DURCHBRUCHSTAL DER TIROLER ACHEN

Die Tiroler Achen entspringt am Pass Thurn südlich von Kitzbühel, sammelt das Wasser unzähliger Bergbäche im Tirolerischen und bahnt sich als ansehnlicher Alpenfluss ihren Weg nach Bayern. Ein Felsriegel, auf dem heute die Grenze zwischen Bayern und Tirol verläuft, versperrt ihr den Weg, und so hat sich die Ache im Laufe der Jahrtausende eine enge Klamm durch den Fels gefräst. Der Flusslauf ist weitgehend von menschlichen Eingriffen verschont geblieben und konnte seine natürliche Dynamik bewahren.

Die steilen Felswände stellen ein besonderes Biotop dar, in dem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen; unter anderem hat hier der Kies-Steinbrech (Saxifraga mutata) sein östlichstes Vorkommen in Bayern.

Die Entenlochklamm ist durch einen Wanderweg erschlossen, an dessen Ende eine Hängebrücke unweit der engsten Stelle über den Fluss führt. Wer nicht wasserscheu ist, kann die Schlucht auch mittels Kayak oder Schlachboot "erfahren". Der Name Entenloch hat übrigens nichts mit Wasservögeln zu tun, sondern bezieht sich auf die Enden, also die Ausläufer der Berge.

Ein Exkursionsbericht der Gemeinschaftsexkursion von Bayerischer und Regensburger Botanischer Gesellschaft behandelt u.a. auch die Entenlochklamm (pdf-Datei, 1,2 MB)