleiter des Forstbetrieb Ruhpolding). Dabei referierte er über die Hintergründe, Zusammenhänge sowie den regionalen Nutzen eines Nasslagers. Aus diesem Hintergrund wurde ebenfalls um Unterstützung bei der Standortsuche zur Zwischenlagerung gebeten.

In der Holzwirtschaft ist ein Nasslager ein Lagerplatz für eingeschlagenes Nutzholz, bei dem die Baumstämme zu Konservierungszwecken künstlich beregnet werden. Das Holz wird solange auf einem Nasslagerplatz gelagert, bis es zur weiteren Verarbeitung an das Sägewerk zugeführt wird. Im Detail wird durch künstliche Beregnung der Stämme die Holzfeuchte dauerhaft so hochgehalten, dass kein Sauerstoff mehr in den Holzporen vorhanden ist. Holzschädigenden Pilzen und Insekten wie zum Beispiel dem Borkenkäfer wird damit der Brutraum entzogen. Bäume können so über mehrere Jahre konserviert werden und die Lagerung von Nadelholz ist ohne Qualitätsverlust bis zu 3 Jahren möglich. Das Holz ist dabei dauerhaft vor Pilzbefall und Trockenrissen geschützt. Auf einem Insektizideinsatz zur Bekämpfung des Borkenkäfers kann somit vollständig verzichtet werden.

Jedoch stellen die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf unsere Wälder Waldbesitzer und Holzverkäufer in ganz Mitteleuropa vor große Herausforderungen. Um den Wald für zukünftige Generationen zu schützen und zu erhalten, müssen durch Stürme und vom Borkenkäfern beschädigte Fichten so schnell wie möglich aus dem Wald transportiert werden, damit gesunde Bäume nicht befallen werden.

Durch das Überangebot an Fichtenholz ist die Holzmarktsituation auch in Bayern immer wieder sehr angespannt, sobald deutlich weniger Holz an die Sägewerke absetzbar als der Zwangsanfall es erfordern würde. Mit gravierenden Folgen für die Gesundheit des Waldes: Wenn das Holz nicht rechtzeitig vor dem Ausfliegen des Borkenkäfers aus dem Wald gebracht und bis zur Abfuhr ins Werk zwischengelagert werden kann, vermehrt sich der Borkenkäfer innerhalb kürzester Zeit exponentiell und verursacht schwere Schäden. Stehen keine ausreichenden Lagerkapazitäten außerhalb des Waldes zur Verfügung, muss als Ultima Ratio der Käfer mittels Polterspritzung an der Forststraße begiftet werden, um flächigen Waldverlust zu vermeiden.

Als sehr wirksame Methode zur giftfreien Borkenkäferbekämpfung und zur werterhaltenden Konservierung von Rundholz hat sich deswegen die Lagerung auf Lagerplätzen mit Beregnung erwiesen. Ein flächendeckendes Netz solcher Nasslagerplätze soll bei zukünftigen Katastrophen helfen, Holz, das nicht sofort verkauft werden kann, solange zu konservieren, bis der Markt wieder aufnahmefähig ist. Dabei sind die Vorteile eines Nasslagers zum einen die Möglichkeit der Mitbenutzung für private und kommunale Waldbesitzer sowie der aktive Beitrag der Gemeinden zum Wald- und Klimaschutz. Dabei sind zum Erhalt der Schutzfunktionen unserer Bergwälder eine konsequente Borkenkäferprophylaxe von größter Bedeutung. Aktuell ist zwar nach Jahren einer schweren Holzmarktkrise eine Konsolidierung des Holzmarktes und ein erheblicher Anstieg der Nadelholznachfrage zu verzeichnen, jedoch ist ein Nasslager ein wichtiger Baustein in der präventiven Krisenbewältigung, um zukünftige Sturmkatastrophen oder Borkenkäfermassenvermehrungen zu überstehen.

Daher bemühen sich die Bayerischen Staatsforsten intensiv, die Nasslagerkapazitäten kontinuierlich auszubauen. Ziel ist es, an jedem Forstbetrieb Lager für den Bedarfsfall von Sturm geschädigte und vom Borkenkäfer befallene Fichten vorzuhalten. Dauerhaft können aber die bisherigen Erfolge bei der Eindämmung der Borkenkäfergefahr in Zeiten von Witterungsextremen und äußerst volatilen Holzmärkten nur gesichert werden, wenn schnell reagiert und das Holz in ein Nasslager transportiert werden kann.

Entscheidende Kriterien für potentielle Lagerflächen sind eine verfügbare Mindestfläche, eine gute Verkehrsanbindung, ein Grundwasseranschluss, kein Biotopschutz und die Lage außerhalb von Hochwasserbereichen. Damit scheiden nahezu alle Grundstücke aus dem eigenen Besitz des Forstbetriebs Ruhpolding aus.

Trotz intensiver Bemühungen ist es jedoch bisher nicht gelungen, geeignete Flächen von Dritten zu erwerben. Wer sich daher vorstellen kann, bei der Standortsuche zur Einrichtung eines Nasslagerplatzes auf privaten bzw. kommunalen Flächen zu helfen, kann sich gerne an Herr Kurzmeier vom Forstbetrieb Ruhpolding wenden.

Kontaktdaten:

stellv. Forstbetriebsleiter:

Sebastian Kurzmeier

Telefon: +49 (8663) 8887-0

E-Mail: sebastian.kurzmeier(at)baysf.de

http://example.comnews-394.atom Veranstaltungshinweis - 2021-03-10T15:08:03+01:00 2021-03-10T15:30:50+01:00 Klimagespräche Traunstein: Video-Diskussionsforum der Scientists for Future (S4F), Regionalgruppe Traunstein

Nach dem erfolgreichen Start unserer ersten öffentlichen Veranstaltungsreihe letztes Jahr im Dezember zur Klima- und Umweltkrise, freuen wir uns, die Veranstaltungsreihe jetzt im März fortzusetzen.
Nach den eher übergeordneten Themen „Planetare Grenzen“, Kipppunkte beim Klimawandel“ und „Klimaethik“ der ersten Staffel fokussieren wir diesmal unsere Veranstaltungsreihe auf das Thema der Landnutzung.
Gemeint ist damit der Umgang mit unseren nicht besiedelten Freiflächen. Was passiert gerade mit unseren Wäldern, wie gehen wir mit landwirtschaftlichen Flächen um und was bedeutet das für unsere Ernährung im Zeichen der Klima- und Umweltkrise.
Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs um 20.00 Uhr im online Format statt.

Unsere Termine und Themen sind:
am 17.03.2021 Wald und Klima
am 24.03.2021 Landwirtschaft
am 31.03.2021 Ernährung

Wir möchten durch die Verknüpfung von globalen Themen mit regionalen Schwerpunkten den aktiven lösungsorientierten Austausch unterschiedlicher Interessengruppen unterstützen und Klarheit für die benötigten Priorisierungen erzeugen. Deshalb sind alle Zuhörer*innen herzlich eingeladen, nach einem kurzweiligen Fachbeitrag an einer regen Diskussion teilzunehmen.

Für den ersten Vortrag mit dem Thema Wald und Klima konnten wir Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Pretsch, Leiter des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde an der TU München gewinnen. Nach einer Einführung über das Waldwachstum allgemein in Europa und in Deutschland wird Prof. Pretz den Stadtwald Traunstein einordnen in die aktuelle Dynamik, die sich zwischen Beschleunigung und episodischen Einbrüchen bewegt. Als Co-Referent wird uns Herr Gerhard Fischer, Stadtförster Traunstein über Details und Lösungsansätze aus dem Stadtwald Traunstein berichten.

Beim zweiten Vortrag mit dem Thema Landwirtschaft informiert uns Karl Schweisfurth, Sohn des bekannten Gründers der Hermannsdorfer Landwerkstätten, Karl-Ludwig Schweisfurth über die Vorteile einer ökologisch orientierten Landwirtschaft. Wir fragen, welche Herausforderungen im Zeichen des Klimawandels damit verbunden sind und was das für die Artenvielfalt bedeutet.

Ernährung und Klima ist das Thema unseres dritten Vortrags. Die Umweltwissenschaftlerin Frau Jasmin Dorner und der Physiker Dr. rer. nat. Simon Filser, beide der Regionalgruppe Scientists4Future Traunstein, beleuchten hierbei die klimatischen Auswirkungen unseres Lebensmittelkonsums und erläutern Möglichkeiten gesunder Ernährung für den Menschen und unsere Erde. Dabei gehen sie auch auf die Bedeutung biologischer, regionaler und saisonaler Ausrichtung ein.

Ziel der Veranstaltungen ist, das Neudenken in Zeiten des Klimawandels anzuregen, den Austausch von Standpunkten und Ideen zu ermöglichen und neue Sichtweisen entstehen zu lassen.

Die Klimagespräche Traunstein werden bis auf Weiteres jeweils als Videoübertragung online per ZOOM stattfinden, Dauer etwa eineinhalb Stunden. Die Zugangsdaten können über einen Link auf unserer Webseite https://traunstein.scientists4future.org/ abgerufen werden.

Die Scientists for Future Traunstein freuen sich auf Sie und Ihre Ideen!

 

Pressekontakt
Prof. Helmut Bielenski
traunstein(at)scientists4future.org

 

Im Juli 2020 hat sich auch im Landkreis Traunstein eine Regionalgruppe der Klimabewegung „Scientists for Future“ gegründet. Die Scientists for Future sind ein Zusammenschluss von über 26.800 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die im März 2019 eine Stellungnahme zu den Protesten für mehr Klimaschutz unterzeichnet haben:
Zitat: „Als Menschen, die mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut sind und denen die derzeitigen Entwicklungen große Sorgen bereiten, sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, auf die Folgen unzureichenden Handelns hinzuweisen“.
Aktuell engagieren sich in Deutschland über 70 Regionalgruppen.

http://example.comnews-393.atom Projekte für Regionalbudget 2021 ausgewählt - 2021-03-04T08:03:09+01:00 2021-03-04T08:05:24+01:00 ILE Achental fördert 17 regionale Kleinprojekte

Nachdem das Ökomodell Achental zur Einreichung von Kleinprojekten aufgerufen hatte, wurden nun insgesamt 17 regionale Projekte für das Regionalbudget 2021 ausgewählt. Mit der Förderung werden Kleinprojekte unterstützt, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts des ILE-Zusammenschlusses Achental dienen und den Zweck verfolgen, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.

Das Entscheidungsgremium der ILE Achental hatte in diesem Jahr die Qual der Wahl, da zahlreiche Förderanfragen aus der Region eingereicht wurden. 2021 dürfen sich 17 Projektträger aus dem Achental über eine Förderung von bis zu 80 Prozent für ihre eingereichten Projekte freuen. Damit ist das Budget vollends ausgeschöpft. Das Regionalbudget wurde im letzten Jahr erstmals vom Amt für ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Für 2021 steht dem ILE-Zusammenschluss Achental ein Regionalbudget in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung.

