Ökomodell - News / 2023-01-26T18:37:18+01:00 http://example.comnews-430.atom Einladung zur Achental Werkstatt Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2023-01-11T13:28:30+01:00 2023-01-11T13:32:30+01:00 Mittwoch, den 25. Januar 2023, um 19.00 im Großen Heftersaal in Grassau

Einladung zur Achentalwerkstatt der ILE Ökomodellregion Achental


Sie haben neue Ideen für die Entwicklung im Achental? Dann beteiligen Sie sich an der Fortschreibung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) der ILE Ökomodellregion Achental. Die ILE Region Ökomodell Achental konnte bereits zahlreiche Projekte im Achental mit Mitteln des Bundes und aus Bayern erfolgreich umsetzen. Die aktuelle Förderperiode neigt sich dem Ende zu.
Damit auch in den nächsten Jahren wieder Projekte durch die ILE unterstützt werden können, müssen wir das ILEK fortschreiben. Helfen Sie uns mit Ihrem Insider-Blick: wo stehen wir gerade, wo sind wir gut, wo sind wir noch nicht gut aufgestellt oder sogar verwundbar?


Mittwoch, den 25. Januar 2023, um 19.00 bis ca. 22.00 Uhr
Ort: Großer Hefter Saal, Theodor-von-Hötzendorff-Straße 1 – 3, 83224 Grassau


Vorläufiges Programm:
Einführung: ILE und ILEK und ihre Bedeutung für die Region
Mitmach- Ausstellung: Teil1: Das Achental in Karten

Teil 2: Stimmen aus dem Achental: Ergebnisse der Bürger*innen Befragung
Wandelhalle: Gemeinsame Arbeit: Worin sind wir gut und worin können wir uns verbessern?
Ideenpool: Erste Projektideen für das Achental
Bei der Fortschreibung und Moderation unterstützt uns die Firma Sweco GmbH.


Zur besseren Planung melden Sie sich bitte bis 15.01.2023 bei uns unter info@oekomodell.de an. Das konkrete Programm ist ca. eine Woche vor der Veranstaltung erhältlich.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, spannende Diskussionen und Ihre Ideen und Anregungen.


Herzliche Grüße
Stephanie Hennes, Projektleiterin ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung)

http://example.comnews-429.atom Regionalbudget 2023 Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-12-06T08:56:40+01:00 2022-12-06T09:06:12+01:00 Förderung für Kleinprojekte beantragen

ILE-Zusammenschluss Ökomodell Achental;

Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte


Der ILE-Zusammenschluss Ökomodell Achental beabsichtigt für das Jahr 2023 beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern die Förderung eines Regionalbudgets nach den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) in Höhe von 100.000,00 EUR zu beantragen. Im Falle der Bewilligung durch das ALE erfolgt die Förderung nach den Bestimmungen der Maßnahme 9.0 Regionalbudget im Förderbereich 1 „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in der jeweils geltenden Fassung.

Der ILE-Zusammenschluss Ökomodell Achental ruft unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch das ALE und unter Berücksichtigung der nachfolgend genannten Bedingungen zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf.

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

 

Voraussetzungen:

Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Als Maßnahmenbeginn ist grundsätzlich bereits die Abgabe einer verbindlichen Willenserklärung zum Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrags bzw. auch der Materialkauf für die beantragte Maßnahme zu werten.

Eine Maßnahme gilt nicht als begonnen, wenn der Vertrag ein eindeutiges und ohne finanzielle Folgen bleibendes Rücktrittsrecht für den Fall der Nichtgewährung der beantragten Zuwendung enthält oder unter einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung hinsichtlich der Nichtgewährung der beantragten Zuwendung geschlossen wird.

Nicht als Beginn des Vorhabens gilt der Abschluss von Verträgen, die der Vorbereitung oder Planung des Projekts (einschließlich der Antragvorbereitung und -erstellung) dienen. Bei Baumaßnahmen gelten dementsprechend Planungsaufträge bis einschließlich Leistungsphase 7 HOAI, Baugrunduntersuchungen und Grunderwerb nicht als Beginn des Vorhabens, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der Zuwendung. Auch das Herrichten des Grundstücks (z.B. Planieren) gilt nicht als Beginn des Vorhabens, wenn die Auftragsvergabe hierfür von den weiteren Vergaben getrennt werden kann.

Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU zu De-minimis-Beihilfen (z. B. Gewerbe-De-minimis-Beihilfen) zu beachten. Nähere Informationen zur Abwicklung von De-minimis-Beihilfen wie Verordnungen, Merkblätter, De-minimis-Erklärungen sind auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu finden.

 

Fördergegenstand:

Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

a)  Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,

b)  Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,

c)  Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,

d)  Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,

e)  Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,

f)   Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 01.10.2023 vorgelegt werden kann.

 

Zuwendungs- und Antragsberechtigte:

a)  Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,

b)  natürliche Personen und Personengesellschaften.

 

Art und Umfang der Förderung:

Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 % bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Die Summe der Zuwendungen (Zuschüsse und Förderdarlehen) darf jedoch bei öffentlichen und gemeinschaftlichen Maßnahmen 90 %, bei privaten Maßnahmen 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht überschreiten. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Eine Kombination der Fördermöglichkeiten des Regionalbudgets und des „Verfügungsrahmens Ökoprojekte“ ist nicht möglich.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

 

Antrags- und Auswahlverfahren:

Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.

 

Kriterien zur Projektauswahl:

Kriterium

Bewertungsinhalt

Punkte

1

Zielerreichungsgrad ILEK Achental

3

2

Bürgerbeteiligung

2

3

Interkommunaler Ansatz

2

4

Innovativ für die Region

3

5

Wirkung (lokal, regional, überregional)

4

6

Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial)

3

7

Vernetzung (Aktivitäten, Akteure)

4

 

GESAMT (Mindestpunktzahl: 10)

21

Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.

Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Ökomodell Achental und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.

 

Termine:

- Abgabe der Förderanfragen spätestens am: 31.01.2023

- Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammen schlusses (Vorlage des Durchführungsnachweises): 01.10.2023

 

Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung à Regionalbudget) zur Verfügung.

Förderantrag ausfüllen unter: https://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/agrarpolitik/dateien/reg_budget_a_foerderung.pdf

Anfragen auf Förderung sind an folgende Adresse zu richten:

Ökomodell Achental, Eichelreuth 17, 83224 Grassau

Als Ansprechpartner steht zur Verfügung:

Stephanie Hennes, Umsetzungsbegleitung ILE Achental, s.hennes@oekomodell.de

 

                                                                                     

http://example.comnews-428.atom Ergebisse LE.NA Online Bürgerbefragung online Ökmodell Achental 2022-11-10T10:12:57+01:00 2022-11-11T09:52:39+01:00 Wie ist die Meinung der Achentaler?

Auswertung der Umfrage ILE Ökomodell Achental

Die Online-Befragung LE.NA ist nun abgeschlossen.

Aus den Gemeinden haben insgesamt 232 Personen an der Umfrage teilgenommen. Es wurden insgesamt 6630 Bewertungen sowie 543 Kommentare zu den unterschiedlichen Themenfeldern abgegeben.
Die zahlreichen Kommentare liefern viele gute Ideen und konstruktive Kritik. Es entstand ein umfassendes Stimmungsbild, wie verschiedene Themen aus Bürgersicht wahrgenommen werden.

 

Vielen Dank, dass unsere Fragen Ihr Interesse geweckt haben.

 

Die Ergebnisse im Detail können Sie hier online ansehen oder als pdf-Dateien herunterladen:

https://lena.infoportal-land.de/ile-oekomodell-achental/

http://example.comnews-427.atom Einladung zur Jahreshauptversammlung des Ökomodell Achental e.V. und Gesellschafterversammlung der Achental Betriebs- und Entwicklungs- GmbH Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-10-24T08:19:01+02:00 2022-10-24T08:34:52+02:00 am Mittwoch, den 26. Oktober 2022 um 19.00 Uhr im Gasthof zum Ott, Egerndach 4, 83224 Staudach-Egerndach.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie herzlich am 26. Oktober 2022 um 19.00 Uhr zur Jahreshauptversammlung 2022 nach Staudach-Egerndach ein.

 

Tagesordnung:

  • Top    1 – Begrüßung
  • Top    2 – Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden
  • Top    3 – Bericht des Schatzmeisters
  • Top    4 – Bericht der Rechnungsprüfer
  • Top    5 – Entlastung des Gesamtvorstandes und der Geschäftsführung
  • Top    6 – Nachbestellung Rechnungsprüfer
  • Top    7 – Zustimmung zur Übernahme der Achental Betriebs- und Entwicklungs GmbH durch die Biomassehof Achental KG
  • Top    8 – Sonstiges/Aussprache
 

Im Anschluss zeigt Ihnen - passend zu unserem diesjährigen Themenjahr Wald - Filmemacher Stefan Erdmann einen exklusiven Ausschnitt aus seinem neuen Film „Wald“.

 Als besonderes Dankeschön erhalten alle Mitglieder und Besucher einen Achental Naturwanderführer oder den historischen Wanderführer Achental.

Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und Ihr Kommen!

 

Mit freundlichem Gruß

 

Stefan Schneider

1. Vorsitzender

 

 

http://example.comnews-426.atom Liebe Achentaler und Achentalerinnen, Ihre Meinung ist gefragt! Ökomodell Achental 2022-10-13T08:54:03+02:00 2022-10-13T08:58:42+02:00 Online Umfrage über die Zukunft des Achentals!

Die ILE Region Ökomodell Achental startet vom 12.10.-02.11.2022 eine groß angelegte Bürgerbefragung zur Vorbereitung auf die Fortschreibung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK). Bringen Sie Ihre Ideen ein und machen Sie bei der Umfrage mit!
Wie soll das Achental zukünftig aussehen, damit Sie gerne hier leben? Wie möchten Sie wohnen, einkaufen, essen, pendeln oder arbeiten? Dies gilt es mit der Umfrageaktion der ILE herauszufinden. Ziel dabei ist es ein Stimmungsbild der Region zu erhalten, als Basis für die Weiterentwicklung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts.


Hier geht’s zur Umfrage: https://lena.infoportal-land.de/ile-oekomodell-achental/

Fragebögen in Papierform können in den Rathäusern der ILE-Gemeinden abgeholt werden.


Die ILE-Ökomodellregion Achental ist ein Zusammenschluss aus neun Gemeinden des Achentals, die eine umweltverträgliche und zukunftsorientierte Entwicklung der Region anstreben. Dabei nutzt die ILE Region Fördergelder des Bundes und aus Bayern, um Projekte in der Region umzusetzen. Das ILEK stellt dabei Werkzeug und Fördervoraussetzung dar. „Es ist an der Zeit das ILEK fortzuschreiben und sicherzugehen, dass die eingeschlagene Richtung auch den Bedarf in der Region widerspiegelt!“, so Wolfgang Wimmer, Ge-schäftsführer des Ökomodell Achental e.V.. Zukunftsthemen der ILE sind unter anderem Energie, Klimaschutz- & -anpassung, Siedlungsentwicklung, Arbeiten, Landnutzung & Landwirtschaft.


Der Weg zum neuen ILEK beinhaltet verschiedene Etappen. Los geht es mit einer interkommunalen Sitzung der Gemeinderäte im November. Es folgen eine öffentliche Auftaktveranstaltung für aktive Bürger und Bürgerinnen im Januar und Maßnahmen-Workshops in denen Träger öffentlicher Belange und Fach-experten zukünftige Projekte für die Region herausarbeiten. Bei diesem Pro-zess wird die ILE Ökomodell Achental von der Firma Sweco GmbH unterstützt. Das fertige ILEK soll bis September 2023 vorliegen.


Wie geht es weiter? Die Ergebnisse der Umfrage werden im Januar in der öffentlichen Auftaktveranstaltung vorgestellt und sind zusätzlich unter dem Umfragelink abrufbar, sobald die Umfrage beendet ist.


Wenn Sie Fragen zur ILE Ökomodell Achental, zur Umfrage oder dem Zeitplan der Fortschreibung haben, wenden Sie sich einfach an info@oekomodell.de.


Ökomodell Achental e.V.
Eichelreuth 17
83224 Grassau
Ansprechpartnerin:
Stephanie Hennes
info@oekomodell.de
 

http://example.comnews-425.atom Netzwerk Chiemgauer Umweltbildung Ökomodell Achental Ökomodell Achental 2022-10-07T12:42:55+02:00 2022-10-07T12:48:42+02:00 Einladung zum 18. Netzwerktreffen

Einladung zum 18. Netzwerktreffen
am Freitag, den 21. Oktober 2022 ab 16 Uhr in Wiesmühl/Engelsberg

Im Rahmen des 18. Netzwerktreffens sind wir zu Gast an der LBV Umweltstation in Wiesmühl – „Umweltgarten Wiesmühl“ in 84549 Engelsberg.

  • ab 16 Uhr: Treffpunkt Umweltgarten: Führung durch Martina Mitterer
  • ab 17:30 Treffen im Seminarraum (Wiesmühl 11) gegenüber Wirtshaus „Schmiedhubers“

Tagesordnung

  • TOP 1 Begrüßung und Vorstellung neuer Mitglieder
  • TOP 2 Rückblick 2021/22 – wer hat was gemacht
  • TOP 3 Verstärkung Kernteam
  • TOP 4 Newsletter 2022
  • TOP 5 Fortbildungen 2023
  • TOP 6 Netzwerktreffen 2023
  • TOP 7 Sonstiges

Für Getränke ist gesorgt.
Zur Verpflegung bitten wir jedes Mitglied eine Kleinigkeit (Fingerfood) mitzubringen.
***Bitte Art der Verpflegung im Zuge der Anmeldung angeben***

Anmeldung bitte unter gebietsbetreuer(at)chiemseegebiet.de oder Tel: 0861/58 298

 

http://example.comnews-424.atom „Hier liegt der Schlüssel für unsere Zukunft...“ Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-09-14T11:38:00+02:00 2022-09-14T13:18:12+02:00 Biomassehof Achental – ein Garant für Heizmaterial, Strom und Wärme

Ihre Geduld hat sich gelohnt: Zwar musste sich Martina Gaukler zunächst auf einer Warteliste eintragen lassen, dann aber war es soweit und sie besuchte die Energiesprechstunde im Ökomodell Achental in Grassau und sieht jetzt klarer, nachdem viele ihrer Fragen beantwortet worden sind. Die Bürgermeisterin von Staudach-Egerndach will ihre alte Ölheizung austauschen und sucht nach einer idealen Lösung.  Das Ökomodell Achental ist in der aktuellen Energiekrise ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt und gibt hier einen Überblick – im Rahmen seines Themenjahres „Wald“.

