Neue Gesichter im Gesamtvorstand beim Ökomodell Achental e.V.
Bericht aus der Gesamtvorstandssitzung
Mit den Kommunalwahlen im März 2026 und den neuen Bürgermeistern in drei der neun Mitgliedsgemeinden des Ökomodells ändert sich heuer auch der Gesamtvorstand des Vereins. Im Rahmen der letzten Ökomodell-Gesamtvorstandssitzung wurden daher Ende April die drei neu gewählten Bürgermeister Andreas Schultes (Bergen), Thomas Müllinger (Schleching) sowie Johannes Weber (Unterwössen) herzlich in den Kreis der Vorstandsriege aufgenommen.
Andreas Scheck (2. Vorsitzender) fand zudem wertschätzende und persönliche Worte für die ausscheidenden Bürgermeister Josef Loferer (Schleching), Ludwig Entfellner (Unterwössen) und Stefan Schneider (Bergen), wenngleich Stefan Schneider als erster Vorsitzender und Ludwig Entfellner als Schatzmeister dem Verein noch bis zu den Neuwahlen im Herbst erhalten bleiben.
Almen.Leben.Achental – wichtiges Kernprojekt soll weitergeführt werden
Die ‚Neuen‘ im Kreis bekamen sogleich durch die Präsentation zum aktuellen Stand im Projekt „Almen.Leben.Achental“ von Projektmanagerin Christiane Mayr und Ökomodell-Gebietsbetreuerin Magdalena Bahr einen fundierten Einblick in eines der wichtigen aktuellen Kernprojekte des Ökomodells.
Mit dem über fünf Jahre angelegten Projekt setzt das Ökomodell Achental ein starkes Zeichen für den Erhalt der traditionellen Almwirtschaft und die Förderung der Biodiversität im Achental, um die vielfältige Kulturlandschaft der Region langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Sieben der neun Mitgliedsgemeinden sind mit ihren (Alm-)Flächen Teil der Projektkulisse. Im letzten Jahr konnten bei der Kartierung auf vier Almen zahlreiche bedrohte Arten nachgewiesen werden.
Christiane Mayr wies aber auch auf die Schwierigkeiten und Herausforderungen hin. So sei zum einen die Sicherstellung der Finanzierung und Förderung der Maßnahmen erschwert und es stünden weit mehr Arbeit und Handlungsbedarf als Gelder zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch den Naturschutzfonds und den Bezirk Oberbayern. Zum anderen gebe es immer weniger Landwirte, die ihre Kühe auf die Almflächen brächten oder aber die Almflächen seien nicht ausreichend mit Wasserstellen und Viehtränken erschlossen, sodass die Tiere nicht alle Bereiche beweiden könnten. Durch den Klimawandel und den fehlenden Schnee seien die Vegetationsperioden zudem viel länger als früher und der Bewuchs deutlich stärker. Für den Erfolg der Schwendaktionen sei aber eine anschließende Weideführung ausschlaggebend.
Stefan Schneider sprach sich für eine Fortführung dieses wichtigen Projekts aus und bekam Zuspruch aus den Reihen der übrigen Bürgermeister. Stefan Kattari sieht darin ein Paradebeispiel für eine klassische Aufgabe im Ökomodell, bei der mit Landwirtschaft und Naturschutz zwei Säulen des Ökomodells gemeindeübergreifend Hand in Hand zusammenarbeiten. Hier sehen auch die übrigen Vorstandsmitglieder dringenden Unterstützungsbedarf – sei es bei der Vermittlung von Tieren und Almflächen als auch bei der Akquise von Helferinnen und Helfern für Schwendaktionen – und betonten, wie beispielsweise Thomas Müllinger, die Bedeutung der Almen als „kostbares Kulturgut“.
Mit der Helferdatenbank www.oekomodell.de/helferdatenbank hat das Ökomodell aus dem Projekt heraus ein wichtiges Tool zur Bekanntgabe von aktuellen Aktionen, vor allem aber zur Erfassung von Freiwilligen und deren Vermittlung ins Leben gerufen. Über die Plattform können Landwirte ihre Projekte ankündigen und so Hilfe suchende und Helfende zusammenfinden.
Das Ökomodell Achental und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle freuen sich auf die Fortsetzung der interkommunalen Zusammenarbeit über viele wichtige Projekte und den engen Austausch der Mitgliedsgemeinden.





