Gefördert werden Kleinprojekte (bis zu 20.000 Euro) zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, der Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung, der Umsetzung von an den ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen und der Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

In diesem Jahr spielt vor allem das Thema Digitalisierung eine wichtige Rolle, wie die Projekte „Virtuelle Almen-Ausstellung“, „Digitalisierung der Musikschule“, „Digitales Dorf“ und „Digitalisierung des Archäologischen Museums“ zeigen. Weitere Projekte sind unter anderem ein Lehrbienenhaus, eine Kreativ-Werkstatt und ein öffentlicher Bücherschrank.

„Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Projektideen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit der regionalen Förderung unterstützen können“, so Kathrin Kopschinski, stellvertretende Projektleiterin der ILE Achental. Die Projekte befinden sich derzeit in der Umsetzungsphase und werden bis spätestens Ende September abgeschlossen sein. Die Fördermittel gehen in diesem Jahr überwiegend an Vereine und Kommunen.

Das Regionalbudget wird vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern zur Verfügung gestellt. Mit der Förderung werden Gemeinden unterstützt, die sich freiwillig im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammengeschlossen haben (ILE-Zusammenschlüsse). Dadurch soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden.

http://example.comnews-391.atom Digitale Besucherlenkung im Achental - 2021-02-18T09:24:23+01:00 2021-02-18T09:26:36+01:00 Gesamtvorstand beschließt Teilnahme am Wettbewerb „Kommunal? Digital!“

Im Rahmen der ersten Gesamtvorstandssitzung 2021 des Ökomodell Achental e.V. wurde das Projekt „Digitale Besucherlenkung im Achental“ vorgestellt und die Teilnahme am Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ beschlossen. Weitere Themen der Sitzung waren die weitere Vorgehensweise im Projekt „Innenentwicklung“, die Inhalte der Projektskizze „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ und der Haushalt 2021.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist das Achental ein sehr beliebtes Ziel für Urlaubsgäste, Tagesausflügler und Freizeitsportler. Der Druck auf die Erholungsgebiete wächst seit Jahren stetig an. Durch fehlende Attraktivität und Frequenz des ÖPNV geschieht dies zum großen Teil durch Anfahrt mit dem eigenen Auto. Gerade die Parkplätze an den Wanderausgangspunkten und Badeseen sind regelmäßig komplett überfüllt und Zufahrtsstraßen blockiert. Entsprechende Verbote und Ahndung durch Bußgelder führen nicht zur gewünschten Erleichterung und Einsicht bei den Parkenden.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, wird das Ökomodell mit dem Projekt „Digitale Besucherlenkung im Achental“ am Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ teilnehmen. Das hat der Gesamtvorstand einstimmig beschlossen. Ziel ist es, der Überfüllung von Parkplätzen in der Region mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Laut Wolfgang Wimmer (Geschäftsführer des Ökomodells) biete der Wettbewerb die Möglichkeit, das Projekt mit der entsprechenden fachlichen Begleitung voranzutreiben und die Situation mit Hilfe einer digitalen Lösung zu verbessern. Pro Regierungsbezirk können drei Projekte prämiert werden. Ob das Projekt aus dem Achental zu den Gewinnern zählt, wird sich im Juli 2021 zeigen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde diskutiert, wie die erhobenen Innenentwicklungsdaten künftig verwaltet werden sollen. Eine Möglichkeit sei eine interkommunale Betreuung durch das Ökomodell. Das Vorhaben wird in den kommenden Monaten in den Gemeinderäten der Mitgliedsgemeinden vorgestellt, um im Anschluss die gemeinsame Vorgehensweise zu beschließen. Ebenfalls zur Diskussion standen die Inhalte der Projektskizze „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“. Neben den 2020 begonnenen Landschaftspflegemaßnahmen am Hochgern wurden vier potenzielle Projekte ausgewählt. Die Gesamtvorstandschaft beschloss einstimmig, das Biodiversitätsprojekt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beantragen.

Zum Ende der Sitzung stellte Geschäftsführer Wolfgang Wimmer die Budgetplanung und den Haushalt 2021 des Ökomodell Achental e.V. und der Achental Betriebs- und Entwicklungs-GmbH vor, welche vom Gesamtvorstand beschlossen wurden. Der Haushaltsansatz des Vereins liegt 2021 bei 239.802 Euro, davon fallen 152.693 Euro an Ausgaben für den Verein an.

Die Sitzung wurde sowohl in Präsenz als auch in digitaler Form abgehalten. Das notwendige Equipment wurde von Landratsamt Traunstein zur Verfügung gestellt.

http://example.comnews-390.atom Regionalbudget 2021 - 2021-01-18T11:08:00+01:00 2021-01-20T11:42:09+01:00 Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte bis 31.01.2021

Auf Grundlage des Bescheids des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern vom 11.01.2020 und den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) steht dem ILE-Zusammenschluss Achental für das Jahr 2021 ein Regionalbudget in Höhe von 100.000 EUR zur Verfügung. Die Förderung erfolgt nach den Bestimmungen der Maßnahme 10.0 Regionalbudget im Förderbereich 1 „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in der jeweils geltenden Fassung.

Der ILE-Zusammenschluss Achental ruft zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf.

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

Voraussetzungen: Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.

Fördergegenstand
Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  • Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,
  • Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 01.10.2021 vorgelegt werden kann.

Zuwendungs- und Antragsberechtigte sind
Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
natürliche Personen und Personengesellschaften.

Art und Umfang der Förderung
Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80% bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

Antrags- und Auswahlverfahren: Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.

Kriterien zur Projektauswahl:

Nr.

Auswahlkriterium

Punkte

1

Zielerreichungsgrad ILEK

1

2

Bürgerbeteiligung

1

3

Innenentwicklung

1

4

Interkommunaler Ansatz

2

5

Innovativ für die Region

3

6

Wirkung (lokal 1, regional 1, überregional 1)

3

7

Nachhaltigkeit (ökologisch 1, ökonomisch 1, sozial 1)

3

8

Vernetzung (Aktivitäten 1, Akteure 1)

2

9

Sicherung der Daseinsvorsorge

2

10

Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz

2

Eine Mindestpunktzahl von 11 Punkten (von maximal 20 Punkten) muss erreicht werden, damit das Projekt eine Förderzusage bekommt.

Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.

Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Achental und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.

Termine:
Abgabe der Förderanfragen bis spätestens 31.01.2021
Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammenschlusses (Vorlage des Durchführungsnachweises): 01.10.2021


Anfragen auf Förderung sind an folgende Adresse zu richten:

Ökomodell Achental e.V.
Eichelreuth 17
83224 Grassau

Ansprechpartnerin:
Kathrin Kopschinski
Tel. 08641/692909-30
info(at)oekomodell.de


Zum Download:
Antragsformular
Merkblatt Regionalbudget
Merkblatt De-minimis-Beihilfe

Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen außerdem im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/234566/index.php zur Verfügung.

http://example.comnews-389.atom Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und Einzelmaßnahmen - 2021-01-05T15:24:22+01:00 2021-01-05T16:09:16+01:00 Neue Fördersätze zum 01.01.2021

Die bisherigen Förderungen der KfW und des BAFA für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme sollen neu geordnet, gebündelt und übersichtlicher gestaltet werden. Ziel der Zusammenfassung ist es, den Zugang zur Förderung zu vereinfachen; auch Antragsverfahren sollen erleichtert werden. Zudem sollen Anreize geschaffen werden, ambitioniertere Maßnahmen umzusetzen.

Die technischen Mindestanforderungen und die Richtlinien zur neuen Förderung wurden auf der Internetseite des BMWi und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Einen Überblick zur umfangreichen Förderlandschaft und den Themen rund um energetisches Bauen und Sanieren, Energieeffizienz und erneuerbare Energien erhalten Sie beim Klimaschutzmanager Hans Haslreiter (Ökomodell Achental) telefonisch unter 08641/692909-31.

Zudem bietet die Energieagentur Südostbayern GmbH Energieberatungen für alle Bürgerinnen und Bürger an, aktuell telefonisch unter 0861/58-70 39.

Nachfolgend ein Überblick über die Fördermaßnahmen.

 

Fördersätze der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Zuschuss / Tilgungszuschuss
für

Effizienzhaus / Effizienzgebäude

Denkmal

100

85

70

55

40

40+

Neubau Wohngebäude

-

-

-

-

15%

20%

25%

Neubau Nichtwohngebäude

-

-

-

-

15%

20%

-

Sanierung Wohngebäude

25%

27,5%

30%

35%

40%

45%

-

Sanierung Nichtwohngebäude

25%

27,5%

-

35%

40%

45%

-

 

Einzelmaßnahmen

Einzelmaßnahmen zur Sanierung von Wohngebäuden (WG) und Nichtwohngebäuden (NWG)

Fördersatz

Fördersatz Austausch Ölheizung

Heizungs-
anlagen

Gas-Hybridanlagen
Solarthermieanlagen

30 %
30 %

40 %
30 %

Wärmepumpen
Biomasseanlagen
Innovative Heizungsanlagen auf EE-Basis
EE-Hybridanlagen

35 %

45 %

Anschluss an Gebäude-/Wärmenetze
- mind. 25 % Erneuerbare Wärme
- mind. 55 % Erneuerbare Wärme

30 %
35 %

40 %
45 %

Heizungs-
optimierung

Hydraulischer Abgleich; Dämmung von Rohrleitungen; Pumpentausch

20 %

Anlagentechnik (außer Heizung)

Einbau, Austausch oder Optimierung von Lüftungsanlagen;
WG: Einbau "Efficiency Smart Home";
NWG: Regelungstechnik,
Raumkühlung und Beleuchtungssysteme

20 %

Gebäudehülle

Dämmung von Außenwänden, Dach, Geschossdecken und Bodenflächen, Austausch von Fenstern und Außentüren; sommerlicher Wärmeschutz

20 %

http://example.comnews-388.atom Genussrechte zur Finanzierung eines Hühnermobils beim Sepp’n Bauer Sepp'n Bauer 2020-12-08T11:32:56+01:00 2020-12-08T11:48:20+01:00 Anlegerinformation

Unser Familienbetrieb

Wer uns kennt, weiß: Wir sind ein Familienbetrieb mit bäuerlicher Vielfalt am Hof. Seien es unsere Pinzgauer Rinder, die Schweine, die Gänse, die Giggerl – alle sollen bei uns ein schönes Leben haben. Wir arbeiten am Hof für alle transparent und erlebbar traditionell. Wir bieten unseren Gästen und Kunden ein umfangreiches wie vielseitiges Angebot an Leistungen rund um den Bauernhof und der heimischen Landwirtschaft an. Unsere Kunden danken es uns mit ihrer Treue. Seit 2002 haben wir den Betrieb übernommen und die Erlebnisreisen und unsere Direktvermarktung mit viel Herz und Hingabe aufgebaut. Nun ist unsere Tochter in den Betrieb eingestiegen, so dass einer Übergabe an die nächste Generation nichts mehr im Wege steht.