„Gerade in der jetzigen Zeit der Energiekrise ist ja eine neue Heizung ein schwieriges Thema, das Weitblick braucht“, meint sie. Der Fachmann von der Energieagentur Südostbayern, der einmal pro Monat nach Grassau kommt, hat Martina Gaukler mehrere Möglichkeiten aufgezeigt – etwa eine Scheitholzheizung, die ganze Holzscheite verbrennt, kombiniert mit Pellets oder einer Wärmepumpe. „Wäre natürlich für mich hier in Staudach-Egerndach ideal, da der Biomassehof Achental als Lieferant für mein Heizmaterial vor Ort ist.“

Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Biomassehofs Achental, und sein Team haben turbulente Monate hinter sich. „Mit Beginn der Energiekrise sind bei uns die Telefone heiß gelaufen – nicht nur für eine Teilnahme an der Energiesprechstunde.“ Energieholz, wie Hackschnitzel, Pellets, Scheitholz und Holzbriketts, steht hoch im Kurs. Der Biomassehof in Grassau bezieht Hackschnitzel sehr lokal – die Lieferanten kommen alle aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern. Das Nadel- und Laubholz fällt quasi als „Abfall“ bei Durchforstungs- oder Pflegemaßnahmen an – also wenn Bäume entfernt werden müssen,  weil sie einem Sturm oder Krankheiten zum Opfer gefallen sind, oder um Aufforstungen Platz zu machen, oder wenn Bäume an Bächen, Flüssen oder Straßen zurück geschnitten werden.

Pelletspreise um das Dreifache gestiegen

Auch die Nachfrage nach Pellets ist stark gestiegen. Sie sind ein Nebenprodukt aus Sägewerken: Das Sägemehl wird getrocknet und dann in Pelletsform gepresst. Allerdings haben sich die Preise hier innerhalb eines Jahres verdreifacht und sind damit im Moment das teuerste Energieholz – zum Ärger vieler Kunden, die am Telefon „auch mal Luft ablassen.“

Immer wieder wird der Fachmann um Rat gefragt, wann der günstigste Zeitpunkt für den Holzeinkauf wäre. „Mein vorsichtiger Rat ist, abzuwarten. Vielleicht steht ein milder Winter ins Haus und die Marktsituation entspannt sich, wenn die meisten Kunden sich eingedeckt haben.“ Angst, dass Energieholz beim Biomassehof Achental ausgehen könnte, hat Wolfgang Wimmer nicht. „Wir profitieren jetzt von unserem guten Netzwerk, das wir jahrelang aufgebaut haben.“

Der Markt Grassau ist in Sachen Bioenergie ein Musterbeispiel: Seit 2016 werden in den Holzvergasern des Biomassehofes Pellets in Strom und Wärme umgewandelt - sie versorgen etwa 3300 Haushalte mit Strom und rund 460 mit Wärme. Letztere wird in das mittlerweile 20 Kilometer lange Fernwärmenetz der kommunalen Wärmeversorgung Grassau eingespeist, welche am Standort im Grassauer Gewerbegebiet noch zusätzlich ein Heizwerk mit zwei großen Hackgutkesseln betreiben. Damit zählt Grassau hinter Reit im Winkl zu den Spitzenreitern bei der Gewinnung von Biomasse im Achental (siehe auch Grafik).

Außerdem profitiert die Umwelt auch sehr stark vom Engagement des Biomassehofes Achental. Dieser ersparte der Atmosphäre im letzten Jahr rund 55.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) durch die Gewinnung von Strom und Wärme aus Energieholz sowie dem Verkauf von Holzbrennstoffen - „eine stolze Bilanz, die sich sehen lassen kann“, resümiert Wolfgang Wimmer.

Die aktuelle Energiekrise „heizt“ auch hier Zukunftspläne an: Es gibt Überlegungen für weitere Aufrüstungen und es könnten neue, schon bestehende Strom- und Wärmenetze mitversorgt werden. Der Geschäftsführer ist sich sicher: „In der dezentralen Energieversorgung liegt der Schlüssel für die Zukunft und hier sind wir schon ganz gut aufgestellt.“


Was ist eigentlich Biomasse?

Biomasse  ist bisher der wichtigste und vielseitigste erneuerbare Energieträger in Deutschland.  Dazu zählen: Holzpellets, Hackschnitzel, Stroh, Getreide, Altholz, pflanzliches Treibgut, Biodiesel und Biogas. Biomasse ist in Bayern nach der Wasserkraft der wichtigste regenerative Energieträger. Holz stellt dabei den mit Abstand wichtigsten Biobrennstoff dar.


 

http://example.comnews-423.atom Wanderausstellung zum Klimawandel zu Gast in der Achental Realschule Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-08-11T09:34:00+02:00 2022-08-26T09:43:47+02:00

Für die Nachhaltigkeitswoche an der Achental Realschule in Marquartstein hat sich das Ökomodell Achental zusammen mit Lehrerin Franziska Mieze und Verwaltungsangestellte Christine Branz vor Ort ein spannendes Konzept überlegt. Die Schüler konnten durch den Klimaladen, eine Mitmach-Ausstellung der EURegio, in die fünf Themenbereiche Elektronik & Digitalisierung, Mobilität, Ernährung, Mode, Energie & Kreislaufwirtschaft eintauchen und lernen, worauf es ankommt, um klimabewusst(er) zu leben.

Frei nach dem Motto: Informieren - Vertiefen - Einkaufen – Nachwirken konnten die Kids durch Spiele und Aufgaben ihr Wissen ergänzen und anschießend Klimapunkte bei einer symbolischen Einkaufstour im Klimaladen sammeln. Dabei erfuhren sie, wo die Rohstoffe fürs Handy herkommen oder wie viele Fahrräder auf einem PKW-Abstellplatz Platz finden. Außerdem konnten Pluspunkte für die richtige Abfalltrennen gesammelt und Alternativen zum schnellen neuen Mode-Schnäppchen ausgetauscht werden. Jede Klasse der neunten Jahrgangsstufe wurde von Florian Maier (Projektbetreuer für Klimaschutz-/Flächenmanagement beim Ökomodell Achental) durch die verschiedenen Stationen geführt und die Schülerinnen und Schüler konnten bei den zugehörigen Spielen selbst aktiv werden. Insgesamt erfahren so die Jugendlichen spielerisch in den Stationen, wie sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht des Physiklehrers Herrn Bauhuber praktische Zusammenhänge kennenlernen und die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen berechnen. Abgerundet wurde der Tag mit einer Führung durch das Fernwärmeheizwerk der Wärmeversorgung Grassau KU; AöR und den Holzvergaseranlagen beim Biomassehof Achental in Grassau.

Ab September steht die Wanderausstellung den Schulen wieder zur Verfügung. Klimaschutzmanager Florian Maier freut sich schon zukünftig auf mehr Aktionstage. "Die Ausstellung vermittelt den Klimawandel sehr praxisnah und detailliert. Analoge und digitale Mittel werden in der Vermittlung geschickt kombiniert. Es freut mich sehr, dass die Aktion in meiner ehemaligen Realschule so gut angekommen ist und ich hoffe, dass auch weitere Jugendlichen ebenso großen Gefallen daran finden.“

Die Wanderausstellung „Klimaladen“ ist ein EuRegio-Kleinprojekt und wurde mit finanziellen Mitteln des INTERREG-Programms Österreich-Bayern 2014-2020 gefördert und im Projekt "Klimaladen - was hat mein Konsum mit dem Klima zu tun" neu erstellt.

http://example.comnews-422.atom Workshop Wohnen, Leben, Arbeiten im Achental Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-08-10T09:31:00+02:00 2022-08-26T09:34:40+02:00

Unterwössen, 20. Juli – Im Rahmen des Workshops wurden zu den Themenfeldern Wohnen, Leben und Arbeiten der aktuelle Stand skizziert und über die Vision für die Zukunft der Ökomodellgemeinden diskutiert.

Bei der Klausur des Ökomodells in Saalfelden wurde vereinbart, dass sich die Bürgermeister zu bestimmten Kernthemen als Paten zur Verfügung stellen. Die Paten machen sich zu ihrem Thema Gedanken und entwickeln gemeinsam Strategien, um diese Themen in den Fokus des zukünftigen Handelns zu stellen. Zum Thema Wohnen/Leben/Arbeiten wurde Bürgermeister Ludwig Entfellner (Unterwössen) gemeinsam mit Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Grabenstätt) und Bürgermeisterin Martina Gaukler (Staudach) als Pate eingesetzt. Neben Florian Maier, Projekt-betreuer für Klimaschutz-/Flächenmanagement des Ökomodells und Zweitem Bürgermeister Johannes Weber wurden auch externe Fachleute aus den Bereichen Stadtplanung (Herrn Wüstinger, Architekten und Stadtplaner PartGmbB), Architektur (Toni Entfellner, Fa. Intec) und Genossenschaftsbau (Frau Schmidt-Winkler, MARO Wohngenossenschaftsbau, sowie Mitglied im Fachausschuss „Soziale Stadtentwicklung des VdW Bayern“) eingeladen. Zusammen wurden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Themenfelder herausgearbeitet und Handlungsfelder für das Ökomodell Achental konkretisiert. Schwerpunkte waren vor allem die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Innenentwicklungsthemen greif- und sichtbar zu machen. Nach der Auftaktveranstaltung wird es sicherlich eine erneute Zusammenkunft in einem ähnlichen Rahmen geben.

http://example.comnews-421.atom Grenzenlos – zwischen König und Kaiser Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-08-09T09:24:00+02:00 2022-08-26T09:31:25+02:00 Grenzüberschreitende touristische Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tirol

Was vor über 20 Jahren begann wird nun wieder neu belebt. Die neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental und das Veranstaltungszentrum Kaiserwinkl in Kössen nehmen die touristische Zusammenarbeit wieder auf und beginnen da, wo schon vor 20 Jahren ihre Vorreiter begonnen haben.

Der Fokus liegt dabei auf der gegenseitigen Bewerbung von regionalen Veranstaltungen in allen Bereichen zwischen Bayern und Tirol bzw. dem König (Chiemsee) und Kaiser (Kaisergebirge). Zum Start der Zusammenarbeit wurde das alte Logo aufgearbeitet und ein neues frisches Logo designt.

Ausgewählte, überregional bedeutsame Veranstaltungen werden online und in den gedruckten Ausgaben der jeweiligen Veranstaltungskalender auf einer Sonderseite „Grenzenlos“ abgedruckt. Außerdem wird quartalsweise ein Flyer herausgegeben, der die wichtigsten Termine aus Bayern und Tirol vereint.

„Wir freuen uns, dass wir dieses erfolgreiche grenzüberschreitende Projekt nun wieder aufleben lassen können“, so Stephanie Hennes vom Ökomodell Achental. Besonders die letzten Jahre mit Corona haben gezeigt, wie schön es ist, dass man einfach ohne große Bürokratie über die Grenze in ein Nachbarland fahren kann.

In Zukunft soll die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden, um die Vernetzung über die Grenze hinweg noch weiter zu strärken.

http://example.comnews-418.atom Der Weg ist Mehrweg Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-07-14T09:01:00+02:00 2022-08-26T09:15:00+02:00

Grabenstätt – Auch aufgrund des EU-Verbots von Plastiktellern, Trinkhalmen und anderen Wegwerfprodukten aus Kunststoff hat der Gesamtvorstand des Ökomodell Achental bei der letzten Sitzung in Grabenstätt verschiedene Möglichkeiten zur Plastikvermeidung diskutiert. Vorgestellt wurde dabei unter anderem das Mehrwegmodell der Firma RECUP durch die neu gegründete „Arbeitsgruppe Klimaschutz Übersee“.

Erste Maßnahmen zur Plastikvermeidung hat nun die Arbeitsgruppe Klimaschutz Übersee auf den Weg gebracht: Im letzten Treffen beschäftigte sich die neu gegründete Initiative wie man den Müll aus Einweg-Kaffeebechern bei uns im Achental reduzieren könnte. Bürgermeister Herbert Strauch unterstützt das Ansinnen: „Das ist ein Thema, das von großer Tragweite ist. Die Sensibilisierung mit dem Thema Plastikvermeidung ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit.“ Dabei soll das Mehrwegsystem nur eine mögliche Lösung neben weiteren wie beispielsweise einem „Geschirrmobil“ darstellen. Herbert Strauch geht es vor allem um den Wissenstransfer und Sensibilisierung in der Bevölkerung.

In der letzten Gesamtvorstandssitzung wurde deshalb das RECUP / REBOWL Mehrwegmodell vorgestellt. Dabei leihen sich die Betriebe Pfandprodukte für die Nutzung aus. Für 1€ je RECUP und 5€ je REBOWL können die Produkte flexibel und nach Bedarf geliehen oder zurückgegeben werden. Auch die Kunden können die benutzten RECUP oder die REBOWL bei allen teilnehmenden Betrieben zurückgeben und erhalten den Pfandbetrag zurück.

Insgesamt sollen die öffentlichen Unternehmen wie Kiosk und Bäcker in den Gemeinden angesprochen werden. Herbert Strauch spricht dabei als Best-Practice-Beispiel die Umstellung von Plastikbechern auf Recup-Bechern bei der Beach Bar in Übersee an. Das Strandbad Übersee konnte somit bereits Unmengen an Plastikmüll vermeiden. Seit 2019 ist an der Beach Bar der RECUP-Becher im Einsatz – anstatt wie bisher die Einwegbecher – und „sind neu wie am ersten Tag“, so der Strandbadchef Andreas König. Durch das neue Verpackungsgesetz kommt das Thema auf nahezu jede/r Gastronom:in zu – so sind Restaurants, Cafés und Bistros ab Januar 2023 verpflichtet, Getränke-to-go und Take-away Essen im Mehrwegbehältnis anzubieten – und es ist somit sinnvoll, sich zeitnah damit auseinanderzusetzen und darauf vorzubereiten.

