Almen – Herzstück unserer Kulturlandschaft
Wie die Almwirtschaft Landwirtschaft, Natur und Tourismus im Achental verbindet – ein Kooperationsbeitrag mit Berchtesgadener Land Molkerei
Jahrtausendalte Kulturlandschaft
Die Almen zählen zu den ältesten Kulturlandschaften Europas. Bereits im 5. Jahrtausend vor Christus nutzten Menschen die Flächen oberhalb der Waldgrenze als natürliche Weiden. Im Achental und im gesamten Alpenraum entwickelten sich daraus über Jahrhunderte hinweg einzigartige Wirtschaftsformen – die Grundlage für die traditionelle Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen. Im Mittelalter erreichte die Almwirtschaft ihre größte Ausdehnung. Auf den hochgelegenen Sommerweiden wurden Rinder, Ziegen und Schafe gehalten. Die Tiere sorgten nicht nur für Milch, Butter und Käse, sondern hielten auch die Landschaft offen – ein unschätzbarer Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Lebensraum und Kulturerbe
Für viele Gäste ist die Alm das Sinnbild des bayerischen Alpenraums. Doch unsere Almen sind weit mehr als idyllische Postkartenmotive. Sie sind Lebensräume voller Vielfalt: Auf einer einzigen Almwiese können über 100 verschiedene Pflanzenarten wachsen – von der Silberdistel bis zur Anika. Auch zahlreiche Insekten, Vögel und Kleinsäuger finden hier ihren Lebensraum. Ohne die Bewirtschaftung würden viele dieser Flächen in kurzer Zeit verbuschen und schließlich verwalden. Damit ginge nicht nur eine artenreiche Landschaft verloren, sondern auch ein Stück regionaler Identität. Die Bäuerinnen und Bauern, die ihre Tiere jeden Sommer auf die Almen im Achental treiben, leisten somit aktiven Landschaftsschutz – Tag für Tag, mit großem Engagement und viel Handarbeit.
Die Almen sind nicht nur wichtiges Standbein der regionalen Landwirtschaft, sondern sie übernehmen zudem eine wichtige Schutzfunktion: Durch regelmäßige Beweidung wird das Risiko von Lawinen, Muren und Bodenerosion deutlich reduziert – ein natürlicher Schutzschild für das Tal.
Die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Tourismus beim Besuch der Almen oder Urlaub auf dem Bauernhof schafft Bewusstsein und Wertschätzung für die Arbeit der Menschen, die unsere Landschaft pflegen.
Fazit: Verantwortung für ein lebendiges Erbe
Die Almen des Achentals sind mehr als nur schöne Orte – sie sind lebendige Zeugnisse jahrtausendelanger Kulturlandschaftspflege. Damit sie erhalten bleiben, braucht es weiterhin engagierte Bäuerinnen und Bauern, bewusste Konsumenten und Gäste, die den Wert dieser besonderen Landschaft und der erzeugten Lebensmittel erkennen und schätzen.




