 

Unsere Philosophie

Wir stehen für eine gesunde und regionale Landwirtschaft im Einklang der Natur, schonen Ressourcen und schaffen lebenswerte Bedingungen für kommende Generationen. Besonders wichtig ist uns das Tierwohl: Wir schaffen für unsere Tiere ein lebenswertes und glückliches Leben mit viel Freiraum in der Natur! Daher investieren wir noch mal in unseren Betrieb, etwa in den Auslauf für unsere Schweine. Wir unterstützen und fördern die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Mitarbeitern und Behörden und streben dabei stets eine faire und langfristige Beziehung an.  Neben dem Erhalt unserer schönen Natur und unserer bäuerlichen Kultur ist uns auch ein ressourcenschonender Betrieb wichtig: Mit Holz und Photovoltaik nutzen wir Sonne und nachwachsende Rohstoffe aus der Region.

 

Unsere Vision: Campende Legehennen!

Seit Beginn unserer Direktvermarktung halten wir am Hof auch ca. 100 Hühnern und verkaufen die Eier. Dabei mischen wir die verfügbaren Rassen bunt durcheinander: Unsere Hühner sind meist die braunen, schwarzen und weißen Legehühner gemischt mit etlichen speziellen Rassen wie Sperber, Silberhals und Maran. Selbstverständlich mit einem wunderschönen, bunten stolzen Hahn, der die Herde unter sich hat.

Da die Nachfrage nach frischen Eiern immer weiter steigt und wir unsere Kunden auch gerne zufriedenstellen, haben wir uns entschieden unsere Hühnerschar zu vergrößern. Dabei wollen wir nicht einfach die Anzahl im Stall zu verdoppeln, sondern unsere Hühner im „Wohnmobil“ auf Reisen zu schicken, damit diese immer frisches Grün haben und ebenso wie wir unsere schöne Landschaft genießen. 

An den Kosten zur Anschaffung des Hühnermobils möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, sich finanziell zu beteiligen.

 

Geschäftsentwicklung

In der Vergangenheit konnten wir unseren Betrieb gut etablieren. Permanente Investitionen in unser Angebot garantieren ein gleichbleibend hohes Angebot an Lebensmitteln aus bäuerlicher Tradition.

Der Hof ist fast unbelastet und die Entwicklung ist trotz Corona erfreulich. Wir mussten den Einbruch unserer Kutschenfahrten und Busreisen verkraften. Dafür haben wir bei der Direktvermarktung deutlich zugelegt. Alle Vorhaben – die Weideschweine und das Hühnermobil – dienen dem weiteren Ausbau der Direktvermarktung. Die Kosten für beides sind überschaubar und belasten den Betrieb nicht. Dafür werden wir unabhängiger von der Entwicklung der Busreisen.

 

Unser Angebot zur finanziellen Beteiligung

Wir emittieren Genussrechte in einer Gesamthöhe von 50.000 Euro, um das Hühnermobil zu finanzieren. Genussrechte sind ein Finanzierungsinstrument, das eine direkte finanzielle Beteiligung von Verbrauchern an einem Betrieb ermöglicht. Ab der Investitionssumme von 500 Euro können Sie sich an unserem Vorhaben beteiligen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Konditionen. Sie als Anleger können sich zwischen den Varianten 1 oder 2 entscheiden. Zudem erhalten Sie bei uns als Investor dauerhaft 2% Rabatt auf Ihren Einkauf bei uns!

Die detaillierten Konditionen des Genussrechts finden Sie in den Genussrechtsbedingungen. Durch Ihre Beteiligung stärken Sie aktiv regionale Wirtschaftskreisläufe, eine bäuerliche Landwirtschaft und den Erhalt handwerklicher Traditionen.

 

 

Variante 1

Variante 2

Stückelung

500

500

Laufzeit

Unbefristet

Unbefristet

Zinssatz

1,1 % p.a.*

(Auszahlung in Euro)

3,0 % p.a.*

(in Form von Warengutscheinen**)

Übertragbarkeit

Genussrechte sind jederzeit auf andere Personen übertragbar bzw. verkaufbar, Basis für die Übertragung ist der Nominalwert.

Kündigungsmöglichkeit

Frühestens 5 Jahren nach Zeichnung zum Jahresende mit 12 Monaten Frist.

Formen der Rückzahlung

Rückzahlung in Geld: Genussrechtsbetrag wird mit Wirksamwerden der Kündigung zurücküberwiesen.

Rückzahlung in Gutscheinen: Rückzahlung des Genussrechtsbetrags erfolgt durch Warengutscheine über die Dauer von fünf Jahren jeweils zum Jahresanfang.

* Durch Ihre Beteiligung erhalten Sie dauerhaft 2% Rabatt auf Ihren Einkauf.

** Warengutscheine können gegen Produkte im Hofladen beim Sepp’n Bauer eingelöst werden, und zwar vor Ort.

 

Hinweis auf Risiken

Ein Totalverlust der Anlage ist grundsätzlich möglich. Im Falle einer Insolvenz des Betriebes werden die Forderungen der Genussrechtzeichner erst nach den Forderungen aller nichtnachrangigen Gläubiger bedient. Außerdem können Rückzahlungen von Genussrechten sowie Zinszahlungen nur solange verlangt werden, wie diese für unseren Betrieb keinen Grund für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens herbeiführen. In diesem Fall würde sich die Auszahlung auf den frühestmöglichen Zeitpunkt verschieben, an dem der Betrieb wieder über entsprechende finanzielle Mittel verfügt (qualifizierter Rangrücktritt). Für etwaige Verluste, die in Einzeljahren auftreten könnten, müssen Genussrechtszeichner nicht haften. Die Genussrechte können frühestens nach 5 Jahren zum Jahresende mit 12 Monaten Frist gekündigt werden. Wollen sich Anleger vorzeitig von ihren Genussrechten trennen, müssen sie dafür einen Käufer finden. Falls sich bei uns Kaufinteressenten melden, würden wir den Kontakt herstellen. Für den Fall des Verkaufs stellen wir Abtretungsformulare zur Verfügung.

 

Wie kommt Ihre Beteiligung zustande?

Schritt 1:  Genussrechtsbedingungen und Zeichnungsschein herunterladen ODER bei Marille oder Franziska Simon, telefonisch anfordern: 08051-9617222 (gerne auch den Anrufbeantworter besprechen, wir rufen Sie zuverlässig zurück!).

Schritt 2: Durchsicht der Anlegerinformationen und der Genussrechtsbedingungen.

Schritt 3: Zeichnungsschein ausfüllen, unterschreiben und per Post mit Sendenachweis schicken an:

Sepp’n Bauer, Inhaber Alois Simon
z.H. Marille Simon
Rottauer Str. 72a
D-83233 Bernau

Schritt 4: Alois Simon bestätigt die Annahme der Zeichnung durch Zusendung der Kopie des angenommenen Zeichnungsscheins.

Schritt 5: Nach Erhalt des gegengezeichneten Zeichnungsscheins ist der gezeichnete Betrag innerhalb von 16 Werktagen auf das im Zeichnungsschein angegebene Konto des Sepp’n Bauer zu überweisen.

Schritt 6: Kontaktperson bestätigt den Zahlungseingang, sobald erfolgt und versendet ein Zertifikat. Es erfolgt der Eintrag ins Genussrechtsregister.

Der Anleger hat das Recht, die Zeichnung innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des gegengezeichneten Zeichnungsscheins ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung zu widerrufen. Ein entsprechendes Formular liegt den Unterlagen bei.

Die Verzinsung wird jährlich bis vier Wochen nach Ende des Kalenderjahres überwiesen bzw. in Form von Warengutscheinen zugesandt.

 

Hinweis: Bei der Erstellung der Anlegerinformationen sowie der Rentabilitätsrechnung unserer Investition wurden wir von Petra Wähning unterstützt.

 

Sepp'n Bauer
Inhaber: Alois Simon
Rottauer Str. 72a
D-83233 Bernau

http://example.comnews-387.atom Bauern- und Wochenmarkt: Fairtrade Initiative erweitert ihr Angebot Pfarrverband Grassau 2020-12-03T08:02:45+01:00 2020-12-03T08:08:36+01:00 Leckereien fair-schenken zu Weihnachten, eMail-Anfrage möglich

Die Fairtrade Initiative des Pfarrverbands Grassau hat ab sofort vielfältige Taschen im Angebot. Unser neues Mitglied Anita Biechely hat dies ermöglicht. Durch das soziale Projekt „Blackwhite“ ihrer Nichte werden diese Taschen als Upcycling Produkte hergestellt. Aus alten Zementsäcken werden attraktive und robuste Utensilien genäht, vom kompakten Geldbeutel bis zur Umhängetasche. Die utensilos taugen sogar als Blumenkübel oder allgemein zur Aufbewahrung. Hergestellt werden die Unikate in Kenia unter fairen Bedingungen und ermöglichen damit jungen Leuten die Hilfe zur Selbsthilfe.

Auf Wunsch können die Taschen gleich mit fair gehandelten Schoko-Nikoläusen, Spekulatius und anderen Lebensmitteln gefüllt werden. Diese einzigartigen „Geschenkkörbe“ werden am 3., 10. Und 17. Dezember auf den Grassauer Bauern- und Wochenmarkt angeboten. Zusätzlich können Varianten von 10 bis 50 Euro per eMail angefragt werden.

Die Initiatoren konnten sich auch über prominente Kunden freuen: So begrüßt die Gemeinde Grassau ihre Gäste zukünftig mit fair gehandelten Schokotäfelchen. Sparkassenkunden in Grassau und Marquartstein kommen demnächst ebenso zum Genuss dieser GEPA Schokoladen, denn die Kooperation von GEPA mit den fairen Berchtesgadener Milchwerken passt ideal zum Heimatkonzept der Sparkasse.