Das Ökomodell Achental wird sich diesem Thema annehmen und eine Aufstellung über bereits existierende Angebote erarbeiten. Weiterhin gibt es zur Vermeidung von Wegwerf-Plastikgeschirr bereits in einigen Gemeinden die Möglichkeit das „Geschirrmobil“ auszuleihen – so sind Feste feiern ohne Abfall durch den Einsatz der Geschirrmobile samt ihrem Porzellangeschirr möglich. Beispielsweise stehen bei der Wasserwacht in Übersee ca. 300 Gedecke (normal), ca. 100 Gedecke (Kaffee), zwei Spülmaschinen und eine Kaffeemaschine, alles zur Abholung bereit.

„Wer jedoch sein eigenes Geschirr mithat, ist nicht aufs Wegwerfgeschirr angewiesen. Die meisten Gastronomiebetriebe füllen auf Anfrage gerne Essen in selbst mitgebrachte Behälter“, so Florian Maier, Projektbetreuer beim Ökomodell Achental. Beispielsweise bietet das Café Restaurant Jägerwinkl in Marquartstein leihweise Geschirr an bzw. frägt aktiv bei Bestellung nach eigenständig To-Go-Verpackungen mitzunehmen. So verrät uns auch Nadine Hammerl, Wirtin des Cafe-Rastaurants Jägerwinkl, dass sie bereits bio und fair gehandelten Kaffee der Kafferösterei Baruli beziehen und Glas- bzw. Papierhalme sowie Espressolöffel anstatt der Plastikvariante verwenden. Neu eingesetzt wird auch hier der RECUP Becher.

Die Berge gemeinsam aufräumen als Outdoor-Erlebnis

Wer nun selber mit anpacken und sich zusammen mit anderen Naturbegeisterte in Kleingruppen auf den Weg machen möchte, um gemeinsam Müll in den Wäldern, an Seeufern, in Gemeinden, usw. zu sammeln ist bei den „Chiemgauer Alpen CleanUP Days 2022“ genau richtig. Organisiert wird das Event von dem gemeinnützigen Verein PATRON e.V. mit Sitz in Pfronten. Der Chiemgau ist die fünfte von sieben Regionen, die die Initiative im Zuge der PATRON CleanUP Tour 2022 mithilfe hunderter Freiwilliger von Müll befreit.

Im Zuge des „Chiemgau Outdoor Festivals“ stehen neben Aktivitäten am Berg, auf dem Wasser und in der Luft sowie ein vielseitiges Rahmenprogramm (Vorträge, Podiumsdiskussionen und Livebands) auf der Bühne die Themen Nachhaltigkeit und Naturschutz ganz im Zentrum. „Da wir auf Chiemgau Outdoor Festival, welches vom 19.-21. August 2022 in Übersee, Almfischer 3 stattfindet, genau die Menschen ansprechen, die am Berg unterwegs sind, erscheint es uns sinnvoll, die beiden Events miteinander zu verknüpfen. Gemeinsam möchten wir im Sommer 2022 der Natur etwas zurückgeben und das Chiemgau aufräumen.“, so Dominik Hartmann, Veranstalter des Chiemgau Outdoor Festivals.

Passend zu den Aufräumaktionen referiert Herr Dr. Bernhard Bauske vom WWF am Samstag, den 20. August um 13:50 Uhr über „Plastik in der Umwelt – Auswirkungen und Lösungsansätze“. Abschließend gibt es am Sonntag, den 21. August um 10:30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Dr. Bernhard Bauske (WWF), Chiemgau Tourismus (Stephan Semmelmayr), Patron e.V. (Martina Lindenmayr) und Doghammer GmbH (Matthias Drexlmaier) zu dem Thema „Nachhaltigkeit (er)leben“. „Seid dabei wir freuen uns!“

http://example.comnews-417.atom Klausur des Gesamtvorstands: Mit Blick in die Zukunft Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-06-28T08:45:00+02:00 2022-08-26T09:01:52+02:00

„Welche Handlungsfelder soll das Ökomodell Achental in 2030 bearbeiten und welche Rolle haben wir inne?“ Diese Frage und viele mehr diskutierte der Gesamtvorstand bei der Klausurtagung in Saalefelden am Steinernen Meer. Hierbei erhielten die Gemeindevertretenden Unterstützung von dem ILE-Betreuer Axel Brück vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) und dem Moderator Lothar Sippl, Challenge Learning International GmbH (CLI). Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Schule der Land- und Dorfentwicklung in Thierhaupten.

Im Zuge des zweitägigen Seminars wurde ein Rückblick über das bisher erreichte gegeben, die Organisationsstruktur des Vereins sowie Erfolge und Schwierigkeiten erörtert. Die begonnenen Projekte wurden aufgearbeitet und ein Aktionsplan für das weitere strukturelle und projektbezogene Vorgehen festgelegt. Dabei wurde die Rolle des Ökomodell Achental definiert und die einzelnen Arbeitsfelder „Erneuerbare Energien“, „Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung“, „Wohnen, Leben und Arbeiten“ sowie „umweltverträgliche Mobilität“ und „naturnaher Tourismus“ den sogenannten Paten, also den Bürgermeistern und Beisitzern zugeteilt und konkrete Aktivitäten ausgearbeitet.

Naturnaher Tourismus

Um die Natur- und Kulturlandschaften im Achental zu erhalten, soll der naturnahe Tourismus in der Region zunehmend interkommunal gesteuert und gefördert werden. Konkrete Aktivitäten sollen dabei die Vermittlung von Nutzungsansprüchen und die Koordinierung durch Naturschutzwächter, oder auch möglichen Rangern sein. Daher soll auch zukünftig mehr auf Umweltbildung und den Ausbau von bestehenden Projekten z.B. Erweiterung der Almen im Bergmähder-Projekt; grenzübergreifendes Neophytenprojekt, gesetzt werden. Darüber hinaus kamen die Sitzungsteilnehmer überein, dass das Ökomodell sich aus dem Innenmarketingbereich wie bspw. der Herausgabe von Kartenmaterial und Veranstaltungskalendern zurückziehen soll. Diese Aufgaben werden bestehende Organisationen übernehmen. 

Umweltverträgliche Mobilität

Im Bereich klimafreundlicher Mobilität tritt das Ökomodell Achental weiterhin als Vermittler zwischen den Gemeinden, Einwohner, Touristen und den Mobilitätsanbietern auf. Durch vielfältige Ansätze sollen umweltfreundliche Verkehrsformen gemeindeübergreifend gefördert und unterstützt werden. Angedacht ist unter anderem die Erweiterung der Achentallinie für ein breit gefächertes Angebot und Nutzung des RVOs durch Gästekarten.

Wohnen, Leben und Arbeiten

Um die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren sieht sich das Ökomodell Achental nach Abschluss des Innenentwicklungskonzeptes der neun Mitgliedsgemeinden mehr denn je in der Rolle als Vermittler und Netzwerker. Dabei sind Informations- und Beratungsangebote zu alternativen Wohnformen und Unterstützung bei konkreten Wohnbauprojekten geplant, um die Lebenssituation von Menschen aller Altersgruppen vor Ort zu verbessern. In dieser Rolle will das Ökomodell Achental auch Arbeitsformen, die ein Arbeiten vor Ort ermöglichen, begleiten, um die Verkehrsflüsse zu reduzieren und die Heimatbindung für Jung und Alt zu stärken.

Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung

Um die land- und almwirtschaftlichen Betriebe zu erhalten bedarf es gute Rahmenbedingungen in der Region. Landwirtschaft und Naturschutz sollen dabei Hand in Hand gehen. Daher werden bei Bedarf Hilfestellungen bzw. Beratungen zur Wertschöpfung der landwirtschaftlichen Flächen angeboten, das Ausgleichsflächenkonzept weiterentwickelt und der Managementplan des Bergmähder-Projekts ausgeweitet z.B. durch Schwendtmaßnahmen.

Erneuerbare Energien

Besonders hohen Stellenwert wurde dem Punkt „Erneuerbare Energien“ zuteil. Auch aufgrund der prekären Situation erfordert die Energiewende einen extremen Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei ist sich das Ökomodell Achental als Berater und Initiator ihrer Rolle bewusst. Auch deshalb hat Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer vom Ökomodell Achental die Errichtung einer Agri-Photovoltaikanlage (PV) im Rahmen eines Pilotprojektes angestoßen. Die Chance für eine solche Anlage mit einem parallelen Nutzen für die Landwirtschaft wurde in einer jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Übersee positiv aufgenommen. Wichtig für eine kommunale Energiewende ist dabei unter anderem auch die Umweltbildung und das Netzwerken. So sind im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche an den Schulen bereits Exkursionen zum Biomassehof Achental mit seinen Holzvergaseranlagen und Präsentationen zum Klimaschutz geplant. Des Weiteren sollen Anlagenbeispiele in den Mitgliedsgemeinden in die Umweltbildung miteingebunden werden.

Integrierte ländliche Entwicklung – Förderung für weitere vier Jahre

Im Rahmen der Klausur stand auch die Fortführungsevaluierung der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) Achental an. Mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung unterstützen und begleiten die Ämter für Ländliche Entwicklung ländliche Gemeinden, die sich freiwillig zusammenschließen, um gemeinsam eine zukunftsorientierte und lebenswerte Region zu gestalten. Ziel ist es, ökonomische, ökologische oder soziale Projekte, die eine Gemeinde alleine nicht realisieren könnte, gemeindeübergreifend zu planen und umzusetzen sowie Einsparmöglichkeiten zu erschließen. Der ILE-Prozess wurde bereits 2009 mit der gemeinsamen Erarbeitung eines Konzeptes für das Achental gestartet. Die Umsetzungsbegleitung folgte im Jahr 2012 durch Stephanie Hennes. In dem vergangenen Jahrzehnt wurde eine Vielzahl von Projekten wie das Energiekonzept oder das Kreuzkrautprojekt erfolgreich umgesetzt.

Die teilnehmenden Bürgermeister und Beisitzer sprachen sich einstimmig für einen Verbleib im ILE-Verbund aus und bewerteten die bisherige Zusammenarbeit als zielführend und konstruktiv. Im Kontext der erfolgreichen Fortschreibungsevaluierung soll nun auch das im Jahr 2011 erstellte Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen und der Evaluierungsergebnisse überarbeitet bzw. fortgeschrieben werden, um allen Beteiligten zu ermöglichen, mit neuem Schwung die anstehenden Projekte bis 2030 umzusetzen.

Die Klausur des Gesamtvorstandes hat gezeigt, dass es ein großes Potential an Kooperationsmöglichkeiten gibt, ohne dass die Individualität der einzelnen Gemeinden eingeschränkt wird. Das gegenseitige Vertrauen und die Offenheit, wie sie in der zweitägigen Klausur deutlich spürbar waren, eröffnen uns vielfältige Chancen unser Tal für die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und konkurrenzfähig zu machen.

http://example.comnews-413.atom „Schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen….“ - Porträt der einzigen Försterin im Achental Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-06-15T13:31:01+02:00 2022-06-21T12:41:42+02:00 Themenjahr Wald - Teil 2: über die Arbeit der Förster im Achental – über 90 Prozent Staatswald

Die junge Frau lässt vorsichtig die hellgrünen Spitzen der kleinen Tanne durch ihre Finger gleiten. Petra Demmel ist von Beruf Försterin und kontrolliert gerade ob die jungen Bäume durch hungriges Wild angeknabbert worden sind. Sie betreut als stellvertretende Försterin der Bayerischen Staatsforsten das Revier Marquartstein des Forstbetriebs Ruhpolding und ist eine der wenigen Frauen, die sich den Beruf des Försters als Lebensgrundlage ausgesucht haben. Das Ökomodell Achental skizziert ihren Lebensweg im Rahmen seines Themenjahres „Wald“.

Mit einer Schreinerlehre nach dem Fachabitur startete Petra Demmel zunächst in ihre berufliche Zukunft. Während einer Reise durch Kanada lernte die Münchnerin eine Forststudentin kennen und war fasziniert von den Erzählungen über deren Ausbildung. Nach ihrer Rückkehr schnupperte sie bei einem Praktikum im Forstbetrieb Schliersee ein wenig „Försterluft“ und entschloss sich zu einem Studium der Forstwirtschaft in Weihenstephan – neben ihrem Beruf als selbständige Schreinerin. „Ich war auf der Suche nach einem Beruf, der Sinn macht“, erklärt Petra Demmel ihre Entscheidung. „Der Wald ist faszinierend, er ist eine unserer Lebensgrundlagen. Der Försterberuf ist sehr vielseitig und man ist immer im Einklang mit der Natur.“

Erste Försterin im Achental

Nach dem Studium und verschiedenen Ausbildungsstationen kam die junge Frau 2020 als erste Försterin zum Forstbetrieb Ruhpolding. Noch betreut sie, inzwischen Mutter zweier Kinder, kein eigenes Revier und hilft quasi als „Springerin“ aus, wie gerade im Revier Marquartstein. Die Zusammenarbeit mit ihren männlichen Kollegen beschreibt Petra Demmel als unkompliziert, „nur die Anrede bei den Mails musste ich anfangs anpassen, da es immer „Sehr geehrte Herren…“ hieß“, schmunzelt sie.

