Allgemein

Der besondere Ruf des Brachvogels

Frühling in den Achentaler Wiesenbrütergebieten

Wenn im Frühjahr der weittragende, melancholische Ruf des Großer Brachvogel über die Wiesen klingt, beginnt eine der sensibelsten Zeiten in unserer Kultur- und Naturlandschaft. Der seltene Wiesenvogel brütet direkt am Boden – gut getarnt, aber sehr störungsanfällig. Bayernweit sind seine Bestände in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Umso wichtiger sind die verbliebenen Brutgebiete im Achental.

Zu unseren bedeutendsten Wiesenbrüterflächen zählen das Bergener Moos, das Grabenstätter Moos, die Staudach‑Egerndacher Filzen, der Lachsgang sowie der Schöneggart. Diese offenen Wiesen und Moorflächen bieten Kiebitz, Brachvogel und anderen Wiesenbrütern die letzten geeigneten Lebensräume.

Während der Brutzeit von März bis Juni sind die Vögel besonders empfindlich gegenüber Störungen. Deshalb gilt in vielen Bereichen ein Wegegebot, Hunde sollten unbedingt angeleint bleiben.

Der Schutz der Wiesenbrüter ist eine gemeinsame Aufgabe von Landwirtschaft, Naturschutz und allen Menschen, die sich in der Landschaft bewegen. Wer Rücksicht nimmt, hilft mit, dass der Ruf des Brachvogels auch in Zukunft noch über den Wiesen erklingt.