Ebenfalls etablieren wird sich der Verkaufsstand nach den Gottesdiensten im Pfarrverband Grassau. Die von Ort zu Ort rollierenden Angebote am Sonntag nach einem Markttag werden zukünftig im Kirchenzettel angekündigt. Zu guter Letzt gab es auch schon Gespräche mit der evangelischen Gemeinde Marquartstein über die Unterstützung der Fairtrade Initiative durch KonfirmandInnen.

http://example.comnews-386.atom Veranstaltungshinweis - 2020-12-01T07:48:51+01:00 2020-12-01T07:58:10+01:00 Klimagespräche Traunstein: Video-Diskussionsforum der Scientists for Future (S4F), Regionalgruppe Traunstein

Im Dezember starten wir mit einer öffentlichen Veranstaltungsreihe, die sich mit den aktuellen Themen der Klima- und Umweltkrise beschäftigen wird. Mit drei Auftaktveranstaltungen, jeweils mittwochs um 20 Uhr, wollen wir uns mit den globalen Umweltveränderungen, deren Konsequenzen und den daraus folgenden regionalen Handlungsnotwendigkeiten für den Chiemgau auseinandersetzen.
Unsere Termine und Themen sind:
am 2.12.2020 „Planetare Grenzen”
am 9.12.2020 „Kipppunkte beim Klimawandel”
am 16.12.2020 „Klimaethik”


Im kommenden Jahr wird es dann mit Lösungsansätzen rund um die Themen Bauen, Energie, Ernährung etc. weitergehen.
Wir möchten durch die Verknüpfung von globalen Themen mit regionalen Schwerpunkten den aktiven lösungsorientierten Austausch unterschiedlicher Interessengruppen unterstützen und Klarheit für die benötigten Priorisierungen erzeugen. Deshalb sind alle Zuhörer*innen herzlich eingeladen, nach einem kurzweiligen Fachbeitrag an einer regen Diskussion teilzunehmen.
Der erste Vortrag startet am Mittwoch, den 2.12.2020 um 20 Uhr mit dem Thema “Planetare Grenzen”. Referenten sind Dr. rer. nat. Simon Filser, Physiker, und Hermann Hofstetter, MSc, Umweltmanager. Die Moderation hat Dr.-Ing. Heide Schuster, Architektin.
Wir fragen: “Was sind denn die planetaren Grenzen und was passiert, wenn wir diese überschreiten? Und, können wir überschrittene Grenzen wieder rückgängig machen? Warum ist Biodiversität besonders wichtig und ein kritischer Punkt? Was bedeuten biochemische Kreisläufe und wieso ist hier die Landwirtschaft ein Schlüsselfaktor?
Dies alles wollen wir kurz vorstellen und mit Ihnen diskutieren!
Ziel der Veranstaltung ist, das Neudenken in Zeiten des Klimawandels anzuregen, den Austausch von Standpunkten und Ideen zu ermöglichen und neue Sichtweisen entstehen zu lassen.


Die Klimagespräche Traunstein werden bis auf Weiteres jeweils als Videoübertragung online per ZOOM stattfinden, Dauer etwa eineinhalb Stunden. Die Zugangsdaten können über einen Link auf unserer Webseite ts.s4f.earth abgerufen werden.
Die Scientists for Future Traunstein freuen sich auf Sie und Ihre Ideen!


Pressekontakt
Dr.-Ing. Heide G. Schuster
ts.s4f.earth
s4ftraunstein@gmail.com

 

Im Juli 2020 hat sich auch im Landkreis Traunstein eine Regionalgruppe der Klimabewegung „Scientists for Future“ gegründet. Die Scientists for Future sind ein Zusammenschluss von über 26.800 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die im März 2019 eine Stellungnahme zu den Protesten für mehr Klimaschutz unterzeichnet haben:
Zitat: „Als Menschen, die mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut sind und denen die derzeitigen Entwicklungen große Sorgen bereiten, sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, auf die Folgen unzureichenden Handelns hinzuweisen“.
Aktuell engagieren sich in Deutschland über 70 Regionalgruppen.

http://example.comnews-385.atom Regionalbudget 2021 - 2020-11-26T11:08:57+01:00 2020-12-18T09:26:48+01:00 Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte bis 31.01.2021

Der ILE-Zusammenschluss Achental ruft zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf.

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

Voraussetzungen: Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.

Fördergegenstand
Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  • Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,
  • Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 01.10.2021 vorgelegt werden kann.

Zuwendungs- und Antragsberechtigte sind
Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
natürliche Personen und Personengesellschaften.

Art und Umfang der Förderung
Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80% bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

Antrags- und Auswahlverfahren: Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.

Kriterien zur Projektauswahl:

Nr.

Auswahlkriterium

Punkte

1

Zielerreichungsgrad ILEK

1

2

Bürgerbeteiligung

1

3

Innenentwicklung

1

4

Interkommunaler Ansatz

2

5

Innovativ für die Region

3

6

Wirkung (lokal 1, regional 1, überregional 1)

3

7

Nachhaltigkeit (ökologisch 1, ökonomisch 1, sozial 1)

3

8

Vernetzung (Aktivitäten 1, Akteure 1)

2

9

Sicherung der Daseinsvorsorge

2

10

Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz

2

Eine Mindestpunktzahl von 11 Punkten (von maximal 20 Punkten) muss erreicht werden, damit das Projekt eine Förderzusage bekommt.

Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.

Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Achental und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.

Termine:
Abgabe der Förderanfragen bis spätestens 31.01.2021
Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammenschlusses (Vorlage des Durchführungsnachweises): 01.10.2021


Anfragen auf Förderung sind an folgende Adresse zu richten:

Ökomodell Achental e.V.
Eichelreuth 17
83224 Grassau

Ansprechpartnerin:
Kathrin Kopschinski
Tel. 08641/692909-30
info(at)oekomodell.de


Zum Download:
Antragsformular
Merkblatt Regionalbudget
Merkblatt De-minimis-Beihilfe

Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen außerdem im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/234566/index.php zur Verfügung.

http://example.comnews-384.atom Förderung von Ladestationen an Wohngebäuden - 2020-11-23T09:29:43+01:00 2020-11-23T09:42:03+01:00 Maßnahme zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im privaten Bereich

Ab dem 24. November 2020 fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Errichtung von Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden. Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen. Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland.

Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Die Gesamtkosten des Vorhabens dürfen den Zuschussbetrag nicht unterschreiten. Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss des Vorhabens überwiesen wird. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Keine Förderung erhalten kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Zu den förderfähigen Leistungen zählt die Ladestation, das Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung der Ladestation, der elektrische Anschluss (Netzanschluss), die notwendigen Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten), notwendige technische und bauliche Maßnahmen am Netzanschlusspunkt und am Gebäude und notwendige Ertüchtigungs-/Modernisierungsmaßnahmen der Hauselektrik sowie der Telekommunikationsanbindung der Ladestation.

Zu beachten ist, dass der Zuschuss vor Beginn des Vorhabens bei der KfW beantragt werden muss. Sobald eine Antragsbestätigung vorliegt, kann die Maßnahme umgesetzt werden. Der Zuschuss von 900 Euro wird nach ordnungsgemäßer Durchführung ausgezahlt. Hierfür müssen alle Rechnungen über die förderfähigen Leistungen vorliegen.

Die Förderung "Ladestationen für Elektroautos - Wohngebäude" (440) kann ab 24.11.2020 im KfW-Zuschussportal unter www.kfw.de/440-zuschussportal beantragt werden.

Merkblatt zur Förderung

http://example.comnews-383.atom Investitionen in die Zukunft der Gemeinden im Achental Ludwig Flug 2020-11-17T10:32:43+01:00 2020-11-17T10:40:19+01:00 Die Mitglieder setzten weiter auf den vertrauten Vorstand Bericht zur Jahreshauptversammlung 2020

Die Achentalhalle gab dem Verein Ökomodell Achental den Raum seine Mitgliederversammlung - zugleich die Gesellschafterversammlung seiner Betriebs- und Entwicklungs GmbH - unter Schutzvorkehrungen zügig durchzuziehen. Der 1. Vorsitzende Stefan Schneider, 1. Bürgermeister der Gemeinde Bergen, zeigte im Jahresbericht moderne Ökomodell-Projekte auf, die im Einklang mit den Maßnahmen des Freistaates zur ländlichen Entwicklung laufen. Dass so etwas kostet, verdeutlichte Schatzmeister Ludwig Entfellner, Bürgermeister in Unterwössen, im umfänglichen Kassenbericht. Die Mitglieder setzen in den Neuwahlen auf Kontinuität.

Bericht des ersten Vorsitzenden

Das Ökomodell Achental begleitet die Umsetzung der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) des Amtes für ländliche Entwicklung Oberbayern, das beschrieb Vorsitzender Stefan Schneider im Jahresbericht. Dort ist das Innenentwicklungskonzept für die Gemeinden Thema, weniger Flächen zu verbrauchen. Lebendige Ortskerne machen eine gesunde Gemeinde aus, so sieht es auch Schneider. Auf dem Weg dahin stehen die Gemeinden im Ökomodell an unterschiedlichen Ausgangspunkten. Der Aufbau eines Flächenkatasters soll deren individuelle Möglichkeiten aufzeigen, Potentiale der Gemeinden sichtbar machen und Strategien zur inneren Entwicklung fördern. Dazu erarbeiten Fachleute ein Konzept zur Innenentwicklung. Vor Ort laufen Gespräche mit den Gemeinden. Das Ökomodell plant für den November eine Klausurtagung mit einer Exkursion zum Thema. Die Arbeit wird vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert und von Stephanie Hennes und Kathrin Kopschinski im Ökomodell betreut.

Weiteres Projekt der Integrierten Ländlichen Entwicklung ist das vom Amt für ländliche Entwicklung geförderte Projekt zur Bekämpfung der Kreuzkräuter, die in hoher Konzentration für Mensch und Tier giftig sind. Das Projekt ist bis Ende 2021 verlängert, verkündet Schneider. Seit 2019 werden die Vorkommen des Kreuzkrautes kartiert. Derzeit entsteht ein Informationsflyer. Neu im Achental ist die biologische Bekämpfung mit der Blutbärenraupe. Die versuchen die Fachleute wie im letzten auch im kommenden Frühjahr im Achental zu vermehren. Mit Ablauf der Corona Einschränkungen plant das Ökomodell Informationsveranstaltungen für Landwirte und andere Betroffene.

Das Klimaschutzmanagement im Ökomodell mit Sachbearbeiter Hans Haslreiter dient als fachlich-inhaltliche Unterstützung der Mitgliedsgemeinden bei der Umsetzung ihrer Energiekonzepte, so Schneider. Das fördert das Bundesministerium für Umwelt Naturschutzbau und Reaktorsicherheit. Im Klimaschutz ist Fernwärme nach wie vor Thema. Die Erfahrungen in Reit im Winkl, Grabenstätt und Grassau sieht der Vorsitzende Schneider als durchweg positiv. In Bergen fehlt es an ausreichend Anschlussinteressierten, das Projekt wirtschaftlich zu gestalten. In Schleching wird aufgrund eines privaten Engagements das bestehende Wärmenetz am Dorfplatz erweitert. Erfreulicherweise bescheinigt die Machbarkeitsuntersuchung des Amtes für ländliche Entwicklung Oberbayern Potenzial für Marquartstein. Die Umsetzung ist vom dortigen Gemeinderat beschlossen und das Ökomodell unterstützt die Gemeinde dabei, eine Versorgung von rund 30 Abnehmern bei einem Wärmebedarf von rund 3.600 MWh im Jahr im ersten Bauabschnitt zu ermöglichen.