Ein Einblick in ihre Aufgaben als Försterin im Staatswald zeigen die letzten Tage: Bei Inventuraufnahmen wurde die geschnittene Holzmenge erfasst. Oder die „Verbissaufnahme“, wie intensiv also Wild an jungem Baumbestand geknabbert hat. Sollten diese Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren zu hoch sein, würde die Försterin Schwerpunktjagden organisieren und Pflanzen einzeln gezielt schützen. Dann steht im Terminkalender von Petra Demmel die Einsatzleitung bei der  Holzernte, wenn also Bäume geschnitten werden, die zuvor mit Sprühfarbe von der Försterin „ausgezeichnet“ worden sind. „Dazu zählen geschädigte Bäume, etwa durch Schneebruch, Schädlinge, Sturm oder wenn Platz und Licht für junge neue Bäume geschaffen werden muss.“

Probleme bereiten der jungen Frau, wie allen ihren Kollegen, oft die „Freizeitnutzung“ mancher Waldbesucher, „etwa Radler, die in der Dämmerung schwierige Wege befahren und damit Wild und Jagd stören oder bei Arbeiten im Wald, wenn Wanderer Absperrungen und Alternativrouten nicht akzeptieren.“

„Dem Wald  Gutes tun“

Bei ihrer Arbeit als Försterin liegt Petra Demmel vor allem am Herzen, dem Wald Gutes zu tun und sein Holz sinnvoll und nachhaltig zu nutzen. Dabei würden viele Interessen auf dem Wald liegen und „oft ist es schwierig, alles unter einen Hut zu bringen: Wald- Ressourcen und Freizeitnutzung sowie den Natur- und Artenschutz.“ Doch Petra Demmel blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir sind hier im Achental im Vergleich zu anderen Regionen in einer sehr günstigen Situation, etwa durch Wasserversorgung, etc. Und wir probieren immer wieder neue Baumarten aus, auch fremdländische, um den Wald auf den Klimawandel so gut als möglich einzustellen.“


Der Wald im Achental

Der Anteil des Staatswaldes am Achental, betreut von den Bayerischen Staatsforsten, liegt bei etwa 90%, was historisch bedingt ist: früher war es königlicher Wald- heute befindet er sich in Staatseigentum. Im Traunsteiner Landkreis liegt dieser Anteil bei knapp 53% - der Rest teilt sich auf in Privatbesitz und Kommunalwald. In den letzten Jahren hat der Waldbestand auf Landkreisebene leicht abgenommen -  im Gebirgsraum dagegen eher zugenommen - aufgrund natürlicher Wiederbewaldung von Teilen von Almen und sonstigen nicht genutzten Flächen. Zudem steigt die Waldgrenze aufgrund des Klimawandels.

Der Staatswald im Achental wird durch den Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten betreut, unterteilt in die drei Reviere Unterwössen, Marquartstein und Schleching.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Traunstein berät und fördert den Privat- und Kommunalwald.

(Quelle: Zahlen des AELF und des Forstbetriebs Ruhpolding)


Aufgaben eines Forstbetriebs im Gebirge

  • Erhalt der Bergwälder

Eine der wichtigsten Aufgaben des Forstbetriebs ist es dauerhafte und stabile Strukturen in den Bergwäldern zu erhalten oder zu schaffen. Naturverjüngung, bestehend aus den Baumarten des Bergmischwaldes, soll garantieren, dass bei einem Ausfall des Altbestandes keine dauerhaften Lücken oder Freiflächen entstehen.

  • Nutzung des Holzes

Um dieses Ziel zu erreichen spielt auch die Nutzung des Bergwaldes eine wichtige Rolle. Reife Altbäume werden entnommen, damit die darunter stehenden Verjüngung ausreichend Licht und Wäre zum Wachsen erhält. In jüngeren Beständen werden Strukturen durch mäßige und dafür häufigere Durchforstungen geschaffen oder verbessert. Das anfallende Nutzholz wird in der Region vermarktet.

Über 90% der Forstbetriebsfläche befindet sich im Achental an Hanglagen und ist mit 18 Laufmetern Forststraße/ ha vergleichsweise gering. So muss ca. die Hälfte des eingeschlagenen Holzes mit Seilbahnen an den nächsten Forstweg transportiert werden. Zwar ist die Holzernte heutzutage stark technisiert, aber noch immer sind die Waldarbeiter für die Pflege und den Erhalt der Wälder unerlässlich.

  • Schutzwaldsanierung

Eine weitere Aufgabe ist die Sanierung von geschädigten Schutzwäldern. Wo Verjüngung ausbleibt werden standortgerechte Bäume gepflanzt und auf bereits bestehenden Freiflächen müssen Lawinen- und Gleitschneeverbauungen die Schutzfunktion des Waldes zumindest zeitweise übernehmen.

  • Jagd

Die Jagd spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Ziels einen stabilen Bergwald für die nächsten Generationen zu schaffen und zu sichern. Nur eine konsequente Regulierung von Gams-, Reh- und Rotwild ermöglichen eine angemessene Beteiligung der Tanne und aller Laubbaumarten des Bergmischwaldes. Hier wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten bedeutende Fortschritte erzielt.

  • Waldnaturschutz

Spezieller Artenschutz (Steinadler, Auerhuhn, Schwarzstorch, Kreuzotter etc.), Management von Offenlandflächen, Totholzanreicherung, Schutz von Biotopbäumen…

 

http://example.comnews-419.atom Das Ökomodell Achental plant Bau einer Agri-Photovoltaikanlage in Übersee Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-06-01T09:15:00+02:00 2022-08-26T09:19:58+02:00

Übersee – Die Energiewende erfordert einen extremen Ausbau der erneuerbaren Energien. Nun hat Wolfgang Wimmer vom Ökomodell Achental die Errichtung einer Agri-Photovoltaikanlage (PV) im Rahmen eines Pilotprojektes angestoßen. Die Chance für eine solche Anlage mit einem parallelen Nutzen für die Landwirtschaft wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates positiv aufgenommen.

Entsprungen ist die Idee einer Agri-PV aus den bisherigen Konflikten zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Solarnutzung. Die Basis der Agri-PV stellt der Anbieter „Next2Sun“ mit einer vertikalen PV-Anlage. Demnach werden die Solarmodule senkrecht in einem geeigneten Reihenabstand von zumeist zehn bis zwölf Meter aufgestellt. Dazwischen ist eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung von Grünland möglich. Mit diesem System werden nur etwa zehn Prozent der Fläche von einer herkömmlichen PV-Anlage gebraucht.

Mit der senkrechten Anordnung der Solarmodule in Richtung Osten und Westen kann auch die Solarenergie morgens und abends bestens genutzt werden. Auch wenn das neue Vorhaben zunächst austesten soll, ob das Konzept aufgeht: Auf Flächen von insgesamt acht Hektar südlich der A8 im östlichen Teil der Gemeinde sollen die Anlagen entstehen.

Die Anlagen würden, sollten alle Planungen aufgehen, eine Leistung von drei Megawatt erzeugen und somit den Stromverbrauch von etwa 900 Haushalten decken können. Als nächste Schritte seien die endgültige Auswahl des Projektstandorts auf Basis der Umweltverträglichkeit sowie Vorverträge mit den Landwirten geplant. Außerdem müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Im günstigsten Falle könnte mit dem Bau der Anlage im Herbst 2023 begonnen werden.

http://example.comnews-420.atom Gelungener Bauernmarkt zur Irisblüte Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-05-31T09:19:00+02:00 2022-08-26T09:24:58+02:00

Drei Jahre hat es in Grabenstätt coronabedingt keinen Bauernmarkt zur Irisblüte mehr gegeben. Heuer wagten die Gemeinde Grabenstätt und das Ökomodell Achental einen Neustart.

Grabenstätt - Zahlreiche Besucher schauten am Marktplatz vorbei, um sich mit geräuchertem Fisch, Wurst, Fleisch, Käse, Gemüse, Obst, Honigprodukten, Obstbränden, Likören, Sirup, Whisky und Säften einzudecken. Zudem lockten liebevoll Gestricktes, Gesticktes, Genähtes und Gehäkeltes, selbst gemachter Schmuck, Keramik und Heutiere aus diversen Naturprodukten.

Weitere Termine für Regionale Bauermärkte im Achental:

„Bauermarkt Grabenstätt“

13.08.2022 – zu Maria Himmelfahrt

24.09.2022 – zum Erntedank

„Kleiner Markt“
in Bergen

Jeden zweiten Freitag im Monat ab 16:00 Uhr am Dorfplatz

„Wössner Bauermarkt“
in Unterwössen

jeden Mittwochvormittag ab 07:30 Uhr

http://example.comnews-416.atom Regional einkaufen – regional essen! Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-05-20T08:38:00+02:00 2022-08-26T08:45:17+02:00 Frische Naturprodukte aus dem Achental

Ein „gesunder Lebensraum“ - im Achental ist das kein leeres Wort. Neben einer umweltverträglichen Gemeindeentwicklung ist es dem Ökomodell Achental ein großes Anliegen, eine naturverträgliche Erzeugung von Nahrungsmitteln, eine artgerechte Tierhaltung und die regionale Direktvermarktung dieser Produkte zu fördern. Der Verbraucher bekommt dadurch hochwertige Nahrungsmittel und weiß, woher sie stammen. Die RegioApp gibt dabei schnell und einfach Auskunft, wo diese Produkte bezogen werden können.

Mit Hilfe der RegioApp können Sie jederzeit, überall, ganz bequem eine Umkreissuche nach regionalen Lebensmitteln und regionalem Essen starten. Angezeigt werden direktvermarktende Betriebe und Gastronomie, aber auch Verkaufsstellen wie Dorfläden, Lebensmitteleinzelhändler mit regionalen Produkten, Wochenmärkte und viele mehr. Wer möchte, kann bei seiner Suche gezielt nach "kleinen Läden" suchen.

Wie funktioniert die RegioApp?

Dabei lädt man die RegioApp aus dem Google Play oder dem App-Store von Apple kostenlos herunter – schon werden regionale Lebensmittel, Zierpflanzen und Blumen, sowie regional kochende Gastronomiebetriebe in der Nähe angezeigt. Falls man gezielt nach Produktgruppen oder einem Ort suchen möchte, funktioniert da auch – jederzeit, überall, ganz bequem. Zu jedem Erzeuger oder Gastronom bekommst man Infos, welche Waren er anbietet und woher er sie bezieht.

Regionale Bauermärkte im Achental

„Bauermarkt Grabenstätt“

28.05.2022 – zur Irisblüte

13.08.2022 – zu Maria Himmelfahrt

24.09.2022 – zum Erntedank

„Kleiner Markt“
in  Bergen

Jeden zweiten Freitag im Monat ab 16:00 Uhr am Dorfplatz

„Wössner Bauermarkt“
in Unterwössen

jeden Mittwochvormittag ab 07:30 Uhr

http://example.comnews-412.atom Unser neuer Newsletter ist erhältlich Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-05-04T12:03:53+02:00 2022-05-04T12:26:42+02:00 Aktuelles über die Vereinsarbeit hier lesen

Auch in den vergangenen Monaten hat der Verein Ökomodell Achental wieder einiges bewegt. Der aktuelle Newsletter gibt einen Überblick, was in den vier Handlungsfeldern des Ökomodells - Tourismus, Landwirtschaft, Energie und Naturschutz - gerade angestoßen wird.

Zum Download gelangen Sie hier (pdf-Datei, 3,4 MB).

Um regelmäßig Informationen über die Vereinsarbeit zu erhalten können Sie sich auf der Startseite unserer Homepage ganz unten kostenlos für den Newsletter registrieren bzw. hier anmelden.

 

http://example.comnews-411.atom Unser Bergmähder-Projekt im arte Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-04-15T08:15:00+02:00 2022-04-27T15:25:20+02:00 Die Dokumentation "Durch das bayerische Alpenland" stellt am Freitag, den 15.04. um 18:35 Uhr Initiativen und Projekte vor, die sich dem Schutz der Natur in der Alpenregion verschrieben haben.

Um einen Beitrag zur Umsetzung der bayerischen Biodiversitätsstrategie zu leisten, wurde die Machbarkeitsstudie „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental" gestartet. Ziel des Projekts ist die Revitalisierung dieser vergessenen Nutzungsform zur Bereicherung der traditionellen bergbäuerlichen Kulturlandschaft. Die Kulturlandschaftsbiotope der Almen und Bergmähder im Achental mit ihren großflächigen extensiv genutzten Magerweiden in Kombination mit Kalkmagerrasen, Borstgrasrasen, alpinen Rasen, Feucht- und Moorflächen sind dabei von besonderer naturschutzfachlicher Bedeutung. Neben ihrer teils herausragenden floristischen Ausstattung mit Orchideen und anderen seltenen und stark gefährdeten Pflanzenarten, zeichnen sie sich durch eine artenreiche Schmetterlings- und Heuschreckenfauna aus. Zu den besonderen Artvorkommen der Almgebiete mit geeigneten Habitatstrukturen am Geigelstein, Breitenstein, Hochgern und an der Kampenwand zählt außerdem das bayernweit vom Aussterben bedrohte Birkhuhn. Um die Biodiversität und Artenvielfalt der Bergmähder, Almweiden und Feuchtflächen/Moore zu sichern und zu fördern bedarf es Maßnahmen für eine geeignete Pflege zu etablieren. Im Zuge der TV-Reportage wird dabei unser Projekt auf arte vorgestellt.

Zur arte-Mediathek: "Durch das bayerische Alpenland"​​​

 

http://example.comnews-415.atom Kiesbrüter im Anflug auf den Chiemgau Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-04-13T08:32:00+02:00 2022-08-26T09:10:35+02:00 Bitte um Rücksicht an der Tiroler Ache zwischen Marquartstein und Schleching

Die ersten Heimkehrer aus dem Winterquartier in Afrika sind auf dem Weg in den Chiemgau. Darauf weist Michael Schödl, Alpenreferent beim Landesbund für Vogelschutz (LBV), hin. Flussuferläufer und Flussregenpfeifer beginnen demnach in Kürze, die Kiesbänke als Brutplätze zu erobern. Ein solcher Platz ist die Tiroler Ache zwischen Marquartstein und Schleching, erklärt Severin Sebald, Gebietsbetreuer vom Ökomodell Achental.

„Sie suchen sich erst einmal in Ruhe ihre Brutplätze aus“, weiß er aus Erfahrung. Gerade der Flussuferläufer war jahrelang mit nur ein bis zwei Brutpaaren an der Tiroler Achen sehr selten geworden. Umso größer war die Freude, als letztes Jahr 3 Paare festgestellt werden konnten. Einen Grund sieht Sebald darin, dass sie besser beschützt würden. Mit Hinweisschildern würden die Spaziergänger auf die brütenden Vögel an den Kiesbänken hingewiesen und gebeten, das Gebiet dort nicht zu betreten. Hundebesitzer sollen ihre Hunde anleinen, damit die herumtollenden Vierbeiner die Vögel nicht aufscheuchen. Die Schilder werden allerdings laut Sebald erst in etwa einem Monat aufgestellt, wenn die Hochwassergefahr gebannt sei. Bis dahin sind ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die laut Sebald die Leute entlang der Tiroler Ache zwischen Marquartstein und Schleching ansprechen und sie auf die Kiesbrüter aufmerksam machen.

