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Sympathische Achental Ranger sind nun unterwegs

Auf sieben Routen im Achentalgebiet kennen sie sich bestens aus

ein Artikel von Tamara Eder

Staudach-Egerndach (tb) – An ihren grünen Westen, ihren T-Shirts und ihrer Kopfbedeckung sind die Achental-Ranger bestens zu erkennen und nun auch auf verschiedenen Wegen im Achental und Bergen unterwegs. Mit offenen Augen werden sie auf den Routen wandern, können in naturschutzrechtlichen Fragen und zu den Wanderrouten Auskunft geben, dürfen gerne selbst angesprochen werden und haben zudem auch einen leckeren Keks dabei. Offiziell wurden die Ranger nun von den sechs Bürgermeistern der teilnehmenden Gemeinden und den Vertretern des Ökomodells ausgesandt.


Das höchste gemeinsame Gut der Achentalgemeinden ist die wunderschöne, erhaltenswerte, intakte Natur und damit dies auch so bleibt und möglichst viele davon profitieren können, wurden nun auf Anregung und Unterstützung des Ökomodells gemeinsam mit den sechs Gemeinden Bergen, Grassau, Marquartstein, Schleching, Unterwössen und Reit im Winkl das Projekt Achental Rangers ins Leben gerufen. Dem Aufruf des Ökomodells meldeten sich engagierte Leute, die sich für Landschaft und Natur begeistern gerne unterwegs sind und sich für den Erhalt der Kulturlandschaft, der Pflanzen- und Tierwelt einsetzen wollen. Für Vorsitzenden des Ökomodell Achental Stefan Schneider ist dieser Start wichtig und zugleich ein erfolgreicher Tag, denn nach derzeitigem Stand sind 14 Ranger, perfekt eingekleidet und bestens geschult, bereit für ihren Einsatz in der Natur. Sie wurden fortgebildet in Naturschutz, Tourismus, Forstwirtschaft, Almwirtschaft, in erster Hilfe und von der Bergwacht instruiert. Schneider dankte den jeweiligen Organisationen für die Schulungen, die die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten zeigen. „Ihr vertretet uns nach außen, ihr macht die Leute gescheiter“, sagte er zu Rangern. Sie sind das nette Gesicht und das Wissen auf den sieben ausgesuchten Routen. Sie kennen die Natur, die Landschaft, die Belange der Waldwirtschaft, Flora und Fauna und können auf richtiges Verhalten auf den Wegen verweisen. Das Ziel ist, mit den Menschen zu kommunizieren, Konflikte zwischen Gruppen, wie Mountainbikern und Bergwanderern zu verhindern, aufzuklären und dies möglichst mit Verständnis und ohne Verbote. Hierfür, so Schneider weiter, haben die Bürgermeister ein Budget bereitstellt. Das Projekt sei auf zwei Jahre ausgelegt. „Ich bin mir sicher, dass man sich dann fragen wird, warum nur auf zwei Jahre und eine Fortführung selbstverständlich ist“, so Schneider. Voll des Lobes war auch Wolfgang Selbertinger vom Landratsamt Traunstein Bereich Naturschutz. Er betonte, wie wichtig Kommunikation ist, denn niemand möchte wissentlich Natur- und Landschaft schädigen und da komme den Rangern die Aufgabe der positiven Wissensvermittlung zu. Er schwärmte von der Landschaft und sprach von Naturparkcharakter und von dem Glück in einer solchen Landschaft unterwegs sein zu können. Angelika Maier, Geschäftsführerin des Ökomodell Achental dankte dem Team für die viele Arbeit im Vorfeld. Ranger Teamsprecher Quirin Reichelt ist sich sicher, dass die Einsätze auf den Routen für alle angenehm werden. Jeweils zu zweit werden sich die Ranger, die gut vernetzt sind, eine der sieben Routen vornehmen. Leute, die augenscheinlich Hilfe benötigen, werde geholfen. Es werde aufgeklärt, informiert, die Kommunikation gesucht, Konflikte beseitigt und versucht die Natur näher zu bringen, so dass Besucher, Gäste, Wanderer mit einem positiven Gefühl wieder nach Hause fahren und gerne wieder kommen. Über jeden Einsatz werden Protokolle verfasst. „Wir tragen auch alle einen Ausweis, so dass wir als Ranger neben dem Outfit erkennbar sind“, erklärt er. Rangerin Katharina Schwangler freut sich auf ihren Einsatz vor allem im Bergener Moos und in der Kendlmühlfilzen. Sie hofft mit ihrem Einsatz ein Stück weit für den Erhalt der Natur einstehen zu können, aufklären zu können. Letztlich verwies Angelika Maier auf eine weitere Besonderheit, denn die Ranger werden zudem leckere Butterplätzchen in Form eines Birkhuhns und eines Fisches für Kinder und auch für Erwachsene im Gepäck haben. Auf der Banderole wird sympathisch auf das richtige Verhalten in Wald und Berg verwiesen. Ein Mehrwert für alle, die die Natur, Wald und Berge, Stille und Landschaft genießen. tb