In diesem Jahr wählte das Ökomodell Achental 17 regionale Projekte für das Regionalbudget des Amtes für Ländliche Entwicklung aus. Das Regionalbudget unterstützt Kleinprojekte, die der Umsetzung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes dienen. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung des Gartenbauvereins Schleching, Vitrinen zur Ausstellung von Archäologischen Funden des Heimat- und Geschichtsvereins Achentals fördert das Budget. Es half sogenannte Forscherhütte an der Grund- und Mittelschule Unterwössen mit Equipment und einer Photovoltaikanlage auszustatten. Der Dorfladen in Schleching erhielt ein Kühlregal, der Dorfplatz in Bergen einen Verkaufsraum, um die Möglichkeiten des Dorfplatzes zu erweitern. Insgesamt sind rund 80.000 Euro in die Region geflossen, sieht der Vorsitzende Schneider. Er ruft für das kommende Jahr auf, Förderungen für Kleinprojekte aus dem Regionalbudget zu beantragen.

Eine zweitägige Exkursion des Vereins Solar Partner e.V. aus Bayern und Baden-Württemberg belege – so Schneider – das Interesse am Ökomodell und dem Erfahrungsaustausch zur interkommunalen Zusammenarbeit.

Die Gebietsbetreuung Achental im Ökomodell setzt sich für das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen - für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ ein. In Rahmen der Zusammenarbeit läuft eine Besucherlenkung an der Tiroler Ache. Teile von Kiesbänken sperrt die Gebietsbetreuerin mit Schildern für die Brutzeit, um Brutplätze der gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Vögel zu schützen. Das geschieht saisonal und unter Beobachtung des Brutverhaltens. Von den vom Aussterben bedrohten Flussuferläufern waren in diesem Jahr mehrere Pärchen an der Ache unterwegs, fünf Jungvögel der Flussregenpfeifer wuchsen dort auf.

Seit Februar unterstützt Martina Höhne die Archivpflege der neun Ökomodellgemeinden und ihrer Ortsheimatpfleger, freut sich Stefan Schneider. Ihre Stelle ist in der Gemeinde Bergen angesiedelt. Die anderen Gemeinden haben eine Zweckvereinbarung zur Organisation und Finanzierung in interkommunaler Kooperation geschlossen. Höhne sichtet die Archive, ordnet sie, sichtet und erfasst historisches Material und pflegt den Kontakt zu den Ortsheimatpfleger an. Ähnlich die interkommunale Zusammenarbeit bei der in der Gemeinde Reit im Winkl angesiedelten Gästemeldekontrolleurin. Diese Aufgabe übernimmt die Unterwössnerin Susanne Tofern ab Dezember.

Nach zwanzig Jahren hat der Achentaler Bauernmarkt ein neues Gesicht bekommen, „Nach einer so langen Zeit und ihren Veränderungen eine notwendige Maßnahme“, sieht Schneider. Gemeinsam mit den verbliebenen Marktleuten und den Experten der Deutschen Marktgilde e. G. entstand ein neues Konzept, das unter dem neuen Namen Achentaler Bauern- und Wochenmarkt jeden Donnerstag von 13 bis 18 Uhr am Hefterstadl in Grassau öffnet.

In Corona Zeiten haben sich die Achentalgemeinden zur Stärkung des regionalen Einkaufs mit den Händlern ihrer Gemeinden zusammengetan und eine auch nach Auffassung der Händler erfolgreiche Aktion „Kauf regional!“ gestartet.

Förderstiftung Ökomodell Achental

Einen wichtigen Partner sieht der Ökomodell-Vorsitzende Schneider in der beim Ökomodell angesiedelte Förderstiftung Ökomodell Achental. Sie ist aus dem 2001 gegründeten Initiativkreis Ökomodell Schleching hervorgegangen und besteht seit 2009. Mithilfe von Preisgeldern und Spenden fördert die Stiftung Umwelt- und Sozialprojekte im Achental. Mit der Vorsitzenden Stephanie Hennes leitet der siebenköpfige Stiftungsbeirat aus Verantwortlichen der Gemeinden, dem Ökomodell und Vertretern von Interessengruppen die Förderstiftung. In einem Almführer für Kinder, der Kreuzkrautkartierung im Achental und der Unterstützung von Umweltbildung in Schulklassen leistet sie wertvolle Arbeit.

Besondere Worte des Dankes fand der Vorsitzende Stefan Schneider für die engagierte Arbeit der Mitglieder, insbesondere der Vorstandskollegen. Er dankte den Beisitzern die aufgrund ihres Werdeganges und ihrer Kenntnisse in vielfältiger Weise zum Erfolg des Ökomodells beitragen. Der zweite Vorsitzende Andreas Scheck, Bürgermeister in Marquartstein, stellte dagegen die Arbeit von Schneider selbst heraus. An erster Stelle zu stehen, sei doch noch einmal eine andere Hausnummer. Scheck dankte Schneider für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement.

Kasse

Den Kassenbericht stellt der Ökomodell-Schatzmeister Ludwig Entfellner, 1. Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen, vor. Beeindruckend, dass der größte Posten im Haushalt die Aufwendungen für die Projektarbeit mit 100.000 Euro sind. Davon kamen nur Fördergelder von rund 36.000 Euro herein. Neben der zweithöchsten Position, dem Personalaufwand schlugen 2019 vor allem die Ausstattung der neuen Geschäftsstelle in Grassau zu Buche, nachdem das Ökomodell seinen Sitz von Schleching nach Grassau verlegte. „Und wir zahlen auch Steuern“, so Ludwig Entfellner zur Position der Körperschafts- und Gewerbesteuer. Geschultert hat das Ökomodell die Ausgaben, die 2019 doppelt so hoch wie die Einnahmen lagen, aus Rücklagen. Vor dem neuen Kassenstand und der sich abzeichnenden Corona Situation der Gemeinden sieht der Schatzmeister jetzt erst einmal sparsame Jahre.

Ausgeglichen verlief dagegen das Jahr 2019 der Tochtergesellschaft des Vereins, der Achental Betriebs- und Entwicklungs-GmbH. In dieser Ausgründung aus dem Jahr 2006 bündelt der Verein seine wirtschaftlichen Aktivitäten in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Kassenprüfer Hans-Michael Heser verfolgt die Entwicklung der Kassenführung seit Jahren. „Je größer das Ökomodell Achental wird, so klarer und transparenter ist es geworden.“

Wahlen

Schon mit den Kommunalwahlen bekam der Gesamtvorstand des Ökomodell Achentals ein neues Gesicht als neue Erste Bürgermeister mit Eberhard Bauerdick, Übersee, Martina Gaukler, Staudach-Egerndach, Matthias Schlechter, Reit im Winkl, und Gerhard Wirnshofer, Grabenstätt, einrückten. In der Marktgemeinde Grassau ist der ehemalige Gebietsbetreuer des Ökomodells Stefan Kattari nun
1. Bürgermeister.

Zur Wahl unter Leitung des Geschäftsführers des Ökomodells Wolfgang Wimmer gab es auf Vorschläge aus der Runde der 21 Versammlungsteilnehmer ausschließlich Wiederwahlen. Stefan Schneider wurde als Vorsitzender bestätigt, Andreas Scheck als zweiter Vorstand. Schatzmeister bleibt Ludwig Entfellner.

Aus den ursprünglich sieben Beisitzern stellte sich Jürgen Branz, Marquartstein, nicht mehr zur Wahl und der bisherige Beisitzer Stefan Kattari gehört aufgrund des Bürgermeisteramtes dem Gesamtvorstand an. Es blieb daraufhin bei den verbliebenen und satzungsgemäß vorgesehenen fünf Beisitzern mit Hans Maier, Übersee, Dr. Hans-Jürgen Grabmüller, Grassau, Barthl Irlinger, Unterwössen, Engelbert Pletschacher, Schleching, und Paul Höglmüller. Marquartstein. Rechnungsprüfer sind weiterhin Hans-Michael Heser und Michael Scheck.

Abschlussvortrag

Am Ende der Sitzung berichteten Diplom-Biologe Markus Sichler und Almfachberater Christian Tegethoff in einem Lichtbildervortrag vom neuen Bergmähder Projekt am Hochgern. Auslöser dieses Projektes ist ein Gutachten, das die Regierung von Oberbayern in Auftrag gab. Aus dem ging hervor, dass der Hochgern mit der Hochgern-Südflanke und dem Hasenpoint ein Hotspot der Biodiversität in den östlichen bayerischen Alpen ist. Um zu verhindern, dass diese Flächen vergrasen, verfilzen und verbuschen soll mit modernen Maschinen zur alten Wildheugewinnung zurückgekehrt werden. Das soll den seltenen Pflanzen den Raum erhalten.

„Es ist eine Chance“, so der Vorsitzende Stefan Schneider. „Schauen wir es uns ein paar Jahre an. Wenn es gelingt, wäre es eine Zukunft für unsere Heimat und unsere Berge.“

http://example.comnews-382.atom Einladung zur Jahreshauptversammlung des Ökomodell Achental e.V. - 2020-10-14T08:18:55+02:00 2020-10-14T08:28:20+02:00 und Gesellschafterversammlung der Achental Betriebs- und Entwicklungs- GmbH

am Mittwoch den 28. Oktober 2020 um 19.00 Uhr

in der Achentalhalle (Altes Bad) in Unterwössen, Hauptstraße 71

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Jahreshauptversammlung 2020 nach Unterwössen ein.

 

Tagesordnung:

TOP   1 - Begrüßung

TOP   2 - Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden

TOP   3 - Bericht des Schatzmeisters

TOP   4 - Bericht der Rechnungsprüfer

TOP   5 - Entlastung des Gesamtvorstandes und der Geschäftsführung

TOP   6 - Bestellung eines Wahlleiters und des Wahlausschusses

TOP   7 - Wahl des Vorstandes

TOP   8 - Wahl der Beisitzer und Rechnungsprüfer

TOP   9 - Dank an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder

TOP 10 - Sonstiges/Aussprache

 

Im Anschluss stellen Diplom Biologe Markus Sichler und Almfachberater Christian Tegethoff das "Bergmähder-Projekt am Hochgern" vor.

 

Wir freuen und auf eine interessante Veranstaltung und Ihr Kommen!

 

Mit freundlichem Gruß

Stefan Schneider

1. Vorsitzender

http://example.comnews-381.atom Artenvielfalt am Gipfel des Hochgern - 2020-10-02T11:48:43+02:00 2020-10-02T11:53:45+02:00 Reaktivierung ehemaliger Bergmähder

Bis Mitte der 1960er Jahre wurden die steile Hochgernsüdflanke und die Hasenpoint zur Wildheugewinnung gemäht. Jeder Almbauer hatte einen sogenannten Lahner oder eine Bergwiese, die er neben den Weideflächen mit großem Aufwand bewirtschaftet hat. Auf diesen Bergmähder-Flächen gab es eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Durch die Aufgabe dieser aufwendigen traditionellen Bewirtschaftung vergrasten, verfilzten und verbuschten die Flächen, einhergehend mit einem Verlust von sehr vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Um dem entgegenzuwirken, wurde nun ein Pilotprojekt zur Reaktivierung von ehemaligen Bergmähdern in Angriff genommen.