Warum sich die Vögel ausgerechnet auf einem Kiesbett zum Brüten niederlassen, weiß er auch: „Da sehen sie alles in der Umgebung. Wenn sich ein Feind nähert, ist ihre Taktik, ein großes Trara zu machen und vom Nest abzulenken.“ Füchse hielten sich normalerweise nicht auf Kiesbänken auf, trotzdem „verirre“ sich manchmal einer dorthin.

Trotz ihrer Verbauungen ist die Tiroler Ache laut Michael Schödl vom LBV ein wichtiges Brutgebiet in Bayern. Neben den Flussuferläufern seien auf den offenen Kiesflächen dort noch relativ viele Flussregenpfeifer zu Hause. Vielerorts wichen diese auch auf Kiesgruben, Lager- oder Kiesflächen aus, auf denen Gewerbegebiete errichtet werden sollen.

Wenn hier Vögel auffallen, freue sich der LBV immer über Meldungen aus der Bevölkerung. Für beide Arten gilt es durch geeignete Schutzmaßnahmen die Brutplätze zu sichern und die Erholungsnutzung so zu regeln, dass die Vögel eine Chance auf Bruterfolg haben. „Unsere Flüsse wurden zur Siedlungsentwicklung, Landgewinnung und Energienutzung in den letzten 150 Jahren stark verändert“, so Schödl weiter. Intakte Flussabschnitte, in denen dynamische Prozesse Fluss und Aue gestalten, seien rar geworden. Diese seien heute noch Lebensraum kiesbrütender Vogelarten, die auf das Entstehen und Vergehen von Kiesflächen angewiesen sind.

Für diejenigen, die Ausschau nach den gefiederten Gästen halten möchten, erklärt Schödl: „Der Flussuferläufer ist etwas kleiner als eine Amsel und wirkt etwas gedrungener. Die typischen Kennzeichen sind eine braune Oberseite und reinweiße Unterseite sowie die beim Flug deutlich sichtbare weiße Flügelbinde.“ Flussregenpfeifer seien etwas größer als Bachstelzen. Im Brutkleid sei die schwarze Gesichtsmaske durch einen weißen Federbereich vom erdbraunen Scheitel abgesetzt. Im Ruhekleid fehle die Maske. Auffällig sei auch der zitronengelbe Augenring.

Auf Verständnis der Leute angewiesen

Die brutrelevanten Flussabschnitte würden laut Schödl nur zeitlich gesperrt, wenn sie von den Vögeln wirklich genutzt werden. Dies sei sehr aufwendig, sei aber Voraussetzung, um nicht ganze Flüsse sperren zu müssen. Das Ganze sei auf die Mithilfe der Erholungssuchenden, von Badenden, Bootfahrern, Anglern und Spaziergängern mit und ohne Hund angewiesen.

Hintergrundinformation: Lebensräume stark eingeschränkt

Der starke Umbau der Fließgewässer und die starke Nutzung der letzten hochattraktiven Wildflussbereiche – von der Freizeitnutzung bis zur Energiebewirtschaftung – führten laut Michael Schödl vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu, dass der Flussuferläufer den Roten Listen Status 1 „vom Aussterben bedroht“ in Bayern erreicht hat. Deswegen sei er eine vorrangige Art für ein Artenhilfsprogramm in Bayern. Der Flussregenpfeifer werde in Bayern als „stark gefährdet“ eingestuft. Allerdings erreiche er in der alpinen Region ebenfalls den Status „vom Aussterben bedroht“.

Das Landesamt für Umwelt, Vogelschutzwarte Garmisch-Partenkirchen (LfU) und der LBV hätten dafür ein Artenschutzprogramm ins Leben gerufen. Zum einen würden die Bestände langfristig erfasst und andererseits solle die Betreuung der Brutplätze langfristig sichergestellt werden. Die Regionalkoordination liege bei Sabine Pröls von der LBV-Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach und beim Gebietsbetreuer Severin Sebald vom Ökomodell Achental.

http://example.comnews-410.atom Die Forstwirte im Landkreis - Maschinen bestimmen die Arbeit im Wald Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-03-25T11:31:02+01:00 2022-03-25T11:38:42+01:00 Themenjahr Wald

„Wenn‘s brenzlig wird höre ich sofort auf….“

Der drahtige Mann trägt einen orangen Schutzhelm. Die Ohrschützer und das Visier sind nach oben geklappt. Eng lehnt er am Stamm einer mächtigen Fichte und schaut konzentriert geradeaus – damit bestimmt er die Fallrichtung des Baumes. Sebastian Stöger aus Übersee ist einer der vielen Forstwirte im Landkreis, die sachkundig im Auftrag von Waldbesitzern Fäll-aktionen durchführen. Das Ökomodell Achental  stellt die Arbeit der Forstwirte im Rahmen seines Themenjahres „Wald“ vor.

Als erstes „beurteilt“ Sebastian Stöger, genannt „Wast“, die Fichte – ob sie irgendwo in der Krone hängt oder Äste und Totholz gefährlich sein können. Nachdem der Arbeitsplatz frei geräumt ist, überzeugt  sich der Überseer davon, dass die ausgesuchte Lücke, in der die Fichte fallen soll, möglichst wenig Schaden für die Umgebung anrichtet. Dann greift er zur Motorsäge und schneidet einen Fallkerb in den Baum, der das Kippen in die gewünschte Richtung ermöglicht. Holzspäne fliegen durch die Luft und wenig später fällt die mächtige Fichte zu Boden. Sebastian Stöger ist zufrieden – wie auch seine Begleiter, die ihn aus sicherer Entfernung beobachtet haben.

Wast Stöger hat die Arbeit im Wald von Kind an gelernt, da zum heimischen Hof in Übersee auch ein eigener Wald zählt. Mit 17 absolvierte er die ersten Schulungen für Waldbauern und  2005 beschloss der gelernte Land- und Forstwirt,  die Holzarbeit zum  Nebenerwerb zu machen. Viel Geld investierte er in die Ausrüstung, darunter der „Rückewagen“, ein spezieller Holzwagen mit Kran. Daneben besucht der Forstwirt bis heute regelmäßig Lehrgänge und Schulungen, wie  „Die Technik mit Rückewagen und Seilwinde“ oder „Die Förderung eines klimastabilen Zukunftswaldes“.

Ein erfahrener und  geschätzter Fachmann

Heute ist Wast Stöger ein erfahrener und geschätzter Fachmann für alles rund um den Wald. Seine Auftraggeber sind meist private Waldbesitzer, wie Ignaz Irger aus Übersee, der Wast Stöger den Auftrag gab, in seinem Wald bestimmte Fichten zu fällen, die er zuvor mit einem Förster ausgewählt hatte. Sie werden als Bauholz verwendet   – für den Dachstuhl des geplanten Hauses seines Sohnes. „Wir schätzen den Wast sehr“, begründet er den Auftrag, „weil er sehr sorgfältig und gewissenhaft arbeitet. Er lebt einfach für den Wald.“ Inzwischen ist der Überseer gut ausgestattet: Rückwagen mit Kran, Bulldog mit Seilwinde, mehrere Motorsägen und Schutzkleidung – was einem Neuwert von gut 190 000 Euro entspricht. „Die Entwicklung geht immer mehr zur voll maschinellen Ernte“, so Stöger, „das ist die sicherste und produktivste Methode.“ Schmunzelnd erinnert er sich dabei an seine Kindheitstage, als die Stämme mit Pferden aus dem Wald gezogen worden sind.

Die Arbeit im Wald zieht sich über das ganze Jahr. Oft sind es auch „Kalamitäten“, wie Sturmschäden, Schneebruch oder Schädlinge, wie der Borkenkäfer,  die  für Wast Stöger neue Aufträge bedeuten. Die Bezahlung wird mit dem Waldbesitzer zuvor ausgehandelt – oft am Küchentisch vom „Schließpointner“, so der Hofname.  Meist einigt man sich auf einen Stundensatz oder rechnet später pro Kubikmeter Holz ab – je nachdem wie schwierig im Arbeit im Gelände ist.

Probleme gibt es immer wieder mit Wanderern im Wald, die trotz Absperrungen Gefahrenzonen betreten. „Manchmal gibt‘s auch Kritik von Leuten, wenn ein Baum gefällt wird“, erzählt Wast Stöger. So auch vor einiger Zeit am Chiemseeweg in Übersee, wo er gerufen wurde, um eine sterbende Eiche zu fällen. „Sie war eine Gefahr, vor allem für Spaziergänger, aber das verstehen manche Leute nicht – einfach, weil sie keine Ahnung haben.“

Unfälle im Wald sind nicht selten: Jüngst wurde ein Waldarbeiter bei Petting während Fällarbeiten von einem Baum erschlagen. Wast Stöger schüttelt bei diesen Meldungen den Kopf. „Unter Forstwirten gibt es wenig Unfälle – meist passiert Laien etwas. Wichtig ist, sich bei dieser Arbeit Zeit zu lassen, ja nie huddeln.“ Angst hat er in den vielen Jahrzehnten kein einziges Mal bei der Waldarbeit verspürt – auch kann er sich an keine wirklich gefährliche Situation erinnern. „Wenn‘s brenzlig wird höre ich sofort auf.“

 

Wie sieht der Wald im Traunsteiner Landkreis aus?

 

Je nach Höhenlage, Hangrichtung, Klima, Bodenaufbau und Konkurrenzstärke zwischen den verschiedenen Baumarten würden sich ohne menschliche Lenkung unterschiedliche Waldtypen entwickelt. Der Fachmann spricht von der „natürlichen Waldgesellschaft“. Hier die wichtigsten im Landkreis:

  • Ab Trostberg Richtung Norden: Der Buchenwald
  • Südlich von Trostberg bis zur Autobahn A8: Der Tannen-Buchen-Wald
  • Zwischen 800 und 1.400 Meter: Der Bergmischwald
  • Zwischen 1.400 und 1.700 Meter: Der Fichtenwald
  • Der Auwald
 

Zahlen und Fakten über den Wald im Landkreis Traunstein:

Der Landkreis Traunstein ist zu 37 Prozent bewaldet – mit einem leichten Rückgang in den letzten beiden Jahren.

Ein großer Teil der Wälder (57 Prozent) ist in staatlicher Hand und wird von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet. 41 Prozent sind Privatwald und 2 Prozent Kommunalwald. Die Zahl der Waldbesitzer liegt bei 16 000 die über 13 000 Waldbesitzeinheiten hegen und pflegen.

(Quellen: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Pflege des Waldes nach dem Grundsatz „Schützen durch Nutzen“

Ein wichtiges Prinzip gilt für jeden Waldbesitzer: Schützen durch Nutzen. Danach sollten nicht mehr Bäume aus dem Wald  entfernt werden als nachwachsen.

Bäume filtern das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre und durch Photosynthese wandeln sie es in lebensnotwendigen Sauerstoff um und halten somit die Luft rein. Die nachhaltige Aufforstung  ist also existenziell, um unser Klima zu schützen. Nach Möglichkeit werden gestürzte und kranke Bäume möglichst schnell entfernt. Stirbt der Baum, zersetzt sich sein Holz langsam und er gibt das CO2 ab, das er zuvor gespeichert hatte.  Um eine Nachhaltigkeit und Artenvielfalt zu fördern, sind immer wieder Aufforstungen nötig.

Mit der Pflege eines Wald-Bestandes wird im besten Fall schon im jungen Stadium, in der sogenannten Verjüngung, begonnen. Hier kann durch eine rechtzeitige und kontinuierliche Förderung von Mischbaumarten die Diversität des Bestandes deutlich erhöht werden. Doch auch in reinen Fichtenbeständen kann durch rechtzeitige positive Pflege aufgelockert und so die Bäume stabilisiert werden.

Nach Aussage des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, „kann ein zukunftsfähiger Wald, der neben dem Naturschutz weitere vielfältigen Funktionen erfüllt,  nur durch einen Mischbestand aus verschiedenen Baumarten und möglichst stabilen Individuen erreicht werden.“ Unterstützung und kostenlose Beratung bieten die zuständigen Förster an.

 

http://example.comnews-409.atom Stellungnahme zur aktuellen Wolfsdiskussion Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-03-16T15:47:06+01:00 2022-03-16T15:59:36+01:00

Grassau – Im Rahmen der letzten Gesamtvorstandssitzung wurde über das aktuell präsente Thema „Wolfsmanagement“ rege diskutiert. Zur gemeinschaftlichen Stellungnahme gehört u.a. die Übereinstimmung für eine Beauftragung eines Wolfexperten vor Ort sowie die Unterstützung und Sicherung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und Kulturlandschaft.

Der Wolf (Canis lupus L.) gehört heute zu den Arten mit dem weltweit größten Verbreitungsgebiet. In Bayern ist der Wolf jedoch nach wie vor selten. Bestätigt sind zurzeit 4 Wolfsrudel und ein Wolfspaar sowie 3 Einzeltiere in Bayern. Ein Wolf gilt dabei als standorttreu, wenn dieser über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten nachgewiesen wird oder eine Reproduktion belegt ist. Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), wurden im Monitoring-Jahr 2020/21 für die Territorien Veldensteiner Forst (Oberfranken), Manteler Forst (Oberpfalz) und Bayerischer Wald Nord immerhin zwölf Welpen bestätigt. Bei den derzeit im Achental auftretenden Wölfen handelt es sich noch um einzelne, meistens männliche „Durchzügler“ aus dem südwestlichen Alpenbogen, aus Polen oder Nordostdeutschland. Wildtierexperten sind sich jedoch einig: Aufgrund der dynamischen Entwicklung der alpinen und zentraleuropäischen Wolfspopulation ist vermehrt mit weiteren Wölfen zu rechnen.

Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und europäischem Recht. Schon aus Rechtsgründen sind deshalb keine Regelungen im Jagdrecht (wie z.B. beim Fischreiher, Fischotter und Goldschakal) oder Ordnungsrecht zielführend. Unter anderem ist somit nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG verboten, solche Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Die Ausnahmen regelt § 45 Abs. 7 BNatSchG. Im Einzelfall können u.a. Ausnahmen zugelassen werden:

  • zur Abwendung erheblicher landwirtschaftlicher Schäden,
  • im Interesse der Gesundheit des Menschen, der öffentlichen Sicherheit,
  • und aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art

Eine Ausnahme darf dabei nur zugelassen werden, wenn zumutbare Alternativen wie Weideschutzmaßnahmen nicht gegeben sind und sich der Erhaltungszustand nicht verschlechtert. Dazu zählen unter den vorbeugenden Maßnahmen des "Bayerischen Aktionsplans Wolf" beispielsweise spezielle Zäune, das Einzäunen der Tiere in der Nacht (Nachtpferchung) und der Einsatz von Hunden zum Schutz der Herden.

In unserer Gegend sind die Schutzmaßnahmen oft aber nur sehr schwer oder gar nicht umsetzbar. In speziellen Fällen wie der Almwirtschaft kann der Schutz von Herden vor Übergriffen durch große Beutegreifer, wie z.B. dem Wolf, mit erheblichem Aufwand verbunden sein. Vieh kann dann nicht mehr unbewacht eine Sommersaison alleine umherstreifen. Für sie stellt die Rückkehr des Wolfes eine große Veränderung Ihrer Lebensgewohnheiten und Wirtschaftsweisen dar. In der Viehhaltung sind hohe wirtschaftliche Mehraufwendungen und großer körperlicher Mehreinsatz für den Schutz der Herden notwendig. Darüber hinaus bringt die Verantwortlichkeit für Vieh und Mensch auch psychische Mehrbelastungen mit sich.

Ökonomische Probleme werden einerseits durch die unmittelbaren Schäden (verletzte und getötete Tiere, Sachschäden durch in Panik versetzte Tiere, Nachfolgeschäden wie z.B. das Verlammen verursacht, zum anderen durch die Forderung nach Herdenschutzmaßnahmen. Letztere sind in der Regel Voraussetzungen für Kompensationszahlungen an Tierhalter. Dabei ist neben der Wirksamkeit dieser Maßnahmen in dicht besiedelten und touristisch stark frequentierten Regionen auch die arbeitstechnische Machbarkeit zu berücksichtigen, zumal die Herdenschutzhunde auch vor Wanderern und anderen Hunden schützt.

Darüber hinaus gibt es viele Gebiete, die aus topografischen Gründen – vor allem in Berggebieten – nicht zumutbar mit Zäunen geschützt werden können. Der personelle und zeitliche Aufwand für kleine Herden steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Die Almwirtschaft hierzulande ist keine produktionsorientierte Landwirtschaft, sondern eine staatlich finanzierte Landbewirtschaftung, um bestimmte Ziele wie den Erhalt von Biotopen oder des Landschaftsbildes zu sichern. Die naturschutzgerechte Almwirtschaft muss also auch nach der Rückkehr des Wolfes sichergestellt sein. Almwirtschaft hat eine große kulturelle und auch naturschutzfachliche Bedeutung hier im Achental. Es obliegt Politik, Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam daran zu arbeiten und größtmögliche Unterstützung für betroffene Gruppen zu schaffen.

Letzten Endes polarisiert der Wolf. Für die einen ist er Symbol und Hoffnung für die Rettung der Natur. Für die anderen, die mit den Konsequenzen der Anwesenheit des Wolfes leben müssen, wird der Wolf zur Bedrohung. Dieser Umstand führt jedoch unweigerlich zu multikausalen Konfliktfeldern, bei denen eine oftmals schier unüberblickbare Fülle von Interessen unterschiedlicher Akteure in der Kulturlandschaft zu betrachten ist. Genau an dieser Stelle soll ein Ansprechpartner für ein modernes Wildtier- und Wolfmanagement ansetzten und sich der Herausforderung stellen, solche Konflikte zu moderieren und im besten Falle auf eine für alle gesellschaftlichen Gruppen akzeptable Schnittmenge zusammenzuführen. Deswegen spricht sich das Ökomodell Achental mit ihren Mitgliedsgemeinden für eine zentrale Stelle eines Wolfexperten beauftragt vom LfU vor Ort aus, der als Beratungs- und Informationsstelle für spezielle, problematische Fälle im Voralpenland fungieren soll. Darüber hinaus ist die Almwirtschaft und Weidetierhaltung mit ihren kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben aus ökologischen, kulturellen und sozialen Gründen sowie der Erhalt der Artenvielfalt und Kulturlandschaft zu sichern.

http://example.comnews-408.atom ILE Achental fördert 14 regionale Kleinprojekte Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-03-08T10:55:11+01:00 2022-03-08T10:57:44+01:00 Regionalbudget 2022

Nachdem das Ökomodell Achental zur Einreichung von Kleinprojekten aufgerufen hatte, wurden nun insgesamt 14 regionale Projekte für das Regionalbudget 2022 ausgewählt. Mit der Förderung werden Kleinprojekte unterstützt, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts des ILE-Zusammenschlusses Achental dienen und den Zweck verfolgen, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.

Das Entscheidungsgremium der ILE Achental hatte in diesem Jahr die Qual der Wahl, da zahlreiche Förderanfragen aus der Region eingereicht wurden. 2022 dürfen sich 14 Projektträger aus dem Achental über eine Förderung von bis zu 70 Prozent für ihre eingereichten Projekte freuen. Damit ist das Budget vollends ausgeschöpft. Das Regionalbudget wurde bereits zum dritten Mal vom Amt für ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Für 2022 steht dem ILE-Zusammenschluss Achental ein Regionalbudget in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung.

Gefördert werden Kleinprojekte (bis zu 20.000 Euro) zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, der Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung, der Umsetzung von an den ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen und der Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

In diesem Jahr spielt vor allem das Thema Besucherlenkung und -information eine wichtige Rolle, wie die Projekte „Sternepark Winklmoos“, „Häuser- und Hoftafeln“, „Themenjahr Wald“ und „Digitale Ortseingangstafel“ zeigen. Weitere Projekte sind unter anderem die Restauration einer Kapelle, ein Skulpturenpfad oder das Aufstellen von Mitfahrbänken.

„Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Projektideen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit der regionalen Förderung unterstützen können“, so Stephanie Hennes, Projektleiterin der ILE Achental. Die Projekte befinden sich derzeit in der Umsetzungsphase und werden bis spätestens Ende September abgeschlossen sein. Die Fördermittel gehen in diesem Jahr überwiegend an Vereine und Kommunen.

Das Regionalbudget wird vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern zur Verfügung gestellt. Mit der Förderung werden Gemeinden unterstützt, die sich freiwillig im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammengeschlossen haben (ILE-Zusammenschlüsse). Dadurch soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden.

http://example.comnews-407.atom Blühpaten gesucht Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-03-08T09:51:47+01:00 2022-03-08T09:54:35+01:00 Jetzt Blühpate werden damit Anfang April die neue Saison starten kann

Auch heuer sollen sie wieder blühen und
gedeihen, die Blumenwiesen der „Blühpaten“
vom Häuslschuster-Hof.
Bis Ende März können Sie sich noch zu den
zahlreichen Naturliebhabern gesellen, die mit
ihrer Blühpatenschaft ihre besondere Liebe zu
Fauna und Flora im Achental zum Ausdruck
bringen und somit ihren Beitrag leisten, das
Ortsbild Übersees zu verschönern.
Anstatt des Maisanbaus nutzt die Famile Maier
auf einigen ihrer Äcker die nachhaltigere,
umweltschonendere und optisch schönere
Möglichkeit des Blumenackers. Die dadurch
entstehenden höheren Kosten werden durch
das Blühpatenkonzept aufgefangen.
Jeder der möchte, kann für 50,-€ im Jahr
100m² Blumenacker sein Eigen nennen
und den Pflanzen und Insekten beim Gedeihen
zusehen.
Und das gänzlich ohne Arbeitsaufwand, den
übernimmt der Landwirt für die Freunde der
Natur. Ob als kreatives Geburtstagsgeschenk,
Werbung für Firmen oder einfach für jeden
Einzelnen nur aus Liebe zur Natur. Werdet´s ein
Blühpate und freut´s Euch an den schönen Blumen
und den zahlreichen Bienen, Hummeln
und Schmetterlingen, die dann auch heuer
wieder auf den „blühenden Äckern für mehr
Artenvielfalt“ in und um Übersee zu sehen sein
werden.

Wer dieses Jahr mitmachen
möchte oder sich informieren
will, kann sich gerne bei
Christian Maier melden:
maier9@yahoo.de oder
Tel. 0151-42533953

http://example.comnews-406.atom Mit der Polizei fast bis zum Gipfel des Geigelsteins Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-02-23T17:19:16+01:00 2022-02-23T17:34:31+01:00 Die alpine Einsatzgruppe der Polizei sowie Naturschutzwacht und Gebietsbetreuung auf Aufklärungsstreife im Naturschutzgebiet Geigelstein. Der Lebensraum für Raufußhühner ist durch Betretungsverbote im NSG geschützt. Gerade im Winter können durch den Wintersport Konflikte entstehen.

Naturschutzgebiet Geigelstein: Mit seinem beeindruckenden Gipfel ist der Geigelstein Anziehungspunkt für Wintersportler aus dem nahen und weiten Umkreis. Diese Einsätze der besonderen Art werden alljährlich in der Wintersaison absolviert, zuletzt am Samstag, den 05.02.22. Startpunkt war der Wanderparkplatz Geigelstein in Schleching. Hierzu kommen Einsatzkräfte der alpinen Einsatzgruppe der Polizei mit der Naturschutzwacht des Landratsamtes Traunstein und der Gebietsbetreuerin des Ökomodell Achental zusammen.

Was zunächst nach einer unnötigen Eskorte für Skitourengeherinnen klingt, hat aber einen sinnvollen Hintergrund. Im Naturschutzgebiet ist genau geregelt, welche Bereiche im Winter betreten werden dürfen und wo dies nicht gestattet ist. Es wird mit Flyern und Karten an allen Zugängen zum Gebiet über die Regelung informiert – einzelne Skispuren, Skischuhspuren zeigen aber, dass die Verbote nach wie vor von einer Minderheit übertreten werden.

Mit ihrem Einsatz weisen Polizei, Naturschutzwacht und Gebietsbetreuung immer wieder mit Nachdruck darauf hin, dass die Geigelstein-Schutzgebietsverordnung kein zahnloser Papiertiger ist und Übertretungen mit Geldbußen geahndet werden. Dringen Tourengeher in die Ruhezonen ein, vertreiben sie die scheuen und bedrohten Raufußhühner, die auf ihrer Flucht sehr viel Energie verlieren. Einmal zu oft gestört überleben die Vögel den Winter nicht. Meist bemerkt der menschliche Störenfried gar nicht, was er anrichtet, denn die Fluchtdistanzen der Wildtiere sind oft größer als die menschliche Wahrnehmungsspanne. Der Besucherdruck am Geigelstein verlangt ganz klar nach einer Lenkung im Gebiet, um auch in Zukunft ein Miteinander von Natur und Bergsport zu gewährleisten.

Bei der aktuellen Streife wurde kein verbotswidriges Verhalten festgestellt. Mittlerweile sind viele Besucher sensibilisiert und kennen die Regeln. Grundsätzlich konnte eine durchweg positive Stimmung bei den Besuchern vernommen werden. Sowohl heimische als auch weitgereiste Sportler freuten sich über eine Aufklärung vor Ort. Damit dies so bleibt, werden auch im heurigen Winter weiterhin regelmäßige Patrouillen durchgeführt, bei denen Naturschutzwächter und Polizeibeamte die Einhaltung der Betretungsregelungen im Naturschutzgebiet kontrollieren. Denn nur eine strikte Beachtung wird den vom Aussterben bedrohten Raufußhühnern das Überleben sichern können.

http://example.comnews-390.atom Regionalbudget 2022 Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2022-01-12T12:28:00+01:00 2022-01-12T13:22:23+01:00 Aufruf zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte bis 15.02.2022

 

Auf Grundlage des Bescheids des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern vom 11.01.2021 und den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung (FinR-LE) steht dem ILE-Zusammenschluss Achental für das Jahr 2022 ein Regionalbudget in Höhe von 100.000 EUR zur Verfügung. Die Förderung erfolgt nach den Bestimmungen der Maßnahme 10.0 Regionalbudget im Förderbereich 1 „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) des Rahmenplans der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) in der jeweils geltenden Fassung.

Der ILE-Zusammenschluss Achental ruft zur Einreichung von Förderanfragen für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets auf.

Dieser Aufruf umfasst ausschließlich Anfragen auf Förderung von Kleinprojekten, die unter Berücksichtigung

  • der Ziele gleichwertiger Lebensverhältnisse einschließlich der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und der Behebung von Gebäudeleerständen,
  • der Ziele und Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung,
  • der Belange des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes,
  • der Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
  • der demografischen Entwicklung sowie
  • der Digitalisierung

den Zweck verfolgen, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiterzuentwickeln.

Kleinprojekte sind Projekte, deren förderfähige Gesamtausgaben 20.000 EUR nicht übersteigen. Hierbei handelt es sich um Nettoausgaben. Zu beachten ist, dass alle den Zweck der Förderung erfüllenden förderfähigen Nettoausgaben eines Projekts diese Höchstgrenze nicht überschreiten dürfen. Andernfalls kann ein Vorhaben nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden. In einem Aufruf kann pro Projekt nur ein Antrag eingereicht werden. Eine Aufteilung von Projekten zur Unterschreitung der förderfähigen Gesamtausgaben ist nicht zulässig.

Voraussetzungen

Gefördert werden nur Kleinprojekte mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde. Der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten. Bei Vorhaben zur Förderung von wirtschaftlichen Tätigkeiten sind die Bestimmungen der EU-Verordnung Nr. 1407/2013 vom 18.12.2013 (De-minimis-Beihilfe Gewerbe) zu beachten.