50 Jahre nicht bewirtschaftet

Der 1748 m hohe Hochgern bildet einen Hotspot der Biodiversität in den östlichen Bayerischen Alpen. Im Rahmen eines, von der Regierung von Oberbayern beauftragten Gutachtens, konnten dort 540 Sippen höhere Pflanzen mit über 130 Neufunden nachgewiesen werden. Bei den Untersuchungen wurde ein spezifisches Augenmerk auf Lahnerrasen und Bergmähder gelegt, welche am Hochgern seit mindestens 50 Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden. So wurden zur Wildheugewinnung nachweislich bis Mitte der 1960er Jahre die Hochgern Südflanke und der Hasenpoint gemäht. Nach Aufgabe der Mahd wurde der Hang von der Weitalm aus bestoßen und sehr extensiv beweidet. In den letzten Jahren/Jahrzehnten erfolgte keinerlei Nutzung mehr. Durch eine partielle Eutrophierung und Ruderalisierung der Rasen wurden lichtliebende und seltene Arten zunehmend durch wenige Obergräser verdrängt.

Um die vergessene Nutzungsform „Bergmähder“ wieder zu reaktivieren und die Artenvielfalt auf Almen zu erhalten und verlorengegangene Arten wieder zurückzugewinnen, wurde vom Ökomodell Achental, zusammen mit Christian Tegethoff (Almfachberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Rosenheim/ seit 13 Jahren ehrenamtlich auf der Weitalm am Hochgern engagiert) das Projekt „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ ins Leben gerufen. Bei der Umsetzung spielen die Landwirte im Achental als Landschafts- und Naturschutzpfleger eine zentrale Rolle. Ohne sie würde die Kulturlandschaft nicht so aussehen, wie wir sie jetzt kennen und schätzen.

Mulchen als Auftakt

Als Auftakt für das Projekt wurde im September 2020 die verbrachte Fläche am Hochgerngipfel gemulcht. Die Umsetzung wurde dabei von Christian Tegethoff koordiniert und geleitet. Zusammen mit dem Landschaftspfleger Stadler wurde mit einem ferngesteuerten Mulchgerät und einem Freischneider die Fläche bearbeitet. Das war notwendig, um den über Jahrzehnte aufgebauten Grasfilz zu beseitigen, damit es möglich ist, die Fläche in Zukunft mit einem Messerbalken zu mähen. Um die vorhandenen Insekten bestmöglich zu schonen, wurde der Mulchtermin so gelegt, dass die Pflanzen bereits verblüht und kaum Insekten vorzufinden waren. In den Folgejahren wird die Fläche im Frühsommer einmal im Jahr gemäht und das Mähgut entfernt. Der Zweitaufwuchs wird im Spätsommer durch eine Nachbeweidung mit Rindern genutzt. Durch die Kombination dieser beiden Nutzungen sollen der Fläche die über die letzten Jahrzehnte aufgebauten Nährstoffe entzogen werden, so dass sich konkurrenzschwächere Kräuter und Gräser wieder etablieren können. Durch den Verbiss und den Tritt der Rinder wird die Bestockung angeregt, so kann sich wieder eine dichte Grasnarbe mit diversen blühenden Kräutern und Gräsern entwickeln. Welche Pflanzen- und Tierarten sich wieder ansiedeln, wird von einem Fachbüro begleitend untersucht, um den Erfolg der Maßnahme zu dokumentieren.

Nicht nur die Reaktivierung der Nutzungsform „Bergmähder“, welche in Bayern kaum noch vertreten ist, stellt etwas Besonderes dar. Einzigartig ist auch, dass für eine Landschaftspflegemaßnahme in Oberbayern ein Transporthubschrauber zum Einsatz gekommen ist. In Österreich oder der Schweiz ist es normal, dass für die traditionelle Bewirtschaftung schwer zugänglicher Bergmähder ein Hubschrauber für den Transport der Arbeitsgeräte und des Wildheues verwendet wird. Die Wanderer am Hochgerngipfel staunten jedenfalls nicht schlecht über die Maßnahmen dieses Projektes. Mit ihnen fachlich ins Gespräch gekommen, fand das Projekt bei allen große Zustimmung, so Tegethoff. Um auch weiterhin Wanderer auf diese Projekt aufmerksam zu machen, wurden zwei Informationsschilder zu diesem Projekt aufgestellt.

Für das Projekt „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ tritt das Ökomodell Achental e.V. als Zusammenschluss der neun Achental-Gemeinden als Projektträger auf. Gefördert und fachlich begleitet wird die Maßnahme durch die Regierung von Oberbayern und das Landratsamt Traunstein. Ab nächstem Jahr sollen zahlreiche weitere Projekte auf den Almen und im Tal umgesetzt werden, um diese schöne Kulturlandschaft weiterhin zu erhalten und zu fördern.

http://example.comnews-380.atom Bruterfolg an der Tiroler Achen - 2020-09-22T09:32:05+02:00 2020-09-22T09:35:50+02:00 Gebietsbetreuung und LBV ziehen positive Bilanz

Das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ setzt sich für den Schutz von Flussregenpfeifer und Flussuferläufer ein. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten Monaten an der Tiroler Achen Teile von Kiesbänken mit gelben Schildern abgesperrt, um die Brutplätze der gefährdeten bzw. vom Aussterben bedrohten Vögel zu schützen.

Die gefährdeten Flussregenpfeifer legen ihre Eier in eine Mulde direkt auf die steinige Kiesbank. Dort sind sie perfekt getarnt und verschmelzen förmlich mit den bunten Kieselsteinen. Der bei uns vom Aussterben bedrohte Flussuferläufer brütet in locker bewachsenen Bereichen der Kiesbänke. Leicht haben es diese Tiere nicht. Waren unsere Flüsse früher viel breiter, mit sich jährlich verändernden, ausgedehnten Kiesbänken, so sind diese im Zuge der Begradigungen Mangelware geworden. Außerdem sind die Gelege von Hochwasser gefährdet. Deshalb fangen die Vögel verhältnismäßig spät im Jahr an zu brüten und legen bei Verlusten oft ein Nachgelege. Neben der Gefährdung durch Hochwasser und Fressfeinde nehmen auch wir Menschen Einfluss auf den Bruterfolg, haben die Kiesbänke für uns doch eine große Bedeutung zur Naherholung.

Hier setzt das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ an. Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach vom Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) beobachtet mittlerweile im dritten Jahr zusammen mit ehrenamtlich Engagierten diese besonderen Vogelarten. Unterstützt wird sie dabei von Gebietsbetreuerin Kathrin Kopschinski (Ökomodell Achental). Mit Fernglas uns Spektiv wird aus sicherer Entfernung festgestellt, wo und wann die Vögel brüten. Sind die Nester menschlichen Störungen ausgesetzt, kommen gelbe Schilder zum Einsatz, um die Brutplätze für die Dauer der Brutzeit abzugrenzen. Dadurch wissen die Besucher welche Stellen sie auf den Kiesbänken meiden müssen, damit die seltenen Arten erfolgreich brüten können. Der Vorteil ist, dass wirklich nur notwendige Stellen abgesperrt werden und ein Großteil der Kiesbänke weiter betreten werden können. Im Rahmen von regelmäßigen Beobachtungen wird festgestellt, wann die Tiere mit dem Brüten fertig sind und ob sie erfolgreich waren.

Mittlerweile ist die Brutsaison vorbei, die Vögel sind wieder auf dem Weg in die Winterquartiere. Zum Saisonende zieht Gebietsbetreuerin Kathrin Kopschinski eine positive Bilanz. „In Schleching hat die temporäre Sperrung von Teilen der Kiesbänken wunderbar funktioniert. Die Besucher waren sehr verständnisvoll und interessiert. Bei Beobachtungs- und Kontrollgängen wurden wir oft auf Schilder und Vögel angesprochen.“ Doch nicht nur das Verständnis der Bevölkerung gibt Grund zur Freude. „Bei den Flussregenpfeifern haben es fünf Jungvögel geschafft“, freut sich Kathrin Kopschinski. Im Gemeindegebiet Übersee waren die Flussregenpfeifer im Bereich der Kiesfalle leider nicht erfolgreich. Trotz der Ausschilderung wurde ein Gelege verlassen. Die nächsten Brutversuche wurden vom Hochwasser weggeschwemmt. „Da müssen wir nächstes Jahr genauer hinsehen“ so Sabine Pröls vom LBV.

Weniger erfolgreich waren die vom Aussterben bedrohten Flussuferläufer. Es waren mehrere Pärchen an der Ache unterwegs, die auch ausgiebig gewarnt haben, ein Bruterfolg konnte jedoch nicht festgestellt werden. „Für die Flussuferläufer war es leider kein gutes Jahr. Doch wir sind zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr besser wird. Wenn die Besucherlenkungsmaßnahmen wieder so gut angenommen werden, ist ein großer Teil geschafft. Der Rest ist vom Hochwasser und den Fressfeinden abhängig. Hier können wir nur hoffen, dass die Flussuferläufer im nächsten Jahr mehr Glück haben“, so Kathrin Kopschinski.

„Einfach ist die Betreuung der Kiesbrüter nicht, vor allem wenn das Hochwasser kommt und die Nester vor den eigenen Augen wegspült“ erläutert Sabine Pröls. Zudem sei es sehr zeitaufwändig, die Nester zu finden, zumal die Vögel so gut getarnt sind. Umso schöner sind dann die Erfolgserlebnisse. „Die kleinen Flussregenpfeifer über die Kiesbank flitzen zu sehen, da geht einem das Herz auf“, fügt Kathrin Kopschinski hinzu. Die beiden sind sich einig, dass die Besucherlenkung an der Tiroler Achen auch nach Ende des Interregprojektes weitergeführt werden muss. Dafür hoffen sie auf tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung. So wurde letztes Jahr schon ein Arbeitskreis gegründet, der heuer leider wegen Corona nicht zusammen kommen konnte. Sabine Pröls freut sich, dass ab 2021 die Leitung und Koordination des Schutzes der Kiesbankbrüter von der Gebietsbetreuung Achental fortgeführt werden wird. „Zusammen mit den ehrenamtlich engagierten Helfern sind damit die wichtigsten Ziele des dreijährigen Interreg-Projektes und dem Schutz der Vögel hier an der Tiroler Achen erreicht“ Im Arbeitskreis kann sich jeder aktiv am Schutz der seltenen Vögel beteiligen und uns bei den Beobachtungen und Kontrollen unterstützen“.

http://example.comnews-379.atom Solar-Partner aus Bayern und Baden-Württemberg zu Gast im Achental - 2020-09-02T09:16:00+02:00 2020-09-22T09:24:36+02:00 Im Rahmen einer zweitägigen Exkursion war der Verein Solar-Partner e.V. aus Bayern und Baden-Württemberg zu Gast im Achental, um Anlagen zur Erzeugung regionaler, erneuerbarer Energien zu besichtigen. Neben einer Vorstellung des Ökomodells und einem Erfahrungsaustausch zum Thema Interkommunale Zusammenarbeit stand die Besichtigung des Biomassehofes Achental und weiterer Regenerativer Erzeugungsanlagen, wie dem Wasserkraftwerk Gränzmühle in Marquartstein, den BHKW´s im Fernwärmenetz Grassau und der Hofkunstmühle in Haslach auf dem Programm. Begleitet und organisiert wurde die Veranstaltung von Klimaschutzmanager Hans Haslreiter (Ökomodell Achental).

Bei der Begrüßung der Solar-Partner machte Klimaschutzmanager Hans Haslreiter deutlich, wie wichtig es ist, die zukünftige Energieversorgung rechtzeitig auf „erneuerbare regionale Energien“ umzustellen, und den Energieverbrauch weiter zu senken. Im Rahmen eines Vortrages stellte er das Ökomodell Achental mit einigen ausgewählten Projekten vor und zeigte auf, wie eine interkommunale Zusammenarbeit über 20 Jahre lang zum Vorteil aller funktionieren kann.

Bei einem Rundgang über das Gelände des Biomassehofes Achental in Grassau erläuterte Mitarbeiter Hubert Zaiser (Betreuung KWK/Heizwerke) die verschiedenen Arbeitsschritte und technischen Anlagen sowie die Einsatzmöglichkeiten von Energieholz in Form von Holzpellets und Hackschnitzel. Zudem erhielten die Gäste umfassende Informationen zur Produktion der Hackschnitzel und deren Anwendung im Heizwerk der kommunalen Wärmeversorgung Grassau KU, AöR. Besondere Aufmerksamkeit erzeugten die Holzvergaser. Dort werden durch den Einsatz von Holzpellets Strom und Wärme erzeugt.

Im Anschluss stand die Besichtigung des Wasserkraftwerkes Gränzmühle in Marquartstein auf dem Programm. Florian Wegener, Betriebsleiter des Wasserkraftwerkes Gränzmühle und Klimaschutzmanager Hans Haslreiter führten die Besucher zum Einlaufbauwerk mit den vier Schützen, dem Ausleitungskanal und der Rechenanlage des Wasserkraftwerkes. Im Maschinenhaus wurden die beiden Turbinen und Generatoren mit einer Gesamtleistung von 1.000 KW besichtigt und erläutert. Durch die Stromproduktion von ca. 20.000 KWh am Tag können ca. 1.000 Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Solar-Partner von der Standfestigkeit der Anlagen: Generator 1 ist seit 1954 problemlos im Dauerbetrieb, Generator 2 seit 1983. Die Laufzeit der Anlage gibt Florian Wegener mit über 99 Prozent pro Jahr an, lediglich bei Hochwasser, bei Ausräumarbeiten im Kanal oder bei Revisionsarbeiten stehe die Anlage. Um auf dem Laufenden zu bleiben, seien stetig Modernisierungen notwendig, aktuell werde beispielsweise die komplette Steuerung der Anlagen von analog auf digital umgestellt, um eine komplette Fernüberwachung zu realisieren, so Wegener. Die 2005 errichtete Fischtreppe werde in nächster Zeit ebenfalls den neusten Erkenntnissen angepasst.

Ina Röpcke bedankte sich im Namen der Solar-Partner für die informative Veranstaltung bei Florian Wegener, Hubert Zaiser und Hans Haslreiter. Vor allem der Erfahrungsaustausch war für die 21 Solar-Partner sehr wertvoll. Hans Haslreiter bedankt sich bei den Teilnehmern für den Besuch und freut sich über das Engagement für die regionale und erneuerbare Energieversorgung in Bayern und Baden-Württemberg.

Abschließend wurde die Hofkunstmühle der Familie Gfaller in Haslach besucht. Zwei Wasserkraftwerke versorgen die Kunstmühle mit umweltfreundlicher Energie.

http://example.comnews-377.atom Vorzeigeprojekt Forscherhütte - 2020-08-19T09:36:07+02:00 2020-08-19T09:50:59+02:00 Mit neuem Equipment wird gelernt, geforscht und geackert

In den letzten Jahren ist auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule Unterwössen etwas Einzigartiges entstanden: ein Schulgarten mit vielen kleinen Beeten, ein Insektenhotel und eine – von den Schülern selbst errichtete – Forscherhütte. Doch abgeschlossen war das Projekt damit noch nicht. Es fehlten noch „Forscherstationen“ und die dafür notwendige Stromversorgung.

Im Rahmen des Regionalbudgets der ILE Achental wurde nun auf dem Dach der Forscherhütte eine PV-Anlage mit einem Modul installiert. Der erzeugte Strom wird in einer Batterie gespeichert. Über mehrere 12 Volt Steckdosen werden Mikroskope, Laptop und Handys mit Strom versorgt. Neben 25 Dauerpräparaten kann nun – nach Lust und Laune – alles unter die Lupe genommen werden, wie beispielsweise die Beine einer Fliege. Darüber hinaus ist geplant gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zusätzliche Dauerpräparate selbst anzulegen, so Lehrerin Gertrud Nicklas.

Wolfgang Wimmer (Geschäftsführer des Ökomodells) und Klimaschutzmanager Hans Haslreiter sind vom Engagement der Schule begeistert. Bei einer Besichtigung präsentieren Schülerinnen und Schüler das neue Equipment vor. Als Dankeschön für die finanzielle Unterstützung überreichen Rektor Otto Manzenberger und Lehrerin Gertrud Nicklas den Vertretern des Ökomodells einen Geschenkkorb mit Blumen und Köstlichkeiten aus dem eigenen Schulgarten.

Im Achental wurden 2020 insgesamt 18 regionale Projekte über das Regionalbudget der die ILE Achental unterstützt. Mit dem Regionalbudget fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern Gemeinden, die sich freiwillig im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammengeschlossen haben (ILE-Zusammenschlüsse). Dadurch soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden.

 

Als Dankeschön für die finanzielle Unterstützung überreichen Rektor Otto Manzenberger und Lehrerin Gertrud Nicklas den Vertretern des Ökomodells einen Geschenkkorb mit Blumen und Köstlichkeiten aus dem eigenen Schulgarten ©Kopschinski

http://example.comnews-378.atom Frisches Obst und Gemüse - 2020-08-06T09:52:00+02:00 2020-08-19T09:57:04+02:00 Neuer Obst- und Gemüsehändler beim Achentaler Bauern- und Wochenmarkt

Seit Ende Mai ist der Platz im und um das Grassauer Heftergewölbe wieder eine Plattform für regionalen Einkauf. Mit neuem Namen, neuem Wochentag und zusätzlichen Anbietern ist der Achentaler Bauern- und Wochenmarkt jeden Donnerstag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Seit Ende Juli gibt es nun auch wieder frisches Obst und Gemüse, größtenteils aus eigenem Anbau.

http://example.comnews-376.atom Keine Langeweile in den Ferien Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2020-07-27T15:09:16+02:00 2020-08-19T09:35:48+02:00 Förderstiftung legt Naturerlebnis- und Freizeitführer neu auf

Keine Langeweile in den Ferien! Das verspricht die Neuauflage des Naturerlebnis- und Freizeitführer vom Ökomodell Achental. Darin enthalten sind eine Vielzahl von Freizeittipps im Achental für Kinder und Familien.

Grassau/ Achental – Die Neuauflage der beliebten Kinderbroschüre bietet eine Vielzahl an Freizeittipps in den Rubriken Wasser, Tiere, Wald & Natur, Sport & Freizeit, Kultur & Bildung sowie ein Regenprogramm. Ebenso gibt es einen Almführer, der von Kindern für Kinder entwickelt wurde. Schüler haben den Almführer im Rahmen des Schülerpreises vom Ökomodell Achental entwickelt und die Touren selbst erwandert und geben Tipps, was man auf welcher Alm erleben kann.

Das Eichhörnchen Felix führt durch das Heft, gibt Tipps und Vorschläge. Aufgepeppt wird die Broschüre mit Spielen, Rätzeln, Sudoku oder Bilder zum Ausmalen. Spannung bieten auch die lustigen Hörgeschichten über das Achental, die per QR-Code über das Smartphone abgerufen und jederzeit angehört werden können. Ebenso gibt es einen kleinen Naturführer, der Auskunft über die heimische Flora, Fauna, Fische und Vögel gibt.

Der Naturerlebnis- und Freizeitführer ist kostenlos in allen Achentaler Tourist Informationen erhältlich. Gefördert wurde das Projekt über das Amt für ländliche Entwicklung im Rahmen des Regionalbudgets und die Förderstiftung Ökomodell Achental, die sich für die Förderung von Natur- und Umweltschutz, die Unterstützung der Landschaftspflege und die Pflege örtlicher Denkmäler im Achental einsetzt. Die Förderstiftung Ökomodell Achental gibt es seit 2009. Sie ist aus der 2001 gegründeten Förderstiftung „Initiativkreis Ökomodell Schleching“ hervorgegangen. Mit Hilfe von Preisgeldern und Spenden fördert die Stiftung Umwelt- und Sozialprojekte im Achental.

Hier gibt es die Broschüre zum Download:  Natur- und Freizeitführer Achental

 

http://example.comnews-375.atom Förderprojekte für Regionalbudget im Achental ausgewählt Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2020-07-20T14:13:39+02:00 2020-08-19T09:29:37+02:00 Insgesamt 18 regionale Projekte wurden für das Regionalbudget vom Ökomodell Achental ausgewählt. Mit der Förderung werden Kleinprojekte unterstützt, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts des ILE-Zusammenschlusses Achental dienen und den Zweck verfolgen, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.

Grassau/ Achental – In diesem Jahr dürfen sich 18 Projektträger aus dem Achental über eine Förderung von bis zu 80 Prozent für ihre eingereichten Projekte freuen. Das Regionalbudget, das in diesem Jahr erstmalig in Höhe von 90.000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung zur Verfügung stellt wurde, fördert Kleinprojekte (bis zu 20.000 €) zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, der Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung, der Umsetzung von an den ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen und der Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

„Wir freuen uns, dass wir so viele Projektideen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit der regionalen Förderung unterstützen können“, so Stephanie Hennes, ILE-Managerin im Achental. Die Fördermittel gehen an Schulen, Kommunen, Vereine und Privatpersonen und können schon mit einem kleinen Beitrag viel bewirken. Derzeit sind die Projekte in der Umsetzungsphase und werden bis spätestens Ende September abgeschlossen sein.

Bereits umgesetzt wurde so beispielsweise die Direktvermarkterbroschüre, die eine Liste regionaler Erzeuger aus dem Achental und dem Landkreis Traunstein beinhaltet. Weiter wurde ein Wandkühlregal für den Dorfladen in Schleching bezuschusst. Ein Glücksfall, denn der Dorfladen wurde von Bürgern aus Schleching gegründet. Die Gründung erfolgte damals aus ideellem Interesse, um in Schleching die Nahversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs sicherzustellen. Da die meisten Geräte von den Vorbesitzern übernommen wurden und keine Ersatzteile mehr verfügbar sind, sowie nicht mehr zugelassene Kältemittel benötigt werden, war eine Erneuerung unumgänglich. Durch die Erneuerung des Gerätes konnte eine Stromeinsparung generiert und die Existenzsicherung des Dorfladens unterstütz werden.