Fördergegenstand
Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  • Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements,
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene,
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung,
  • Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen,
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung.

Das Kleinprojekt muss so rechtzeitig umgesetzt werden, dass der Durchführungsnachweis bis spätestens 30.09.2022 vorgelegt werden kann.

Zuwendungs- und Antragsberechtigte sind:
- Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts,
- natürliche Personen und Personengesellschaften

Art und Umfang der Förderung
Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80% bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 EUR und unter Berücksichtigung der im privatrechtlichen Vertrag (siehe unten) festgelegten maximalen Zuwendung. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 EUR werden nicht gefördert.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt.

Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

Antrags- und Auswahlverfahren

Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und im Gebiet des ILE-Zusammenschlusses liegen. Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt.

Kriterien zur Projektauswahl

Nr.

Auswahlkriterium

Punkte

1

Zielerreichungsgrad ILEK (Themenfelder)

3

2

Bürgerbeteiligung

2

3

Interkommunaler Ansatz

2

4

Innovation für die Region

3

5

Wirkung (lokal 1, regional 1, überregional 2)

4

6

Nachhaltigkeit (ökologisch 1, ökonomisch 1, sozial 1)

3

7

Vernetzung (Aktivitäten 2, Akteure 2)

4

Eine Mindestpunktzahl von 10 Punkten (von maximal 21 Punkten) muss erreicht werden, damit das Projekt eine Förderzusage bekommt.

Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand der genannten Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.

Nach einer positiven Auswahlentscheidung wird ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem ILE-Zusammenschluss Achental und dem Träger des ausgewählten Kleinprojekts geschlossen, in dem die Umsetzungsmodalitäten geregelt werden.

Termine:
Abgabe der Förderanfragen bis spätestens 15.02.2022
Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammenschlusses (Vorlage des Durchführungsnachweises): 30.09.2022


Anfragen auf Förderung sind an folgende Adresse zu richten:

Ökomodell Achental e.V.
Eichelreuth 17
83224 Grassau

Ansprechpartnerin:
Stephanie Hennes
Tel. 08641/692909-32
info(at)oekomodell.de


Zum Download:
- Merkblatt zur Durchführung von Kleinprojekten

- Förderanfrage für ein Kleinprojekt

Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen außerdem im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/234566/index.php zur Verfügung.

http://example.comnews-405.atom Naturschutzgebiet Geigelstein Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-12-16T16:15:00+01:00 2022-02-23T17:11:37+01:00 Skitouren und seltenen Raufußhühner, was gibt es zu beachten?

Das Gebiet rund um den Geigelstein zählt zu einer besonders wertvollen Bergregion der Bayerischen Alpen und steht seit 1991 unter Naturschutz. Das 3.139,1 Hektar große Schutzgebiet erstreckt sich von Sachrang im Priental bis Schleching im Achental und ist gleichzeitig Natura 2000 Gebiet (Vogelschutz- und FFH-Gebiet).

Im Laufe der Jahre sind Akzeptanz und Wertschätzung des Naturschutzgebiets mehr und mehr gewachsen. Seit 2017 sind Schleching und Sachrang „Bergsteigerdörfer am Geigelstein“ und machen sich damit aktiv stark für den Schutz der alpinen Natur und Landschaft.

Das Geigelsteingebiet ist aber auch Lebensraum für: Birkhuhn, Auerhuhn und Haselhuhn diese haben hier noch eine Heimat. Als Vogelarten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie wird den Raufußhühnern ein besonderer Schutzstatus zuteil. Demnach sind ihre Lebensräume zu schützen und ihr Überleben sicherzustellen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden im Geigelsteingebiet Ruhezonen ausgewiesen, die von Anfang Dezember bis Ende Mai nicht betreten werden dürfen. Abseits der Winterruhezonen sind weiterhin zahlreiche Tourenmöglichkeiten für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer vorhanden.

Damit die seltenen Vögel am Geigelstein weiterhin eine Chance haben, steht die Besucherlenkung an erster Stelle. Bereits an den Parkplätzen werden die Tourengeher über die Schutzzonen aufgeklärt. Hinweistafeln und Flyer, die zusammen mit dem Deutschen Alpenverein entwickelt wurden, informieren über die freigegebenen Bereiche und über die Lebensweise der Raufußhühner. Die Einhaltung der Betretungsregelungen im Naturschutzgebiet wird von Naturschutzwächtern und Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe in Zusammenarbeit mit der Gebietsbetreuung Achental kontrolliert. Auch in dieser Wintersaison 21/22 wird es wieder Einsätze geben.

Freizeitsportler sollen das Gebiet weiterhin erleben dürfen und verstehen, warum bestimmte Bereiche nicht zugänglich sind. Die Bestände der Raufußhühner sind leider weiterhin rückläufig. Bitte nehmen Sie deshalb Rücksicht!

  • Auf den Routen bleiben
  • An Betretungsverbote halten
  • Bitte nur Tagsüber ins Gelände! (In der Nacht und Dämmerung sind die Tiere besonders störanfällig.)                                                             

Bitte respektieren Sie die ausgewiesenen Schutzzonen, um die Tiere nicht durch unnötige Störungen zu gefährden.

http://example.comnews-404.atom Ökomodell Achental im Bayerischen Fernsehen Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-10-29T09:35:29+02:00 2021-10-29T10:24:42+02:00 Montag den 01.11.2021 ab 12.00 Uhr , Thementag: EINFACH NACHHALTIG! DIE SCHÖPFUNG BEWAHREN

Allerheiligen steht im BR-Fernsehen ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit und der Bewahrung der Schöpfung: EINFACH NACHHALTIG! DIE SCHÖPFUNG BEWAHREN nennt sich der Thementag.
In ausgewählten Dokumentationen und Reportagen wird gezeigt, wie großartig und gleichzeitig fragil die Natur ist, in der wir leben, und welche Ideen und Konzepte es gibt, um sie zu bewahren.

Deshalb wird der Film von Lorenz Knauer über das Ökomodell Achental aus dem Jahr 2015 am Montag den 01.11.2021 ab 12.00 Uhr gesendet. Das Achental - Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft nennt sich der Beitrag, der die gemeinsamen Handlungsfelder wie Landschaftspflege/Naturschutz, sanften Tourismus, Landwirtschaft und das Engagement zum Ausbau der erneuerbaren Energien vorstellt. Anschließend wird in einem Interview mit Geschäftsführer Wolfgang Wimmer der aktuelle Entwicklungsstand besprochen.

Ab 13.35 Uhr zeigt dann der Moderator des Thementages Willi Weitzel unter EINFACH NACHHALTIG! DIE SCHÖPFUNG BEWAHREN seine Eindrücke aus dem Achental.

http://example.comnews-403.atom Einladung zur Jahreshauptversammlung des Ökomodell Achental e.V. Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-10-27T08:21:29+02:00 2021-10-27T08:47:45+02:00 am Mittwoch, den 27. Oktober 2021 um 19.00 Uhr im Gasthof Hinterwirt (Saal), Dorfstraße 35, 83236 Übersee

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Jahreshauptversammlung 2021 nach Übersee ein.

 

Tagesordnung:

Top 1 – Begrüßung

Top 2 – Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden

Top 3 – Bericht des Schatzmeisters

Top 4 – Bericht der Rechnungsprüfer

Top 5 – Entlastung des Gesamtvorstandes und der Geschäftsführung

Top 6 – Sonstiges/Aussprache

 

Im Anschluss referiert Dr. Rafael Stegen (Stadtplaner, Büro Salm & Stegen) über das Thema:

"Kein Bauland mehr – oder doch? Von Chancen, Versuchungen und Tabus einer gemeinsamen und aktiven Innenentwicklung“

 

Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und Ihr Kommen!

 

Mit freundlichem Gruß

Stefan Schneider

1. Vorsitzender

http://example.comnews-402.atom Kernthema Innenentwicklung Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-09-23T13:45:11+02:00 2021-09-23T13:50:50+02:00 Sommerinterview zu den Ergebnissen des Innenentwicklungskonzeptes der neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V.

Seit Herbst 2019 haben sich die Planungsbüros michellerundschalk landschaftsarchitektur und urbanismus sowie Salm & Stegen Geographen und Stadtplaner aus München mit der Erhebung und Bewertung sogenannter Innenentwicklungspotenziale in den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. beschäftigt. Die identifizierten un- und untergenutzten Flächen und Gebäude mit einem potenziellen Baurecht im Innenbereich der Gemeinden sollen zukünftig genutzt werden („Aktivierung“), um Bebauungen im Außenbereich (auf der „grüne Wiese“) zu reduzieren und somit den Flächenverbrauch zu senken. Die Ergebnisse der Erhebungen, der bislang geführten Diskussionen sowie die bauplanungsrechtlichen und landesplanerischen Rahmenbedingungen werden aktuell sukzessive in den einzelnen Gremien der Mitgliedsgemeinden vorgestellt. Wir haben die Sommerpause genutzt, ein Interview mit Herrn Dr. Stegen vom Büro Salm & Stegen und Herrn Schalk vom Büro michellerundschalk zu führen.

Herr Stegen, Sie haben jetzt in eineinhalb Jahren in den neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. Flächen erhoben, für die aktuell ein Baurecht besteht, die aber bislang unbebaut bzw. untergenutzt sind. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Nun, wir können insgesamt bilanzieren, dass in allen neun Gemeinden zusammen aktuell ausreichend Flächen mit einem Baurecht versehen sind, um theoretisch die bestehenden und in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu erwartenden Nachfragen zu befriedigen. Das Problem besteht vielmehr darin, dass viele dieser Flächen aufgrund des Privatbesitzes nicht zur Verfügung stehen, nicht geeignet sind, den lokalen Nachfragen nicht genügen, bzw. wir oft nichts über die Vorstellungen der Eigentümer über den Umgang mit ihrer Fläche wissen.

Was meinen Sie genau damit?

Es gibt Orte wie bspw. Reit im Winkl, wo eine starke Nachfrage nach bezahlbarem und zum Teil auch eher kleinerem Wohnraum vorhanden ist. Um jedoch einen kompakteren Geschosswohnungsbau umsetzen zu können, benötigt man ein Mindestmaß an Fläche und Erschließung. Dies ist in Reit im Winkl u.a. auch aufgrund der Topographie und der Hochwassergefahren nur sehr eingeschränkt vorhanden.

Können Sie noch ein weiteres Beispiel nennen?

In Bergen und Grabenstätt bestehen Nachfragen von Einheimischen nach einem Baugrund, der jedoch aufgrund der Bodenpreisentwicklung auch in diesen Gemeinden für Einheimische kaum noch erschwinglich ist. Die eigentlich aktuell mit einem Baurecht versehenen freien Grundstücke stehen aufgrund des überwiegenden Privatbesitzes dem ohnehin bereits überhitzten Markt oft nicht zur Verfügung, sodass sich das Gut Baugrund nochmals verknappt.

Die Bilanz, dass eigentlich genug vorhanden wäre, geht also faktisch nicht auf. Woran liegt das?

Wie bereits zuvor erwähnt, befinden sich viele Flächen in Privatbesitz und dort herrscht die Auffassung, dass das Grundbuch eben mehr Wert sei als das Sparbuch. Diese so genannten “Enkelgrundstücke” sollen im Familienbesitz verbleiben, in der Hoffnung, dass doch noch ein Enkel das vor vielen Jahren (mit-) erworbene Grundstück bebauen wird. So werden schließlich freie Grundstücke von einem Namen auf den anderen Namen im Grundbuch übertragen, ohne dass je eine bauliche Entwicklung stattfindet.

Welche Möglichkeiten haben die Gemeinden des Ökomodells mit dieser Situation umzugehen?

Zunächst empfehlen wir den Gemeinden ganz offen mit dieser Thematik umzugehen und sie öffentlich anzusprechen. Es besteht nämlich häufig die Erwartungshaltung, dass die Gemeinde einfach neues Bauland für die Einheimischen ausweisen soll. Dies können sie aber aufgrund mangelnden Flächenbesitzes und bauplanungsrechtlicher wie auch zunehmend landesplanerischer Beschränkungen nur noch sehr eingeschränkt tun. Außerdem geht es ja genau darum, nicht genauso weiter zu machen wie in der Vergangenheit. Das müssen wir alle lernen, dass der Traum vom Haus im Grünen nicht beliebig multiplizierbar ist. Fläche ist wertvoll und vor allem auch endlich – so bitter das für den ein oder anderen sein mag.

Sie raten den Gemeinden also zur Sensibilisierung ihrer Bevölkerung?

Genau! Dazu gehört aber noch mehr als ein paar Artikel in der Zeitung und ein paar Sonntagsreden am Stammtisch. Wir empfehlen den Gemeinden aktiv auf die Grundbesitzer zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören für uns im Übrigen auch die Bauherren der 1970er und 1980er Jahre. Hier können wir in vielen Häusern feststellen, dass die Zufriedenheit mit der eigenen Behausung und dem inzwischen viel zu großen Garten sinkt. Wenn die Kinder ausgezogen sind und man nur noch alleine oder zu zweit in dem ehemaligen Familiendomizil lebt, dann macht das viel Arbeit und stellt den ein oder anderen vor große Herausforderung – auch was den Punkt der Vereinsamung anbelangt. Im Grunde haben wir mit diesem gebauten Bestand noch den lebenden Traum des Einfamilienhauses, der für die ursprünglichen Besitzer oftmals aber nicht mehr dem eigenen Lebensabschnitt und
-entwurf entspricht. Es ist halt schon ein gebautes Haus, welches von einer neuen Generation junger Familien ggf. nachgenutzt werden will, aber häufig eben nicht der eigenen Familie.

Sie wollen also Hausbesitzer aus ihren Häusern vertreiben, um jungen Familien das Haus mit Garten zu ermöglichen?

Nein -  absolut nicht! Das ist mir ganz wichtig, dass es nicht um Vertreibung oder Enteignung geht, sondern um eine ausgestreckte Hand mit einem Hilfsangebot für diejenigen, die für sich selbst feststellen, meine Situation ist unbefriedigend für mich. Alle, die sich mit Ihrer Situation wohl fühlen, sollen dies auch weiterhin. Wir können in unseren Projekten feststellen, dass überall dort, wo dieses Tabuthema behutsam, offen und ehrlich angesprochen und Wohnalternativen angeboten werden können, eine wachsende Bereitschaft – um nicht Begeisterung zu sagen - zur Veränderung festzustellen ist.