Mit dem Regionalbudget fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern Gemeinden, die sich freiwillig im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammengeschlossen haben (ILE-Zusammenschlüsse). Dadurch soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden.

http://example.comnews-374.atom Neue Gesichter im Gesamtvorstand - 2020-06-22T10:15:00+02:00 2020-08-19T09:33:33+02:00 Bürgermeisterwechsel in der Vorstandschaft des Ökomodell Achental e.V.

Grassau / Achental – Durch die Kommunalwahlen im März 2020 hat sich auch die Zusammensetzung der Vorstandschaft des Ökomodells verändert. Im Rahmen der letzten Sitzung im alten Gremium wurden die scheidenden Bürgermeister aus dem Gesamtvorstand des Vereins verabschiedet. Nun fand die erste Sitzung in neuer Zusammensetzung in der Ökomodell Geschäftsstelle in Grassau statt.

Die Vorstandschaft des Ökomodell Achental e.V. setzt sich aus den Bürgermeistern der neun Mitgliedsgemeinden und bis zu sieben weiteren Beisitzern zusammen. Im Zuge der Kommunalwahlen wurden fünf Positionen neu besetzt, da es in den Gemeinden Übersee, Grassau, Grabenstätt, Reit im Winkl und Staudach-Egerndach einen Wechsel des Gemeindeoberhauptes gegeben hat.

In der letzten Sitzung im alten Gremium wurden Marc Nitschke, Rudi Jantke, Georg Schützinger, Sepp Heigenhauser und Hans Pertl aus der Vorstandschaft des Ökomodells verabschiedet. Der erste Vorsitzende Stefan Schneider bedankte sich herzlich bei den scheidenden Bürgermeistern und überreichte jedem seiner (nun ehemaligen) Kollegen einen Präsentkorb. „Die Zusammenarbeit in den letzten Jahren war immer gut, sehr aktiv und insbesondere freundschaftlich“, so Georg Schützinger abschließend zum Gesamtvorstand des Ökomodells. Schützinger, der in Grabenstätt 36 Jahre lang amtierte, war der letzte verbleibende Bürgermeister aus der Gründungszeit des Ökomodells und hat die Entstehung und Entwicklung des Vereins somit von Anfang an begleitet.

Damit sind folgende Personen im Gesamtvorstand des Ökomodell Achental e.V. vertreten: 1. Vorsitzender Stefan Schneider (Bgm. Bergen), 2. Vorsitzender Andreas Scheck (Bgm. Marquartstein), Ehrenvorsitzender Fritz Irlacher (Schleching), Schatzmeister Ludwig Entfellner (Bgm. Unterwössen), Josef Loferer (Bgm. Schleching), Gerhard Wirnshofer (Bgm. Grabenstätt), Stefan Kattari (Bgm. Grassau), Matthias Schlechter (Bgm. Reit im Winkl), Martina Gaukler (Bgm. Staudach-Egerndach) und Eberhard Bauerdick (Bgm. Übersee) sowie die Beisitzer Jürgen Branz (Marquartstein), Hans Maier (Übersee), Dr. Hans-Jürgen Grabmüller (Grassau), Barthl Irlinger (Oberwössen), Bertl Pletschacher (Schleching) und Paul Höglmüller (Marquartstein).

Nachdem sich die neuen Bürgermeister/innen in ihren Gemeinden eingefunden haben, fand nun die erste Sitzung des Ökomodell-Gesamtvorstandes in neuer Zusammensetzung statt. Um die Neuankömmlinge optimal in den Verein zu integrieren, standen in dieser Sitzung die Aufgaben des Ökomodells und die Arbeitsbereiche der Mitarbeiter im Fokus. Stephanie Hennes (ILE Achental, Förderstiftung Achental), Kathrin Kopschinski (Gebietsbetreuung Achental, ILE Achental) und Martina Höhne (Archivpflege) stellten ihre jeweiligen Förderstellen und Aufgabenfelder sowie aktuelle und geplante Projekte vor. Ergänzend erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Wimmer das Zusammenspiel von Ökomodell Achental, Biomassehof Achental, Achental Betriebs- und Entwicklungs-GmbH und der Ökomodell Achental Förderstiftung. Abschließend referierte der 1. Vorsitzende Stefan Schneider über die Schwerpunkte und Perspektiven des Vereins. Um die Arbeit des Ökomodells auf künftige Entwicklungen auszurichten, wird der Gesamtvorstand im Herbst 2020 in Klausur gehen.

http://example.comnews-373.atom Brutgeschehen im vollen Gange - 2020-05-29T09:57:52+02:00 2020-05-29T10:01:32+02:00 Flussuferläufer und Flussregenpfeifer brüten an der Tiroler Ache

Oft übersehen leben an der Tiroler Achen ganz besondere Vögel: Flussregenpfeifer und Flussuferläufer kommen im April aus ihren Wintergebieten in Afrika zurück. Bei uns angekommen brauchen sie die Kiesbänke der Flüsse, auf denen sie ihre Jungen großziehen. Das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ setzt sich für den Schutz dieser Arten ein.

In den letzten Wochen haben sich an der Tiroler Achen die Paare von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer gefunden. Die meisten haben noch die Eisheiligen abgewartet, aber jetzt sitzen sie und brüten. Die gefährdeten Flussregenpfeifer legen ihre Eier in eine Mulde direkt auf die steinige Kiesbank. Dort sind sie perfekt getarnt und verschmelzen förmlich mit den bunten Kieselsteinen. Der bei uns sogar vom Aussterben bedrohte Flussuferläufer brütet in locker bewachsenen Bereichen der Kiesbänke. Leicht haben es diese Tiere nicht. Waren unsere Flüsse früher viel breiter, mit sich jährlich verändernden, ausgedehnten Kiesbänken, so sind diese im Zuge der Begradigungen Mangelware geworden. Außerdem sind die Gelege von Hochwasser gefährdet. Deshalb fangen die Vögel verhältnismäßig spät im Jahr an zu brüten und legen bei Verlusten oft ein Nachgelege. Aber auch wir Menschen spielen eine Rolle, haben die Kiesbänke für uns doch eine große Bedeutung zur Naherholung.

Hier setzt das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ an. Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach vom Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) beobachtet nun im dritten Jahr zusammen mit ehrenamtlich Engagierten diese besonderen Vogelarten. Unterstützt wird sie dabei von der Gebietsbetreuerin des Achentals Kathrin Kopschinski. Lassen sich die Vögel zur Brut auf bestimmten Kiesbänken nieder, beobachten sie, ob die Vögel menschlichen Störungen ausgesetzt sind. Dann kommen gelbe Schilder zum Einsatz, um die Brutplätze für die Dauer der Brutzeit abzugrenzen. Dadurch wissen die Besucher welche Stellen sie auf den Kiesbänken meiden müssen, damit die seltenen Arten erfolgreich brüten können. Nur für die Zeit der gut dreiwöchigen Brut werden die Schilder für die Flussregenpfeifer aufgestellt. Der Vorteil ist, dass wirklich nur notwendige Stellen abgesperrt werden und ein Großteil der Kiesbänke weiter betreten werden können. Auch wird beobachtet, wann die Tiere mit Brüten fertig sind. Das kann – je nach Brutbeginn – sehr unterschiedlich sein. Mitte bis Ende Juli sollten die meisten Paare mit dem Brüten fertig sein.

Inzwischen sind an der Tiroler Achen mehrere Brutplätze auf den Kiesbänken für Flussuferläufer und Flussregenpfeifer abgesperrt, um Störungen zu vermeiden. „Durch die Flucht bleiben die Eier ungeschützt zurück und kühlen aus“, so Kathrin Kopschinski. Die Brutplätze sollten keinesfalls betreten werden und auch von den Schildern sollte etwas Abstand gehalten werden. Ganz wichtig ist, dass Hunde dort nicht frei herumlaufen. Grundsätzlich sind Kiesbänke, die komplett von der Tiroler Achen umspült sind, während der Brutzeit zu meiden. Der Landesbund für Vogelschutz bittet die Bevölkerung diese kurzfristige und räumlich begrenzte Einschränkung zu respektieren, damit auch in Zukunft im Achental Flussregenpfeifer und Flussuferläufer ihren Nachwuchs aufziehen können.

http://example.comnews-372.atom BIO-Zertifizierung für Streuobstwiesen Landschaftspflegeverband Traunstein 2020-05-25T09:20:37+02:00 2020-05-25T09:34:16+02:00 Sammelzertifizierung von Streuobstwiesen durch den LPV Traunstein

Der Landschaftspflegeverband Traunstein bietet heuer im dritten Jahr eine Biosammelzertifizierung von Streuobstwiesen an. Sie eröffnet für die Obstwiesenbesitzer im Landkreis Traunstein die Möglichkeit ihr Obst zu einem höheren (Bio-)Preis an örtliche Keltereien oder auch an eine Brennerei zu verkaufen und somit eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Damit soll die Bereitschaft, die Streuobstwiese zu pflegen oder sie sogar durch Neupflanzungen von Bäumen zu erweitern, erhöht werden. Somit können Streuobstwiesen als wichtige Lebensräume für Vogelarten wie Grünspecht, Grauschnäpper und Feldsperling, aber auch für Fledermäuse, Kleinsäuger und Insekten, auch in der Zukunft erhalten bleiben.

Eine Biozertifizierung für Streuobstwiesen macht dann Sinn, wenn der überwiegende Teil des Obstes nicht für den Eigenverbrauch verwertet, sondern zur Saftherstellung an Keltereien abgegeben wird. Die über den Landschaftspflegeverband zertifizierten Bio-Äpfel erzielen beim Verkauf z. B. an die Kelterei Stöger in Übersee mehr als den doppelten Preis als Obst ohne Biozertifikat.

Voraussetzung für die Biozertifizierung ist eine Bewirtschaftung der Obstwiese nach den Kriterien der EU-Ökoverordnung (keine chemischen Pflanzenschutzmittel, keine Mineraldüngung) und des Landschaftspflegeverbandes (keine Gülle, extensive landwirtschaftliche Nutzung des Unterwuchses durch Wiesenmahd oder Beweidung – kein Mulchen).

Obstwiesenbesitzer, die an der Biosammelzertifizierung in diesem Jahr interessiert sind, können sich bis Anfang Juni beim Landschaftspflegeverband melden unter Sandner.LPV(at)Traunstein.Bayern oder 0861/58539 bzw. 0861/58393.

Link: http://www.landschaftspflegeverband-traunstein.de/lpv_inhalte/p_streuobst.html

 

Weitere Informationen:

Informationsblatt zur Biozertifizierung

Kurzinfo zum Ablauf der Biozertifizierung