Herr Schalk, nun haben wir schon gehört, dass Fläche wertvoll und endlich und der Traum vom neu gebauten Einfamilienhaus nicht beliebig multiplizierbar ist. Sie sind Landschaftsarchitekt und haben vor allem auch die Qualitäten des Freiraums – also der noch freien Flächen – in dem Projekt mit bewertet. Zu welchem Ergebnis kommen Sie?

Das Achental als Landschaftsraum lebt von seiner hohen landschaftlichen und naturräumlichen Qualität. Die Orte des Achentals leben zudem von ihrer dörflichen Maßstäblichkeit und der zumindest teilweise noch erkennbaren Idylle ihrer historischen Entwicklung. Mit Blick auf die Zersiedelung gewachsener Dorfstrukturen und den enormen Flächen- & Ressourcenverbrauch vieler reiner Einfamilienhaussiedlungen gehen diese Strukturen zunehmend verloren. Ein echtes dorfgemeinschaftliches Zusammenleben, wie es die historischen Strukturen unterstützt haben, ist aufgrund der offensichtlichen Schwächen vieler reiner Einfamilienhausgebiete mit ihren ausgedehnten und weitestgehend privatisierten Flächenaufteilungen nur noch sehr eingeschränkt möglich. Unser Bild von Dorf und die Idee des Landlebens hängen nicht nur für uns ganz eng mit dem Vorhandensein von ausreichend umgebender (Kultur-) Landschaft (also Wiesen, Wälder und Feldern!) als Ausdruck von menschlichem Handeln und naturräumlichen Gegebenheiten zusammen.

Hierbei hat natürlich gerade das Achental und seine Umgebung ganz besondere Wertigkeit und Attraktivität, was ja nicht zuletzt die große Anzahl an Besuchern und Urlaubern aus anderen Regionen zeigt.

Ist das ein Plädoyer für den Erhalt der Kulturlandschaft und eine Rückbesinnung auf dörfliche Qualitäten?

Im Grunde ja. Wir sehen Lösungsansätze genau darin, sich immer auch auf die Vergangenheit zu besinnen. Dörfer waren in ihren Ortskernen immer hoch verdichtet, funktionsgemischt und eng bebaut. Die zum Teil vergessenen oder zumindest verlorengegangenen Erkenntnisse und Traditionen im ländlichen Bauen und dörflichen Leben sollten wiedererkannt und -den heutigen Anforderungen angepasst- reaktiviert werden. Den Ortsmitten und dem gebauten Siedlungsbestand mit den vielen erhobenen Innenentwicklungspotenzialen müssen endlich wieder zukunftsfähige, soziale und dorfkulturelle Bausteine eingehaucht werden, die – je zentraler desto besser – den historisch-gewachsenen Dorfmitten wieder Funktion und Gesicht geben. Gerade aus dem Grundprinzip der Nutzungsmischung und Strukturvielfalt entstanden nämlich seit jeher sehr variable und robuste
(Dorf-) Strukturen, die – wo sinnvoll und notwendig – auch nie die Großform (z.B. die des großen Stadels) gescheut haben.

Dann sind die noch vorhandenen Innenentwicklungspotenziale also kein Problem, sondern eine Chance?

Wir denken, dass mit den Flächen und intelligenten Lösungen sowohl für Grundeigentümer als auch für öffentliche Interessen und Ziele, die eine Gemeinde verfolgt, sehr gute und zufriedenstellende Lösungen gefunden werden können. Auch hier ist sicherlich wieder die bereits erwähnte offene und ehrliche Kommunikation von ganz zentraler Bedeutung, um möglichst viele Interessen im Sinne des Einzelnen und des Gemeinwohls zu integrieren. Ganz wichtig erscheint uns aber hierbei der Punkt, diese Dinge mit Blick auf den nach wie vor viel zu großen Flächenverbrauch im ländlichen Raum jetzt wirklich anzugehen und nicht wieder und wieder die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Wie können solche Lösungen aussehen?

Eine zukunftsfähige Entwicklung dörflicher Strukturen verlangt neben der Orientierung an traditionellen Werten und Stärken ganz klar auch den Blick nach vorne; es braucht zeitgemäße Wohn- und Lebensformen in der Dorfentwicklung sowie eine zunehmende Offenheit und Durchlässigkeit im Dorfleben. Hervorzuheben ist hier wie bereits erwähnt ganz klar die stetig wachsende soziale und ökologische Notwendigkeit eines wirklich sparsamen und nachhaltigen Umgangs mit Boden und Ressourcen. Wir müssen uns von den – bitte entschuldigen Sie mir dieses Bild – reinen Bausparkassen-Einfamilienhäusern im Pseudo-Alpen- oder Toskana-Stil verabschieden.

Wohnraum und Dienstleistungsinfrastruktur gehören der zielgruppenspezifischen Nachfrage einer demographisch und sozial diversifizierten Gesellschaft angepasst. Und die Nachfrage ist bei den heutigen Lebensentwürfen, der demographischen Veränderung und den gesellschaftlichen Anpassungen sehr heterogen. Die freien Flächen im Siedlungsbestand können gerade auch über ihre Verteilung im Ortsgebiet hierzu ihren Beitrag leisten.

Schauen wir nach vorne. Herr Dr. Stegen, wie wird es nun für die neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodell Achental e.V. in diesem Projekt weitergehen?

Zunächst werden die Ergebnisse den Gremien vorgestellt, die von sich aus eine Vorstellung wünschen. Individuell wird dabei abgestimmt, ob die Vorstellung und Diskussion im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung, einer nicht öffentlichen Sondersitzung oder sogar im Rahmen einer Klausurtagung erfolgt. Dann obliegt es den Gemeinden proaktiv den Prozess weiter zu verfolgen und bspw. auf die Grundeigentümer von Innenentwicklungspotenzialen per Fragebogen oder persönlichem Gespräch zuzugehen. Auch bauplanungsrechtlich gibt es einen großen Instrumentenkasten, den die Gemeinden ebenfalls proaktiv auf die erhobenen Innenentwicklungspotenziale anwenden können. Das ist aber im Einzelfall abzuwägen und obliegt natürlich jeder Kommune im Rahmen der kommunalen Planungshoheit selbst.

Wir werden die Entwicklungen in den Gemeinden weiterverfolgen und bedanken uns sehr herzlich für das Gespräch. 

Anmerkung: Das Interview wurde im Rahmen des Innenentwicklungskonzept "Innen statt Außen" erstellt. 

http://example.comnews-401.atom Aktuelles aus dem Achental Ökomodell Achental info@oekomodell.de 2021-09-23T13:35:27+02:00 2021-09-23T13:43:33+02:00 Der Gesamtvorstand des Ökomodell Achental e.V. führte auf seiner letzten Sitzung im kleinen Heftersaal in Grassau wichtige Diskussionen zu einer Vielfalt an Themen. Dabei ging es unter anderem um die Angelegenheiten: Trail-Abfahrt-Problematik, Neophyten-Bekämpfung und Sachstand Archivpflege.

Biker-Ansturm im Achental

Zu Beginn wurde über die Besucherlenkung in der Alpenregion speziell die Trail-Abfahrt-Problematik diskutiert. Es geht bei dem Thema neben den teils querfeldein fahrenden Biker auch um Nachtbergsteiger und um Skitourengeher. Der Ruhpoldinger Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller erwähnt dabei, dass dieser Sporttourismus eine Massenbewegung sei: „Pro Forstrevier gibt es mindestens fünf bis sechs Trails. Insgesamt hätten Wildtiere überhaupt keine Möglichkeit mehr, nachts und am Tage zur Ruhe zu kommen.“ Eine Beobachtung, die Staudach-Egerndachs Bürgermeisterin Martina Gaukler an den Staudachern Hängen macht: „Es gebe Fälle, in denen Flächen, die mit jungen Setzlingen bepflanzt waren, durch „Shortcuts“ und tiefe Bremspuren zerstört wurden.“ Laut Gaukler soll dafür eine Aufklärungskampagne das richtige Mittel sein, um aufzuzeigen wie diese Aktivitäten die Natur schädigen können und wie man sich richtig verhält. Paul Höglmüller teilt die Meinung von Martina Gaukler und fügt hinzu, dass Sperrungen und Verbote nicht zielführend seien. Er sieht die Lösung ebenso in einer umfangreichen Aufklärungsarbeit, um Sensibilität zu schaffen. Vor allem die Zunahme des Social-Media Tourismus und dass ins Netz gestellte Trail-Abfahrten genutzt werden ohne sich vorher über die Vorschriften und Wege zu informieren sind hier die größten Probleme. Grundsätzlich sei es positiv, wenn die Menschen die Natur erleben möchten, findet der Gesamtvorstand sowie Paul Höglmüller. Letzterer beklagt aber, dass gerade die sportlichen Fahrer verstärkt abseits der Wege oder auf solchen Steigen unterwegs seien, die nur bedingt dafür geeignet seien. Er glaube, dass die Auswirkungen vielen jungen Leuten nicht bewusst sei und sie nicht absichtlich die Waldwege zerstören. Umso wichtiger sei jetzt die Aufklärungsarbeit seitens der Staatsforsten, der Gemeinden, dem Ökomodell Achental und der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt.

 

Neophyten-Projekt

Im Anschluss berichtet Geschäftsführer Wolfgang Wimmer über das grenzüberschreitende Neophyten-Projekt und über die bereits stattgefundene Vorbesprechung zum Thema Neophytenbekämpfung in Kössen. Vorort waren neben den Gebietsbetreuern Magdalena Bahr und Dirk Alfermann, Umweltbeauftragte Susanne Mühlbacher-Kreuzer vom AUV Chiemsee, Fritz Irlacher und Christian Fechter sowie Geschäftsführer Thomas Kirchmaier und Obmann Adam Aigner der Großachengenossenschaft in der Geschäftstelle in Kössen, Stefan Niedermoser und Birgit Danzl vom Regionalmanagement regio3, Melanie Steinbacher und Andrea Silberberger vom Regionalmanagement der Leaderregion „Kuusk“ und Konrad Pagitz von der Universität Innsbruck mit dabei. In der Sitzung wurde die Idee einer gemeinsamen Neophytenbekämpfung von Oberndorf i.T. (AT) bis zum Chiemsee (DE) entlang der Tiroler Ache besprochen. Ausgehend von den Tiroler Kollegen und begleitet vom Ökomodell Achental sollen nun in einem Projekt im Gebiet von Tirol bis zum Chiemsee gemeinsame Maßnahmen zur Neophytenbekämpfung entwickelt werden. Anders als beim Jakobskreuzkraut, handelt es sich bei Neophyten um invasive nicht-heimische Pflanzen. Besonders schwer zu entfernen ist dabei der Japanische Staudenknöterich, der sich vor allem über lang reichende Wurzelsprosse an Flussufern entlang, aber auch durch kleine Teile der Stängel, die überall anwachsen können, verbreitet. Durch seine Höhe von bis zu vier Metern und das dichte Blätterdach behindert er den Aufwuchs anderer Pflanzen und hat sich gegen die einheimische Flora durchgesetzt. Die bis zu zwei Meter tief reichenden Wurzeln verursachen dabei einen immensen Aufwand, die verwucherten Flächen wieder für den Anbau anderer Pflanzen nutzbar zu machen, so de Ökomodell-Ehrenvorsitzende Fritz Irlacher. Wolfgang Wimmer ergänzte abschließend, dass die Intention vor allem in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt.

 

Archivpflege: Vortrag zum Thema Anforderung an einen Archivmagazinraum

Ein anderes wichtiges Thema, das während der Gesamtvorstandssitzung besprochen wurde, war der aktuelle Sachstand der gemeinsamen Pflege der Gemeindearchive im Achental. Um die Notwendigkeit der räumlichen Trennung zwischen Registraturgut und Archivgut zu verdeutlichen, ging die hierfür verantwortliche Archivarin Martina Höhne in ihrem Vortrag zunächst auf die Begriffsklärung und den Lebenszyklus einer Akte ein.

Eine Akte durchlebt dabei 3 Phasen:

  1. Der Sachbearbeiter ist mit dem Vorgang befasst, die Akten entstehen und befinden sich meist im Büro des Sachbearbeiters. (Sachbearbeiterablage)
  2. Der Vorgang wird abgeschlossen, die Aufbewahrungsfrist beginnt (10- 30 Jahre). Die Akte wird in der Altregistratur aufbewahrt. (Registraturgut)
  3. Am Ende der Aufbewahrungsfrist steht die Aussonderung durch die Sachbearbeiter. Die Bewertung erfolgt durch das Archiv. Wird eine Akte (oder Teile daraus) als archivwürdig bewertet, wird sie ins Archiv übernommen (Archivgut) andernfalls wird sie vernichtet. Die Übernahme ins Archiv ist einer gesetzlich vorgeschriebenen Vernichtung gleichgestellt. Die Aussonderung muss ein kontinuierlicher, jährlicher Prozess sein, um die datenschutzrechtlichen Belange zu erfüllen.

Übergeordnetes Ziel ist das Archivgut auf Dauer zu verwahren, zu sichern zu erhalten und zugänglich zu machen, dazu müssen die Magazinräume gewisse Standards erfüllen. Dabei sind vor allem das Raumklima, konstante Luftfeuchte, wenig Lichteinfall und die Vermeidung von Schimmelbildung sowie die Sicherung des Archivguts vor Verlust und der Schutz vor Bränden und Überschwemmungen wichtig. Auch hinsichtlich des Datenschutzes ist es unerlässlich die Zugangsrechte klar zu regeln. Am Ende ihres Vortrages schlug Martina Höhne den Bürgermeistern vor auch die Option eines gemeinsamen Achentalarchivs in Erwägung zu ziehen, um den Verwaltungsaufwand und die Lagerkapazitäten je Gemeinde zu minimieren. Dieser Vorschlag wurde vom Gesamtvorstand begrüßt.